Der vierte Tag der Blogtour mit Kate & Herzklopfen in Down Under ist angebrochen. Nun ist es also an Literaturschock, einen Beitrag zu leisten und ich hoffe, euch gefällt das Interview, das ich mit Kate geführt habe.

Unter allen richtigen Anworten auf die unterhalb des Interviews gestellte Frage, werden ein paar schöne Sachen verlost.

Literaturschock: Liebe Kate, zuerst einmal vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses kleine Interview nimmst. Damit die Leser Dich ein bisschen besser kennenlernen – meine Frage: Welche drei Adjektive charakterisieren Dich am Besten?

Kate SundayKate Sunday: Ich finde es immer schwierig, sich selbst einzuschätzen, aber ich will es mal versuchen?
Sensibel, ehrlich, leidenschaftlich

Literaturschock: Du schreibst Bücher weil ...

Kate Sunday: ... ich nicht anders kann. Mein ganzes Leben lang habe ich davon geträumt, Bücher zu schreiben. Leider habe ich erst relativ spät meinen Traum verwirklicht. Aber alles hat seine Zeit. Vielleicht habe ich ja genau zum richtigen Zeitpunkt damit begonnen, wer weiß? Schreiben zu dürfen ist jedenfalls ein großes Glück für mich.

Literaturschock: Fällt Dir das Schreiben leicht? Oder gibt es auch Schwierigkeiten, die Du immer mal wieder umschiffen musst?

Kate Sunday: Meist fällt es mir leicht. Doch natürlich gibt es auch einmal Tage, an denen ich das Gefühl habe, kaum ein anständiges Wort zu Papier zu bringen.  Dann stelle ich alles infrage, und das frustriert mich. Ich versuche trotzdem zu schreiben, auch wenn ich die Sätze später ändern oder sogar komplett streichen muss.

Literaturschock: Bei dem Namen Kate Sunday handelt es sich um ein Pseudonym. Was sind dafür die Hintergründe?

Kate Sunday: Mein erster Verlag machte mir den Vorschlag, ein englisch klingendes Pseudonym zu wählen, mit dem Hintergrund, dass sich wohl Bücher, deren Schauplätze im Ausland liegen, mit derartigen Autorennamen besser vermarkten ließen. Ich habe daraufhin mit meinem Mann ein Brainstorming veranstaltet. Er war der Meinung, ich solle mir einen Namen aussuchen, der meinem echten ähnlich ist, und ich fand die Idee gar nicht schlecht. Inzwischen habe ich mich so an den Namen gewöhnt, dass ich beim Unterschreiben manchmal überlegen muss, wie ich denn nun wirklich heiße ;-)

Literaturschock: Eine Fee erscheint und gewährt Dir drei Wünsche. Welche wären das? (Natürlich sind Wünsche wie "Ich wünsche mir noch 100 Wünsche" nicht gestattet ;-) )

Kate Sunday: Hm .. Schade, denn genau diesen Wunsch hatte ich gerade im Sinn? Tja, Susanne, das ist eine sehr, sehr schwierige Frage, und soll ich dir etwas verraten? Ich kann sie dir nicht beantworten …

Literaturschock: Stelle Dir vor, Du dürftest für eine Woche die Rolle eines Buchcharakters übernehmen. Egal welches Buch, egal welcher Charakter. In welches Buch würdest Du reisen und weshalb?

Kate Sunday: Früher habe ich Hanni und Nanni Geschichten verschlungen und immer sehnsüchtig davon geträumt, einmal selbst ein Internat besuchen zu dürfen. Dazu kam es leider nie. Deshalb würde ich ganz spontan sagen, ich verwandele mich in Hanni (denn das war eindeutig die Coolere von beiden ;-) und verbringe mal eine Woche im Lindenhof. *schwupps

Literaturschock: Wie sind Deine Zukunftspläne? Welches Buch möchtest Du noch unbedingt schreiben?

