Tobias O. Meißner: Rastlos, ehrgeizig, manisch kreativ und unwiderstehlich

Es ist nicht das erste Interview, welches hier von Tobias O. Meißner veröffentlicht wird. Schließlich ist die Betreiberin dieser Website auch so ziemlich der größte Fan des Autors. Gemeinsam mit dem Piper-Verlag entstand dieses schöne Interview zu seinem neuen Roman "Evil Miss Universe" - hier auf Literaturschock findest du den zweiten Teil. 

Erfahre auf der Website des Piper-Verlages mehr darüber, wie Tobias O. Meißner über Feminismus denkt und welchen Einfluss seine vorigen Bücher auf seine Miss Evil hatten.

Die Website des Autors findest du hier.

Dominique war von Anfang an anders. Ihr Metier waren nicht Brutalität und Schießereien – obwohl sie dem einen oder anderen Bandenkrieg besonders in ihrer Marseiller Zeit keinesfalls aus dem Weg ging –, als vielmehr kreative, fast schon künstlerisch zu nennende Extravaganz. Ihre verrückten, kostspieligen Roben waren ein Teil dieses Konzepts. Sie trug nicht ein Kostüm, sondern deren tausende, an jedem Tag ein anderes, mehr eine Diva als eine herkömmliche Superschurkin.

7. Wer oder was hat dich zur Superschurkin Dominique inspiriert?

Ein Film aus meinem Geburtsjahr 1967: "Argoman - Der phantastische Supermann", in dem ein erstaunlich unsympathischer "Superheld" mit telekinetischen Kräften eine erstaunlich faszinierende Superschurkin (in ständig wechselnden, ausgefallenen Roben) sexistisch herumschubst. Ich habe einfach umgedreht, wer von den beiden die Hauptfigur ist, und wer wen herumschubst.

Der Name "Dominique" ist der Vorname der Schauspielerin, die in diesem Film die Schurkin spielte.

8. Superschurken statt Superhelden, Dominique statt Mr Right: Machen böse Charaktere einfach mehr Spaß zu schreiben?

Schwer zu sagen. In einer Komödie womöglich tatsächlich. Mir hat aber bei EVIL MISS UNIVERSE auch die zweite Hauptperson Luc viel Spaß gemacht, und Luc ist völlig unbescholten. Und ich würde gerne noch (siehe meine Antwort auf Frage 13) eine Komödie über "gute" Charaktere schreiben. Obwohl die dann vielleicht auch zumindest versuchen, die Seiten zu wechseln...

9. Hat es einen Grund, dass die Schurkin eine Frau und der Held ein Mann ist?

Naja, in Superheldenfilmen sind meistens die Schurken Männer und die Helden auch. Mit "Wonder Woman" und "Captain Marvel" hat man jüngst ein paar Quotenfrauen unter die Helden geworfen, aber auf eine tolle Superschurkin warte ich bislang vergebens. "Catwoman" zählt nicht, die ist nicht wirklich böse, die tut nur so.

10. Wärst du gerne ein Superschurke?

Niemals. Mich würde mein Gewissen viel zu sehr plagen. Ich kann mich wirklich nur an ehrlich Erarbeitetem erfreuen.

Und was mir auch noch fehlt, ist ein erotisches Verhältnis zum Geld. Für mich ist Geld immer nur das, was ich brauche, um mein nächstes Projekt schreiben zu können. Superschurkentum wäre bei mir also verschenkt.

11. Was macht für dich einen vollendeten Charakter aus?

Dass er dreidimensional ist. Also dass Helden Schwäche zeigen, und Schurken Größe.

12. Wie gehst du an ein neues Buchprojekt ran?

Unterschiedlich. Auf DUNGEON PLANET hatte ich mich drei Jahre lang vorbereitet, um das ganze Universum stimmig auszutüfteln. EVIL MISS UNIVERSE war eher spontan, dafür dann aber während des Schreibes so rechercheintensiv wie sonst bei mir nur HIOBS SPIEL.

13. Kannst du uns schon etwas über deine nächsten Buchpläne erzählen?

Ich würde gerne noch eine Fantasy-Komödie namens DAS GESINDEL schreiben. Und natürlich arbeite ich unendlich langsam an HIOBS SPIEL 5.

 Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, Tobias.


SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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