Corinne Hofmann wurde am 04.06.1960 in der Schweiz geboren. Nach einer Ausbildung als Einzelshandelsangestellte arbeitete Sie als kaufmännische Angestellte bei einer Versicherungsgesellschaft. Mit 21 eröffnete Sie ihr erstes Geschäft mit Brautmoden. Sechs Jahre später, im Jahr 1987 wanderte Sie, der Liebe zu einem Massai-Krieger wegen, nach Kenia aus.

Das Haus des Buches in Dresden, mit 4 Etagen das größte Buchhaus der Stadt, war heute Abend Gastgeber für die Schweizer Autorin Corinne Hofmann.

Ein ganz gemischtes Publikum, schätzungsweise etwa 300 Personen, warteten aufgeregt auf den Moment wo die Lesung endlich beginnen sollte. Mehr als eine Stunde vorher waren die ersten Zuhörer in der Cafeteria vor Ort, um sich die besten Plätze zu sichern. Ich selber war etwa 30 Minuten vorher da und musste mich mit einem Platz im letzten Drittel der Reihen begnügen.

Die Zuhörer um mich herum gingen, so bekam ich aus den Unterhaltungen mit, aus den unterschiedlichsten Gründen zu dieser Lesung. Die einen weil sie ihre Bücher kennen, die anderen kennen und lieben Kenia. Wieder andere gehen weil sie einfach neugierig sind oder einfach Lust und Zeit haben.

Leise afrikanische Musik sollte auf den Abend einstimmen, nur ging diese in dem allgemeinen Stimmungsgewirr leider unter.

Seit Tagen schon sei die Veranstaltung ausverkauft, erzählte stolz eine Mitarbeiterin des Hauses, bevor endlich Corinne Hofmann angekündigt wurde. Mir viel Applaus wurde die Schweizerin in Dresden begrüßt und freute sich nach eigenen Angaben sehr, einmal wieder hier zu sein. Wie ich später mitbekommen habe war Corinne Hofmann bereits zweimal zu Lesungen in Dresden.

Mit einer angenehmen Stimme und einen doch hin und wieder durchkommenden Schweizer Dialekt begann sie zu erzählen. Nur wenige Worte verlor sie über ihre beiden ersten Bücher „Die weiße Massai“ und „Wiedersehen in Afrika“ ehe sie zu ihrem neusten Buch kam – „Wiedersehen in Barsaloi“.

Vierzehn Jahre nach ihrer abenteuerlichen Flucht mit ihrer kleinen Tochter Napirai kehrt Corinne Hofmann erstmals wieder nach Kenia zurück. In Barseloi, im kenianischen Hochland, kommt es schließlich zu einem bewegenden Wiedersehen mit ihrem Ex-Mann Lketinga.

Mit dabei bei dem Wiedersehen war ein Kameramann, der die bewegenden Szenen festhielt. Daraus entstand schließlich der gleichnamige Dokumentarfilm zu dem Buch.

Corinne HofmannCorinne Hofmann gestaltete die etwa einstündige Lesung sehr abwechslungsreich. Sie las zum einen einige Passagen aus ihrem Buch vor, erzählte und erklärte aber auch viele ihrer Eindrücke noch mal mit eigenen Worten. Gebannt lauschten die Zuhörer wie sie so vom Wiedersehen mit ihrem Mann, der Mama und all den anderen, die damals ihre Familie, ihr zu Hause waren, berichtete. Wie emotional das für alle Beteiligten gewesen sein muss, merkte man sowohl dem Schreibstil als auch ihrer Stimme beim Vorlesen an.

Den Schluss der Lesung bildete ein Ausschnitt aus dem Dokumentarfilm „Wiedersehen in Barseloi“ der in eindrucksvoller Weise das Buch ergänzt.

Mit einem Strauss Blumen wurde Corinne Hofmann schließlich verabschiedet, ehe sie sich Zeit nahm und jeden Signierwunsch gelassen und freundlich, immer mit ein paar netten Worten dem „Autogrammjäger“ gegenüber erfüllte.

Es war meine erste Lesung, ein schöner Abend und ich werde gern daran zurückdenken. Dabei hilft mir natürlich mein signiertes Buch – allerdings habe ich nicht das neuste gekauft sondern mir „Die weiße Massai“ signieren lassen.

Der Lesungsbericht wurde von Katja Ezold für Literaturschock geschrieben.

Kommentar schreiben


Sicherheitscode
Aktualisieren

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue