Susanna Kearsley – Mariana Übersetzerin: Karin Diemerling

Inhaltsangabe:Die erfolgreiche Kinderbuchillustratorin Julia Beckett erfüllt sich einen Wunsch: sie kauft sich ein altes Bauernhaus in Wiltshire, das sie bezaubert hatte, seit sie zum ersten Mal an ihm vorbeigefahren war. Nach dem Einzug beginnen merkwürdige Träume Julia zu verfolgen, dabei geht es immer um eine junge Frau namens Mariana, die im 17. Jahrhundert im gleichen Haus gelebt hatte. Julia beginnt, über Mariana nachzuforschen und alles deutet darauf hin, dass Marianas Seele in Julia wieder geboren ist. Julia reagiert skeptisch, aber als sie in ihren neuen Nachbarn frühere „Verwandte“ zu erkennen glaubt, lässt sie sich immer tiefer in die Geschehnisse der Vergangenheit hinein ziehen ...
Der erste Satz:„Ich sah das Haus zum ersten Mal in dem Sommer, als ich fünf wurde.“
Meine Meinung zum Buch:Wie meine Vor-Posterinnen schon sagten: das ist ein richtig schönes Wohlfühlbuch.
Die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich fand es faszinierend, wie die Autorin es geschafft hat, Julia ohne Bruch bzw. ohne zu stocken in die verschiedenen Zeiten wechseln zu lassen. Obwohl das fast übergangslos passiert, weiß man als Leserin doch immer, in welcher Zeit Julia bzw. Mariana gerade steckt.
Nicht nur die Hauptpersonen sind gut charakterisiert, auch die Nebenfiguren bekommen eine Vergangenheit und eine Entwicklung, die das Lesen interessant macht. Besonders die Frage „Wer war welche der Personen im 17. Jahrhundert“ ist natürlich spannend.
Zu lesen ist das Buch sehr angenehm. Susanna Kearsley schreibt in einem wunderbaren Stil, der sehr gut zu der Geschichte passt. Besonders gefielen mir die Beschreibungen des Hauses und der Landschaft, ich konnte alles sehr gut vor mir sehen.
Die Autorin hat zum Schluss auch noch einen richtigen Knüller für den Leser parat.
Auf der vorletzten Seite als sich herausstellte, in wessen Körper die Seele von Richard steckte,
habe ich fast einen Herzinfarkt bekommen
. Damit hatte ich ja nun gar nicht gerechnet.
Ich auch nicht,
und ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich nicht viel lieber die andere Lösung gehabt hätte – die wäre zwar weniger überraschend, für mich aber das „schönere“ Ende gewesen.
Meine Bewertung:

Viele Grüße von Annabas
