Burkhard P. Bierschenck, Petra Mattfeldt: Schattenfeuer

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Burkhard P. Bierschenck, Petra Mattfeldt: Schattenfeuer
Untertitel
Fantasy-Stories
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
ISBN-13
9783956690617

Informationen zum Buch

Seiten
180

Sonstiges

Originalsprache
deutsch

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Die Preisträger des DrachenStern-Fantastik-Preises 2015 in der Kategorie Fantasy in einer Anthologie versammelt! Völlig neue Welten und das lockende Unbekannte: DrachenStern steht für Originalität und Qualität der fantastischen Erzählungen. Anspruchsvolle und talentierte Autoren fesseln ihre Leser mit fantasievollen Stories: überzeugend, spannend, gut recherchiert und vor allem - innovativ! Herausgegeben von Petra Mattfeldt und Burkhard P. Bierschenck: "Schattenfeuer" mit den besten Fantasy-Kurzgeschichten

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Gelungene Mischung aus fantastischen Stories

Kurzgeschichten in der Fantasy sind für mich immer eine spannende Sache; lebt doch dieses Genre von ausschweifenden Beschreibungen, langen Reisen und epischen Geschichten. Diese Elemente in eine Kurzgeschichte zu packen und in aller Kürze aufleben zu lassen, erfordert ein ganz besonderes Händchen. Die verschiedenen Autoren von "Schattenfeuer" haben dies in den unterschiedlichsten Varianten verwirklicht und dadurch ein sehr abwechslungsreiches Leseerlebnis geschaffen. Mir hat das Lesen der Anthologie sehr viel Freude bereitet, und auch wenn mir manche Geschichten mehr und andere wieder weniger gefallen haben, langweilig wurde mir dabei nie.

Wilfried Abels - Wenn der Mond im Blut erwacht
Eine schöne Studie über das Innenleben eines Werwolfs und seine Zähmung durch zwei Hexen; überzeugend dargestellt und am Ende nachdenklich machend

Ulrich Borchers - Auf die Größe kommt es an
Intelligente Geschichte mit Moral um einen pfiffigen Zauberlehrling und seinen kleinen Drachen, für mich hat es super funktioniert und liess sich wunderbar lesen.

Jens-Philipp Gründler - Die Auslöschung des Ghouls
Okkultes Beschwörungsdrama mit überraschendem Ausgang, aber leider nicht so ganz mein Ding

Anke Höhl-Kayser - Schwarzfeuer
Ein Riss in der Realität sorgt für Science-Fiction-Feeling, fand ich nett konstruiert, aber nicht so wahnsinnig packend.

Jasper John - Die Geburt des neuen Zeitalters
Mit dieser mystischen Geschichte rund um die Geburt eines ganz besonderen Wesens konnte ich nur sehr wenig anfangen, obwohl ich die Botschaft dahinter durchaus verstanden habe.

Simon Käßheimer - Die Smooths
Witzige Interpretation über das Leben nach dem Tod, fand ich sehr phantasievoll

Dana Lione - Hoppla, eine Seele
Faszinierend zu lesende Selbstbetrachtung eines ehemaligen Menschen, allerdings fehlte mir eine Pointe

Valerie Loe - Ignis
Tolle Drachengeschichte, die wunderbar funktioniert und Bilder entstehen lässt - davon würde ich auch mehr lesen

Lyakon - Der Tempel auf der Teufelsley
Wenn mich auch die Grundidee überzeugt, war die Geschichte selbst mit ihren Bezügen zu einer alten Sage aus der Eifel doch sehr trocken zu lesen.

Dörte Müller - Böser Zwilling
Hier sind mir eindeutig zu wenige phantastische Elemente enthalten; das ist doch eher ein Krimi als eine Fantasy-Storie. Als solcher gar nicht so übel.

Patricia Rieger - Nebelflammen
Hier punktet vor allem die intensive Figurenzeichnung und der Gedanke der Völkerverständigung - sehr gelungen!

Barbara A. Ropertz - Das ewige Bernsteinfeuer
Der Siegerbeitrag. Mir gefiel vor allem das Setting und die mythische Stimmung rund um die Nixen in der Müritz; die Geschichte selbst erschien mir etwas unfertig.

Markus Sapel - Bauernopfer
Mit dieser kurzen, mittelalterlich anmutenden Sequenz konnte ich gar nichts anfangen, das war einfach zu kurz.

