Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit

Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit

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Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The painted Man
ET (Original)
2008
ISBN-13
9783453524767

Informationen zum Buch

Seiten
800

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Das große Horn dröhnte.

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,,Weit ist die Welt - und dunkel ...

... und in der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss der junge Arlen auf bittere Weise selbst erfahren. Schon seit Jahrhunderten haben Dämonen, die sich des Nachts aus den Schatten erheben, die Menschheit zurückgedrängt. Das einzige Mittel, mit dem die Menschen ihre Angriffe abwehren können, sind die magischen Runenzeichen. Als Arlens Mutter bei solch einem Dämonenangriff umkommt, flieht er aus seinem Heimatdorf. Er will nach Menschen suchen, die den Mut noch nicht aufgegeben und das Geheimnis um die alten Kriegsrunen noch nicht vergessen haben."

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Trotz seiner Schwächen konnte mich der Roman überzeugen!

Der Roman hat viele Schwächen. Er strotzt finde ich vor allgemeinen Klischees die man auch aus vielen andren Romanen schon kennt. Außerdem hat mich gestört das die Figuren ihre Eltern mit Mam und Dad ansprechen. Ich fand das hat nicht so recht in die Atmosphäre gepasst. Die Horclinge haben mich anfangs auch nicht so recht überzeugt, irgendwie kann ich sie mir noch immer nicht richtig vorstellen und das passiert mir im Normalfall so gut wie nie. Das alles könnte man jetzt im Grunde als Indikator ansehen, das ich keine große Lust hatte das Buch weiter zu lesen. Falsch. Irgendwie hat der Autor es geschafft mir seine Geschichte trotz meiner Kritikpunkte schmackhaft zu machen. Vor allem Arlen hat es mir sehr angetan. Seine Entwicklung hat mir am besten gefallen und es gab vor allem gegen Ende wirklich geniale Kapitel, die für mich die gesamte Erzählung extrem aufgewertet haben.

Es stimmt aber auch das es an vielen Stellen sehr brutal zugeht und es gibt finde ich auch Szenen die man vor allem als Frau nicht unbedingt nochmal lesen möchte. Dennoch hatte ich nicht das Gefühl, sie stünden hier nur um ja viel Gewalt und Brutalität zu beschreiben, sondern viel mehr weil der Autor dem Leser näher bringen wollte wie die Realität seiner Figuren in dem Moment aussieht.
Der Roman enthält mehrere Erzählstränge die erst ab einem bestimmten Punkt zusammengeführt werden, den ich persönlich als passend empfunden habe. Jede der Figuren hat eine Wandlung aufgrund ihrer Erfahrungen gemacht und nun treffen diese Erfahrungen aufeinander.

Alles in allem wurde ich positiv überrascht. Peter V. Brett hat sich, finde ich während der Handlung zusehends gesteigert und trotz vieler all zu offensichtlichen Anlehnungen ist es im trotzdem gelungen, eine eigenständige spannende Geschichte zu erzählen, die mich letztendlich überzeugen konnte!

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(Aktualisiert: 15 April 2012)
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Dämonen beherrschen die Welt

Die Welt ist von Dämonen bevölkert. Wenn es dunkel wird, kommen sie aus der Erde gekrochen und töten alles, was sie erwischen können. Magische Siegel schützen die Menschen, aber wer außerhalb eines solchen Bannzirkels die Nacht verbringen muss, ist praktisch des Todes. Früher gab es ein reiches Wissen, Wissenschaftler, die alles Mögliche entwickelten, doch nachdem die Dämonen nach Jahrhunderten der Ruhe zurückkehrten, ist die Welt in ein Feudalsystem zurückgefallen, ein Niveau, auf dem sie seitdem dahindümpelt. Zu den wenigen Menschen, die es wagen, ihre Siedlungen zu verlassen, gehören Kuriere, die den Handel und die Kommunikation aufrechterhalten.

Der Traum des jungen Arlen ist es, ein solcher Kurier zu werden, doch auch das befriedigt ihn nach einiger Zeit nicht mehr wirklich, er will aktiv gegen die Dämonen kämpfen. Die weiteren Hauptfiguren sind die Kräutersammlerin und Heilerin Leesha und der Jongleur Rojer. Bei allen wird ihre Entwicklung von Kindheit an beschrieben und wie sich zeigt, hat jeder von ihnen etwas zum Kampf gegen die Dämonen beizutragen. Die drei Hauptpersonen sind durchweg sympathisch, verfügen aber meiner Meinung nach nicht über genügend Persönlichkeit, um mich als Leser wirklich mit ihnen mitfühlen zu lassen. Sie sind klassische Rollenspielstereotypen, die nicht wirklich leben, sondern nur eine Funktion in der Geschichte ausfüllen. Die von einigen kritisierte Einstellung gegenüber Frauen und Sexualität passt auch in dieses Schema. Der Autor hat zu häufig einfach seine Figuren und die Gesellschaft auf ein paar Schlagworte reduziert.

