In einer Leserunde lesen und diskutieren mindestens fünf Teilnehmerinnen ein bestimmtes Buch in einem dafür vorgesehenen Forum.

Doch wie kommt so eine Leserunde eigentlich zustande? Was läuft vorher, währenddessen und danach alles hinter den Kulissen ab? Wieviel Arbeit steckt dahinter und wer leistet diese?

Klasse statt Masse

Unsere Leserunden werden von einem Team aus Moderatorinnen ehrenamtlich und in der Freizeit betreut. Wir machen dies gerne, wir lieben Bücher und der Austausch darüber macht uns Spaß!

Aber der Aufwand für die Betreuung einer Leserunde wird leicht unterschätzt. Und was außer einem kostenlosen Buch, einem Dankeschön der Verlage und Autorinnen, viel Arbeit und einem drohenden Lese-Burnout gibt es für die Moderatorinnen? Nichts.

leserunden

Aus diesem Grund wird die Anzahl der angebotenen Aktionen in Zukunft drastisch reduziert. Für Literaturschock macht es fast keinen Unterschied. Wir haben nur weniger Arbeit. Literaturschock geht weder die Reichweite verloren noch imaginärer Verdienst.

Von Anfang an galt in unserem Netzwerk: Klasse statt Masse. Wo manche Plattformen 25 bis 100 Bücher verschenken, gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Qualität. Wir halten unsere Leserunden bewusst kleiner, vergeben maximal 10 Bücher an Interessierte. Wir haben immer ein Auge darauf, dass sich jeder aktiv in die Leserunde einbringt und das Buch am Ende auch rezensiert.

Große Reichweite und Marketing für lau

Literaturschock und sein Netzwerk hat eine Reichweite von rund 200.000 einzigartigen Besucherinnen pro Monat. Damit gehört die Plattform zu den Spitzenreitern der Büchercommunities. Die Rezensionen werden nicht nur auf Literaturschock veröffentlicht, sondern auch auf Amazon, Goodreads, Lovelybooks, Was liest du, Thalia, Weltbild und vielen anderen Communities, sowie auf diversen Social Media Plattformen.

Verlage und Autorinnen nutzten bisher gerne unseren kostenlosen Service, für den andernorts Summen im vierstelligen Bereich berechnet werden.

Was nichts kostet, ist nichts wert?

Traurig, aber wahr. Unsere Leserunden, in die wir immer viel Aufwand investieren - wie viel Aufwand, liste ich unten auf - sind bequem für alle. Außer für uns. So bequem, dass sich die Beteiligten bisher darauf ausruhen konnten. Eine kostenlose Leserunde? Für die man nicht aktiv werden muss? Wie wunderbar. Literaturschock sorgt für Teilnehmerinnen, ruft in der Community auf, schreibt private Nachrichten, teilt über Facebook und Twitter. Selbst als Verlag oder Autorin aktiv werden und Teilnehmerinnen suchen? Fehlanzeige.

Dies ging sogar schon so weit, dass sich Autorinnen über uns bei dem Verlag beschwert haben, weil wir ihre Leserunde mangels Interessenten absagen mussten. Wir haben es in all' dem Stress leider nicht geschafft, noch mehr kostenlosen Aufwand zu betreiben, um genügend Menschen dafür zu versammeln. Selbst etwas in die Hand nehmen? Auch hier: Fehlanzeige.

Ganz im Gegensatz zu den vielen Leserunden anderer Plattformen, die Geld oder eigene Arbeitszeit kosten. Da ist es dann plötzlich möglich, in Eigeninitiative via Twitter zu teilen oder Teilnehmer über Facebook zu suchen.

Natürlich gibt es Ausnahmen. Einige Autorinnen und wenige Verlage, die ohne unsere Nachfrage selbst aktiv wurden. Ausnahmen. Leider.

Was nichts kostet, ist nichts wert.