Kate Sunday: Ich arbeite derzeit am Manuskript für die zweite Geschichte der Im Schatten der Appalachen-Reihe, die mehrere Bände umfasst. Aber es gibt auch andere Projekte, die in meinem Kopf herumgeistern. Unter anderem würde ich wahnsinnig gern eine Fortsetzung zu Herzklopfen Down Under schreiben.

Literaturschock: Du lebst die längste Zeit im Badischen. Was ist dir lieber? Bibbeleskäs mit Grummbiere oder Bubespitzle mit Sauerkraut? Sprichst du Dialekt oder kannst Du mit Dialekten nichts anfangen?

Kate Sunday: Ich gestehe, dass ich keines von beiden Gerichten kenne. Ich habe zwar lang im Badischen gelebt, aber meine Familie stammt nicht von dort, deshalb kamen bei uns auch keine besonderen badischen Spezialitäten auf den Tisch. Ich liebe Spätzle - ich glaube, die sind badisch, oder? Leckere Spätzle mit brauner hausgemachter Soße und einem gemischten Salat, süß-sauer angemacht natürlich … Ach ja, und was ich auch total liebe, ist Kratzete mit Spargel. Das esse ich immer im Frühjahr, wenn ich meine Eltern im Schwarzwald besuche. So, und nun habe ich einen Mordshunger!

Zum Thema Dialekt: Ich spreche keinen Dialekt, auch wenn ich mir einst sehr Mühe gegeben habe, „Woinemerisch“ zu erlernen. (Woinemerisch spricht man in Weinheim an der Bergstraße, wo ich einen Teil meiner Jugend verbracht habe) Allerdings macht es mir großen Spaß, mich in verschiedenen Dialekten auszuprobieren.

Literaturschock: Du singst in einem Gospelchor - bist Du ein spiritueller oder religiöser Mensch?

Kate Sunday: Religiös nein. Spirituell schon eher, wobei es darauf ankommt, wie du spirituell definieren würdest. ?

Literaturschock: Lass uns über Australien reden. Eines Deiner Bücher, "Das Lachen des Kookaburra" ist ein Liebesroman, der in Australien spielt. Was verbindet dich mit diesem Land?

Kate Sunday: Als ich sechzehn war, lernte ich durch eine Brieffreundeagentur einen jungen Mann kennen. Wir beide, leidenschaftliche Briefeschreiber, haben uns oft und regelmäßig ausgetauscht, Hörkasetten und Bilder verschickt, kleine Geschenke, selbstgebastelte Bücher über unsere Heimat. Meine Hochzeitsreise wollte ich unbedingt nach Australien machen,  weil ich das Land kennenlernen und meinen Freund und seine Frau endlich persönlich treffen wollte. Zum Glück war mein Mann einverstanden!  Ein Jahr später kehrten wir zu einem ausgedehnten Besuch zurück. Aus der Brieffreundschaft entwickelte sich im Lauf der Jahre eine tiefe Freundschaft, die die ganze dazugehörige Familie einschloss und noch einschließt. Der Kontinent Australien lässt mich seither nicht mehr los. Was ich dort gesehen und erlebt habe, hat sich tief in mir eingebrannt. Land und Leute faszinieren mich. Ich hoffe sehr, dass ich eines Tages wieder zurückkommen darf.  Und bis dahin entwerfe ich gern Geschichten, die mein Lieblingsland als Schauplatz haben.

Literaturschock: Autoren und Rezensenten – nicht immer das perfekte Dream-Team. Sondern eher ein Team, das auch viel Spannungspotential beinhalten kann. Deine Bücher werden auf Amazon bisher sehr wohlwollend rezensiert. Eine einzige eher schlechte Kritik gibt es - und von der fühlen sich andere Rezensenten so gereizt, dass sie Dein Buch direkt in den Kommentaren verteidigen. Wie stehst Du dazu, Stellung zu Rezensionen zu beziehen? Bist Du eher die Beobachterin oder diskutierst du schon mal mit den Rezensenten?

