Wohnzimmerlesung mit Arno Strobel: Das Dorf

Arno StrobelAls Alexandra Zylenas vom BücherKaffee mich vor einiger Zeit fragte, ob ich am 24. Januar 2015 wieder eine von ihr und Anka (Ankas Geblubber) organisierten Wohnzimmerlesung besuchen wollte, lautete meine Antwort sofort: Ja! Arno Strobel sollte aus seinem neuen Buch "Das Dorf" lesen.

Es ist einfach unglaublich, was diese beiden Frauen da auf die Beine stellen. In Alexandras traumhafter Wohnung stellt sich sehr schnell eine Wohlfühlatmosphäre ein.

Erst ein bisschen Statistik: Es war die erste Wohnzimmerlesung im neuen Jahr und für mich zweite überhaupt, die ich im beschaulichen Obergimpern besuchen durfte. Insgesamt haben Alexandra und Anka schon vier Lesungen organisiert und die gestrige war sogar so etwas wie ein Jubiläum: Ziemlich genau vor einem Jahr fand nämlich die erste Lesung der beiden statt.

Ich weiß gar nicht, ob ich die einzige Veganerin auf der Veranstaltung war, aber ich fühlte mich mal wieder von diesem unglaublichen Buffet rundum verwöhnt - wie vermutlich jeder. Alexandra gibt sich immer sehr viel Mühe und dafür steht sie schon mal einen Tag lang nur für die Vorbereitungen in der Küche. Die Wohnung muss umgeräumt und jede Menge Stühle herbeigeschafft werden. Insgesamt hatten sich rund 20 Gäste angemeldet - und ich bin mir sicher: Jeder fühlte sich an dem Abend als etwas Besonderes.

Bevor es dann um 19 Uhr mit Arnos Lesung losgehen sollte, wurde erst mal das (hier mehrfach erwähnte spektakuläre) Buffet eröffnet. Wie auch schon bei der Lesung mit Ivonne Keller erwiesen sich Alexandra und Anka als perfekte Gastgeberinnen. Von dem ganzen Vorbereitungsstress war den beiden nichts anzumerken.

DU WILLST DEM MENSCHEN HELFEN, den du am meisten liebst. Doch der Ort, an den dich deine Suche führt, ist anders als alles, was du kennst. WILLKOMMEN IM DORF OHNE WIEDERKEHR …

Nach dem Essen und einem Glas Sekt (alkoholfrei für mich) ging es schließlich los mit einer kurzen Vorstellung des Autors und dem Hinweis, dass er gar nicht so viel aus seinem Buch lesen wolle. Wer ein Buch vorgelesen haben möchte, solle sich doch am besten ein Hörbuch kaufen. Damit hatte er natürlich die ersten Lacher auf seiner Seite. Er wolle lieber Dinge erzählen, die man normalerweise nicht so leicht erfährt: Wer ist diese Person, die hinter den Büchern steckt? Wie kommt man zum Schreiben? Und hier und da komme eine ganz außergwöhnliche Frage: Woher kommen denn die Ideen für die Bücher?

Für Arno sei es auch immer sehr interessant, direktes Feedback zu bekommen. In so einem privateren Kreis sei das noch etwas anderes als auf größeren Veranstaltungen in Buchhandlungen oder bei Lesungen mit über 100 Gästen.

Der Abend stand also ganz unter dem Motto: Der Autor darf jederzeit mit Fragen gelöchert werden!

Arno Strobel und das Abführmittel

Ein kleines Experiment hatte Arno auch mitgebracht. Im Herbst 2014 kam eine Leserin auf ihn zu, die fragte, ob er nicht auch seine Hörbücher einsprechen wolle. Mangels ausgebildeter Sprecherstimme verneinte er das, aber seine Gesprächspartnerin wandte ein: "Ja, aber Sie lesen so spannend! Ich glaube, Sie könnten sogar einen Beipackzettel von Tabletten vorlesen!". Das ließ ihm keine Ruhe und Anfang des Jahres lud er sich einfach mal einen Beipackzettel aus dem Internet und veränderte nur zwei Dinge: Um Schleichwerbung zu vermeiden, ersetzte er den Namen des Medikaments durch "Medikament" und er kürzte Blöcke, weil das ganze ansonsten viel zu lang geworden wäre.

