Walter Moers wurde 1957 in Mönchengladbach geboren. Er war bis vor einigen Jahren vor allem durch seine frechen Comics (u.a. AHA! und "Das kleine Arschloch") bekannt. Seine erste Veröffentlichung erschien 1984. Ein Schritt in die Richtung der erzählenden Literatur waren die Lügenmärchen des Käpt'n Blaubär, den er für "Die Sendung mit der Maus" schuf.

Literaturschock: Ihnen wurde schon fast jede erdenkliche Frage gestellt. Also erzählen Sie doch einfach ein bißchen "frei Schnauze" was Ihnen gerade einfällt.

Walter Moers: Also dazu fällt mir jetzt garnichts ein.

Literaturschock: Oder gibt es vielleicht doch eine Frage, die sie sich in einem Interview wünschten, die Ihnen aber noch nie gestellt wurde?

Walter Moers: Da ich Fragen grundsätzlich nicht gerne beantworte, denke ich eigentlich nie darüber nach, welche Fragen ich gerne gestellt bekäme.

Literaturschock: Im Literaturschock-Forum wurde in einer virtuellen Leserunde "Die 13 1/2 Leben des Käpt'n Blaubär" gemeinsam mit wachsender Begeisterung gelesen und diskutiert. Ich selbst freue mich auf jede Zamonien-Neuerscheinung. Was ist Ihnen am wichigsten (am liebsten) an Ihren Büchern?

Walter Moers: Ich lege viel Wert darauf, daß meine Bücher in der gesamten Erscheinung stimmig sind. Das geht vom Umschlagpapier über die Typographie bis zur Ausgewogenheit des Verhältnisses von Text und Illustration oder zur Farbe des Lesebändchens. Deswegen mag ich Taschenbücher nicht so gern, obwohl ich natürlich begreife, daß es sie geben muß. Aber da stört mich schon das Taschenbuch-Label auf dem Cover oder der fehlende Farbschnitt, weswegen ich es nicht mehr so richtig als mein Buch begreifen kann.

Literaturschock: Mir ist aufgefallen, dass in Ihre Romane oft Dinge hineininterpretiert werden, die Sie selbst nicht beabsichtigten. Ärgert es Sie, wenn ein Roman regelrecht zerrupft und analysiert wird?

Walter Moers: Ist ja immer noch besser als ignoriert zu werden. Was mich immer ein bißchen fuchst, ist, wenn man mir vorwirft, mich aus Quellen zu bedienen, die ich nicht mal kenne. Ich bediene mich natürlich wie jeder Autor aus Quellen, aber es sind meist andere als die, die mir vorgeworfen werden.

Literaturschock: Gibt es Neuigkeiten die Verfilmung der Zamonien Romane betreffend?

Walter Moers: Im Moment nicht, weil ich in den letzten Monaten aus aktuellem Anlaß ein Drehbuch für einen anderen Film geschrieben habe. Jetzt muß ich erstmal Urlaub machen, bevor ich mich an das Zamonien-Drehbuch wage.

Literaturschock: Viele Kritiker sind der Meinung, dass die Bücher nicht für Kinder geeignet sind. Was denken Sie darüber?

Walter Moers: Das sind meistens Eltern, schätze ich. Denen geht es auch vermutlich eher um die eigene ungestörte Nachtruhe als um ihre Kinder. Ich habe keine Kinder, daher kann ich es mir leisten, da etwas lockerer zu sein. Mir fällt nichts ein, was in meinen Büchern steht, das Kinder nicht erfahren dürfen.

Literaturschock: Sind Sie wirklich ein Hypochonder?

Walter Moers: Ja, leider. Schlimmer als Mythenmetz.

Literaturschock: Im Interview mit der Zeit versprachen Sie, dass das nächste Buch ein Lesebändchen aus Uran haben wird - darauf warte ich immer noch. Was ist daraus geworden?

Walter Moers: Wieder eine dieser auf originell gequälten Antworten, die mich mein Leben lang verfolgen werden.

Literaturschock: Was erwarten Sie von einem Interview?

Walter Moers: Daß der Interviewer sich mit meiner Arbeit auseinander gesetzt hat. Die beste Frage, die mir mal ein Journalist gestellt hat, war: "Wie heißen Sie?" Darüber konnte ich noch lachen. Die zweite Frage war: "Haben Sie Abitur?" An der Stelle hab ich das Interview abgebrochen.

Literaturschock: Bekommen wir von Ihnen noch ein paar Buchtipps?

Walter Moers: Alles von James Thurber.

Literaturschock: Herr Moers, ich kann mich nur nochmals herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie sich Zeit für das Interview genommen haben!

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