Simone Behnke, geboren 1967 an der Ostsee, lebt seit 1996 in München. In die bayerische Metropole hat sie ihr Beruf als Reiseverkehrskauffrau geführt und hier verbindet sie Beruf und Hobby. "Federspiel", ihr Erstlingswerk, hat sie im Januar 2005 veröffentlicht.

Literaturschock: Erzählen Sie doch bitte Ihren Lesern ein bisschen über sich (Familie, Hobbys usw.)

Simone Behnke: Mein Dasein ist ein selbstbestimmtes, das zwei Kinder mit mir teilen. Eines davon ist mittlerweile erwachsen. In unserer Gesellschaft wird ein viel zu großes Aufsehen um das Aufziehen von Kindern gemacht. Wir sollten nicht vergessen, dass schon Milliarden von Menschen vor uns das Gleiche getan haben. Nicht zuletzt, um den Fortbestand der Menschheit zu sichern. Als Hobby bezeichnet man ja Tätigkeiten, die ein Mensch zum Zeitvertreib ausübt. (Der Begriff Hobby stammt ursprünglich aus der Falknerei!) Insofern ist bei mir das Hobby zum Beruf geworden. Die Beschäftigung mit Menschen, die ein außergewöhnliches Leben führen. Hinzu kommt ein schon sehr früh ausgeprägtes geografisches Interesse für die gesamte Erde.

Literaturschock: Wann und durch welchen Anlass haben Sie den Entschluss gefasst, Ihr erstes Buch zu schreiben? War das schon immer ein Traum von Ihnen?

Simone Behnke: Das kann ich Ihnen ganz präzise beantworten. Die unvergessliche Erstbegegnung mit meinem Literaturagenten Roman Hocke war ausschlaggebend dafür, meinen ersten Roman zu schreiben. Ein denkwürdiger Tag, der 28. August 2002. Der mein Leben nachhaltig verändert hat.

Literaturschock: Wie lange haben Sie an Ihrem ersten Buch geschrieben?

Simone Behnke: Zehn Wochen.

Literaturschock: Wie kamen Sie gerade auf das Thema "Falknerei"? Und - wie betreiben Sie Ihre Recherchen?

Simone Behnke: Indem ich einem Falkner auf einer Recherchenreise für ein ganz anderes Thema begegnete und mich ab jenem Moment für das Leben dieser Spezies interessierte. Im digitalen Zeitalter leistet das Internet uns allen natürlich unersetzliche Dienste. Aber nur für das Erlangen von Basiswissen. Denn anonyme Informationen können niemals zwischenmenschliche Beziehungen ersetzen. Simone Behnnke - Federspiel

Literaturschock:War es schwer, einen Verlag für Ihr Erstlingswerk zu finden? Welche Erfahrungen haben Sie mit den Verlagen gemacht?

Simone Behnke: Ich trage keine Aktien am Suchen und Finden eines passenden Verlages, da ich einen erfolgreichen Literaturagenten traf bevor ich das Manuskript schrieb. Die Lorbeeren für die Vertragsgestaltung gebühren daher hauptsächlich ihm.

Literaturschock: Konnten Sie auf die Gestaltung (Cover, Titel) Einfluss nehmen?

Simone Behnke: Der Titel stammt von mir. Vorschläge fürs Cover habe ich mit Ablieferung des fertigen Manuskripts dem Verlag ebenso unterbreitet. Sie wurden allerdings nicht umgesetzt.

Literaturschock: Was haben Sie gefühlt, als Ihr erstes Buch veröffentlicht wurde?

Simone Behnke: Erleichterung. Denn damit ging die lange Ära, angefangen vom Schreiben des ersten Satzes bis hin zur Auslieferung des Romans an die Buchhändler, zuende.

Literaturschock: Wurden oder werden Ihre Bücher auch in anderen Ländern veröffentlicht?

Simone Behnke: Die Vergabe von Lizenzen hängt von der Akquise des Verlages und nicht zuletzt der meiner Literaturagentur ab.

Literaturschock: Wie viele Ihrer eigenen Erfahrungen teilen Sie mit Ihren Charakteren?

Simone Behnke: Kann man darauf wirklich mit Statistik antworten? Ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Autor von Gegenwartsliteratur aus seinem eigenen Erfahrungsschatz schöpft. Und sei es manchmal nur die eigene Wunschvorstellung, die ihren Platz im Manuskript finden wird.

Literaturschock: Was glauben Sie ist das schwierigste und das einfachste am Schreiben?

Simone Behnke: Das Einfachste ist die Idee. Das Schwierigste die Disziplin. Doch diese aufzubringen wird leicht, wenn jemand seine selbstgewählte Aufgabe mit Leidenschaft tut.

Literaturschock: Wie sieht Ihr normaler Arbeitstag aus? Haben Sie feste "Schreibzeiten"?

Simone Behnke: Ich unterscheide nicht nach Arbeits- und Freizeit. Im übrigen mag ich das Wort Arbeit nicht besonders. Es hat einen negativen Touch. In meinem Leben sind diese beiden Bereiche nicht zu trennen. Was glauben Sie, wie entspannend manche Recherchenreise sein kann. Und wie arbeitsreich manche als Urlaub geplante Reise.

Literaturschock: Was sind Ihre gegenwärtigen Projekte? Können Sie uns einen kleinen Ausblick auf die nächsten Bücher geben?

Simone Behnke: Im Frühjahr erscheint mein nächster Roman, der sich mit dem Leben eines Polarforschers in der Antarktis befasst. Derzeit arbeite ich bereits an einem neuen Buch, dessen Schauplatz das Königreich Norwegen sein wird. Mehr verrate ich noch nicht. Doch der aufmerksame Leser weiß, dass ich mich mit dem Leben von Menschen in seltenen oder historischen Berufen beschäftige.

Literaturschock: Wer sind Ihre Lieblingsautoren und finden Sie überhaupt noch Zeit, sie zu lesen? Was lesen Sie gerade?

Simone Behnke: Einen Lieblingsautor habe ich nicht. Was mich allerdings seit Jahren zum Lesen animiert sind diese gewissen Motivationsbücher (allerdings keine Esoterik) und Biografien von erfolgreichen Menschen. Sie geben mir die Kraft weiter zumachen. Denn Sie müssen wissen, dass der Beruf des Schriftstellers ein recht einsamer ist. In der Produktionsphase sind wir alle Einzelkämpfer.

Literaturschock: Haben Sie eigentlich engeren Kontakt zu Ihren Fans?

Simone Behnke: Bisher gehe ich noch auf jede Zuschrift persönlich ein. Doch geht mein Kontakt nicht soweit, dass ich mich mit jedem interessierten Leser auf ein Glas Wein treffen würde.

Literaturschock: Ich sage Danke, dass Sie sich die Zeit für ein Interview genommen haben. Ich freue mich schon auf Ihr nächstes Buch!

Das Interview wurde von Sabine Koch für Literaturschock geführt.

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