Rebecca Gablé wurde am 25. September 1964 am Niederrhein geboren, absolvierte eine Lehre als Bankkauffrau und arbeitete auf einem Stützpunkt der Royal Air Force.

Rebecca Gablé begann 1990 ein Literaturstudium in Düsseldorf und 1995 erschien ihr erster Krimi "Jagdfieber", der für den "Glauser"-Krimipreis nominiert wurde. Sie ist seit Ende ihres Studiums als freie Schriftstellerin und Literaturübersetzerin tätig.

Gänsehautfaktor war garantiert bei der Lesung mit Rebecca Gablé am 19. Oktober 2002 in der Buchhandlung GONDROM in Baden-Baden. Bereits im März diesen Jahres kam ich in den Genuss einer Lesung mit der Autorin, deren historische Romane meiner Meinung nach unübertroffen sind. Dieses Mal stellte sie jedoch ihr neues Buch, "Der König der purpurnen Stadt" ihren Lesern vor.

Rebecca GabléDas Ambiente passte einfach perfekt: die Buchhandlung ist sehr geräumig, aber gemütlich verwinkelt. In der Mitte gibt es einen Springbrunnen, an dem sich interessierte Leser ihre ausgewählten Bücher in Ruhe ansehen können. Zur Lesung waren Stühle um diesen Springbrunnen aufgestellt, so dass die Besucher nicht in Sachen Hören, sondern auch in Sachen Sehen verwöhnt wurden. Die Buchhandlung GONDROM in Baden-Baden machte auf mich einen sehr gemütlichen, freundlichen Eindruck.

Die Lesung begann auch dieses Mal wieder mit einem wunderbaren Diavortrag, in dem Frau Gablé etwas über London und dessen mittelalterliche Gilden erzählte. Aber auch Edward und Philippa kamen nicht zu kurz, zumal Philippa die historische Hauptfigur des Romanes sei. Neben erschreckenden Pestbildern beeindruckten mich aber vor allem die farbenprächtigen Zeichnungen über das mittelalterliche Schauspiel und die Gilden. Zu jedem Bild war der Bezug zum Buch zu erkennen, somit waren die Dias erneut eine perfekte Einstimmung auf das, was danach kam: Die Lesung.

Rebecca GabléDiese Lesung war dann auch genau so wie die Bücher: Mit sehr viel Herz und Liebe wurden die einzelnen Textstellen von der Autorin vorgelesen. Sehr stimmig wurden die Textpassagen ausgesucht. Zuerst erfuhr der Höhrer wie der schwarze Prinz den Hauptcharakter des Buches, Jonah, vor dessen sicherer Ermordung rettete. Als nächstes Kapitel las Rebecca Gablé die Rettung der Königin Philippa durch Jonah, der sie ohne Rücksicht auf sein Leben beim Einsturz einer Turniertribüne auffing. Der Abschluss der Lesung war schließlich die Szene, als Philippa sich für Handwerker einsetzte, die für den Bau dieser Tribüne zuständig waren und sie somit einen 40jährigen Rekordfrieden zwischen London und der Krone schuf. Eine fiktive und zwei historische Begebenheiten - voll Leben vorgetragen. Im Anschluss an die Lesung nahm sich die Autorin mal wieder viel Zeit für ihre Leser und beantwortete Fragen bei einem Glas Sekt.

Frau Gablé erzählte etwas über ihr derzeitiges Projekt: "Die Siedler von Catan" - das Buch zum Spiel. Es werde ein fiktives Buch über die Siedler, deren Alltag sich jedoch stark an den der Wikinger anlehne. Das Buch soll voraussichtlich im Herbst 2003 erscheinen. Die Frage, ob sie jemals etwas über Leonore von Aquitanien schreiben wolle, verneinte die Autorin. Zu viel sei schon über dieses Thema und diese faszinierende Frauengestalt geschrieben worden, obwohl es zweifellos sehr interessant sei.

Rebecca GabléInteressant für mich war übrigens eine anwesende Pressevertreterin, die sich sehr überrascht über den Zeitraum des 900-Seiten Buches zeigte. Sie machte auf mich den Eindruck, als ob sie kaum glauben könnte, dass man 19 Jahre auf diese Seitenanzahl verteilen könne, ohne Langeweile aufkommen zu lassen - das Buch hatte sie nicht gelesen....und ich bin gespannt auf den Zeitungsbericht ;-)

Bei der letzten Lesung "Das zweite Königreich" machte ich den Fehler, das Buch nicht vorher gelesen zu haben. Ein Fehler deshalb, weil der Genuss bei der Lesung geringer ist, wenn man das Buch noch nicht kennt. Als ich nun Auszüge aus "Der König der purpurnen Stadt" aus dem Mund der Autorin hörte, hatte ich zeitweise Gänsehaut, da ich mich an viele schöne Stunden mit dem Buch erinnerte.

Schlimm für mich: Die nächste Lesung mit Rebecca Gablé wird nun wieder eine ganze Weile auf sich warten lassen..besuchen zu dürfen.

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