Brian Lee Durfee: Der Mond des Vergessens

Brian Lee Durfee: Der Mond des Vergessens

 
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Brian Lee Durfee: Der Mond des Vergessens
ET (D)
2018
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Forgetting Moon
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783608961416

Informationen zum Buch

Seiten
888

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Wir werden zu dem, für das wir uns halten, so wenigstens sagte Shawcroft gern.

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Handlungsort

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Unter den Göttern ist Streit entbrannt und zwingt den  Menschen einen fürchterlichen Krieg auf. Über das Meer kommen die fanatischen Anhänger des verstoßenen Gottessohnes Raijael, um die Gläubigen der alten Laijons-Religion zu unterwerfen. Irgendwo in den Landen hält sich der Waisenjunge Nail versteckt. Auf ihm ruht die heimliche Hoffnung auf Rettung.

Jovan, der älteste Sohn des gefallenen Königs, regiert  – von immer schlimmeren Wahnvorstellungen besessen – über Gul Kana. Verzweifelt versuchen seine zwei Schwestern sich ihm entgegenzustellen. Jondralyn lernt mit allen Mühen und Qualen die hohe Kunst des Schwertkampfs, während Tala ein Geheimnis lüftet, das nicht nur die Familie, sondern das ganze Land zu zerstören vermag. Kann das Königreich sowohl die Gefahren von innen als auch die Bedrohung durch die neue Religion Raijaels überstehen? Und hat das Schicksal des jungen Nail etwas mit einer uralten Prophezeiung zu tun?

Benutzerkommentare

2 Bewertungen

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4.2
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4.5  (2)
Sprache & Stil 
 
4.0  (2)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
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4.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Überraschend

Der junge Nail hat genug von seinem Leben. Er träumt von Abenteuern und Selbstbestimmung, nicht vom endlosen Schürfen ohne wirklichen Erfolg gemeinsam mit seinem Meister im Nirgendwo. Währenddessen regiert der von Wahnvorstellungen besessene Jovan über Gul Kana. Seine beiden Schwestern Jon und Tala versuchen verzweifelt, seine Herrschaft zu beenden. Zudem rückt die feindliche Armee immer näher …

Ich hatte nicht viele Erwartungen in Brian Lee Durfees Auftaktband gesetzt, doch meine Neugier siegte schlussendlich, was für eine Geschichte Klett-Cotta diesmal an Land gezogen hat. Und ich wurde überrascht. Doch fangen wir von vorn an.
Der Prolog schaffte es schon mal, meine Aufmerksamkeit zu fesseln, rettet dort doch ein geheimnisvoller Ritter das Leben eines Kindes. Shawcroft nimmt sich Liam an - und nach einem zeitlichen Sprung von einigen Jahren setzt dann die Handlung ein. Nial ist inzwischen erwachsen geworden und begehrt gegen seinen Meister auf, der seine Identität noch immer geheim hält. Die Geschicht wird aus mehreren Perspektiven zählt, beginnend mit Nial, dann folgen nach und nach die Angehörigen der Königsfamilie. Ich finde, die einzelnen Perspektiven sind Durfee ausnehmend gut gelungen. Er stürzt den Leser nicht gleich in einen Informationsstrudel, sondern lässt Zeit, sich zunächst erst mal mit einer Perspektive auseinander zu setzen, um dann eine neue Figur einzuführen. So handhabt er es mit jedem neuen Perspektivstrang, so wie ein Jongleur auch nicht gleich beginnt, mit zehn Kugeln jongliert.Das fand ich recht angenehm.
Nial ist ein typischer Jugendlicher, mit all seinen kleinen Rebellionen. Er verstößt gegen Shawcrofts Weisungen, verliebt sich in das falsche Mädchen - ich muss zugeben, ich habe ein wenig gebraucht, um mit ihm warm zu werden, aber er hat sein Herz auf dem rechten Fleck. Tala, die kleine Schwester des König, hat nichts besseres zu tun, als in den Geheimgängen des Schlosses umherzustreunen und Geheimnisse zu belauschen. Zunächst erscheint sie wie ein verwöhntes Gör, doch auch das sollte sich bald ändern.
Generell stellte sich die charakterliche Entwicklung der einzelnen Protagonisten für mich glaubhaft und mit der ein oder anderen überraschenden Wendung dar. Auch die Altersverteilung ist meiner Meinung nach gut gelungen - es sind nicht nur Jugendliche am Start, sondern auch genug reifere Persönlichkeiten, die die nötige Würze in die Geschichte bringen.

