Johannes Groschupf wurde 1963 in Braunschweig. Er studierte Germanistik und Publizistik in Berlin und arbeitet seit 1988 als freier Journalist unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, Die Zeit, die taz und den NDR. Der Autor lebt in Berlin.

Johannes GroschupfLiteraturschock: Welche 3 Adjektive beschreiben dich am ehesten?

Johannes Groschupf: Neugierig, sensibel, ruhig.

Literaturschock: Du schreibst Bücher weil, ...?

Johannes Groschupf: es für mich nichts Schöneres gibt als beim Schreiben eine Geschichte zu entdecken, meine Figuren kennenzulernen und eine eigene Welt entstehen zu lassen.

Literaturschock: Welche Frage würdest du dir als Journalist selbst in einem Interview stellen?

Johannes Groschupf: Was ist Ihr schöpferisches Geheimnis?

Literaturschock: Und die Antwort darauf?

Johannes Groschupf: alle Zweifel und Befürchtungen hindurchgehen und dem Erzählen vertrauen.

Literaturschock: Nun noch eine Frage zu den Schauplätzen: existieren sie tatsächlich und falls ja, warst du selbst vor Ort auf Erkundungstour?

Johannes Groschupf: Ja, die meisten Orte gibt es wirklich, nur das erste Gebäude ist aus mehren Orten fiktiv zusammengesetzt. Doch die Fleischfabrik gibt es, das Kinderkrankenhaus und die Beelitzer Heilstätten auch. Ich bin in jenem Sommer viel unterwegs gewesen, um die Orte zu erforschen, und habe viel mit Urban Explorers geredet.

Literaturschock: Wie kam es zu der Idee, ein Buch über "Lost Places" zu schreiben?

Johannes Groschupf: Mein Sohn hat mir von illegalen Partys erzählt, die er und seine Freunde in solchen verlassenen Fabriken feiern. Dann habe ich mich an meine Jugendzeit erinnert, als wir auch viel auf Baustellen und auf verwunschenen Grundstücken unterwegs waren. Und dann bin ich selbst losgegangen.

Literaturschock: Jugendliche und Drogen sind immer ein heikles Thema. Lennart kommt ja in dieser Hinsicht bei Lost Places nicht gut weg, oder?

Johannes Groschupf: Ich lebe in Kreuzberg, und die Jugendlichen hier kiffen ziemlich selbstverständlich. Ich fand es wichtig, diesen Teil ihres Lebens zu schildern, und ich bin froh, dass der Oetinger Verlag den Mut hat, das auch zu veröffentlichen.

Literaturschock: Inwiefern unterscheidet sich die Arbeit an einem Buch für Jugendliche zu der für Erwachsene?

Johannes Groschupf: Für Jugendliche zu schreiben, finde ich sehr anregend. Jugendliche sind emotional und ungeduldig. Schwierig fand ich den Umgang mit der Jugendsprache, da sie schnell veraltet. Außerdem kann es voll peinlich werden, wenn ein Nicht-Jugendlicher wie ich plötzlich anfängt, in diesem Slang zu schreiben: "Ey, voll spooky und abgespaced, Alta, wa?" Ich hab dann meinen Sohn gefragt, ob er die Qualitätskontrolle übernimmt.

Literaturschock: Was sind deine nächsten Buchprojekte?

Lost PlacesJohannes Groschupf: Im Sommer ist der Jugendthriller "Der Zorn des Lammes" fertig geworden; das Buch erscheint im Frühjahr 2014 bei Oetinger. Und jetzt bereite ich den nächsten Jugendthriller vor, indem ich für ein paar Tage in ein altes Hotel ziehe.

Literaturschock: Findest du überhaupt noch ein wenig Zeit, selbst zu lesen?

Johannes Groschupf: Ja, ich lese total gern und viel. Hätte gern mehr Zeit für Filme, für interessante Serien, aber wenn ich da mit einer Staffel anfange, kann ich nicht mehr aufhören ...

Literaturschock: Möchtest du uns sonst noch etwas mitteilen?

Johannes Groschupf: Ich bin sehr gespannt darauf, wie Ihr "Lost Places" lest und mögt, was Euch gefällt und was Ihr nicht so toll findet. Auch wenn ich glücklich bin, dass der Roman endlich erscheint, ist es auch etwas heikel, ihn nun in die Welt hinaus zu lassen. Hoffentlich findet er viele Freunde. Seid nett zu ihm, wenn er Euch begegnet! Habt Spaß miteinander!
Herzliche Grüße aus Kreuzberg, Johannes

 Literaturschock: Vielen Dank, Johannes, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast!

Das Interview wurde geführt von Susanne Kasper.

© Autorenfoto: privat, mit freundlicher Genehmigung von Johannes Groschupf


Weiterführende Links:

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