Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Auge des Golem

Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Auge des Golem

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Jonathan Stroud: Bartimäus - Das Auge des Golem
Verlag
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Bartimaeus Trilogy - The Golem's Eye
ET (Original)
2004
ISBN-13
9783570127766

Informationen zum Buch

Seiten
670

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Bei Sonnenuntergang entzündeten die Feinde eines nach dem anderen ihre Lagerfeuer und es waren so viele wie noch in keiner Nacht zuvor.

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Handlungsort

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Der junge, ehrgeizige Nathanael strebt eine Karriere im von Zauberern beherrschten britischen Weltreich an. Seine dringlichste Aufgabe besteht darin, der immer dreisteren Widerstandsbewegung der Gewöhnlichen ein Ende zu setzen. Doch Kitty und ihre Freunde entkommen ihm immer wieder. Dann wird London von einer neuen Serie Schrecken erregender Anschläge erschüttert. Steckt womöglich gar nicht der Widerstand dahinter, sondern etwas anderes, viel Gefährlicheres? Nathanael braucht dringend einen Verbündeten, der ihm hilft, Licht ins Dunkel zu bringen. Ihm bleibt nichts anderes übrig, als erneut Bartimäus zu beschwören.

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Mehr als bloße Unterhaltung

Nathaniel ist zwei Jahre älter und um einiges erfolgreicher geworden. Mittlerweile im Innenministerium angestellt, ist er Protegé einer einflussreichen Zauberin und voll darauf eingestellt, Karriere zu machen. Leider kommen ihm da die Resistance, die er enttarnen soll, und seine eifersüchtigen Kollegen, die seinen Aufstieg missgünstig beobachten, dazwischen. Die verheerende Zerstörung einer Reihe feiner Geschäfte lässt seine Probleme eskalieren: In Aussicht eines drohenden Karriereendes tut er, was er nie wieder machen wollte: er beschwört einen sehr missmütigen Bartimaeus als Helfer.
Die dritte Hauptperson ist die "gewöhnliche" Kitty, die zwar selbst keine Magierin, aber als Mitglied der Resistance eigentlich doch eher ungewöhnlich ist. Sie kämpft zusammen mit Fred, Stanley und anderen gegen die Herrschaft der Zauberer, ihre Überfälle werden aufgrund eines Insiderinformanten immer effektiver und schließlich plant die Resistance einen Raubzug in der Westminster Abbey...

Während sich Band I doch sehr auf Nathaniel, Bartimaeus und die Zauberer konzentriert, bekommen wir im zweiten Teil einen übergreifenden Einblick in den Gesellschaftsaufbau von Nathaniels England. Die Lebensbedingungen der "gewöhnlichen Leute" lassen zu wünschen übrig: rechtlos sind sie den Launen der Zauberer ausgesetzt, die Überwachung ist nahezu total und Medien und Schulwesen befinden sich fest in Magierhand. Die meisten Gewöhnlichen leben damit sehr gut, nehmen die Einschränkungen ihrer Freiheit hin, oder nicht einmal wahr: zu "normal" ist ihr Leben, eine Alternative ist für sie nicht vorstellbar. Andere leiden zwar unter ihrer Unfreiheit, wissen aber sehr gut, dass jedes Anzeichen von Widerstand drakonische Bestrafungen nach sich zieht. Nur die kleine Gruppe der Resistance kämpft aktiv gegen die Obrigkeit. Wie effektiv ihr Kampf, bei dem immer wieder Mitglieder ihr Leben lassen müssen, eigentlich ist, das beginnt sich Kitty im Laufe des Buches zu fragen. Und wie "gut" sind sie eigentlich wirklich? Auch diese Frage stellt sich Kitty schließlich. Gerade hier unterscheidet sich das Buch meiner Meinung nach positiv von vielen anderen Fantasyromanen, erst recht solchen mit jugendlicher Zielgruppe. Auch das Verhalten der "Guten" wird nämlich in Frage gestellt, und mit Nathaniel wurde eine Figur geschaffen, an deren Beispiel gezeigt wird, wie ein junger Mensch die Normen seiner Gesellschaft übernimmt, ohne sie zu hinterfragen. Er ist kein bösartiger Mensch, er tut nur, was alle tun, und hält das für vollkommen normal und richtig. Das Buch kann zum Nachdenken über gesellschaftliche Zustände anregen, ohne dass das den LeserInnen aufgedrängt wird.
Dies ist allerdings nicht die einzige Lesart; das Buch verfügt auch über reichlich Spannung (nur die ersten 50 Seiten schleppten sich etwas), Witz, für den natürlich hauptsächlich Bartimaeus steht (übrigens auch er eigentlich keine wirklich "gute" Person, obwohl er sich als Sympathieträger anbietet), und eine gute Grundidee.

