Henrike Spohr liest aus “Heilbronn 37°”

Heilbronn 37 GradDrückende Hitze liegt über Süddeutschland. Tamara arbeitet wie eine Besessene an den Bildern für ihre erste Ausstellung. Doch mit jedem Tag wird das Gefühl, beobachtet und verfolgt zu werden, stärker, denn in ihrer Vergangenheit lauert eine dunkle Bedrohung: »Irgendwann, wenn du nicht daran denkst, werde ich zu dir kommen!« Doch dieses Mal will Tamara kein wehrloses Opfer sein ...

Ich glaube, zum ersten Mal hatte ich via Mail mit Henrike Spohr Kontakt. Sie fragte mich, ob ich nicht vielleicht ihren Debütroman "Heilbronn 37 °" auf Literaturschock vorstellen wolle. Leider hatte ich 2014 wenig Lesezeit, weshalb ich ihr absagte. Danach traf ich sie ganz überraschend bei einer Lesung im Wohnzimmer von Alexandra und war von Henrikes herzlicher Persönlichkeit sofort gefangen.

Eigentlich, ja eigentlich war da meine Lesezeit immer noch nicht entspannter, aber die Neugierde wuchs natürlich. Mein Widerstand bröckelte schließlich komplett, als ich von Henrikes Lesung in Bonfeld erfuhr. Sollte ich da etwa völlig blauäugig hin? Ohne auch nur eine Zeile des Buches zu kennen? Natürlich nicht!

Also fragte ich Henrike, ob ihr Angebot, mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung zu stellen, noch gelte und sie riet mir, mich direkt an den Emons-Verlag zu wenden. Genau wisse sie nicht, ob es noch Bücher für Rezensenten gebe, denn der Verlag habe großzügig Exemplare an Blogger geschickt - und sehr wenige Rezensionen dafür erhalten.

Und nun muss ich mir kurz Luft machen: Leute, was soll das? Warum staubt ihr Bücher ab (und ausgerechnet noch von kleineren Verlagen) und rezensiert sie dann nicht mal? Schämen solltet ihr euch! Damit schadet ihr dem Verlag, der Autorin und den Rezensenten, die gewissenhaft ihre Seiten betreiben!

Ich lese zwar langsam, aber meine Rezension wird in den nächsten Tagen folgen. Ich habe nämlich trotzdem ein Exemplar erhalten (vielen Dank dafür) und mich von der ersten Zeile an an diesem geheimnisvollen Krimi festgesaugt.

Die tief stehende Sonne blendete ihn, heizte den Innenraum des Wagens so stark auf, dass er am Sitz klebte und seine feuchten Hände immer wieder an der Hose abwischen musste.

Nun zur Lesung. Tag und Uhrzeit waren für mich perfekt: Freitagabend und alle Tiere versorgt. Ich schleppte kurzerhand noch eine Freundin und einen Freund mit und los ging es nach Bonfeld in das Gasthaus Krone. Das an sich war schon eine kleine Sehenswürdigkeit. Von außen eher unspektakulär, bietet es innen jedoch so einiges Entdeckenswertes (ein - zum Glück nicht benutzbares - Plumpsklo und einen Lastenaufzug, der in eine dunkle, geheimnisvolle Unterwelt führt). Nicht schlecht, das Ambiente für eine Lesung.

Henrike Spohr lebt übrigens mit ihrem Mann und zwei Kindern in Heilbronn, gerade mal 40 km von mir entfernt. Die Lesung wurde von der Kulturinitiative Black-Sheep Bonfeld e.V. organisiert. Den gemeinnützigen Verein gibt es noch gar nicht so lange, aber dafür stellt er jede Menge auf die Beine. Demnächst wird sich sogar Bob Geldof, der irische Rockmusiker, die Ehre geben. Das Vereinsziel, die Organisation und Durchführung von kulturellen Veranstaltungen, wurde also schon bestens erreicht.

Die Sprecherin und Stimme-Redakteurin Ulrike Plapp-Schirmer leitete den Abend ein mit einer kurzen Vorstellung.

Den Anfang machte Henrike Spohr mit einer Szene, in der die Protagonistin Tamara vorgestellt wurde. Die junge Frau hatte vor vielen Jahren ein sehr schreckliches Erlebnis, das sie immer noch sehr belastet. Verheiratet ist sie mit Paul, der auch eine Rolle im Buch spielt. Natürlich, man merkte Henrike an, dass sie noch nicht sehr oft auf Lesungen war, aber sie machte ihre anfängliche Nervosität mit ihrer herzlichen Ausstrahlung mehr als wett.

Nach rund 40 Minuten Lesung ging es dann in die Pause, in der ein paar Häppchen auf die Anwesenden warteten. Diese Häppchen wurden zubereitet von Frau Brüggemann - eine interessante Anekdote dazu ist allerdings, dass sie meiner veganen Begleitung erzählte, diese und jene Häppchen habe sie vegan zubereitet - ich aber später in einem Gespräch mitbekam, dass sie diese zugekauft habe. Hm!

Außerdem gab es eine Verkostung von Tee Gschwendner und natürlich: Es gab auch jede Menge Bücher von der Buchhandlung Eckert zu kaufen, um sie anschließend von Henrike signieren zu lassen.

Nach der Pause wurde Henrike noch von  Frau Plapp-Schirmer interviewt. Sie hat ihr ausführlich auf den Zahn gefühlt, wie es dazu kommt, dass eine junge Frau mit zwei Kindern solche Bücher schreibt. Das Publikum durfte sich beteiligen und dafür auf Karten brennende Fragen notieren.

Das Interview habe ich ebenfalls für euch gefilmt, allerdings ein bisschen ungeschickt in zwei ungleiche Teile aufgegeilt:

Nach dem Interview nahm sich Henrike natürlich noch viel Zeit für ihr Publikum und signierte fleißig die gekauften Bücher. Ein schöner Abend war das in angenehmer Gesellschaft.

Übrigens: Weitere Videos zu Lesungen findet ihr im YouTube-Kanal von Literaturschock

Impressionen

Bild anklicken, um die größere Version anzeigen zu lassen

Weiterführende Links

Henrike Spohr bei Emons

Henrike Spohr auf Facebook

Kulturinitiative Black-Sheep Bonfeld e.V.

Alle Bücher von Henrike Spohr auf Literaturschock


 

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