Tad Williams: Der Blumenkrieg

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Tad Williams: Der Blumenkrieg
ET (D)
2004
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The War of the Flowers
ET (Original)
2003
ISBN-13
9783608933567

Informationen zum Buch

Seiten
805

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Eine einzelne Blume, eine Schwarze Nieswurz, stand in einer Vase aus vulkanischem Gesteinsglas mitten auf dem wuchtigen Schreibtisch, wo sie im Lichtkegel eines kleinen, dezenten Scheinwerfers ihrem Namen zum Trotz beinahe radioaktiv weiß leuchtete.

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Handlungsort

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Theo hängt mit seinen dreißig Jahren immer noch mit Boy Groups herum. Er ist ein begnadeter Sänger, aber sonst bekommt er fast nichts auf die Reihe. Er fühlt sich manchmal, als würde er gar nicht in diese Welt gehören. Als eines Tages ein Polizist Theo zu einem bestialischen Mord in der Nachbarschaft befragt, scheint Theos Welt brüchig zu werden. Er meint Stimmen zu hören, glaubt sich verfolgt. Und eines Abends nimmt seine vage Angst Gestalt an: ein zombieähnliches Monster ringt in seine Hütte ein. Theo ist vor Entsetzen gelähmt. Da taucht ein winziges Flügelwesen aus dem Nichts auf und öffnet Theo eine verborgene Tür. Die Welt, in die er eintritt, ist finster und bedrückend. Sie ist fremd und doch auf unheimliche Weise unserer Welt ähnlich. Und sie ist voller merkwürdiger Kreaturen, die Theo schaden wollen.

Auf der Flucht vor einem Höhlentroll und vor dem Untoten, der ihm nach Elfien gefolgt ist, versucht er sich in dieser Anderswelt durchzuschlagen. Seine einzige Verbündete ist Apfelgriebs, eine winzige Elfe mit einem losen Mundwerk. Theos gefährliche Reise führt ihn zu den Palasttürmen der einflußreichen regierenden Oberschicht und zu dem gefährlichen Volk der Goblins, die heimlich einen Regierungssturz planen, und zu anderen Orten, die über seine Vorstellungskraft gehen.

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Theo hängt mit seinen dreißig Jahren immer noch mit Boy Groups herum. Er ist ein begnadeter Sänger, aber sonst bekommt er fast nichts auf die Reihe. Er fühlt sich manchmal, als würde er gar nicht in diese Welt gehören. Als eines Tages ein Polizist Theo zu einem bestialischen Mord in der Nachbarschaft befragt, scheint Theos Welt brüchig zu werden. Er meint Stimmen zu hören, glaubt sich verfolgt. Und eines Abends nimmt seine vage Angst Gestalt an: ein zombieähnliches Monster ringt in seine Hütte ein. Theo ist vor Entsetzen gelähmt. Da taucht ein winziges Flügelwesen aus dem Nichts auf und öffnet Theo eine verborgene Tür. Die Welt, in die er eintritt, ist finster und bedrückend. Sie ist fremd und doch auf unheimliche Weise unserer Welt ähnlich. Und sie ist voller merkwürdiger Kreaturen, die Theo schaden wollen.

Auf der Flucht vor einem Höhlentroll und vor dem Untoten, der ihm nach Elfien gefolgt ist, versucht er sich in dieser Anderswelt durchzuschlagen. Seine einzige Verbündete ist Apfelgriebs, eine winzige Elfe mit einem losen Mundwerk. Theos gefährliche Reise führt ihn zu den Palasttürmen der einflußreichen regierenden Oberschicht und zu dem gefährlichen Volk der Goblins, die heimlich einen Regierungssturz planen, und zu anderen Orten, die über seine Vorstellungskraft gehen.