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Zwei Jahre nach den dramatischen Ereignissen um das magische Amulett von Samarkand wird der spitzzüngige Dschinn Bartimäus erneut (widerwillig) von seinem Meister Nathaniel alias John Mandrake, der inzwischen für die englische Regierung arbeitet, zum Dienst gerufen, weil London von einer unbekannten Kreatur in Angst und Schrecken versetzt wird, die schon ganze Geschäftsstraßen zerstört hat. Angeblich soll es sich dabei um einen Golem handeln.

Gleichzeitig hat sich dort ein kleines Grüppchen nicht-zauberischer „Widerstandskämpfer“ zusammengetan, um sich an den Zauberern für erlittenes Unrecht zu rächen und sich gegen ihre Vorherrschaft zur Wehr zu setzen.

Nathaniel steht unter ziemlichem Erfolgsdruck, als ihn seine Vorgesetzten nach Prag schicken, wo er wichtige Informationen über Golems im allgemeinen und im besonderen sammeln soll, zudem hat er eines Tages auch noch das Problem mit den Widerständlern an der Backe.

Im zweiten Teil der Trilogie gibt sich Bartimäus so frech und aufmüpfig wie eh und je und kommentiert in spitzen Fußnoten das Geschehen. Nathaniel hat sich vom hochbegabten Zauberlehrling zu einem ranghohen Ministerialbeamten gemausert, was seiner Außenwirkung jedoch nicht gerade zuträglich war. Er kommt häufig doch ziemlich arrogant rüber.

Noch eine dritte Stimme kommt zu Wort: Kitty Jones aus der Widerstandsbewegung. Somit kommt auch die „Gegenseite“ zu Wort, und schon bald sind die Sympathien lang nicht mehr so klar verteilt, wie es anfangs schien. Ein gelungener erzählerischer Kniff.

Auch dieser Band ist spannend, witzig und leicht gruselig, allerdings fehlt ihm ein wenig die Leichtigkeit des ersten Teils, hin und wieder wird er ein wenig langatmig. Originell ist die ganze Geschichte dennoch.

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Das magische Weltreich London steht Kopf: Ein unbekanntes Wesen geht um und zerstört mehrere Touristenmagnete. Nathanael, inzwischen etwas älter und zu einem Platz im Londoner Ministerium befördert, muss sich um die Ursache des Geschehens und wenn möglich der Beseitigung der Ursache widmen. Gleichzeitig treibt aber auch noch immer der „Widerstand“, der den Lesern aus dem ersten Band bekannt ist, sein Unwesen. Die Regierung ist machtlos und Nathanael braucht Unterstützung. Wie der treue Leser erhofft hat beschwört er den frechen Dschinn Bartimäus (was ja auch schon im dem Klappentext verraten wird) erneut und die beiden stürzen sich in gewohnt liebenswürdiger Weise ins Abenteuer.

Insgesamt ist der zweite Band nicht nur länger als der erste, sondern wechselt auch anstatt zwischen zwei wechselnden Sichtweisen (im ersten Band Nathanael und Bartimäus) mit mehreren auf, und erhöhgt damit am Ende eines Kapitels die Spannung ungemein. Auch die Schauplätze wurden in diesem Band erweitert. So kommt der Leser gleich zu Anfang des zweiten Buches in den Genuss, die von Bartimäus bereits vielfach im ersten Teil gerühmte Schlacht in Prag mitzuerleben. Und das nicht ohne Grund, denn auch im späteren Verlauf soll Prag eine wichtige Rolle für den Fortgang der Geschichte spielen.

Im Zuge des Alterungsprozesses von Nathanael, hat sich meiner Meinung nach auch die Zielgruppe des Romans etwas geändert, denn aufgrund komplexerer Zusammenhänge der Handlung und auch extrem spannenden und aufwühlenden Teilen in der Geschichte würde ich es im Gegensatz zum ersten Band wohl kaum noch einem unter 13-Jährigen empfehlen. Erwachsene und ältere Jugendliche hingegen kommen meiner Meinung nach voll auf ihre Kosten und auch ein Showdown in der Geschichte bleibt nicht aus um die Geschichte abzurunden. Allerdings bleibt immer noch ausreichend Handlungsspielraum und offene Fragen, die den Leser gespannt machen auf den Dritten (und leider auch schon letzten) Teil, über den „Herrn der Anmerkungen“, der uns dann hoffentlich mit seinen lustigen Sprüchen und zahlreichen Anekdoten erneut herrliche Lesestunden bereiten wird!

