Ulrich Drees: Das Spiel des Asen

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Ulrich Drees: Das Spiel des Asen
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783867620536

Informationen zum Buch

Seiten
476

Sonstiges

Erster Satz
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Auerochsen durchstreifen die Wälder Südniedersachsens. Im Spreewald und in Berlin machen slawische Fabelwesen Jagd auf Zuhälter. Uralte Geheimbünde versuchen, die himmlischen Heerscharen auf den Plan zu rufen. Anzeichen für einen aufkommenden Sturm ...Drei sehr unterschiedliche Männer geraten in den Mittelpunkt dieser Entwicklungen:Ronny von Freiseneck, von Beruf Sohn und Lebenskünstler, der sich plötzlich in einer ebenso faszinierenden wie tödlichen Parallelgesellschaft zurechtfinden muß.Thor Bronski, Berliner Privatdetektiv, der eigentlich nur einen weiteren Adelssproß in den Schoß seiner Familie zurückbringen wollte, sich aber unerwartet mit einem Magier anlegen muß.Hermann Braun, Oberst einer Bundeswehr-Spezialeinheit und Mitglied des Deutschen Ordens, der nie damit gerechnet hätte, einmal keinem Geringeren als einem Gott entgegentreten zu müssen.Sie alle sind Teil eines Spiels, das im Konstantinopel der Kreuzfahrer seinen Anfang nimmt - und dessen geheimnisvolle Drahtzieher beschlossen haben, es in den ersten Tagen des neuen Millenniums zu Ende zu bringen ... so oder so.

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Jedes Kapitel beginnt mit einem passenden Auszug aus den verschiedensten Quellen (Zeitung, Buch, Internet oder Akte). Danach kommt der Ase zu Wort, den man durch seine Gedankengänge im Verlauf der Geschichte besser kennenlernt. Und erst dann schreitet die Handlung voran, was meine Geduld manchmal schon arg strapaziert hat – allerdings war ich auch immer neugierig, welche Informationen uns wohl als nächstes erwarten.

Die drei Hauptfiguren Ronny von Freiseneck, Hermann Braun und Thor Bronski werden unabhängig voneinander detailliert eingeführt. Man fragt sich, ob und wo es Verbindungen zwischen ihnen gibt. Diese enthüllen sich mit der Zeit, anfangs konzentrieren sich die Schilderungen aber hauptsächlich auf die einzelnen Charaktere.

Zu Beginn hatte ich ein wenig Probleme mit der zeitlichen Einordnung der Ereignisse – aber irgendwann wurde auch mir klar, dass sie nicht linear erzählt werden und es auch den einen oder anderen Hinweis darauf gibt.

Wir treffen auf Wesen aus der nordischen, slawischen und irischen Mythologie, die auf mich sehr real wirkten. Das Rätseln, um welche Figur es sich jeweils handelt, hat mir sehr viel Spaß bereitet und auch zum intensiven Lesegenuss beigetragen. Es wäre sicher hilfreich vor allem von der nordischen Mythologie schon einmal grob etwas gehört zu haben, ansonsten könnten die vielen Andeutungen verwirren.

Gut gefallen hat mir auch die Darstellung des Äthers und die esoterische Note, die das Buch durch Leo und ihre Tante erhalten hat.

Einige Dinge wurden nicht aufgelöst oder zu Ende erzählt, aber der Schluss hinterlässt bei mir trotzdem einen runden Eindruck. Und, wer weiß, vielleicht gibt es irgendwann ja doch eine lose Fortsetzung? Ich würde es mir zumindest wünschen…

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Die Götter sind los! Was wäre, wenn plötzlich ein bereits ausgestorbener Auerochse in unseren heimischen Wäldern auftauchen würde? Geheime Beschwörungsrituale durchgeführt würden, mythische Wesen plötzlich in unserer Körper fahren würden und die Luft von unberechenbarer Magie durchsetzt wäre?

Ulrich Drees beantwortet diese und auch anderer Fragen in seinem rasanten Roman, der einen bunten Mix aus Göttermythen, alten Geheimbünden und durchaus modernen Elementen darstellt. Die Protagonisten erleben eine mitunter alptraumhaftige Rückkehr der Götter, die ihren mythische Kampf in unsere heutige Welt tragen und dort weiterführen. Dabei darf munter gerätselt werden, welcher Ase und welches Fabelwesen denn nun in welcher Figur steckt, wofür ich dann doch ein bisschen Unterstützung brauchte.

Das Aufeinanderprallen der Welten lösten zeitweilig ein sehr bizarres Lesegefühl bei mir aus, was mir aber sehr gut gefiel. Schon eher hatte ich Probleme mit der zeitlichen Einordnung der Ereignisse, die nicht linear ablaufen; der Leser wird hier an manchen Stellen ein wenig alleine gelassen, da es keine Datumsangaben gibt.