Theo Vilmos ist im echten Leben so etwas wie ein Versager. Nichts besonderes eben. Er macht durchschnittliche Musik, führt eine durchschnittliche Beziehung, lebt ein durchschnittliches Leben. Doch dieses Leben ändert sich, als er eines Tages nach Hause kommt und seine Freundin ihr gemeinsames Baby bei einer Fehlgeburt verloren hat. Dann überstürzen sich die Ereignisse und plötzlich befindet er sich mit einer kleinen frechen Elfe namens Apfelgriebs im Land Elfien. Ein Land, in dem Milch und Honig fließt, schillernde Elfen und Feen wie Schmetterlinge durch die Luft flattern und alles Eitel Sonnenschein ist? Leider nein: Es gibt Kraftwerke, Knechtschaft, Autobahnen, Wissenschaft und Blumenadel, der auf alle anderen Mit-Elfen herabblickt. Trotzdem könnte alles noch erträglich sein, wäre da nicht ein Untoter, der Theo verfolgt. 

Mit dem Gedanken, dass es in Elfien genauso viel Schmutz wie auf unserer Menschenwelt gibt, muss man sich erst anfreunden, will man mit diesem Buch klarkommen. Ein besonderes Highlight, das über viele Anfangsschwierigkeiten hinweghilft ist sicherlich Apfelgriebs, eine Elfe so groß wie ein Daumen mit einem Mundwerk wie ein Hafenarbeiter. Theo Vilmos ist eher ein Antiheld, der planlos und oft gedankenlos daherredend in einer fremden Welt herumstolpert (womit sich Elfien nicht sonderlich von seiner Menschwelt unterscheidet). Neben den Elfen bevölkern jedoch noch viele andere Rassen seine neue Heimat: Querze, Goblins, Pitzel, Brownies, Doonies und viele mehr. Tad Williams tobt sich also mal wieder so richtig aus. 

Bedingungslos empfehlen kann ich das Buch aber nicht, denn man darf keine allzu eingefahrenen Vorstellungen einer "Märchenwelt" haben, darf keine Vergleiche zu Tolkiens Welt ziehen. "Der Blumenkrieg" ist ein gutes Buch - aber kein Pageturner! Viele Begebenheiten sind einfach nur die menschliche Welt des Terrors nach dem 11. September 1:1 in die Elfenwelt kopiert. Auch hier müssen wir uns mit der Problematik der Unterdrückung und Ausbeutung ganzer Völker herumschlagen und wer sowieso schon übersättigt ist durch die letzten Jahre wird auch hier keine Freude haben. 

Doch es ist ein Buch von Tad Williams und es zeichnet sich durch eine herrliche Sprache (auch in der Übersetzung) mit einer überdurchschnittlich guten Lesbarkeit aus. Auch die Charaktere sind wieder angemessen liebevoll gezeichnet und wer sich auf Elfien einlässt, möchte am liebsten selbst hineinhüpfen.

Und da es nun auch endlich als Taschebuch vorliegt auf jedenfall einen Kauf wert.

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Theo Vilmos ist im echten Leben so etwas wie ein Versager. Nichts besonderes eben. Er macht durchschnittliche Musik, führt eine durchschnittliche Beziehung, lebt ein durchschnittliches Leben. Doch dieses Leben ändert sich, als er eines Tages nach Hause kommt und seine Freundin ihr gemeinsames Baby bei einer Fehlgeburt verloren hat. Dann überstürzen sich die Ereignisse und plötzlich befindet er sich mit einer kleinen frechen Elfe namens Apfelgriebs im Land Elfien. Ein Land, in dem Milch und Honig fließt, schillernde Elfen und Feen wie Schmetterlinge durch die Luft flattern und alles Eitel Sonnenschein ist? Leider nein: Es gibt Kraftwerke, Knechtschaft, Autobahnen, Wissenschaft und Blumenadel, der auf alle anderen Mit-Elfen herabblickt. Trotzdem könnte alles noch erträglich sein, wäre da nicht ein Untoter, der Theo verfolgt.

