Christopher Husberg: Frostflamme

 
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Christopher Husberg: Frostflamme
Verlag
ET (D)
2016
Ausgabe
Taschenbuch (Broschiert)
Originaltitel
Duskfall
ET (Original)
2016
ISBN-13
9783426519202

Informationen zum Buch

Seiten
704

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Bahe stand am Bug seines Fischerbootes und hatte eine kleine Öllampe in der Hand.

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Handlungsort

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An einem eisigen Morgen ziehen zwei Fischer einen schwerverletzten Mann aus dem Golf von Nahl. Noth, wie sie den Fremden nennen, leidet unter Erinnerungs-Verlust und weiß nicht, wer er ist.
Winter ist eine junge Frau aus dem Volk der Tiellan, das gerade erst Jahrhunderten der Unterdrückung entkommen ist. Sie verliebt sich in den Fremden, aber auch sie verbirgt ein Geheimnis: Die Droge Frostflamme verleiht ihr magische Macht, die Magie zerstört sie langsam aber auch.
Als die beiden am Tag ihrer Hochzeit von einem Dutzend Bewaffneter angegriffen werden, die die Tiellan töten und Noth entführen wollen, wird klar, dass er sich den Dämonen seiner Vergangenheit stellen muss – denn wenn er nicht herausfindet, wer er in Wirklichkeit ist, kann es für ihn keine Zukunft geben …

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Ein vielschichtiger High Fantasy Auftakt!

Noth und Winter heiraten, doch während der Zeremonie dringen Bewaffnete ein und es kommt zu einem Kampf mit mehreren Toten. Noth ist für einige davon verantwortlich, doch er hat keine Ahnung, wie und wo er gelernt hat, so zu kämpfen. Seit Winters Familie ihn schwerverletzt aus dem Meer geborgen hat, hat er keine Erinnerung an seine Vergangenheit. Er fürchtet nun, eine Gefahr für Winter und ihr Dorf zu sein und verlässt sie, um herauszufinden, wer er eigentlich ist. Doch Winter akzeptiert seinen Weggang nicht und reist ihm nach. Dabei begegnet sie zwei mysteriösen Fremden, die in ihr mehr entdecken, als ihr bisher selbst bewusst war.

Ein dritter Handlungsstrang dreht sich um die Priesterin Cinzia, die aufgrund beunruhigender Nachrichten nach Jahren zum ersten Mal zu ihrer Familie nach Hause kommt und dort feststellen muss, dass ihre Schwester offenbar zur Ketzerin gegen ihren Glauben geworden ist.
Diese drei Hauptpersonen und eine ganze Reihe Nebenfiguren lernen wir kennen und begleiten sie auf ihren Wegen, die aufeinander zulaufen und irgendwann miteinander verschmelzen. Für ein High Fantasy Buch fand ich die Schauplätze und Personen noch recht übersichtlich, dennoch ergibt sich eine durchaus komplexe Handlung. Zu Beginn wird einiges als gegeben vorausgesetzt, das sich erst nach und nach ergibt, so wie die verschiedenen Völker, Religion und Magie. Im weiteren Verlauf folgen aber immer mehr Erklärungen und Beschreibungen, so dass sich ein stimmiges Bild der Welt und ihrer Bewohner zusammensetzt.

Ich habe das Buch trotz der gut 700 Seiten in Rekordzeit gelesen und freue mich nun schon auf die Fortsetzung, die laut Verlag im Mai 2018 erscheint und „Feuerstunde“ heißen wird.

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Fantasy die verzaubert

Frostflamme - Die Chroniken der Sphaera, ein wirklich vielversprechender erster Teil einer neuen Fantasyreihe, der mich von Anfang an verzaubert hat.
Das Buch beginnt mit drei verschiedenen Erzählsträngen, einer befasst sich mit Noth, einem Mann, der seine Vergangenheit vergessen hat. Er versucht sich ein neues Leben aufzubauen, aber schnell holt ihn die Vergangenheit ein und es wird klar, das er eine gefährliche Vergangenheit hat, die meist ziemlich düster war.
Der nächste Erzählstrang handelt von Winter, die Noth heiratet und eine Tiellanerin ist. Diese Rasse wird als Elfen beschimpft und unterdrückt, obwohl es aus der Sklaverei schon lange befreit wurde.
Auch Winter hat ihre Geheimnisse und hat ungeahnte Fähigkeiten, die sie aber einen hohen Preis kosten.
Dann gibt es noch Cinzia eine Priesterin, die nach vielen Jahren das erste mal nach Hause kommt und dort feststellen muss das ihre Familie zu den Ketzern gehört.
Mir persönlich haben alle drei Erzählstränge sehr gut gefallen und die einzelnen Figuren haben die Geschichte wirklich bereichert. Die Charaktere sind mir in kürzester Zeit wirklich ans Herz gewachsen und mein absoluter Liebling ist Astrid, ein Vampir im Körper eines kleinen Mädchens.
Christopher Husberg hat es wirklich toll hinbekommen, wie die einzelnen Stränge sich immer weiter verbunden haben und eine so tolle Fantasygeschichte dabei herausgekommen ist.
Manche Szenen sind doch etwas blutiger und es gibt auch ziemlich viele Verluste. Die Abhängigkeit von Drogen hat er auch erschreckend realistisch in die Story einfließen lassen, genau in der Form wie es zu dieser Geschichte gepasst hat.
Stellenweise ist es natürlich nicht ganz so einfach, alles zu verstehen, aber ich finde das man schön langsam in die Story rein wächst und nach und nach immer mehr versteht. Da es sich hier um den ersten Teil handelt, bleibt natürlich sehr viel offen und ich mit vielen Fragen zurück. Ich kann nur hoffen das der zweite Teil bald kommt, denn Christopher Husberg hat mit diesem Buch einen neuen Fan bekommen, der die Story auf jeden Fall weiter verfolgen möchte.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen und es war immer alles fließend zu lesen. Die Charaktere wurden so toll beschrieben und sind nach und nach in die Geschichte gekommen, das ich fast keine Probleme mit den Protagonisten hatte. Sie haben mich zum schmunzeln gebracht und zum nachdenken, ich habe mit ihnen mitgezittert und mich mit ihnen gefreut..............................sie sind einfach unglaublich lebensecht beschrieben.

