Ben Aaronovitch: Der böse Ort

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Ben Aaronovitch: Der böse Ort
Verlag
ET (D)
2014
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Broken Homes
ET (Original)
2013
ISBN-13
9783423215077

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Originalsprache
englisch
Übersetzer/in
Erster Satz
Um 23.23 Uhr lenkte Robert Weil seinen im Jahre 2003 zugelassenen Volvo V70 über die Autobahnbrücke, die das Dorf mit dem denkwürdigen Namen Pease Pottage mit der gleichnamigen Raststätte verbindet.

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Handlungsort

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Seltsame Dinge geschehen im Skygarden Tower, einem berüchtigten Sozialwohnblock in Südlondon. Dinge, die eine magische Anziehungskraft auf Police Constable und Zauberlehrling Peter Grant ausüben. Zunächst geht es nur um ein gestohlenes altes Buch über Magie, das aus der Weißen Bibliothek zu Weimar stammt. Doch dann weitet sich der Fall rasant aus. Denn der Erbauer des Tower, Erik Stromberg, ein brillanter, wenngleich leicht gestörter Architekt, hatte sich einst in seiner Zeit am Bauhaus offenbar nicht nur mit modernem Design, sondern auch mit Magie befasst. Was erklären könnte, warum der Skygarden Tower einen unablässigen Strom von begabten Künstlern, Politikern, Drogendealern, Serienmördern und Irren hervorgebracht hat. Und warum der unheimliche gesichtslose Magier, den Peter noch in schlechtester Erinnerung hat, ein so eingehendes Interesse daran an den Tag legt …

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Sehr skurril, very British

ACHTUNG: Dies ist der 4. Band der Peter Grant-Reihe. Meine Rezension kann daher SPOILER zu den ersten drei Bänden enthalten. Diese sollte man am besten vorher gelesen haben, sonst wird man sich mit der Handlung schwertun, da sie auf den Vorgängern aufbaut und auch immer wieder auf vergangene Ereignisse Bezug genommen wird.

Inhalt:
Peter Grant ist immer noch hinter dem Gesichtslosen her, der einfach nicht zu fassen ist. Daneben will auch der Mord an einer gesichtslosen Frau aufgeklärt werden, ebenso wie der Fund eines deutschen Buches aus der Weimarer Weißen Bibliothek. Peter und Lesley quartieren sich im Skygarden Tower, einem Sozialwohnblock, in London ein, um inkognito den Spuren nachgehen zu können.

Meine Meinung:
Wieder einmal hat mir Ben Aaronovitch einige vergnügliche Lesestunden beschert. Es macht einfach immer wieder Spaß, den sympathischen Constable und Zauberlehrling Peter Grant durch London und Umgebung zu begleiten auf der Suche nach dem übernatürlichen Bösen. Auch Lesley ist immer noch bei der „Magie-Polizei“, was mich sehr gefreut hat. Denn Peter und sie bilden ein tolles Team. Natürlich mischen auch die Flüsse wieder ein bisschen mit, und es tauchen noch andere interessante Fae auf. Ich bin stets überrascht, was Aaronovitch sich so alles einfallen lässt.

Leider macht Peter in diesem Band nicht so große Fortschritte im Zaubern – das Ermitteln steht hier mehr im Vordergrund. Aber natürlich spielt die Magie bei allem immer eine große Rolle.

Wie gewohnt, ist auch der vierte Band der Reihe voll von Wortwitz und Situationskomik. Ich lasse mich furchtbar gern von Aaronovitch in ein London entführen, das ich mir als Fan der Stadt sehr gut vorstellen kann. Die Magie erwacht dabei vor meinem inneren Auge zum Leben.

Fazit:
Auch „Der böse Ort“ ist – wie schon die Vorgänger – herrlich unterhaltsam und spannend. Die Charaktere sind sympathisch, charmant und interessant. Einige davon würde ich gerne mal persönlich kennenlernen.

Die Reihe:
1. Die Flüsse von London
2. Schwarzer Mond über Soho
3. Ein Wispern unter Baker Street
4. Der böse Ort
5. Fingerhut-Sommer
6. Der Galgen von Tyburn

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Unterhaltsam und humorvoll

"Der böse Ort" ist der vierte Band der Reihe um Peter Grant und beginnt sehr allmählich. Die verschiedenen Mordfälle und Unfälle, die Geschehnisse rund um den Buchdiebstahl und weiteres werden erzählt, ohne daß zunächst die Zusammenhänge erkennbar sind. Bis endlich etwas mehr passiert, ist man schon über die Mitte des Buches hinaus und beginnt sich zu fragen, worauf das alles hinauslaufen wird. Erst gegen Ende werden dann die Zusammenhänge allmählich klarer und die Handlung läuft auf einen spektakulären Schluß zu.

