Jens Maria Weber: Codex Roboticus

Jens Maria Weber: Codex Roboticus Hot

 
5.0
 
0.0 (0)
1767   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Jens Maria Weber: Codex Roboticus
ET (D)
2014
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783981525212

Informationen zum Buch

Seiten
100

Community

Kaufen

Bei Amazon kaufenBei Booklooker kaufenBei Thalia kaufen
Wenn du über einen der Affiliate-Links das Buch kaufst, erhält Literaturschock eine Provision.

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

Der „Codex Roboticus“ hält die Experimente des Veterinärmediziners Stanislaus Schwenck über das Erwecken eines Golems fest. Gestützt durch seine Tagebücher und Bauskizzen entfaltet sich ein unbekanntes Bild der Zwanziger Jahre in Deutschland: Seine Versuche mit Maschinenwesen werden zum Kern einer geheimen militärischen Unternehmung. Doch was davon war real? Über das Leben des Verfassers gibt es kaum Nachweise. Aus den Wirren des Ersten Weltkriegs als Humanmediziner hervorgegangen, führte er fortan ein Doppelleben als Autor von Aufsätzen über Kabbalismus, Alternativmedizin und Transhumanismus. Dann verlieren sich seine Spuren. Stanislaus Schwenck konnte nie für tot erklärt werden. Was ist an seinen transhumanistischen Theorien wahr? Als Jens Maria Weber eine englische Ausgabe dieser Schriften entdeckte, war er sofort fasziniert. In seiner Auseinandersetzung mit den essayistischen Textpassagen, den Tagebucheinträgen und lyrischen Elementen erschafft der Künstler ein Kaleidoskop von Wahn und Wahrheit. Originalauszüge bringt er gestalterisch in einen Zusammenhang, der zwischen Roboterdystopie, Cyberpunk und Wahrheitssuche Licht auf Historisches, Gegenwärtiges und womöglich Zukünftiges wirft. Ein Kunstbuch für Designer, Illustratoren und Graphic Novel-Leser, aber auch für Freunde der Phantastik und Science Fiction.

Weiterführende Links:

Codex Roboticus - Offizielle Webseite

Jens Maria Weber (Illustrator)

Codex Roboticus bei "Das Wilde Dutzend"

DWD-Akademie

Geheimnisvolles BookUp - Zu Gast bei Das Wilde Dutzend

Von Robotern, Wissenschaftlern und Golems

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)
(Aktualisiert: 06 Dezember 2014)

#1 Rezensent
Zeige alle meine Rezensionen (1092)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Sammlerobjekt und Schmuckstück im Bücherregal

"Codex Roboticus" - wo beginne ich mit meiner Rezension zu diesem ungewöhnlichen Buch? Wer war dieser geheimnisvolle Veterinärmediziner Dr. Stanislaus Schwenck, der sich selbst irgendwann zum Humanmediziner ernannte und Experimente über das Erwecken eines Golems in diesem lange verschollen geglaubten Buch festhielt? Die Aufzeichnungen und Prophezeiungen des Wissenschaftlers seien in Deutschland nach dem ersten Weltkrieg entstanden. In einer Zeit, in der esoterische Strömungen auf die von Verlustängsten und Revolution geprägte Stimmung trafen.

Das Wilde Dutzend ist ein kleiner und sehr feiner, unabhängiger Verlag in Berlin, der sich den Anschein einer Geheimloge gibt. In diesem Zeichen stehen auch die herausgegebenen Bücher. Dr. Stanislaus Schwenck ist natürlich fiktiv. Ebenso wie Prof. Dr. Hans Martin Nommsen, auf dessen Vorwort man im Buch stößt und der noch so einiges über die Schwenckschen Papiere zu erzählen vermag.

Der Schwerpunkt des Verlages liege auf besonderen Büchern: Papier, Typografie und Druck werden sorgfältig ausgewählt. Jedes Buch werde von einer medienübergreifenden (Web, Video, Social Media, Events) Staffel begleitet und ist in die Hintergrundgeschichte des Verlags eingebettet. Die Ziele seien, Mysterien und Geheimnisse der Literatur- und Kulturgeschichte in die moderne Welt zu bringen.

Mit "Codex Roboticus" gelingt ihnen das fraglos. Die Tagebuchauszüge des Dr. Schwenck erzählen von einem geheimen Rüstungsprojekt mit dem Ziel, Roboter zu entwickeln. Roboter, die für die Menschen in den Krieg ziehen - und das sogar zweisprachig auf deutsch und englisch.

Die Einträge beginnen im Mai 1929 und enden im November des gleichen Jahres. Während Einführung und Prolog etwas trocken (und deshalb authentisch) daherkommen, sind die Einträge von Schwenck spannend und aufregend zu lesen. Bestünde das Buch jedoch nur aus diesen Einträgen, wäre es wohl trotzdem eher langweilig. Die eigentliche Faszination wird vor allem durch die wunderbaren Skizzen hergestellt. Das Buch beinhaltet technische Zeichnungen der Roboter, alte Fotos des geheimen Labors und der Rüstungsanlage und die letzten Seiten geht das Buch direkt in eine düstere Graphic Novel über.

Wenn ein Buch die Bezeichnung als bibliophiles Kunstbuch verdient hat, dann wohl dieses hier. Es ist nicht nur ein Buch, es ist ein Kunstwerk und bietet ein mediales Gesamtkonzept, das es in sich hat (siehe Links in der Beschreibung des Buches oben). Nicht nur eine sehr lohnenswerte Lektüre, sondern auch Sammlerobjekt und Schmuckstück im Bücherregal.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

In dieser Liste gibt es noch keine Bewertungen.
Haben Sie schon ein Konto?
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen

Newsletter abonnieren

Keine Sorge: Ich hasse Spam mindestens so sehr wie du und ich verspreche dir, dass ich deine E-Mail-Adresse nicht weitergeben werde.

Du möchtest Literaturschock unterstützen?

Patreon

Auf Patreon kannst du das tun. Und du bekommst sogar noch was dafür zurück.

Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2016 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue