Simone Keil: Corvidæ

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Simone Keil: Corvidæ
ET (D)
2012
Ausgabe
E-Book
ISBN-13
B008BVN08O

Informationen zum Buch

Seiten
260

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Großmutter Rose starb an einem sonnigen Herbsttag.

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Handlungsort

Handlungsorte
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Ein mysteriöses Dorf im Moor. Die Bewohner scheinen einer anderen Epoche entsprungen zu sein. Sie sind ungewöhnlich, sonderbar. Andersartig. Risse in der Realität haben die Welten wandelbar gemacht. Nichts ist mehr sicher, alles kann sich ändern. Selbst die Vergangenheit. 

Eine junge Frau begibt sich auf eine gefährliche Reise, die sie in ihre Vergangenheit führt, in Welten, die keinen Bestand mehr haben, und tief in sich selbst.

Autoren-Bewertungen

1 Bewertungen

Surreale Geschichte mit zu wenige Erklärungen
Gesamtbewertung 
 
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Die Schwestern Cat und Lizzie treffen sich nach dem Tod ihrer Großmutter in deren Haus wieder, um das Vermächtnis ihrer Großmutter zu regeln. Als bei einem Waldspaziergang ein Unwetter aufzieht, verirren sich die beiden Schwestern in ein Dorf. In diesem Dorf ist jedoch nicht alles so wie es scheint und relativ schnell verlieren sich die Schwestern in dem Dorf, in der Zeit und in ihrer eigenen Geschichte.

Dieses Buch lässt sich wohl mit einem Wort, nämlich surreal, ganz gut überschreiben. Fängt es noch "gewöhnlich" an, entwickelt es sich sehr schnell zu einer surrealen Reise durch die Zeit und der Leser springt mit Cat von einer Surrealität zur anderen. Dabei wurde für mich zu wenig erklärt und so habe ich mich sehr schwer getan dem Verlauf der Geschichte zu folgen. Einiges klärt sich im Laufe des Buches, viele Fragen, die sich mir gestellt haben, blieben aber unbeantwortet und zu vielen Begebenheiten, Zeitreisen etc. haben mir einfach zu viele Hintergründe gefehlt.

Die Erzählperspektive ist dabei aus der 3. Person verfasst, springt aber teilweise im Fokus von Cat zu Lizzie. Dies war einerseits für mich ganz spannend, da so auch Lizzie nie komplett von der Bildfläche verschwunden ist, andererseits hat mich auch ihre Geschichte oft sehr verwirrt und auch jetzt habe ich vieles an ihrem Handlungsstrang noch nicht ganz verstanden.
Gleichzeitig fließen Erinnerungen an die Erzählungen von der Großmutter in die Handlung mit ein, was ich als Idee sehr gut fand. Jedoch waren auch diese Erzählungen oft nur bruchstückhaft, vieles blieb offen und so musste ich auch hier sehr viel rätseln, was das jetzt alles zu bedeuten haben könnte.

Cat und Lizzie blieben dabei relativ blass und für mich und in ihren Handlungen oft nicht mehr nachvollziehbar. Einige der Nebencharaktere waren sehr interessant und haben die Geschichte gut ergänzt, blieben mir aber oft auch viel zu blass und ihre Beweggründe nicht immer offensichtlich dargestellt.

Die Idee dieses surrealen Romans, gefällt mir sehr gut und ich brauche auch nicht immer zwanghaft eine ausführliche Erklärung. In diesem Buch gab es aber für meinen Geschmack zu wenig Erklärungen und so blieb für mich vieles einfach ein großes Rätsel und auch nach beenden des Buches waren noch viele Fragezeichen offen.

Alles in allem konnte mich dieses Buch leider nicht ganz überzeugen.
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Benutzer-Bewertungen

3 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
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Plot / Unterhaltungswert 
 
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Kommentare
Simone Keil - Corvidae
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5.0
Charaktere 
 
4.0
Sprache & Stil 
 
4.0
Inhalt:

Der Tod der Grossmutter trennte die Zwillinge Cat und Lizzie, da Lizzie sich in sich selbst zurückzog. Jahre später treffen sich die Geschwister wieder, um das Haus der Grossmutter zu verkaufen. Doch sie ahnen nicht, dass dies der Beginn einer Reise in fremde Welten, ihre Psyche und andere Realitäten sein wird. Denn die Geschichten der Grossmutter schienen nicht bloss Geschichten gewesen zu sein...