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Dieser zweite Teil der Bartimäus-Trilogie wirkt auf mich etwas erwachsener, als der erste Band. Es kommt eine dritte Hauptperson hinzu: Kitty und sie ist für mich deutlich der Sympathieträger in der Geschichte. Nathanael, den ich im ersten Band noch ganz nett fand, hat sich zu dem entwickelt, was er eigentlich nie werden wollte. Dementsprechend unangenehm tritt er auch auf. Mir gefällt diese Entwicklung allerdings sehr gut, die Charaktere bleiben dadurch nicht blass und einseitig. Jemand einigermaßen Nettes bleibt halt nicht gezwungenermaßen sein Leben lang nett und Jonathan Stroud schafft es sehr gut, Nathanael beim Leser unbeliebt zu machen ;-) Da die Besonderheiten der "Dämonen" und der Zaubererwelt bereits im ersten Band ausführlich behandelt wurden, sind sie in diesem zweiten Band nur noch wenig Thema. Dafür stehen die Personen, besonders die "gewöhnlichen" Menschen im Vordergrund, der Blickwinkel ändert sich gegenüber Band 1 stark. Für ein Jugendbuch gibt es zwischen den beiden Buchdeckeln meiner Meinung nach übrigens eine schier unglaubliche Menge an Leichen.

Allgemein macht dieses Buch auf mich den deutlichen Eindruck ein mittlerer Band zu sein. Alles hängt irgendwie in der Luft und man weiß nicht so recht, wo die Reise denn nun hingehen wird. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den dritten Band!

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#1 Rezensent
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Die Geschichte von Nathaniel und Bartimäus geht weiter. Der junge Zauberer Nathaniel, den alle unter John Mandrake kennen, ist in der Zaubererhierarchie aufgestiegen. Er arbeitet nun für die Regierung im Ministerium für Innere Angelegenheiten. Seine wichtigste Aufgabe ist der Kampf gegen den Widerstand einiger "Gewöhnlicher". Bereits vor zwei Jahren hatte er mit Kitty, einem aufmüpfigen Mädchen, zu tun - doch er hat sie in keiner guten Erinnerung. Als schließlich große Teile Londons von einem unheimlichen Wesen zerstört werden, ruft er Bartimäus zu Hilfe - ein Dschinn, der sichtlich genervt ist, von der erneuten Beschwörung.

Zwei Jahre sind also vergangen, seitdem Nathaniel und Bartimäus das Geheimnis um das Amulett von Samarkand gelüftet und einen Attentäter der eigenen Reihen dingfest gemacht haben. Sollte man einige Begebenheiten des ersten Teils vergessen haben, so kann man beruhigt sein: Jonathan Stroud wiederholt die wichtigsten Eckpunkte und man kommt schnell wieder in die Geschichte rein. Dem Dschinn Bartimäus wird in "Das Auge des Golem" anfangs nicht so viel Platz eingeräumt - er musste weichen für eine dritte Hauptperson: Kitty Jones, die Widerständlerin. Dies wirkt sich insgesamt positiv auf die Geschichte aus, denn Kitty ist die einige Person, die fühlt und lebt und der Stroud den nötigen Tiefgang verleiht. Wir erfahren vieles über ihre Vergangenheit, ihre Gefühle, ihre Gedanken.

Im Gegensatz dazu bleibet anderes leider sehr oberflächlich. Stroud macht viel Aufhebens um die Beschreibung der Figuren bzw. der Kleidung, Mimik und Gestik. Aber das Innere erschließt sich in keinem einzigen Satz. Erschreckend! Möchte ich doch als Leserin wissen, was in den Figuren vorgeht oder möchte es zumindest selbst ergründen können. Kitty bildet - wie erwähnt - die Ausnahme, aber ansonsten erschienen die übrigen Charaktere als Schaufensterpuppen: Außen hübsch anzusehen, aber innen hohl. Auch die Widerstandsbewegung selbst bleibt blass: Man erfährt nur am Rande, wo sie sich treffen und wie sie leben (wenn überhaupt). Ansonsten treten sie fast nur in Erscheinung, wenn sie Widerstand leisten und Attentate durchführen.

Was mir ebenfalls aufgefallen ist: Es exisiteren fast keine positiven Gefühle in diesem Roman. Ausnahme bildet Kitty, der als _einzige_ Person andere Menschen nicht egal sind und die um Tote trauert. Dies macht das Buch insgesamt etwas düster. Was ich dabei umso faszinierender fand: Das Buch ließ sich wieder sehr schnell und flüssig lesen. Bartimäus und Kittys Dialoge retten die Geschichte dieses Mal und so ist trotz aller negativen Punkte ein enormer Lesespaß garantiert.