Die zentralen Fantasyanteile, die Dämonen, konnten mich leider auch nicht überzeugen. Sie wirken ebenfalls wie einem Baukasten entnommen und der Autor verbringt auch etwas zu viel Zeit damit, die jeweiligen Eigenschaften der einzelnen Dämonentypen immer wieder zu beschreiben. Hier hätte ich ein Glossar besser gefunden, in dem die Rassen mit ihren Fähigkeiten und Schwächen kurz aufgelistet werden, als ständig Erläuterungen der Sorte „Baumdämonen mögen keine Feuerdämonen“ über mich ergehen zu lassen.

Ich hatte den Eindruck, dass das Buch in der Öffentlichkeit extrem beworben und gelobt wurde, kann mich den Begeisterungsstürmen und den Vergleichen mit den Großen des Genres allerdings nicht anschließen. Die Actionszenen waren gut gemacht und trugen die Spannung durch das Buch und natürlich will man als Leser schon wissen, ob und wie es den drei Helden, die sich gegen Ende des Buches zusammengefunden haben, gelingt, gegen die Dämonen vorzugehen – deswegen werde ich die Fortsetzung auch lesen. Trotzdem bleibt insgesamt nur der Eindruck einer ganz netten Geschichte, aber mehr auch nicht.

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„Das Lied der Dunkelheit“ ist der Auftakt zu einer neuen Fantasy-Reihe, die schon jetzt zu meinen Lieblingsreihen zählt und einen Ehrenplatz im Best-Of-Regal bekommt.

In einer mittelalterlich anmutenden Welt fürchten sich die Menschen zu Recht vor der Dunkelheit. Jede Nacht werden sie von Dämonen heimgesucht, die Jagd auf sie machen. Ihre Häuser schützen die Menschen mit magischen Zeichen, doch wehe dem, der sein Siegel nicht gründlich genug gezeichnet hat, oder dem die Witterung auch nur einen Strich undeutlich werden ließ. Die Horclinge finden jede Lücke im Schutzschild und nutzen sie gnadenlos aus. Wer ihnen in die Krallen gerät, von dem bleibt meist nicht mehr viel übrig.

Arlen muss mit ansehen, wie seine Mutter bei einem solchen Dämonenangriff ums Leben kommt, während sein Vater sich voller Angst hinter den Siegeln versteckt. Darauf hin schwört er, lieber zu kämpfen als sich der Höllenbrut ängstlich zu ergeben. Vor dieser Entscheidung stehen die Menschen dieser Tage ständig, sollen sie um das kämpfen was ihnen wichtig ist, oder sich einfach in ihr Schicksal ergeben?

Doch die Geschichte berichtet nicht nur von Arlen und seinem Kampf gegen die Dämonen. Auch Leesha und Rojer begleiten wir auf ihrer Suche nach dem für sie richtigen Weg, in einer Welt, deren Regeln sie ebenso einschränken wie die Horclinge.

Nicht immer mussten die Menschen in Thesa ohne Technik auskommen. Erst der erneute Ausbruch der Dämonen zerstörte die einst technisierte Welt, die als unserer heutigen sehr ähnlich beschrieben wird und warf sie zurück auf einen mittelalterlichen Stand. Da Reisen die länger als einen Tag währen sehr gefährlich sind, nachts gibt es kaum Schutz auf den Straßen, wagen nur wenige die weiteren Wege. Dadurch wird nicht nur der Handel erschwert, auch wertvolles Wissen geht durch den fehlenden Austausch verloren.

„Das Lied der Dunkelheit“ ist ein wundervolles Buch, das es schafft durchgehend spannend zu sein. Nie wurde mir langweilig, immer wieder steigert sich die Spannung kurzzeitig sogar noch und ich vergas fast zu atmen. Nur zu gut kann man sich vorstellen, wie sich die Menschen fühlen, wenn sie nachts in ihren Häusern eingesperrt sind und die Horclinge an den Siegeln kratzen und versuchen einzubrechen. Auch die absolut unterschiedlichen Lebensweisen der Dörfler und der Stadtbewohner sind sehr gut beschrieben, man kann sich in jede von ihnen hineindenken. Die Charaktere sind plastisch, entwickeln sich während der Geschichte immer weiter und man möchte sie am Ende gar nicht verlassen. Peter V. Brett hat es geschafft, dass mir alle drei Hauptcharaktere gleich sympathisch waren, es gab kein Kapitel bei dem ich gerne zu einem anderen Charakter gewechselt hätte.