Kate Sunday: Wir Autoren müssen damit rechnen, dass es LeserInnen gibt, denen unsere Arbeit nicht gefällt, und obwohl Kritik mitunter schmerzlich sein kann, kann sie auch hilfreich sein, um zu wachsen, um besser zu werden. Ich wäre ja kein Mensch, wenn mich Kritik völlig kalt lassen würde! Ich akzeptiere aber, dass jeder das Recht hat, seine Meinung zu äußern. Solange das in einem fairen und konstruktiven Rahmen geschieht, ist es für mich Ordnung. Diskutieren möchte ich aber nicht, auch wenn ich manchmal gern etwas dazu sagen würde ;-)

Literaturschock: Ich habe als Vorbereitung einige andere Interviews mit Dir gelesen. Dabei fällt mir immer wieder auf, dass die ewig gleichen Fragen gestellt werden. Glaubst Du, dass dir das irgendwann langweilig werden wird? Welche Frage wurde Dir noch nie in einem Interview gestellt, von der Du es Dir aber gewünscht hättest? (und was würdest Du darauf antworten?)

Kate Sunday: Genau DIESE Frage, liebe Susanne! Auf die habe ich schon lange gewartet.
Nein, aber im Ernst. Es ist bisher noch nie langweilig geworden, auch wenn ich hin und wieder ähnliche Fragen beantwortet habe. Aber lass mich überlegen, was bin ich noch niemals zuvor gefragt worden … Vielleicht, was ich tun würde, wenn ich nicht mehr schreiben könnte/dürfte?

Ich würde wieder zu meiner anderen Leidenschaft zurückkehren, für die mir leider momentan keine Zeit bleibt: Zeichnen und Malen. Ursprünglich wollte ich Grafik-Design studieren und ich hatte sogar schon eine Mappe vorbereitet, um mich an einer entsprechenden Hochschule zu bewerben. Leider fehlten zwei Arbeiten in dieser Mappe. Ich wurde gebeten, diese nachzureichen. Jugendlicher Leichtsinn und schrecklicher Liebeskummer verhinderten damals, dass ich dies fristgerecht tat, und somit verstrich die Chance, aufgenommen zu werden. Mein Leben entwickelte sich in eine andere Richtung, aber ich habe viele Jahre gern und leidenschaftlich gezeichnet.

Literaturschock: Zum Abschluss: Möchtest Du uns sonst noch etwas mitteilen?

Kate Sunday: Aber sehr gern. Ich würde gern noch etwas loswerden! An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen bedanken, die an mich glauben und mich unterstützen. Ein großes Dankeschön an meine treuen Leser und Fans! Eure Rückmeldung, eure Kritik und euer Lob spornen mich zum Weitermachen an, denn für euch schreibe ich schließlich!

Weiterhin will ich den tollen Bloggern danken, die weder Zeit noch Mühe (oder Nerven ;-)) scheuen, um mit mir Interviews oder Homestories zu führen, Blogtouren zu veranstalten oder meine Bücher zu rezensieren! Ganz, ganz herzlichen Dank auch an euch!  
Außerdem gibt es da noch einige liebe Autorenkollegen und Kolleginnen, denen ich auf diesem Weg auch ganz lieb danken möchte: für jede Unterstützung, jeden Rat und Zuspruch. Ich schätze euch sehr. Ihr wisst, wer ihr seid.

Literaturschock: Vielen Dank, Kate, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast! Viel Spaß noch mit der Blogtour und viel Erfolg mit Deinen Büchern.

Kate Sunday: Ich danke dir ganz herzlich, Susanne, dass du bei unserer Herzklopfen-Down Under Blogtour dabei bist und mit mir dieses Interview geführt hast! *knicks

Das Interview wurde geführt von Susanne Kasper.

© Autorenfoto: mit freundlicher Genehmigung von Kate Sunday


Weiterführende Links:

Übersicht Blogtour

Webseite von Kate Sunday

Facebookpräsenz von Kate Sunday


Die Gewinnspielfrage: "Für was steht Down Under?"

Die Preise und die Teilnahmebedingungen erfahrt ihr in der Ankündigung zur Blogtour.

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