Der Spannungsbogen baut sich langsam aber stetig aus. Krieg überschwemmt das Land, an anderen Orten gilt es Geheimnisse aufzudecken. Trotz allem hatte ich nicht das Gefühl, dass an irgendeiner Stelle Langeweile aufgekommen wäre. Ganz im Gegenteil - ich habe das Buch recht schnell für den Umfang der Geschichte gelesen. Der Autor schafft den Spagat zwischen grausigen Beschreibungen und atmosphärischer Darstellung ziemlich gut. Wenn ständig nur Blut spritzt, ohne, dass das Gemetzel etwas zur Handlung beiträgt, stumpfe ich für meinen Teil recht schnell ab. Bei diesem Buch war es jedoch nicht der Fall.

Das einzige, was mir persönlich kritisch aufgefallen ist, war, dass der Autor dazu neigt, jede auftauchende Person zu Anfang minutiös zu beschreiben. Das kann auf die Dauer auch etwas ermüdend werden. Zum Glück hat er es gegen Ende gelassen.

Alles in allem bin ich sehr gespannt auf den nächsten Teil. Es war nicht das martialische Gemetzel, wie ich eingangs befürchtet hatte, sondern ein schönes High-Fantasy Buch im Mittelalterlichen Setting mit Charakteren, mit denen man mitfiebern und die man lieben oder hassen kann. Ich für meinen Teil hatte mit diesem Buch viele schöne Lesestunden und empfehle mit 4,5 Sternen weiter.

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High Fantasy

„Der Mond des Vergessens – Die fünf Kriegerengel“ ist der erste von zwei Bänden und das High-Fantasy Debüt von Brian Lee Durfee. Der Autor hat hier eine komplexe Fantasy Welt geschaffen.
Der Einstieg in die Handlung fiel mir anfangs nicht ganz leicht. Man ist gleich mittendrin im Geschehen in dieser neuen Fantasy-Welt. Es gibt Streit zwischen den Göttern, Krieg zwischen den Menschen der fünf Inseln, fanatische Anhänger des verstoßenen Gottessohnes Raijael, ein Waisenjunge namens Nail und eine uralte Prophezeiung. Die fünf Waffen Laijons spielen eine wichtige Rolle. Der Mond des Vergessens ist eine Axt.
Hinten im Buch gibt es noch eine kurze Historie der fünf Inseln, ein Namensverzeichnis (in dem ich auch zwischendurch immer mal geblättert habe) und noch eine Karte der fünf Inseln.
Anfangs fiel es mir etwas schwer durchzublicken, wer zum wem gehört, die ganzen Intrigen, wer sind die Guten und wer die Bösen oder Verräter. Die Handlungsstränge wechseln zwischen den Menschen der fünf Inseln hin und her. Nails Erlebnisse haben mir dabei am besten gefallen und auch die Charaktere an seiner Seite aus Galgenhafen.
Anfangs fand ich einige Kapitel etwas langatmig, die Spannung nahm jedoch immer mehr zu. Einiges ist auch sehr brutal beschrieben, also nichts für Zartbesaitete. Die Krieger vom Engelsprinzen gehen besonders brutal vor und es gibt auch noch Arena-Kämpfe.
Das Buch hat fast 900 Seiten, sehr komplex, dazu eine ganz neue Welt, sehr viele Namen, die Handlung springt hin und her. Wenn man sich viel Zeit nimmt und in die Geschichte eintaucht, wird man spannend unterhalten. Ich bin jedenfalls neugierig, wie es weitergeht im nächsten Band.

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