Es fällt mir schwer, meine Begeisterung für das Buch in Worte zu fassen. Zusammen mit „Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss ist es die beste Fantasy, die ich seit langem gelesen habe. Mit Tolkien würde ich es nicht vergleichen, da seine Leistung die Schaffung einer exakt ausgearbeiteten komplexen Welt war. Aber mit Robin Hobb, Tad Williams oder auch George R. R. Martin würde ich sowohl Rothfuss als auch Brett gleich setzen.

Für April 2010 ist die Fortsetzung angekündigt, mit dem Titel „Das Flüstern der Nacht“. Ich freue mich schon sehr darauf und kann es kaum erwarten.

Wer mal wieder in eine atmosphärische mittelalterliche Welt versinken möchte, aus der man am liebsten gar nicht mehr auftauche würde, sollte sich dieses Buch gönnen.

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Ein absolut fantastischer Auftakt

Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett ist der Auftaktroman einer fantastischen Literaturreihe, die zusammengefasst dem sogenannten Demon Zyklus zugeordnet ist, welcher mit dem neusten Roman, der im Herbst 2015 erscheint, vier Romane umfassen wird. Im Mittelpunkt dieses Auftaktromans stehen dabei drei sehr unterschiedliche Charaktere, welche man von der frühen Kindheit bis ins junge Erwachsenenalter hin begleitet und dabei mit Spannung ihre Erfahrungen, Erlebnisse und Entscheidungen verfolgt. Diese drei Protagonisten sind der junge Arlen aus der Ortschaft Tibbets Bach, welcher den Weg eines Bannzeichners und Kuriers einschlägt, Leesha, die im Tal der Holzfäller eine Lehre zur Kräutersammlerin absolviert sowie Rojer, der im Ort Flussbrücke aufwächst und später zum Jongleur heranwächst. Alle Charaktere sind grundverschieden und wachsen weit voneinander auf doch ein gemeinsamer Feind eint sie bzw. sorgt für eine große Gemeinsamkeit. Dies sind die Dämonen bzw. besser bekannt als Horclinge, die die ganze in diesem Buch beschriebene Welt tyrannisieren. Dabei erleiden die drei Protagonisten herbe Verluste, wodurch sie sich letztendlich den für sie besten Weg einschlagen, um der Menschheit zu helfen und die Horclinge zu bekämpfen. Eine mitreißende Handlung, eine tolle Entwicklung und ein packender Kampf steht bevor, der alles verändern soll.

Peter V. Brett gelingt es mit Das Lied der Dunkelheit, mich gleich von Beginn an in die Geschichte zu ziehen und nicht wieder loszulassen. Von der ersten bis zur letzten Seite (immerhin 800 Seiten ist der Auftakt stark!) ist dieses Buch über alle Maßen mitreißend, unterhaltsam und überzeugend. Peter V. Brett erzählt dabei die Geschichte aus drei unterschiedlichen Erzählperspektiven, nämlich aus den Perspektiven der drei Protagonisten Arlen, Leesha und Rojer. Dabei wird nicht zwischen den einzelnen Kapiteln von einem Handlungsort zum nächsten gesprungen sondern man erlebt die Geschehnisse eines Charakters über viele unterhaltsame Seiten und Passagen hinweg ehe man zum nächsten Charakter springt. So kann man sich ganz auf einen Charakter konzentrieren bevor man zum nächsten übergeht. Tolle Herangehensweise die mir hervorragend gefallen hat. Dabei ist jeder der gezeichneten Charaktere absolut greifbar. Man lernt die Personen als einzigartige, starke Charaktere kennen, die sich zwar voneinander unterscheiden aber alle auf ihre Art eine ganz eigene Stärke entwickeln. Der mitreißende Erzählstil, viele überraschende Wendungen und geschickt platzierte Cliffhanger an den Kapitelenden sowie eine ununterbrochen hohe Spannung sorgen dafür, dass man diesen Auftaktroman gar nicht mehr aus der Hand legen mag und diese 800 Seiten sehr kurzweilig bleiben und man grandios unterhalten wird. Zwar kommen die Emotionen etwas zu kurz, dafür wird aber mit Brutalität, speziell am Ende nicht gegeizt. Ich bin komplett in diese Welt verliebt und ich kann es einfach nicht mehr erwarten, die weiteren Romane zu verschlingen. Das einzige Manko ist, dass ich das Buch, dass bereits 2009 erschienen ist erst jetzt für mich entdeckt habe. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für jeden High-Fantasy Fan. Wer die Geschichte noch nicht kennt muss zugreifen!

Fazit zu Das Lied der Dunkelheit
Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett ist ein absolut fantastischer Auftakt einer sehr vielversprechenden Reihe. Tolle Charaktere, packende Story und mitreißender Erzählstil. Hier passt einfach alles.

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