Boris Schneider - Warum Magier keine Familien haben
Humorvolle Geschichte um einen Zauberer der Neuzeit und seine Probleme, Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen. Funktioniert.

Angela Stoll - Das Weibstück
Intrigenspiel der Götter, am Ende zum Wohle der Menschen - das hat mir auch sehr gut gefallen

Claudia Timpen - Magie der alten Zeit
Der Kampf der Magier gegen den uralten Dämon Schattenfeuer, zielsicher in Szene gesetzt und wunderbar bildhaft dargestellt.

Markus Veith - Merlin
Merlin führt einen Monolog und stellt die Welt, wie wir sie kennen, auf den Kopf. Ein faszinierendes Stück Literatur, sprachlich auf hohem Niveau und für mich ein Höhepunkt der Anthologie.

Alexander Weiz - Der Planet der Schmetterlinge
Märchenhaft anmutende Parabel mit einer bildhaften Sprache, die Kopfkino zaubert.

Fazit: was meine persönlichen Lesevorlieben betrifft, liefert die Anthologie ein sehr breite Bandbreite von sehr guten bis akzeptablen Geschichten, einen absoluten Flop konnte ich nicht ausmachen. Meine Einzelbewertungen führen zu einer Durchschnittsbewertung von gut 3 Sternen, für die tolle Idee lege ich noch einen Stern drauf und freu mich darüber, dass auf der Velagshomepage eine Wiederholung des Schreibwettbewerbs angekündigt ist. Ich bin als Leserin auf alle Fälle mit dabei, wenn es wieder so weit ist.

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Shortlist des DrachenStern-Fantastik-Preises 2015

Inhalt
Der DrachenStern-Fantastik-Preis wird vom DrachenStern-Verlag in den Kategorien Science Fiction und Fantasy vergeben. In der hier vorliegenden Anthologie sind die Kurzgeschichten, die es im Bereich Fantasy auf die Shortlist 2015 geschafft haben, enthalten.

Meine Meinung
Ich mag Kurzgeschichten und ich mag Fantasy ... dieses Buch ist also wie geschaffen für mich. Einige Geschichten finde ich auch wirklich gelungen. Ich habe sie gerne gelesen und jede Menge Spaß dabei gehabt. Andere wiederum haben mir so gar nicht gefallen und ich habe mich gewundert, warum sie überhaupt veröffentlicht wurden.

Für die Bewertungen der einzelnen Texte habe ich folgenden Bewertungsmaßstab verwendet:

++ Große Klasse!
+ Gute Geschichte!
0 Naja ...
- Muss man nicht gelesen haben
-- Ab in die Tonne!

Wenn der Mond im Blut erwacht – Wilfried Abels +
Ein guter Einstieg in die Kurzgeschichtensammlung. Ein junger Mann leidet an einer seltsamen Krankheit und wird von zwei mysteriösen Damen gepflegt. Auch wenn die Krankheit und die Berufung der zwei Damen für den Leser nicht soo undurchschaubar sind, wie vielleicht vom Erzähler gedacht, ist die Geschichte doch recht unterhaltsam.

Auf die Größe kommt es an – Ulrich Borchers 0
Eine dystopische Welt, in der der Überschuss an jungen Männern durch eine tödliche Prüfung reguliert wird ... durchaus spannend und einfallsreich, leider auch ein wenig vorhersehbar.

Die Auslöschung des Ghouls – Jens-Pilipp Gründler --
Diese Geschichte hat mir leider gar nicht gefallen. Der Leser darf an der Vernichtung eines Avatars mit Hilfe esoterischer und religiöser Macht teilhaben. Ich hatte jedoch ständig das Gefühl, eigentlich an einem sexuellen Akt zwischen einem Dom und einem Sub beteiligt zu sein ... irgendwie verstörend!

Schwarzfeuer – Anke Höhl-Kayser 0
Mysteriöse Dinge geschehen im Dorf: Tiere und jetzt auch noch die Tochter des Lehrers verschwinden. Ein junger Mann macht sich auf die Suche und entdeckt Unglaubliches. Eine gute Geschichte, deren Ende mir allerdings zu schnell und zu einfach ablief. Vielleicht wäre für diese Handlung eine lange Fassung besser geeignet.