Meine Meinung:

"Corvidae" von Simone Keil ist kein Buch für jedermann, dies sei bereits hier erwähnt. Nicht jeder mag diese Art von Geschichte. Für mich jedoch ist es genau der richtige Lesestoff.

Es ist ein Buch, das die Realitäten verdreht, ein Buch, das Fragezeichen durch die Luft wirbelt und der Leser in Fragen ertrinkt. Mir gefällt die Reise in die eigene Psyche, mir gefällt es, wenn nicht alles gleich Sinn ergibt, mir gefällt es, wenn alles anders wird. Und mir gefällt es, wenn mir ein Buch im Kopf bleibt, weil ich auch bis zum Schluss nicht alle Rätsel lösen konnte.

Aber eben, nicht jedem gefällt das.

In "Corvidae" springt man von Ebene zu Ebene, von Realität zu Realität. Aufgrund eines schrecklichen Vorfalls verändern sich die Welten, sie verschmelzen, was eigentlich nie hätte sein dürfen. Cat macht sich auf, um die geheimnisvolle Agnes zu retten und das Mädchen zu finden, das die Risse in den Welten wieder flicken kann. Dann sind da natürlich noch die Raben und, und, und...

Simone Keil mag noch nicht auf dem Niveau eines Haruki Murakami sein, aber das muss sie auch nicht. Mich hat das Buch gepackt und ich hab es, schlicht gesagt, verschlungen. Wenn Fragen auftauchten - einfach weiterlesen. Bis zum Schluss. Und nein - ich kapier das Ganze noch immer nicht so recht und ich studiere immer noch. Find ich gut. Find ich sehr gut.

Doch wie gesagt, hier nutzt es, wenn man die persönlichen Lesevorlieben von sich selbst gut kennt. Ich konnte sofort sagen, dass mir dieses Buch bestimmt gefallen wird. Der Rückentext reichte mir völlig aus und ich durfte Recht behalten.

So viele tolle, spannende, wirre Dinge geschehen in diesem Buch! Für manche Leser mag es zu viel sein, aber ich finde, es passte perfekt in die Geschichte. Cats Erlebnisse erinnern an einen Strudel, auch der Leser wird durcheinander gewirbelt, alles wird auf den Kopf gestellt und gleich wieder verdreht. Deshalb passt für mich auch das Tempo, in welchem "Corvidae" erzählt wird - Cat selber hat gar nicht die Zeit, sich auszuruhen und nachzudenken. Wieso also dem Leser dieses Privileg gönnen?

Für mich war der Ritt auf dieser Achterbahn herrlich, es hat im Bauch gekribbelt und ich konnte jauchzen und die Arme in die Luft werfen. Anderen Leuten dagegen wird nur schon vom Zuschauen übel. Also gut überlegen, ob das Buch etwas für einen ist!

Fazit:

Eine wirre Geschichte mit vielen Anfängen und Enden und überhaupt allem Möglichen und Unmöglichen. Jap, sowas lese ich doch gerne!
J
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phantastisch verwirrend- verwirrend phantastisch?
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Charaktere 
 
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Sprache & Stil 
 
5.0
Corvidae

Inhalt:
Die Zwillingsschwestern Cat und Lizzie treffen sich viele Jahre nach dem Tode ihrer Großmutter in deren Haus, um sich über die Zukunft des Hauses zu unterhalten. Der Tod der Großmutter hat die beiden Frauen entzweit und so verspricht auch das Treffen nicht ganz einfach zu werden. Denn Cat hängt an dem Haus, das Lizzie einfach so schnell wie möglich verkaufen möchte. Mit einem gemeinsamen Spaziergang durch den angrenzenden Wald möchte Cat Lizzie an die vielen schönen Momente erinnern, die sie in dem Haus und dem Wald verbracht haben. Doch es zieht ein Unwetter auf und die beiden finden in einem verwunschenen Dorf Unterschlupf. Hier scheint die Zeit still zu stehen. Doch nicht nur das. Cat und Lizzie vergessen schnell ihr bisheriges Leben. Was hat es mit dem Dorf auf sich? Was hat es mit den vielen ungewöhnlichen Bewohnern auf sich? Haben eventuell die vielen Raben mit der Geschichte zu tun?