Eine klare Leseempfehlung für einen Grandiosen Fantasy Auftakt, der mich verzaubert hat.

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Tolles Debut

Um einen guten Fantasy-Roman zu schreiben braucht es weit mehr Inkredenzien, als der flüchtige Betrachter im ersten Augenblick wohl vermutet. Es genügt bei Weitem nicht, dass der Autor einfach eine hübsche Karte eines erfundenen Landes anlegt, durch das die Protagonisten später einmal quer durch reisen werden. Dazu eine Handvoll Akteure mit möglichst exotischen vielleicht gar unmöglich aussprechbaren Namen, von denen der ein oder andere magische Fähigkeiten hat, die er dann zum Wohle aller auch anwenden wird. Und ein paar fantastische Wesen dürfen auch nicht fehlen.

All dies hat „Frostflamme“ natürlich auch – mehr oder weniger. Aber der Autor gehört zu denen, die erkannt haben, dass ein guter Fantasy-Roman so viel mehr braucht. Und von diesen Zutaten hat er eine Fülle, die mich schnell begeistert haben.

Da sind einmal die facettenreichen Charaktere. Hier gibt es keine Schwarz-weiß-Malerei. Hier gibt es Stärken und Schwächen, mit denen die Protagonisten zu kämpfen haben – und auch der Leser, der zwar schnell zwei, drei Helden ausmachen kann, der aber auch mit den dunklen Seiten leben muss, die diese Helden oder Heldinnen haben und auch ausleben. Dazu kommt ein starkes Beziehungsgeflecht; ein weit verzweigtes Netz, welches ständig erweitert, neu geknüpft, auch mal zerrissen wird. Die Zuneigung der Protagonisten zueinander ist nicht eindimensional sondern kompliziert und unterliegt wie die Charaktere einer Entwicklung, die durchaus noch ein paar Bände mehr füllen kann.

Interessant ist auch die politische und soziale Komponente in diesem Buch. Die Darsteller leben in einer mittelalterlich anmutenden Welt, die durch den Glauben und den Aberglauben bestimmt wird und in der starke Führer das Volk lenken, aber den Menschen – und anderen Wesen – dadurch auch wenig Freiraum gewähren wollen. Die Regeln und Gesetze sind streng, die Strafen teils sehr drakonisch.

Und dann gibt es noch die Feinheiten in dieser Fantasy-Geschichte. Die, die das Leserherz erst höher schlagen lassen. Die, die aus einem guten, einen sehr guten Roman machen. Die, die mich an einer Geschichte fesseln und so überzeugen, dass ich nach dem ersten Band schon auf die Fortsetzung lechze. Und davon hat „Frostflamme“ reichlich:
Dass der Held erst mal ohne Gedächtnis rumläuft und der Leser mit ihm zusammen versuchen muss, die Wahrheiten rauszufinden, die sein Schicksal bestimmen werden. Dass die Liebesgeschichte eigentlich erst in den Anfängen ist, obwohl die beiden ziemlich schnell verheiratet sind und dass es Krisen und Unsicherheiten gibt, wie in einem guten Beziehungsroman. Dass neben den beiden Hauptdarstellern noch ein paar wirklich unterhaltsame Figuren das Buch bevölkern und mein Herz im Sturm erobert haben. Dass die Dialoge anregend, glaubwürdig und mit Wortwitz waren und zur Spannungsmaximierung der Handlung eingesetzt wurden. Dass die Magie und Phantasie wohl dosiert eingesetzt wird und fast unmerklich vorhanden ist. Hier wird nicht gleich wild drauflos gezaubert sondern man hat das Gefühl, dass der Autor sein „Feuer“ wohldosiert einsetzt und nicht gleich die ganze Munition im ersten Teil verpulvert.

Ein hervorragendes Debut. Frostflamme hat mich restlos überzeugt. Bitte baldmöglichst die Fortsetzung.

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