Die Geburt des neuen Zeitalters – Jasper John +
Hier wird dem Leser ein sehr düsteres Szenario geboten, das etwas an die Ankunft Satans auf der Erde erinnert. Abgesehen vom letzten Absatz (niemand braucht am Ende einer Kurzgeschichte noch eine Erklärung, das offene Ende macht ja gerade den Reiz aus) hat mir die Geschichte gut gefallen.

Die Smooths – Simon Käßheimer --
Ich frage mich, wie es diese Geschichte auf die Shortlist geschafft hat. Die Sprache und der Schreibstil sind grauenvoll, die Beschreibungen nichtssagend. Über die Kommasetzung und Grammatik wollen wir gar nicht erst sprechen. Auch inhaltlich gibt der Text nicht viel her, so dass ich mich wirklich durch die 14 Seiten quälen musste.

Hoppla, die Seele – Dana Lione 0
Eine Kurzgeschichte, wie sie sich gehört: quasi keine Einleitung, wenig Erklärungen und ein offenes Ende. Allerdings auch kein Höhepunkt.

Ignis – Valerie Loe +
Eine Feuernymphe versucht, die Drachen wieder herbeizurufen, die vor langer Zeit verschwunden sind. Eine gute Geschichte, die außerdem angenehm zu lesen ist.

Der Tempel auf der Teufelsley – Lyakon 0
Es hat etwas gedauert, bis ich mich auf die Sprache und den Inhalt eingestellt hatte … leider war dann die Hälfte der Handlung schon vorbei. Eine etwas weniger gestelzte Sprache hätte der ansonsten interessanten Handlung bestimmt gutgetan.

Böser Zwilling – Dörte Müller +
Hier hat es mich stellenweise richtig gegruselt. Dass die Auflösung dann gar nicht soo fantastisch war, hat mich aber ein bisschen gestört. Trotzdem eine gute Geschichte mit Schauergarantie!

Nebelflammen – Patricia Rieger ++
Endlich eine Geschichte, an der ich nichts auszusetzen habe. Eine kluge Handlung, die mir einfach nur Spaß gemacht hat und aus der man zusätzlich auch noch etwas lernen kann. Sehr schön!

Das ewige Bernsteinfeuer – Barbara A. Ropertz ++
Die Gewinnergeschichte und ich muss sagen: Verdient! Eine Nixe entführt alle 100 Jahre einen Menschenmann, um ihn sich als Liebhaber zu halten. Doch nicht alle wollen sich das gefallen lassen. Ich fand die Handlung spannend, den Sprachstil gelungen und die ganze Komposition einfach rund. Super!

Bauernopfer – Markus Sapel +
Sehr kurz (2 Seiten), aber manchmal reicht das auch, um eine Geschichte zu erzählen. Mir hats gefallen.

Warum Magier keine Familie haben – Boris Schneider ++
Eine sehr lustige Geschichte über einen Magier, der auf seinen kleinen Sohn aufpassen muss. Ich habe mehrmals laut lachen müssen, der Text ist einfach spaßig!

Das Weibsstück – Angela Stoll +
Toller Text über eine arme, alte Dame, hinter der mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat. Spannend!

Magie der alten Zeit – Claudia Timpen +
Ein schlafender Drache wird geweckt und mit ihm ist nicht zu spaßen. Gut geschrieben und gut zu lesen.

Merlin – Markus Veith +
In diese Geschichte musste ich mich erst reinfinden. Anfangs war die Erzählung etwas anstrengend zu lesen, aber mit der Zeit wurde es immer besser und interessanter. Auch die Idee fand ich gelungen.

Planet der Schmetterlinge – Alexander Weiz 0
Eine wunderbare Vorstellung: ein Planet, auf dem nur Schmetterlinge leben und deren Kultur aufs Schönste beschrieben wird. Doch der weitere Verlauf der Handlung konnte mich nicht wirklich überzeugen, es war einfach zu viel Stoff für eine Kurzgeschichte.

Insgesamt ein recht durchwachsenes Leseerlebnis, das aber gerade gegen Ende hin immer besser wurde. Das Korrektorat hätte noch etwas sorgfältiger arbeiten können. Ich bin da aber auch sehr kritisch, viele Leser wird das wahrscheinlich gar nicht so stören. Für das Gesamtbild vergebe ich 3 Sterne.

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