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(...)ein einfach geniales Buch...

Zwischen dem erster und dem zweiten Band der Bartimaeus-Triologie hat sich der Zaubererjunge Natanael drastisch verändert. Aus dem ängstlichen gehorsamen Bub ist ein selbstbewusstes (arrogantes) mehr oder weniger wichtiges Regierungsmitglied geworden. Nathanael arbeitet nun als persönlicher Assistent des Ministers für Innere Angelegenheiten. Als ihn die Regierung beauftragt,die sogenannte "Widerstandsbewegung" dingfest zu machen.

Zu gleicher Zeit wird London von einem geheimnisvollem Golem verwüstet.Als ihm die Regierung diese Anschläge in die Schuhe schiebt,weiß der junge Mann das seine große Bewährung bevorsteht.Das nicht nur seine Karriere davon abhängt sondern auch sein Leben.Ihm bleibt nichts anderes übrig und er ruft so erneut den wiederborstigen Dschinn Bartimaeus auf den Plan.Zu Barts.Leidwesen natürlich.Außerdem reist der Junge nach Prag was das Buch umso spannender macht(finde ich). Eine Neue Figur tritt auf: Kitty Jones eine energiegeladene Widerstandskämpferin.

Sie verleiht der Geschichte entscheidenden Tiefgang.Das Buch ist diesmal in 3 Teile geteilt.Im "Kitty-Teil" kommen mehr Empfinden,Leben und Gefühle vor.Das Leben der "Gewöhnlichen" wird gut geschildert und die Zauberer kommen dem (begeisterten)Leser nach und nach immer "böser" vor.Aus Nathanael ist ein (arroganter,selstbewusster)John Mandrake geworden.Die Beziehung Nath.-Bart.verschlächtert sich merklich.Es kommt oftmals zu Streiten zwischen den beiden. Bartimaeus das Auge des Golems hat mich(genauso wie die anderen Bartimaeus bände)dermaßen fasziniert das das Buch innerhalb kürzester Zeit zu meinem Liebsten aufgestiegen ist.Die Handlung hängt sehr zusammen und ist verwoben wie ein Netz.

Tut mir echt Leid aber ich kann dieses Buch eifach NICHT KRITISIEREN (!) Die Handlung ist ziemlich düster wird aber schwungvoll erzählt... (...)ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen...

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Zwei Jahre sind vergangen, seit Nathanael den Dschinn Bartimäus beschworen hat, um an das sagenumwobenen Amulett von Smarkand zu kommen. Der junge Zauberlehrling hat mittlerweile den beruflichen Einstig ins Innenministerium geschafft. Hier wartet jetzt eine große Aufgabe auf ihn: Nathanael soll endlich der Widerstandsbewegung ein Ende bereiten. Schwere Anschläge auf London machen die Angelegenheit noch dringlicher und Nathanael sucht Bartimäus´Hilfe...

Diesmal zeigt das Buch die Sichtweise von drei Personen: Bartimäus (ironisch-humorvoll wie immer), Nathanel (ehrgeizig wie immer) und Kitty (die wir bereits aus Teil I kennen). Durch Kitty gewinnt die Geschichte an Tiefe. Wir erfahren ihre persönliche Lebensgeschichte und wie sie zum Widerstand gekommen ist. Endlich spielen auch die „Gewöhnlichen“ eine Rolle. Für mich war sie der Hauptcharakter in diesem Buch. Nathanael versucht immer noch, seinen eigenen Weg zu finden und eifert in seinen Handlungsweisen seinen großen Zauberervorbildern nach. Das macht ihn nicht sympathischer, trotzdem gebe ich die Hoffnung noch nicht ganz auf...Bartimäus ist natürlich wieder das Highlight. Nachdem er sich anfangs recht rar gemacht hat, kommt er später mit dem üblichen Elan dazu. Nur er kann mich so zum Lachen und Schmunzeln bringen. Nach einem etwas zähen Anfang kommt die Geschichte in Fahrt und bringt Spannung und viele unvorhergesehene Wendungen mit sich.

Auch wenn die Charaktere, insbesondere Kitty, nicht so schwach wie im ersten Teil bleiben, fehlt mir trotzdem Tiefe in der Geschichte. Potential wird nur angekratzt, statt es voll auszuschöpfen.

Insgesamt ist das Buch absolut empfehlenswert (obwohl es für ein Jugendbuch recht brutal ist), da trotz der kleinen Schwächen die Stärken dominieren.

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