Meine Meinung:
Simone Keil schafft von Beginn des Buches an eine sehr mystische Atmosphäre. Man merkt sofort, dass man quasi in eine andere Welt eintaucht. Der Leser erfährt leider nicht viel über die Hauptperson Cat und so fiel es mir anfangs sehr schwer, mich in sie hineinzuversetzen. Ich habe einen gewissen Abstand gewahrt, war eher Beobachter als Teilnehmer, aber das empfand ich nicht als störend, denn die sehr bildhafte und angenehm zu lesende Sprache, katapultiert den Leser ja dennoch mitten ins Geschehen.
Die Geschichte nimmt immer wieder völlig ungeahnte und nicht vorhersehbare Wendungen und lässt die unglaubliche Phantasie der Autorin durchscheinen. Soviel sei gesagt, man hüpft durch Risse in der Welt von Ebene zu Ebene. Für mich waren die Sprünge aber zu keiner Zeit verwirrend, was ich wirklich gut fand. Ich habe oft geschmunzelt und mich wirklich gut unterhalten gefühlt. Was mir weniger gefiel war, dass ich am Ende des Buches irgendwie nicht so ganz wusste, auf was denn nun die Geschichte hinauslief. Ich habe sie zwar verstanden, aber viele Rätsel und Fragen blieben offen und das finde ich immer schade.

Fazit:
Dieses Buch ist Geschmackssache. Ich habe es sehr gerne gelesen, muss aber leider Sterne abziehen, da ich persönlich es vorziehe, wenn alle Fragen und Rätsel gelöst werden. Wer aber gerne Bücher liest, die rätselhaft bleiben und viel Spielraum für eigene Überlegungen und Erklärungen lassen, dem wird dieses Buch sehr gut gefallen

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Feuerwerk der Fantasie
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Sprache & Stil 
 
4.0
Das Titelbild zeigt ein Tagebuch über dessen Seite schräg der Buchtitel und der Name der Autorin geschrieben wurde. Der Rabe, der über einem alten Haus kreist und der düstere Himmel passen ausgezeichnet zum Text auf der Rückseite des Buches.

Die beiden Schwestern Cat und Lizzie, welche sich jahrelang nicht begegnet sind, erben das Haus ihrer Großmutter. Dort haben sie als Kinder oft die Ferien mit der alten Dame verbracht, die von wundersamen Dingen zu berichten wusste.
Bei einer Wanderung erleben die Geschwister den Anfang einer Reise, wie sie verwirrender und fantasievoller nicht sein könnte.
Ein Feuerwerk an mysteriösen, gewöhnlichen, außergewöhnlichen, abschreckenden und witzigen Kreaturen und Figuren beherrschen die unzähligen, miteinander verknüpften Ereignisse.
Gleich einem verhedderten Wollknäuel erzählt die Autorin eine Geschichte, die den Leser ermutigt, die einzelnen Fäden entwirren und neu ordnen zu wollen.
Dies gelingt nicht immer und viele Rätsel bleiben ungelöst.
Die Realitäten werden vertauscht und die Zeit ist keine Konstante mehr.
Die Charaktere sind klar gezeichnet und lassen eindrucksvolle Bilder entstehen beim Lesen.
Simone Keil lässt dem Leser viel Spielraum für Spekulationen.
Demjenigen, der klare Strukturen bevorzugt wird es dadurch schwer gemacht, dem Geschehen zu folgen.
Allerdings steht dem Bücherwurm, der sich auf dieses Abenteuer rund um die Schwarzgefiederten und den beiden Schwester voll und ganz einlassen möchte, eine großartige und wunderbare Reise in eine der kuriosesten Welten, die mir je auf Papier begegnet ist bevor.
P
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