Die Hauptfigur Ronny von Freiseneck hatte meine volle Sympathie – ich konnte mit ihm mitfiebern und fand es spannend, seinen Weg zu verfolgen, auch wenn Ronny zeitweise etwas passiv wirkte. Aber wer will es ihm verdenken, wenn man bedenkt, was alles auf ihn einstürzt und wer alles hinter ihm her ist....Auch viele der Nebenfiguren fanden mein Interesse, blieben aber leider zum Teil etwas farblos.

Das liegt vor allem an den vielen Handlungssträngen, die der Autor in die Geschichte eingearbeitet hat. Die konnten leider nicht alle so vertieft werden, wie sie es verdient hätten, und so blieb mancher Faden am Ende lose. Nichts desto trotz fand ich den Abschluss der Geschichte passend und rund, so dass ich am Ende das Buch zufrieden aus der Hand legte.

Obwohl der Roman an manchen Stellen durchaus auch heftige Szenen enthält, blitzt immer wieder ein trockener Humor durch die Handlung, der mir sehr viel Spaß gemacht hat. Der permanent ansteigende Spannungsbogen hat sein übriges dazu getan, dass ich von der Geschichte gefesselt war und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.

Wer wieder mal Lust auf etwas „anderes“ hat und Spaß an der nordischen Götterwelt, der sollte es auf alle Fälle mit diesem originellen Roman versuchen. Mir hat er jedenfalls trotz kleiner Schwächen sehr gut gefallen und ich hoffe, dass es irgendwann Nachschub aus der Feder von Ulrich Drees gibt.

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Das Buch führt den Leser über mehrere Handlungsstränge bis zum Ende, an dem dann alle Geschichten zusammen geführt werden. Diese Handlungsstränge laufen dabei nicht zeitgleich ab, sondern können zu komplett unterschiedlichen Zeitpunkten stattfinden und sind auch nicht immer direkt hintereinander angesiedelt. Die Geschichte aus dem Blickwinkel der einen Person, kann erst nach der folgenden Geschichte einer anderen Person stattfinden. Der Leser kann sich zeitlich in etwa orientieren, da zu Beginn jedes Artikels meist ein kurzer Zeitungsbeitrag steht oder zu Beginn der eigentlichen Handlung eine Zeitangabe gemacht wird. Jedoch machen diese zeitlichen Sprünge und die unterschiedlichen Personen das Lesen dadurch schon etwas anspruchsvoll.



Zum einen gibt es da Ronny: Durch eine List seines Bruders wurde er nicht in den Orden seines Vaters aufgenommen und erfährt erst viel später von dem Erbe in seiner Familie. Leider kann er aber seinen Vater nicht mehr genauer dazu befragen und stolpert schließlich unfreiwillig in die Welt der Magie, ohne zu wissen, wem er vertrauen kann und wem nicht.



Zum anderen lernt der Leser Thor Bronski kennen: Ein Privatdetektiv, der für eine Gemeinschaft in der Schweiz teilweise gefährliche Aufträge durchführt und dem die magische Welt und v. a. die Kreaturen, die in ihr vorkommen bestens vertraut sind.



Schließlich gibt es noch Oberst Braun: Die willige rechte Hand des Hochmeisters des Deutschen Ordens, der für seinen Meister jeden Befehl ausführt und alles mit seinem Glauben entschuldigt.



Teilweise bewusst, teilweise ungewollt, landen alle 3 schließlich bei einer Zeremonie, die sie so nicht wollten und wo sie doch zum größtenteil v. a. Spielbälle ganz anderer Götter sind.



Durch die Sprünge in den Handlungssträngen, ist das Buch sehr spannend und zwingt den Leser dazu es einfach weiterzulesen, da man wissen möchte, wie es mit den einzelnen Personen weitergeht. Schwer für mich waren die ganzen Andeutungen und versteckten Hinweise zu unterschiedlichen Mythologien und Sagen, die ich oft nicht gekannt habe und auch nicht immer hätte ich den Zusammenhang ohne die Hinweise hier in der Leserunde aufdecken können.



Jedes Kapitel beginnt zuerst mit einem Artikel, dann mit den Gedanken der eigentlichen Hauptperson, die aber erst im Laufe des Buches klar wird und dann der eigentlichen Handlung. Diesen Aufbau finde ich sehr gelungen und hat mir gut gefallen. Auch wenn ich wohl lange nicht darauf gekommen wäre, wer sich jetzt hinter den Gedanken verbirgt.



Alles in allem hat mir das Buch gut gefallen, jedoch muss ich sagen, dass ich jedem empfehlen würde sich vorher mit der nordischen und slawischen Mythologie vertraut zu machen, da ansonsten viele Dinge, meiner Meinung nach, nicht so einfach verstanden werden können.



Schade ist, dass am Ende einige Handlungsstränge ins Leere laufen und nicht so ganz klar ist, warum bestimmte Personen überhaupt eingeführt worden sind, da sie für den weiteren Verlauf gar keine Rolle spielen. Aber man kann ja als Leser vielleicht auf Teil 2 hoffen...

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