Korte, Lea (deutsches Interview)

Schreiben und Schreiben lassen 

Sternchen28 (Katja) im Gespräch mit Lea Korte, die nicht nur selber Autorin ist

Katja (Literaturschock): Erzähl uns doch zum Anfang mal ein bisschen was über Lea. Wer steckt hinter Lea? Was bringt sie zum Lachen und zum Weinen? Was bringt Dich auf die Palme und was ganz schnell wieder runter?

Lea Korte: Hinter „Lea“ stecken einige Pseudonyme und noch mehr Personen, wie das bei echten Zwillingen eben so ist, so viele, dass ich sie vielleicht nicht mal selbst alle kenne. ;-) Zum Lachen bringt mich sehr viel, weil ich gern lache, gern Späße machen – und am meisten zum Lachen bringt mich derzeit unsere Jüngste mit ihren vier Jahren. Weinen tue ich eher selten, dann muss es schon echt „Dicke“ kommen. Auf die Palme bringen mich mit Vorliebe die Kinder, aber die wissen, dass ich ebenso schnell auch wieder runterkomme, weil ich Höhenangst habe. ;-) Ganz und gar nicht vertrage ich Zerstörung jedweder Art. Ich bin kreativ und konstruktiv – destruktiv geht bei mir gar nicht.

Katja (Literaturschock): Du bist vierfache Mutter, hast also Familie. Dazu kommt Dein doch sehr aufwendiger Online-Schreibkurs. Du schreibst, hast Hobbys. Wie bekommst Du alles unter einen Hut? Und wie entspannst Du Dich am besten nach einem langen Tag. Hast Du da ein Geheimrezept?

Lea Korte: Mit den Kindern spielen ist für mich auch Entspannung, und darüber hinaus Klavier spielen, lesen, Yoga – und natürlich der Strand und das Meer! Aber meine Arbeit an sich strengt mich auch nicht an, sie belebt mich eher, so dass ich sooo viel Entspannung gar nicht brauche. Außerdem bin ich ohnehin jemand, der sich sehr schnell und gut „regenerieren“ kann.

Katja (Literaturschock): Ich hab auf Deiner Homepage gelesen, dass Du zu Deinen Büchern Lesezeichen selbst entwirfst und drucken lässt, um diese dann an Deine Leserinnen und Leser zu verschenken. Wie kommt man auf so eine Idee? Ich selbst sammle ja Lesezeichen und würde mich darüber sehr freuen. Wie nehmen Deine Leser das an?

Lea Korte: Wie ich darauf gekommen bin, weiß ich gar nicht mehr – aber als ich vor zwei Jahren eine vier Wochen lange Leserreise gemacht habe, dachte ich, das wäre doch ein schönes Geschenk. Klar, man signiert die Bücher, aber ein Lesezeichen kann man doch weiter verwenden. Außerdem verschenke ich sie auch weiter an jeden, der welche haben möchte. Einfach nur mich anmailen!

Katja (Literaturschock): Wie muss ich mir einen Arbeitstag von Dir vorstellen? Schreibst Du diszipliniert einige Stunden lang oder immer nur dann, wenn Du Ideen hast und die Sätze nur so fließen?

Lea Korte: Ja, ich arbeite sehr, sehr diszipliniert, und wenn die Sätze nicht fließen, dann muss ich eben länger sitzen. Die Kinder haben von daher einen Vorteil: Ich weiß, ich habe nicht ewig Zeit, und wenn ich sehe, huch, in einer Stunde muss ich die Kleinen abholen und habe noch immer nichts Brauchbares zu Papier gebracht, dann steigt mein Adrenalinspiegel – und spätestens dann läuft es.

Katja (Literaturschock): Brauchst Du zum Schreiben absolute Stille und Abgeschiedenheit? Oder muss um Dich herum das Leben pulsieren, damit Du Inspirationen bekommst? Hörst Du Musik beim Schreiben?

Lea Korte: Nein, ich habe schon lieber meine Ruhe und scheuche jeden raus, der sich in die „Schreibhöhle“ wagt. Im Prinzip kann ich immer und überall schreiben, nur reden darf man nicht mit mir.

Katja (Literaturschock): Was tust Du, wenn es mal nicht so läuft?

