Autor Thema: Candace Robb - The Apothecary Rose/Die Rose des Apothekers  (Gelesen 62 mal)

Offline Valentine

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Owen Archer hätte noch einige glänzende Karrierejahre als Befehlshaber der königlichen Bogenschützen vor sich gehabt, hätte er nicht bei einem unschönen Zwischenfall auf einem Auge seine Sehkraft verloren. Nun ist er im Auftrag des Erzbischofs von York unterwegs und soll unauffällig herausfinden, was es mit dem rätselhaften Tod eines jungen Adeligen auf der Krankenstation des Klosters St. Mary auf sich hat.

Zu diesem Zweck gibt Owen vor, sich nach seiner Verletzung beruflich umorientieren zu wollen, und wird tatsächlich als Apothekerlehrling bei Nicholas Wilton angestellt, der auch die Arzneien für die Klosterbrüder zusammenstellt und bereits seine eigene Frau Lucie zur Apothekerin ausbildet.

Owen findet schnell heraus, dass der Tote nicht den besten Ruf hatte und dass kurz zuvor schon ein anderer, etwas geheimnisumwitterter junger Patient im Kloster gestorben ist. Und er merkt recht schnell, dass seine Nachforschungen wohl doch nicht unbemerkt geblieben sind, denn er gerät selbst in Gefahr.

York im 14. Jahrhundert ist ein origineller Schauplatz für einen Krimi, und Candace Robb legt als Historikerin Wert auf akkurate Darstellung der Umstände (kleinere Abweichungen von dieser Genauigkeit erläutert sie im informativen Nachwort). Ein einäugiger Ex-Bogenschütze in der Rolle des verdeckten Ermittlers ist auch mal was anderes. Owen hat seine Probleme, sowohl mit den Einschränkungen durch das blinde Auge im Alltag als auch durch wiederkehrende Sinnkrisen, weil er seinem geliebten Beruf nicht mehr nachgehen kann, aber er ist dabei auch kein ständig niedergeschlagener Jammerlappen, sondern versucht das Beste draus zu machen.

Dass sich im Laufe seiner Ermittlungen leise Gefühle für Lucie Wilton bei ihm regen, mag ein Krimiklischee sein, hat hier aber ganz gut gepasst - allerdings macht es ihm die Arbeit nicht gerade leichter, denn zeitweise muss er mit dem Gedanken spielen, dass eventuell Lucie selbst beim Tod der beiden jungen Männer die Finger im Spiel gehabt haben könnte.

Der Kriminalfall ist nicht über die Maßen spektakulär, aber spannend, und zusammen mit der ungewöhnlichen Hauptfigur und der toll ausgearbeiteten historischen Kulisse ein gelungener und empfehlenswerter Serienauftakt.

4ratten
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Leonard Cohen 1934-2016

Offline Grisel

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Der Kriminalfall ist nicht über die Maßen spektakulär, aber spannend, und zusammen mit der ungewöhnlichen Hauptfigur und der toll ausgearbeiteten historischen Kulisse ein gelungener und empfehlenswerter Serienauftakt.

Das bleibt so, ist eine feine, feine Serie! Schöne Rezension!

Die Serie war für mich nicht nur Gablé-Methadon (zeitliche und teilweise personelle Überschneidung mit "Das Lächeln der Fortuna") sondern auch für Cadfael, weil ich nie so ein Fan von historischen Krimis war, außer denen, wo die Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht unbedingt die clevere Fallaufklärung. Und auch wenn für mich keiner an Ellis Peters rankommt, habe ich Robb doch auch sehr genossen.
Ich mochte nicht nur Owen sehr gern, sondern auch all die Menschen um ihn herum.

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Ich mochte nicht nur Owen sehr gern, sondern auch all die Menschen um ihn herum.

Lucie und die Klosterbrüder sind mir schon ans Herz gewachsen, und ich hoffe, auch Owens Kumpels aus der Militärzeit mal noch besser kennenlernen zu dürfen. Band 2 steht bereits auf dem Wunschzettel.
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Leonard Cohen 1934-2016

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Lucie und die Klosterbrüder sind mir schon ans Herz gewachsen, und ich hoffe, auch Owens Kumpels aus der Militärzeit mal noch besser kennenlernen zu dürfen. Band 2 steht bereits auf dem Wunschzettel.

"Lucie und die Klosterbrüder" klingt wie ein Jugendbuch.  :elch:

Mein Einstieg in die Serie war Band 4, "The king's bishop" (noch auf Deutsch, so lange ist das her!), da geht es u.a. um Ned Townley. Ich glaube, der müsste in Band 1 auch kurz auftauchen, am Anfang.

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"Lucie und die Klosterbrüder" klingt wie ein Jugendbuch.  :elch:

:lachen: Recht hast Du!

Zitat
Mein Einstieg in die Serie war Band 4, "The king's bishop" (noch auf Deutsch, so lange ist das her!), da geht es u.a. um Ned Townley. Ich glaube, der müsste in Band 1 auch kurz auftauchen, am Anfang.

Ich weiß die Namen nicht mehr alle, aber wenn das einer von Owens alten Bogenschützen-Kumpels ist, kommt er kurz vor.
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Leonard Cohen 1934-2016

Offline Grisel

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Ich weiß die Namen nicht mehr alle, aber wenn das einer von Owens alten Bogenschützen-Kumpels ist, kommt er kurz vor.

Ich weiß den Namen deshalb - glaube ich! - noch so genau, weil es mir der damals schwer angetan hatte.  :breitgrins:
An die anderen kann ich mich nicht mehr erinnern, vielleicht noch ein Lief?

Offline Valentine

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Kann sein, ich habe auch noch einen Rob oder Rod im Kopf.
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