Zeit ist Geld

Auf der einen Seite wollen wir Literatur wertschätzen. Auf der anderen Seite werden Bücher im Überfluss verschenkt. Bloggerinnen und Leserinnen, die sich noch selbst Bücher kaufen? In der Onlinewelt gefühlte Raritäten. Wie wertschätzend wir miteinander umgehen, zeigt auch unser Umgang mit Geld. Nur noch selten ist uns bewusst, was für ein Aufwand hinter dem Enstehen eines Buches und einer Plattform, die Werbung dafür macht, steht.

Die Anzahl der von uns moderierten unbezahlten Leserunden wird deshalb ab 2017 stark reduziert.

Zeit und Nerven

Du willst wissen, was hinter der Organisation von Leserunden auf Literaturschock und Leserunden.de steckt? Das hier gehört zu den Aufgaben (kursives nur noch in der Bezahlversion):

  • Finden von genügend TeilnehmerInnen durch zusätzliches Bewerben
  • Einteilung der Foren
  • Kommunikation mit den Autorinnen
  • Moderation
  • Animation der Teilnehmerinnen
  • Bewerbung auf Facebook
  • Bewerbung auf Twitter
  • Auswertung (Statistik, Rezensionsquote, Links zu den Rezensionen)
  • Prüfung auf Zuverlässigkeit der Teilnehmerinnen
  • Versand der Bücher
  • Bewerbung mit Banner
  • Bewerbung in Social Media (Facebook & Twitter)

Im Rahmen unserer Leserunden legen wir Wert darauf, dass echtes Interesse an den Büchern besteht. Im Gegensatz zu anderen Plattformen gibt es bei uns also die verpflichtende Anmeldung und wir setzen eine Teilnahme auch bei Nichtgewinn voraus. Dies hat den Effekt, dass sich zu unseren Leserunden weniger Interessierte anmelden. Auf anderen Plattformen bewerben sich unter Umständen 50 bis 100 Menschen. Im Gegensatz zu unseren Leserunden nehmen dort aber allenfalls die Gewinnerinnen teil (seien wir ehrlich: Wenn überhaupt!). In unserem Netzwerk dagegen kaufen sich alle, die nicht gewonnen haben, das Buch und nehmen aktiv teil.

Die Streuverluste bewegen sich auf unserer Plattform im vernachlässigbaren Bereich.

Lass' uns über Geld reden

Keine Sorge, Literaturschock und Leserunden.de darf weiterhin kostenlos als Werbeplattform genutzt werden. Reichweite und Qualität sind dafür sicher Argumente genug. Die kostenlosen Aktionen sind allerdings ab 2017 auf maximal vier Titel pro Verlag (und ungefähr zwei startende Leserunden pro Woche) beschränkt. Alles, was darüber hinaus geht muss entweder selbst von Verlag oder Autorin organisiert und moderiert werden oder wir übernehmen den Auftrag gegen Bezahlung.

Kostenlose Leserunden sind also weiterhin möglich. Allerdings verschiebt sich der zeitliche Aufwand von uns auf dich. Und selbstverständlich sind alle Leserunden für die Leserinnen generell kostenlos.

Weitere Informationen erhältst du im Artikel über unser Leserundenkonzept. Mehr über die Bedingungen und die Preise erfährst du in den Mediadaten.

Und jetzt frage ich dich: Was ist dir deine Zeit wert?

SuseÜber die Autorin

Susanne K. (Literaturschock.de)

Susanne Kasper ist Gründerin und Chefredakteurin von Literaturschock und Leserunden.de. Sie liebt es, andere für die Literatur zu begeistern, ist Preisträgerin des Virenschleuderpreises der Kategorie "Persönlichkeit des Jahres" 2016 und bietet unter Social-Reading.media einen Autoren- und Verlagsservice. Über schamlose Mails freut sie sich ebenso wie über vegane Keksspenden. Sie nutzt in ihren Artikeln immer mehr das Femininum, weil sie der Ansicht ist, dass damit auch Männer gemeint sind.

 

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