Der dritte Tag der Blogtour rund um die Autorin Monika Dennerlein / Inka Loreen Minden ist angebrochen. Nun ist es also an Literaturschock, einen Beitrag zu leisten und ich hoffe, euch gefällt das Interview, das ich mit Moni geführt habe.

Monika Dennerlein / © Guido Karp, p41d.comUnter allen Kommentatoren zu dem Interview wird entweder eine Printausgabe von "Nick aus der Flasche" oder ein E-Book (ePub, PDF oder mobi) von "Warrior Lover" verlost. Bitte schreibt in euren Kommentar auch, welchen Gewinn ihr gerne hättet - damit ich mit euch im Falle eines Gewinnes in Kontakt treten kann, solltet ihr außerdem eure E-Mail-Adresse angeben. Ich freue mich auf eure Beiträge! Das Gewinnspiel endet heute um 23.59 Uhr. Die Auslosung findet morgen statt. Viel Glück und viel Spaß mit dem Interview und den weiteren Stationen der Blogtour.

Literaturschock: Liebe Inka, zuerst einmal vielen Dank, dass Du Dir Zeit für dieses kleine Interview nimmst. Damit die Leser Dich ein bisschen besser kennenlernen – meine Frage: Welche drei Adjektive charakterisieren Dich am Besten?

Monika Dennerlein: Liebe Susanne, ich freue mich sehr über die Einladung! Hm, wie würde ich mich beschreiben: humorvoll, wissbegierig und treu.

Literaturschock: Du schreibst Bücher weil …

Monika Dennerlein: ... ich damit meinen Lebensunterhalt bestreiten muss und weil Schreiben zugleich meine große Leidenschaft ist und immer schon war.

Literaturschock: Fällt Dir das Schreiben leicht? Oder gibt es auch Schwierigkeiten, die Du immer mal wieder umschiffen musst?

Monika Dennerlein: Im Großen und Ganzen fällt es mir leicht, aber bei etwa jedem dritten Buch gibt es eine Szene oder verzwickte Situation, die mich tagelang zum Nachdenken anregt, bis ich weiß, wie ich den Knoten löse.

Literaturschock: Was machst Du, wenn Du gerade mal nicht schreibst? Wie verbringst Du Deine Freizeit?

Monika Dennerlein: Freizeit … mal eben im Duden nachschlagen ;-) Zum Leidwesen meiner Familie bin ich ein Workaholic. Nehme ich mir mal frei, dann wird etwas mit Mann und Sohn unternommen oder ich spiele Geige. Und wenn danach noch Zeit bleibt, lese ich. Früher habe ich täglich ein Buch inhaliert, wenn ich jetzt eines im Monat schaffe, bin ich schon zufrieden.

Literaturschock: Du schreibst unter verschiedenen Pseudonymen erotische Romane und homoerotische Romane bzw. Gay-Historicals. Was fasziniert Dich an Homoerotik?

BlogtourMonika Dennerlein: Liebe zwischen gleichgeschlechtlichen Paaren ist viel intensiver, bzw lasse ich meine Storys gerne im alten England ansiedeln, um den Konflikt zu erhöhen. Damals war »Sodomie«, wie Homosexualität genannt wurde, verboten. Teilweise stand die Todesstrafe darauf oder zumindest Gefängnis. Dieses Verbotene und die großen Hürden, die es für die Männer zu überwinden gilt, reizen mich beim Schreiben. Nach so viel Leid und Mühen wird das Happy End viel schöner.

Literaturschock: Warum so viele Pseudonyme?

Monika Dennerlein: Ursprünglich wollte ich nur ein Pseudonym, um Erotik vom Jugendbuch abzugrenzen. Ich habe mich für ein Anagramm meines Namens entschieden und heraus kam Inka Loreen Minden. Dann habe ich bei Blue Panther Books veröffentlicht, und der Verlag gab mir ein amerikanisches Pseudonym. Lucy Palmer bin ich nur dort.

Loreen Ravenscroft war ein einmaliger Ausflug in die Romantasy. Da in »Blutflucht« (ebenfalls eine Dystopie) nur sehr wenig Erotik vorkommt, wollte ich meine Leser nicht verärgern und habe mich für einen anderen Namen entschieden. Mona Hanke hat sich Rowohlt gewünscht, weil sie einen Namen wollten, der deutsch klingt. Das ist mein verkürzter Mädchenname. Monica Davis benutze ich schließlich für meine Jugendbücher, die ich ja eigentlich immer unter meinem Realnamen schreiben wollte. Lübbe bat mich jedoch, ob ich nicht auch einen englischen Namen nehmen könnte – et voilà … :-)

Literaturschock: Mit welchem Deiner eigenen Helden würdest Du Dich gern mal treffen? Und welcher Held aus den Büchern anderer Autoren dürfte Dich mal zu einem Eis einladen?

Monika Dennerlein: Das wird schwer, denn ich liebe all meine Helden. Meistens habe ich zu denen in meiner zuletzt geschriebenen Story den engsten Bezug, aber wenn ich mir einen aussuchen müsste … hm, vielleicht meinen Freibeuter Drake Ravenscroft, mein Held der ersten Stunde.

Aus anderen Büchern … vielleicht ein dunkelhaariger, sexy Lord aus dem alten England ;-)

Literaturschock: Wie sind Deine Zukunftspläne? Welches Buch möchtest Du noch unbedingt schreiben?