Das Ergebnis? Die Leserin hatte völlig recht - sogar Abführmittel können spannend sein:

Arno Strobel und das Dorf

Doch erst las er doch noch die ersten Seiten aus "Das Dorf". Er gönnte uns wirklich nur einen kleinen Einblick, aber schnell war mir klar: Dieses Buch muss ich einfach lesen. Der Psychothriller handelt von einer verschwundenen jungen Frau. Ihr Freund Bastian macht sich auf die Suche nach ihr und gelangt in ein Dorf an der Müritz, das ihm von Anfang an unheimlich ist. Überall deuten Spuren auf Anna, doch niemand kann oder will ihm weiterhelfen. Arno Strobel schloß mit den Hinweis: Dies ist ein Dorf, in das jeder hinein kommt - aber niemand hinaus.

Wie alles begann

Nach dem kurzen Ausflug vom einen Dorf (Obergimpern) in das andere, literarische Dorf erzählte Arno Strobel: Wie alles begann.

Im Anschluss daran las er seine erste Kurzgeschichte: "Feuerbestattung" und erzählte aus dem Nähkästchen, wie ein Buch entsteht. Dabei stellte er sich auch den Fragen des Publikums.

Ziemlich witzig war die Frage nach den Ratten, die im Rachespiel eine Rolle spielen, aber seht selbst:

Die Kurzgeschichten werden im eigenen Verlag veröffentlicht - die Bücher sind nur auf seinen Lesungen erhältlich (ich konnte eines ergattern!).

Mit den Worten: "Ihr könnt euch jetzt ja erst mal etwas zu Trinken holen. Dann haben wir danach noch einen kleinen Block von 20 Minuten oder 3 Stunden, oder so." entließ Arno uns schließlich in eine kurze Pause.

Kurzgeschichten & Fragerunde

Nach der Pause ging es mit den beiden Kurzgeschichten "Die Fliege" und "Da habe ich es einfach getan" weiter. Eine davon habe ich für euch gefilmt: Da habe ich es einfach getan.

Die andere solltet ihr euch unbedingt auch ansehen - ich hoffe, sie wird bald bei Alexandra oder Anka zu finden sein.

Am Ende gab es wieder eine Fragerunde, zu der vor einigen Wochen auch die Besucher des Bücherkaffees aufgerufen wurden. Jeder durfte Fragen einreichen und nahm damit automatisch an der Verlosung eines Buches teil.

Gerne wäre ich noch länger geblieben, aber mit der Lesung setze auch Schneefall ein und da ich rund 40 km Heimfahrt in der Dunkelheit vor mir hatte, verließ ich schweren Herzens Obergimpern (natürlich nicht ohne zwei signierte Bücher!).

Werft unbedingt auch einen Blick auf das Bücherkaffee und Ankas Geblubber - dort findet ihr bald Berichte zur Lesung und sicher Videos in besserer Qualität. Reinschauen lohnt sich!

Vielen Dank an Alexandra, Anka & natürlich Arno für einen schönen Abend.

Übrigens: Weitere Videos von dem Abend findet ihr im YouTube-Kanal von Literaturschock

Weitere Impressionen

Bild anklicken,um die größere Version anzeigen zu lassen

Weiterführende Links

Webseite von Arno Strobel

Facebookseite von Arno Strobel

Bücherkaffee

Ankas Geblubber

Alle Bücher von Arno Strobel auf Literaturschock

Bericht zur Lesung in Uwes-Leselounge


 

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