Gabriela Wollenhaupt wurde am 21.03.1952 in Neuwied geboren. Sie arbeitete bis 1985 als Journalistin bei einer westdeutschen Tageszeitung und schrieb während dieser Zeit unter dem Pseudonym "Pit Murad" ihren ersten Kriminalroman "Nächstenliebe zahlt sich aus". Anschließend wechselte sie 1985 als Hörfunk-Redakteurin und Reporterin zum Westdeutschen Rundfunk nach Dortmund. Seit 1993 erscheinen ihre Krimis mit der Hauptfigur Maria Grappa in der fiktiven Ruhrgebietsmetropole "Bierstadt", für das unverkennbar Dortmund Pate gestanden hat. Für den 1998 gesendeten Radio Bremen Tatort "Voll ins Herz" verfasste sie das Drehbuch. Gabriella Wollenhaupt arbeitet als Fernsehredakteurin beim Westdeutschen Rundfunk in Dortmund. Sie verfasst auch Gedichte und Kurzgeschichten. Außerdem ist sie als Malerin aktiv.

Die Lesung von Grappa und die Nackenbeißer fand am 23.04.2008 in der Stadtbücherei Kierspe statt.

"Groschenromane müssen für die Leute geschrieben sein, bei denen der Groschen etwas langsamer fällt". Meint Maria Grappa, Journalisten in Bierstadt ( = Dortmund) und das alter ego ihrer Autorin Gabriella Wollenhaupt, hauptberuflich Journalistin beim WDR in Dortmund

Gabriella Wollenhaupt 25 Krimi-Fans kamen am Mittwoch, 23.April 2008 in die kleine Bücherei der Stadt Kierspe, um sich von Gabriella Wollenhaupt aus ihrem 17. Grappa-Krimi vorlesen zu lassen.

Grappa hat zuerst überhaupt keine Lust, eine Homestory über die Nackenbeißer-Autorin Lilo von Berghofen , der Königen des Kitschromans, zu schreiben, aber letztendlich macht sie sich doch auf den Weg zur Villa am Stadtrand, in der die Autorin lebt. Bzw. lebte, wie Grappa schnell feststellt. Denn Lilo von Berghofen ist tot und Grappa somit mitten in ihrem nächsten Fall. Es geht um merkwürdige Zahlenkombinationen, Raben, ein seltsames kleines Mädchen, Mandlhörnchen, die sich in Mäuse verwandeln und um einen holländischen Spaßgeist. Grappa taucht ein in Welt der schwarzen Magie und das Publikum ließ sich vom typischen Humor und der Ironie in der Stimme Gabriella Wollenhaupts mitreißen.

Ebenso unterhaltsam wie die Lesung war das anschließende Gespräch zwischen Publikum und Autorin. Offen erzählte Gabriella Wollenhaupt, dass sie Personen und Situationen aus ihrem Redaktionsalltag und der lokalen Politik gnadenlos ausschlachtet, was diese inzwischen nicht nur mit viel Humor hinnehmen, sonder richtig drauf warten, einmal in einem Grappa-Krimi eine Rolle zu spielen.

Apropos Rolle: Auf einem Dortmunder Presseball wurde einmal eine Rolle in einem Grappa-Krimi verlost, aber das Los traf keinen attraktiven Latin-Lover (den G.W. liebend gerne in ihrem nächsten Buch "verarbeitet" hätte), sondern einen mürrischen 17-jährigen, dem die Fragen der Autorin eher lästig waren und der lieber weiterhin seine PC-Tastatur bearbeiten wollte. Seine Rolle bekam er trotzdem, in "Flieg, Grappa, flieg" wurde er zu einem Tierpfleger im Dortmunder Tierpark.

Über ihre Schreibgewohnheiten befragt, berichtete Gabriella Wollenhaupt, dass sie sich jeden Morgen zwischen 5:00 und 8:00 Uhr an ihren PC setzt und Grappa zum Leben erweckt, bevor der Berufsalltag der hauptberuflichen Journalistin beginnt. Als 1993 mit "Grappas Versuchung" ihr erster Krimi erschien, war noch keine Serie geplant, aber der Erfolg gab ihr Recht und Grappa durfte (glücklicherweise) weiter ermitteln.

Das Genre Krimi wählte G. W. nicht zufällig, sondern höchst bewusst. Sie wollte Erfolg haben und bei Krimis erschien dies am wahrscheinlichsten, denn sie werden von allen sozialen Schichten und allen Altersklassen gelesen.

Momentan schreibt Gabriella Wollenhaupt an einem neuen Fall für Grappa, der im Oktober 2008 erscheinen wird.

Der Lesungsbericht wurde von Gabriele Queisler für Literaturschock geschrieben.

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