Lea Korte: Dann frage ich mich, was ich meinen Figuren zumute, das sie nicht wollen – daran liegt es dann nämlich eigentlich immer. Ich gehe in Zwiesprache mit ihnen, drehe und wende, bis ich weiß, wo es hakt – und wenn es mal ganz arg kommt, schicke ich die betreffende Stelle an zwei andere Autorinnen, mit denen ich mich austausche. Wir helfen uns oft gegenseitig weiter.

Katja (Literaturschock): Wie muss ein Schreibtisch aussehen, damit Du daran arbeiten kannst? Penibel aufgeräumt damit Du jederzeit alles findest und griffbereit hast? Oder charmant-chaotisch?

Lea Korte: Ich gehöre schon zur Kategorie „charmant-chaotisch“, nicht, weil ich es gern so habe, aber selbst wenn ich mal einen „Aufräum-Rappel“ bekomme, sieht es nach wenigen Stunden wieder so aus. Da sind sicher die kleinen Kobolde dran schuld, die bei uns wohnen. ;-) Inzwischen habe ich schon drei Schreibtische im Arbeitszimmer – und doch sind alle immer so voll, dass man die Farbe der Tischplatte nur an der Farbe der Tischbeine erahnen kann.

Katja (Literaturschock): Wo würdest Du am liebsten mit wem einmal Urlaub machen? Welche Bücher und lieb gewonnene Gegenstände würden Dich dann begleiten?

Lea Korte: Urlaub mache ich gern mit der ganzen Familie, aber richtig in Urlaub fahren wir eigentlich nie, weil unsere Wege uns stets dahin führen, wo ich etwas zu recherchieren habe – und wir ohnehin schon in einem Urlaubsgebiet mit dem Meer vor der Nase wohnen. Ich habe immer den Laptop und alle wichtigen Unterlagen dabei (klar, auch die vom Autorenkurs!) und stets weit mehr zum Lesen, als ich wirklich lesen könnte – selbst wenn ich einen Monat lang allein auf einer einsamen Insel festsäße. ;-)

Katja (Literaturschock): Was liest Du gerade und welches Buch möchtest Du denen, die dieses Interview lesen, ans Herz legen? Was würdest Du empfehlen?

Lea Korte: Ich lese immer mehrere Bücher gleichzeitig: Fachbücher und Romane. An Romanen lese ich derzeit „Der dunkle Thron“ von Rebecca Gablé und „Die Saat“ von Fran Ray – und beide sind sehr, sehr gut! Ich versuche immer Romane zu lesen, die zu dem passen, was ich selbst schreibe – und suche auch Romane, die zu denen passen, die meine „Schüler“ im Autorenkurs entwickeln, um zu sehen, ob das gute Empfehlungen für sie sind.

Katja (Literaturschock): Gab es eine Situation, ein Buch oder eine Begegnung, die Dich zum Schreiben gebracht hat? Wann hast Du angefangen zu schreiben und wie lange hat es gedauert, bis Dein erstes Buch veröffentlicht wurde?

Lea Korte: Mit 12 habe ich die „Buddenbrooks“ von Thomas Mann gelesen und war so fasziniert, dass ich ebenso spontan wie naiv beschlossen habe, später Autor zu werden. Ich muss sagen, ich hatte ziemliches Glück: Gleich die erste Agentur, die ich angeschrieben hatte, hat mich genommen, ich bin heute noch bei ihr und wir arbeiten gut zusammen. Mein erster Roman kam im gleichen Monat heraus, in dem meine Älteste geboren wurde: Im Mai wird sie siebzehn.

Katja (Literaturschock): Warum und seit wann schreibst Du historische Romane? Fühlst Du Dich von historischen Begebenheiten angezogen? Kannst Du Dir vorstellen, etwas aus einem anderen Genre zu veröffentlichen? Etwas ganz anderes wie zum Beispiel einen Thriller?

Lea Korte: Historische Romane schreibe ich seit sechs oder sieben Jahre, wenn man die Recherche noch mitzählen will. Sie haben mich schon immer gereizt, vor allem das Verbinden von wahren historischen Begebenheiten mit fiktiven Figuren: „Historie erlebbar machen“. Es war einfach ein guter Moment, von den Liebesromanen – die ich ab und an immer noch schreibe – zu den historischen zu wechseln. Damit habe ich schon zwei Genre – und Thriller, ja, auch das reizt mich und ich werde ganz sicher noch einen schreiben. Seit einigen Wochen geht mir da sogar eine sehr konkrete Idee im Kopf herum.

Katja (Literaturschock): Du hast unter anderen zwei Büchern über die Mauren veröffentlicht. Was fasziniert Dich so an dem Volksstamm der Mauren?

Lea Korte: Mich fasziniert deren (damalige) Fortschrittlichkeit und noch mehr der Toleranzgedanke, der bei ihnen herrschte: Es war eine Zeit, in der Christen, Juden und Muslime weit, weit friedlicher zusammengelebt haben, als dies vorher oder nachher der Fall war. Natürlich gab es auch damals „Zwischenfälle“, aber die Basis war doch eine andere und gerade(!) weil alle drei Gruppen zusammengearbeitet(!) haben, war ihr Land „Al-Andalus“ etwas Besonderes und dem übrigen Europa in allen Bereichen von der Medizin über den Ackerbau, Mathematik und Astrologie bis hin zur simplen Hygiene weit überlegen.

Katja (Literaturschock): Eine Freundin von mir hat Deine Bücher verschlungen und von ihr kommt auch die Frage, wie lange Du gebraucht hast, um so gefühlvoll schreiben zu können.

Lea Korte: Dann bedanke ich mich erst mal für das Kompliment! Und wie lange … Bevor ich mit dem Schreiben angefangen habe, habe ich Kurse und Seminare belegt, viele Bücher über das Schreiben gelesen und vor allem Romane „studiert“ und tue das auch heute noch. Ich lese ein Buch nicht einfach „runter“, sondern mache mir viele verschiedene Notizen. Auch das vermittele ich in meinen Kursen und Seminaren.

Katja (Literaturschock): Wie muss ich mir die Recherchearbeiten für einen historischen Roman wie Deinen vorstellen? Liest Du im Vorfeld Bücher über das Thema – zum Beispiel die Mauren? Recherchierst Du in Bibliotheken oder im Internet? Wie viel Zeit nimmt so eine Recherche im Vergleich zum eigentlichen Schreiben dann ein?

Lea Korte: Sie war sehr, sehr umfassend und aufwändig und die meisten Bücher über diese Zeit gibt es auch nur auf Spanisch. Ich habe die wichtigsten Orte besucht, war lange in Granada, das eine sehr gute Bibliothek hat und von wo ich mit Bergen von Kopien und Fotos zurückgekommen bin, wir waren in Marokko (von wo die Mauren kamen), und ich habe auch beim Schreiben weiter recherchiert. Das Internet spielt dabei insgesamt die geringste Rolle, zumal man oft nicht überprüfen kann, wie seriös die Informationen sind, die man dort findet. Außerdem hatte ich Professor Jorge Aguadé von der Universität Cadiz als ständigen Berater, ohne den ich viele Informationen nie gefunden hätte, weil die Maurenzeit aus verschiedenen Gründen nur schlecht dokumentiert ist. Ich denke, Schreiben und Recherche hat sich in etwa die Waage gehalten.

Online-Autorenkurse und was daraus werden kann

Katja (Literaturschock): Auf Deiner Seite www.online-autorenkurse.de gibst Du nicht nur, wie der Name ja schon sagt, Online-Autorenkurse, sondern auch Tipps zum Schreiben allgemein und möchtest Manuskriptcoaching anbieten. Fangen wir aber erst einmal mit dem Autorenkurs an.

Lea Korte: Die Online-Autorenkurse habe ich entwickelt, weil ich mit zunehmender Bekanntheit immer öfter Fragen von „Nachwuchs“-Autoren bekommen und gesehen habe, dass es mit „drei“ Tipps nicht getan ist. Den meisten fehlte schlicht das nötige Handwerkszeug (wie baut man Spannung auf? Wie schreibt man bildhaft? Wie entwickelt man fesselnde, in sich kohärente Figuren? Etc.) und wie man einen Plot, eine Romanstruktur, aufbaut, kann man genauso wenig in „drei Worten“ erklären. Also habe ich die Kurse entwickelt, in denen man beides gleichzeitig lernt: das Schreiben und das Entwickeln eines tragfähigen Plots samt Exposé und Leseprobe.

Katja (Literaturschock): Wie muss ich mir so einen Kurs vorstellen? Ist die Teilnehmerzahl begrenzt oder kann da jeder mitmachen, der gerade Lust hat?