Mit dem Gedanken, dass es in Elfien genauso viel Schmutz wie auf unserer Menschenwelt gibt, muss man sich erst anfreunden, will man mit diesem Buch klarkommen. Ein besonderes Highlight, das über viele Anfangsschwierigkeiten hinweghilft ist sicherlich Apfelgriebs, eine Elfe so groß wie ein Daumen mit einem Mundwerk wie ein Hafenarbeiter. Theo Vilmos ist eher ein Antiheld, der planlos und oft gedankenlos daherredend in einer fremden Welt herumstolpert (womit sich Elfien nicht sonderlich von seiner Menschwelt unterscheidet). Neben den Elfen bevölkern jedoch noch viele andere Rassen seine neue Heimat: Querze, Goblins, Pitzel, Brownies, Doonies und viele mehr. Tad Williams tobt sich also mal wieder so richtig aus.

Bedingungslos empfehlen kann ich das Buch aber nicht, denn man darf keine allzu eingefahrenen Vorstellungen einer "Märchenwelt" haben, darf keine Vergleiche zu Tolkiens Welt ziehen. "Der Blumenkrieg" ist ein gutes Buch - aber kein Pageturner! Viele Begebenheiten sind einfach nur die menschliche Welt des Terrors nach dem 11. September 1:1 in die Elfenwelt kopiert. Auch hier müssen wir uns mit der Problematik der Unterdrückung und Ausbeutung ganzer Völker herumschlagen und wer sowieso schon übersättigt ist durch die letzten Jahre wird auch hier keine Freude haben.

Doch es ist ein Buch von Tad Williams und es zeichnet sich durch eine herrliche Sprache (auch in der Übersetzung) mit einer überdurchschnittlich guten Lesbarkeit aus. Auch die Charaktere sind wieder angemessen liebevoll gezeichnet und wer sich auf Elfien einlässt, möchte am liebsten selbst hineinhüpfen.

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Ich für meinen Teil bin sehr angetan von diesem Buch. Es bietet eine intelligente Geschichte, die endlich ein wenig Abwechslung ins Menschen-Elfen-Orks-Einerlei bringt. Die sprachliche Qualität ist auf einem, wie von Williams gewohnt, sehr hohen Niveau. Die Charaktere sind ausgefeilt und schaffen es den Leser glauben zu lassen, sie existierten wirklich. Nebenbei schafft Williams es mit einer gesunden Portion augenzwinkernden Humor, der besonders durch die Beziehung der Elfe Apfelgriebs mit Theo deutlich wird, aus einer eigentlich recht düsteren Geschichte ein wirklich rundes Werk zu machen. Was manche Leser abschrecken könnte, sind die Parallelen zwischen unserer heutigen Welt und den politischen Kämpfen in dem ganz und gar nicht perfekten Elfenreich. Für mich persönlich macht gerade das den Reiz dieses Buches aus, unsere Welt in einem Zerrspiegel zu betrachten und mal darüber nachzudenken,was wir eigentlich falsch machen. Um noch mal auf die Figuren zu sprechen zu kommen. Der "Held" dieser Geschichte ist Theo, ein begnadeter Sänger, der jedoch in seinen Beziehungen mit anderen Menschen eigentlich ein totaler Versager ist.

Das erinnert mich sehr stark an Williams großartige Mehrteiler (Otherland und die Osten Ard-Reihe)in denen ebenfalls die Helden keine großen Krieger waren, sondern ganz normale Menschen, die dann im richtigen Moment ihre Stärke entdecken. Der Unentschlossenheit(und zum Teil auch Unfähigkeit) Theo´s wird die resolute Fee Apfelgriebs gegenübergestellt, die (vor allem in Anbetracht ihrer Größe - stolze 15 cm) ein Recht loses Mundwerk hat und Theo aus so mancher Gefahr rettet. Das das ungleiche Paar natürlich für den Leser ein Quell an Heiterkeit (den Williams auch in vollem Maße nutzt) ist, versteht sich von selbst.Zusammengefasst ist "Der Blumenkrieg" ein sehr gutes Buch, das trotz seiner düsteren Grundstimmung den Leser fesselt und erheitert, manche allerdings aufgrund der Aktualität stören könnte.

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