Warrior LoverMonika Dennerlein: Im Augenblick arbeite ich an Warrior Lover 2, danach muss ich sofort an einen Titel gehen, den ich für Random House schreiben darf. Im Januar werde ich Teil 3 meiner Warrior plus eine homoerotische Kurzgeschichte zu dieser Trilogie schreiben. Dann wollen die Leser noch den letzten Teil meiner Wächterschwingen-Trilogie, und ein weiterer Großverlag (mein absoluter Traumverlag) möchte ebenfalls eine Trilogie. Da habe ich aber noch nicht zugesagt. Ich wünschte, der Tag hätte einfach mehr Stunden.

Ich hätte auch noch sehr gerne mit Nicole Henser einen dritten Band unserer Dämonenglut-Reihe geschrieben. Konzept steht schon, aber wir haben noch kein Zeitverlängerungs-Artefakt gefunden ;-)

Literaturschock: Ist Schreiben für Dich erlernbares Handwerk oder eher Kunst, für die manche die Gabe haben, manche nicht?

Monika Dennerlein: Ohne Gabe geht es nicht. Dieses Talent muss man mit dem entsprechenden Handwerkszeug verfeinern. Man kann also sagen, wenn man die Grundvoraussetzungen mitbringt, ist es ein erlernbares Handwerk. Dem Handwerker nützt nämlich der beste Werkzeugkasten nichts, wenn er zwei linke Hände hat (Ich glaube, so ähnlich hat das Stephen King mal beschrieben :-).

Literaturschock: Autoren und Rezensenten – nicht immer das perfekte Dream-Team. Sondern eher ein Team, das auch viel Spannungspotential beinhalten kann. Besonders dann, wenn zum Beispiel Bücher angefordert und nicht rezensiert werden oder so „zerrissen“ werden, dass der Autor auch noch persönlich angegriffen wird. Vermutlich sorgt auch das eine oder andere Deiner Bücher für gespaltene Meinungen? Wie kann man sich als Autor davor schützen bzw. kann man das überhaupt? Oder muss man damit leben, wenn das eigene Werk in der Luft zerrissen wird?

Monika Dennerlein: Sobald ein Autor ein Buch veröffentlicht, muss er sich bewusst sein, dass es dem einen gefällt, dem anderen eben nicht. Mir schmeckt Brokkoli auch besser als Blumenkohl ;-) Jeder Schriftsteller hat seinen persönlichen Stil und wird niemals jedem Leser gefallen. Völlig unmöglich.

Rezensionen, die unter die Gürtellinien gehen und den Autor persönlich angreifen, sind ein No-Go. Solche Rezis erzählen allerdings viel über den Menschen, der sie geschrieben hat, und werden daher von den Lesern oft nicht ernst genommen. Gerade durch die Anonymität des Internets fühlen sich viele beflissen, ihre Meinung kundzutun, und werden hin und wieder richtig beleidigend. Vielleicht, weil sie einen schlechten Tag hatten oder sogar persönliche Beweggründe dahinterstecken. Ist traurig, wenn jemand meint, sich auf diesem Weg abreagieren zu müssen – aber kommt vor. Das muss jedem, der schreibt und veröffentlicht, klar sein. Aber mal ehrlich – uns Autoren geht’s ja vergleichsweise gut, wenn ich da an die Schauspieler denke, die oft ganz böse in Zeitschriften oder im Fernsehen verrissen werden … Kein Wunder, wenn einige daran zugrunde gehen, sich in Drogen und Alkohol flüchten. Man braucht ein dickes Fell.

Mittlerweile kennt die Branche ihre »Pappenheimer«, denn es gibt wenige schwarze Schafe, die Bücher von Verlag oder Autor anfordern und dann weiterverkaufen, ohne sie gelesen zu haben.

Ich glaube, das Buch, das die Leser am meisten gespalten hat, ist: Feurige Offenbarung (Co-Autorin Nicole Henser). Da gibt es nur zwei Parteien: Die einen lieben es, die anderen hassen es ;-)

Der Freibeuter und die PiratenladyLiteraturschock: Welche Frage wurde Dir noch nie in einem Interview gestellt, von der Du es Dir aber gewünscht hättest? (und was würdest Du darauf antworten?)

Monika Dennerlein: Ui, da fällt mir nichts ein. Ich wurde schon ziemlich alles gefragt :-)

Literaturschock: Zum Abschluss: Möchtest Du uns sonst noch etwas mitteilen?

Monika Dennerlein: Wer eine Möglichkeit gefunden hat, die Zeit anzuhalten / auszudehnen / eine Zeitblase zu erschaffen, soll sich bitte bei mir melden!

Literaturschock: Vielen Dank, Inka, dass Du Dir die Zeit für uns genommen hast! Ich freue mich sehr auf Deine weiteren Bücher!

Monika Dennerlein: Liebe Susanne, ich habe mich ebenfalls sehr gefreut!

Das Interview wurde geführt von Susanne Kasper.

© Autorenfoto: Guido Karp / p41d.com, mit freundlicher Genehmigung von Monika Dennerlein


Weiterführende Links:

Übersicht Blogtour

Webseite von Inka Loreen Minden / Loreen Ravenscroft

Facebookpräsenz von Monika Dennerlein


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