Lea Korte: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, die Kurse fangen jeweils zum 22. März und zum 22.September an und inzwischen ist man gut beraten, sich frühzeitig anzumelden. Jeden Monat gibt es zwei Lektionen, zu denen natürlich auch Hausaufgaben gehören, eine davon ist die „Große Monatshausaufgabe“, die von mir kommentiert wird, von den Teilnehmern noch einmal überarbeitet und anschließend im „Forum“ mit den anderen Teilnehmern diskutiert wird. Das Forum habe ich vor einem Jahr eingeführt und bin mit der Gruppenarbeit sehr, sehr zufrieden, weil die Teilnehmer so noch schneller vorankommen und sich eine Gruppendynamik entwickelt, die allen zugutekommt. So lernt man auch voneinander, Ideen werden ausgetauscht, Verbesserungsvorschläge gemacht – und insgesamt herrscht ein wunderbares und sehr kreatives Ambiente, das auch mir viel Spaß macht.

Der Kurs ist nichts „Starres“. Ich sehe, wann wer was braucht, um weiterzukommen, wo welche Idee noch „hängt“, wo es Plotlöcher gibt, etc., so dass ständig noch neue Informationen und Tipps hinzukommen. Die Zusammenarbeit ist schon weit intensiver als „üblich“, und wenn jemand mal z.B. mit seinem Plot hängt, können das schon eine stattliche Anzahl von Mails werden – bis am Ende das Problem zufriedenstellend gelöst ist. Ich betreibe den Kurs mit wirklicher Leidenschaft und die Teilnehmer nicht weniger. Entsprechend gut sind deren Endergebnisse. Die Autoren entwickeln tolle Romanprojekte und schreiben im Kurs schon wichtige Schlüsselszenen.

Katja (Literaturschock): Welche Voraussetzungen, außer natürlich dem Spaß am Schreiben, sollte der Teilnehmer mitbringen. Muss er zwangsläufig schon eine Idee für einen Roman haben? 

Lea Korte: Die einen fangen mit „nichts“ an – andere haben schon Romanfragmente, beides passt perfekt: Die einen entwickeln ihre Romanidee im Kurs, die anderen bringen ihren Roman auf „Vordermann“, am Ende haben alle ihren Plot und wichtige Szenen samt Exposé. Voraussetzung ist die Leidenschaft zum Schreiben, der Rest findet sich im Kurs. Wenn jemand wirklich schreiben will, bringt er in der Regel auch das dafür nötige Talent mit. Und ich sehe ja, wie schnell sich jeder im Kurs weiterentwickelt: Das ist eine sehr befriedigende Aufgabe für mich, der ich immer mehr Zeit widme, weil sie mir so viel Spaß macht.

Katja (Literaturschock): Wie geht es nach dem Kurs weiter? Hilfst Du bei der Suche nach Agenten? Oder gibst Du Ihnen Tipps wo man den geeigneten Agenten findet?

Lea Korte: Geeignete Romanprojekte kann ich – wenn das gewünscht ist – bei der Literaturagentur AVA von Roman Hocke anbieten, wo die Projekte auch direkt beurteilt werden. Wer weitere Tipps und Betreuung von mir wünscht, kann auch dies haben: im Manuskriptcoaching. Und natürlich reden wir im Laufe des Kurses auch viel über den Buchmarkt, so dass der Autor am Ende auch selbst weiß, wie das alles funktioniert. Aber jeder kann auch weiter auf mich zählen!

Katja (Literaturschock): Hat bereits einer „Deiner Schützlinge“ den Sprung geschafft und sein Buch veröffentlicht?

Lea Korte: Da die Teilnehmer in der Regel voll berufstätig sind und ein Buch normalerweise frühestens sechs Monate (realistischer ist ein knappes Jahr) nach Manuskriptabgabe beim Verlag im Buchladen auftaucht, würde das an ein Wunder grenzen: Der erste Kurs ist erst vor knapp zwei Jahren angelaufen, damals habe ich nur vier Autoren angenommen, inzwischen nehme ich – auch wegen der Gruppendynamik und weil ich jetzt zusätzlich mit dem Forum arbeite – mehr Autoren an. Der zweite Kurs geht in diesen Wochen gerade erst zu Ende, der dritte ist in der Mitte, der vierte fängt Ende März an. Ich habe jetzt allerdings mehrere Autoren, deren Projekte kurz vor dem Abschluss stehen, ich erwarte deswegen noch dieses Jahr Ergebnisse. Das erste Projekt konnten wir der Literaturagentur kürzlich vorstellen, es müssen noch ein paar Änderungen gemacht werden, aber ich gehe davon aus, dass dies dann dort zum Agenturvertrag führen wird. Und auch die anderen Projekte werden, davon bin ich fest überzeugt, Agentur- bzw. Verlagsverträge bekommen. Sie sind wunderbar geschrieben, originell und gut durchdacht. Es sind übrigens alle Genrearten dabei.

