Asimov, Isaac

Isaac Asimov wurde wahrscheinlich am 02. Januar 1920 in Petrovichi, Russland (damals jedoch der Vereinigten Russisch-Sowjetischen sozialistischen Republik angehörend - das Russland der Zaren war Vergangenheit; die UdSSR Zukunft), geboren. Sein genaues Geburtsdatum liegt im Dunkeln, da er als Jude in der RSFSR zur Welt kam und es deshalb auch keine Aufzeichnungen über seine Geburt gibt. Ein weiteres wahrscheinliches Geburtsdatum wird mit dem 04. Oktober 1919 angegeben. Um das Verwirrspiel komplett zu machen, änderte Isaacs Mutter das Geburtsdatum vorübergehend auf den 07. September 1919. So konnte der Junge ein Jahr früher die Schule besuchen. Offiziell bestand Asimov später jedoch auf dem 02. Januar.

Isaac Asimovs Eltern, Judah Asimov (1896-1969) und Anna Rachel Berman Asimov (1895-1973), emigrierten 1923 mit ihren Kindern Isaac, Marcia (*1922 als Manya) und Stanley (1929-1995) nach Brooklyn, New York, wo sie ca. vierzig Jahre lang ein Süßwarengeschäft leiteten. Marcia heiratete und bekam zwei Söhne. Stanley arbeitete zuerst als Journalist und wurde später Vizepräsident des "Newsday". Er starb am 16. August 1995 an Leukäme.

Isaac ging ab 1925 in New York zur Schule und als er schließlich im September 1930 die East New York Junior High School besuchte, kam er in eine Klasse für Schnell-Lerner. 1932 bis 1935 besuchte er die Boys High School und nachdem er dann einige Tage auf dem City College war, wechselte er auf das Seth Low Junior College, wo er ein Stipendium in Höhe von 100 Doller erhielt. Da das College jedoch ein Jahr später schloss, wechselte er erneut. Dieses Mal auf die Columbia University. 1939 machte er dort seinen Bachelor of Science, 1941 seinen M.A. in Chemie. Dazwischen diente er ald Chemiker bei der US Navy. An der Philadelphia Navy Yard arbeitete er als Jungchemiker - zusammen mit den Science Fiction Autoren Kollegen Robert Heinlein und L. Sprague de Camp. Später arbeitete er als Biochemie-Lehrer an der Boston University School of Medizine und wurde 1951 zum Assistenz-Professor befördert.

Bereits in jungen Jahren zeigte sich Isaacs deutliche Liebe zur Literatur. In der örtlichen Bücherei war er Stammgast und schon mit 11 Jahren begannt er, Science Fiction zu schreiben. 1958 gab er seine Lehrtätigkeit komplett auf und machte das Schreiben zu seinem Hauptberuf, dem er am liebsten in einer kleinen Privatbibliothek nachging: Seinem Büro, in dem sich mit der Schreibmaschine auch über 2000 Bücher auf 2 Zimmer verteilt fanden.

Der Autor, den seine Fans liebevoll "Guter Doktor" nennen - er hatte sich zeitlebens vergeblich um einen Platz für ein Medizinstudium beworben - heiratete am 26. Juli 1942 Gertrude Blugerman, die er während eines Blind Date am Valentinstag 1942 kennenlernte. Aus der Ehe gingen Sohn David (*1951) und Tochter Robyn Joan (*1955) hervor. Am 16. November 1973 wurde die Ehe geschieden. Fast sofort danach zog er mit Janet Opal Jeppson zusammen. Die beiden heirateten am 30. November 1973, hatten aber keine Kinder.

Isaac Asimov gilt heute als einer der bekanntesten und produktivsten Science-Fiction-Autoren. Er veröffentlichte innerhalb von 45 Jahren über 500 Bücher und mehr als 1600 Essays. Er war Herausgeber einiger SF-Anthologien und einer eigenen SF-Zeitschrift, schrieb sogar zahlreiche Gedichte (hauptsächlich Limericks). Mit seiner Foundation Trilogie gewann er den Hugo-Award für die beste Science-Fiction Serie aller Zeiten. "Foundation's Edge" erhielt zusätzlich einen Hugo-Award als bester SF Roman im Jahre 1982. Doch es hagelte noch mehr Auszeichnungen: 1987 erhielt Asimov den Special Nebula Award der Vereinigung der SF-Schriftsteller Amerikas, mit dem Titel eines "Grand Master of Science Fiction". Weitere Hugo und Nebula Awards sollten folgen.

Das erste Buch "Pebble in the Sky" wurde 1950 von Doubleday veröffentlicht. Neben der Foundation Trilogie wurde Asimov vor allem mit seinen Robotergeschichten weltberühmt. Doch nicht nur im SF-Bereich fühlte sich das Genie wohl. Im Laufe der Zeit schrieb der Autor Sachbücher u.a. über Mathematik, Physik, die Bibel und Shakespeare. Er behauptete von sich selbst, dass alles außer Schreiben Unterbrechung sei.

Isaac Asimov lieferte übrigens die Vorlage für den Kinofilm "I, Robot" ("Ich, der Robot"), der im Juli 2004 mit Will Smith in die Kinos kam.

Isaac Asimov starb am 6. April 1992 an Herz- und Nierenversagen. Die Folge einer HIV-Infektion, die er sich 1983 durch eine Bluttransfusion im Zuge einer Bypass-Operation im Jahr 1983 zugezogen hatte.

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