Katja (Literaturschock): Wie ich gesehen habe, veranstaltest Du auch Schreibwettbewerbe. Wie kommst Du auf solche Ideen und wie ist die Resonanz Deiner Leser darauf? Werden die Gewinnergeschichten, außer auf Deiner Homepage, auch mal in gedruckter Form veröffentlicht?

Lea Korte: Die Gewinner können einen Monat lang kostenlos am Kurs teilnehmen – und für mich ist es auch ein bisschen eine „Talentsuche“. Die Gewinnerin des ersten Wettbewerbs (vor einem Jahr) hat den Kurs weitergemacht und ein wunderbares Buch entwickelt, das garantiert seinen Weg finden wird! Kurzgeschichten sind generell schwer an der Verlag zu bringen, oder wenn, verdient man wenig bis gar nichts dabei. Deswegen geht es im Kurs auch ausschließlich um das Schreiben von Romanen.

Katja (Literaturschock): Welchen Tipp zum Thema Schreiben kannst Du Deinen Lesern gleich hier geben? Was braucht man als Voraussetzung, was sollte man immer beachten und was niemals tun?

Lea Korte: Wenn es mit ein paar Tipps getan wäre, hätte ich keinen 24 Lektionen starken Kurs entwickeln müssen. ;-) Wichtig ist auf jeden Fall das bewusste Lesen. Man sollte Romane von anderen unter den verschiedensten Gesichtspunkten „auseinandernehmen“, sie wirklich studieren: Wie sind sie aufgebaut? Wie werden Figuren eingeführt? Wie werden Handlungsfäden verknüpft? Und und und! Bildhaftes Schreiben ist wichtig. Auch das kann man lernen! Ja, wenn ich jetzt loslegen würde mit den Tipps, hätten wir am Ende 500 Seiten zusammen. ;-) Die Voraussetzungen sind ebenso kritisches wie selbstkritisches Lesen, Disziplin (ehrlich wahr: ohne die geht gar nichts!), simpler Fleiß und Leidenschaft fürs Romaneschreiben. Was man niemals tun sollte? Man sollte nicht meinen, die Buchwelt neu erfinden zu müssen. Eine gute Idee, ein sauberer Plot und alles mit dem richtigen handwerklichen Können sauber umgesetzt, ist ausreichend, um auch heute noch seinen Platz im Regal der Buchhandlungen finden zu können.

Katja (Literaturschock): Manuskriptcoaching – was muss ich mir darunter vorstellen? Liest Du die Manuskripte, die man Dir schickt und gibst Tipps?

 Lea Korte: Manuskriptcoaching biete ich nur für diejenigen an, die schon gute Plots haben und die auch über das nötige handwerkliche Können verfügen. Für alles andere ist der Kurs die bessere Variante, zumal man ja auch da an seinem Romanprojekt arbeitet. Alles andere macht keinen Sinn und wäre meines Erachtens unseriös. Man kann nicht an einer Romanvorlage arbeiten, wenn die Basis noch nicht stimmt, der Autor noch nicht weiß, wie man Figuren im Roman weiterentwickelt oder Spannung erzeugt. So jemanden ins Coaching zu nehmen, wäre reine „Beutelschneiderei“. Und viele brauchen nach dem Kurs auch keine weitere Hilfe mehr, oder wenn nur noch einen letzten Blick aufs Manuskript, ehe es dann an eine Agentur oder an einen Verlag geht.                                                                     

Katja (Literaturschock): Stell Dir vor, Du kannst den Spieß umdrehen und mit Deinen Lesern ein Interview führen. Was würdest Du sie fragen? Was würde Dich brennend interessieren?

Lea Korte: Ach, das mache ich durchaus öfter: Zum einen habe ich bei Facebook zwei Gruppen, in denen es genau darum geht („Leser fragen Autoren – Autoren fragen Leser“ https://www.facebook.com/home.php#!/groups/341561515938055/ und „Autoren und solche, die es werden wollen“ https://www.facebook.com/home.php#!/groups/258910490844267/), und ich suche auch generell den Kontakt zu meinen Lesern über Facebook  https://www.facebook.com/home.php#!/lea.korte oder bei Online-Leserunden.

Text: Sternchen28 / Fotos: Lea Korte

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