Obwohl das etwas langweilig klingt, habe ich mich beim Lesen trotzdem keine Minute gelangweilt. Ben Aaronovitchs Sprachwitz, sein schwarzer britischer Humor und sein lockerer, origineller Plauderton machen das Buch auch dann lesenswert, wenn die Handlung auf der Stelle tritt und Peter und Kollegen im Dunkeln tappen. Nebenbei erfährt man hier wieder viel Londoner Lokalkolorit, diesmal mit dem Schwerpunkt Architektur und sozialer Wohnungsbau. Den Skygarden Tower als Wohnanlage fand ich höchst interessant beschrieben und seine Verknüpfung mit den magischen Geschöpfen war absolut glaubwürdig. Die ironischen Bemerkungen zur Architektur dieses Sozialwohnungskomplexes, zu den Bewohnern und die Geschehnisse ringsherum waren für mich überhaupt das Highlight des Buches. Auch die Bezüge auf alles mögliche andere, denen ich diesmal besser folgen konnte als z.B. den Bemerkungen über Jazz im zweiten Band der Reihe.

Allerdings mußte ich mich manchmal sehr konzentrieren bzw. zurückblättern, wenn auf voher Gesagtes Bezug genommen wurde oder Personen wieder auftraten, die weiter vorne bereits eingeführt wurden. Bei all dem Geplauder besteht die Gefahr, daß einem wesentliche Details entgehen, gerade wenn man, wie ich, oft aus dem Lesefluß gerissen wird. Es empfiehlt sich also offenbar, das Buch aufmerksam und ohne größere Pausen zu lesen.

In den letzten Kapiteln geht alles ziemlich schnell vonstatten und Peter hat leider kaum eine Chance, etwas zum Positiven zu wenden. Überhaupt kam er mir in diesem Band relativ machtlos und den Geschehnissen ohne große Beeinflussungsmöglichkeit ausgeliefert vor, und in puncto Magie hat er sich auch nicht wesentlich weiterentwickelt, da hätte ich eigentlich mehr erwartet.

Am Ende gibt es eine Überraschung - eine Entwicklung, die man als Leser bedauert, die aber sehr neugierig auf den nächsten Fortsetzungsband der Reihe macht.

Fazit: Ein unaufgeregt unterhaltsames Buch mit rasantem und überraschendem Schluß, das vor allem von Aaronovitchs Schreibstil und Humor lebt. Um dieses Buch richtig genießen zu können und alle Bezüge zu verstehen, sollte man die Vorgängerbände kennen.


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Unterhaltsamer 4. Band

Für eine richtige Rezension bin ich eigentlich zu voreingenommen. Selbst wenn Hauptprotagonist und Ich-Erzähler Peter Grant über alle fünfzig verschiedenen Ziegelarten, die ihm spontan einfallen (er ist Architekturfan), reden würde, würde ich mich immer noch gut unterhalten fühlen.

Und dieser Band ist deutlich spannender als Ziegel. Allerdings braucht die Geschichte in diesem vierten Band der Reihe eine längere Aufwärmphase. Der Beginn ist recht ruhig. Verschiedene Fälle, die alle mit dem „Gesichtslosen“ und den „Kleinen Krokodilen“ (den bereits aus den Vorbänden bekannten Gegnern) zu tun haben könnten (oder eben auch nicht) häufen sich, bleiben aber ziemlich zusammenhangslos. Zunächst zumindest. Es dauert auch einige Zeit bis der in der Inhaltsangabe erwähnte Wohnkomplex tatsächlich ins Spiel kommt. Dann zieht die Handlung aber deutlich an Tempo an.

Das alles hat mich aber absolut nicht gestört, denn ich liebe Peters Geplauder einfach. Selbst bei den ruhigen Szenen kann ich gar nicht genug von ihm bekommen und amüsiere mich herrlich. Peter ist einfach unheimlich sympathisch und sein Sinn für Humor trifft genau meinen Geschmack. Die ständigen Verweise auf Popkultur und andere Dinge machen zusätzlich viel Spaß.

Dennoch hätte eine Straffung der Fälle vielleicht doch gut getan. Peter und seine Freund stochern eher ziemlich hilflos in den vagen Hinweisen. Detektivisch gibt es diesmal keine großen Herausforderungen. Wenn, dann ist es allerdings Peter, der die treibende Kraft hinter allem ist. Nightingale darf zwar in einem recht spektakulären Zweikampf glänzen, aber letztlich bleibt diesmal fast alles an Peter hängen.

Freude macht in jedem Fall, dass sich Aaronovitch Mühe gibt eine Menge alte Bekannte wieder mit einzubeziehen. So treffen wir natürlich wieder die Flüsse und auch das stille Volk hat einen kleinen Auftritt. Das erfreut jedes Fan-Herz. Gerne hätte ich hier sogar noch mehr gehört. Gerade Peters Liebesleben liegt in diesem Band mehr als brach.

Am Schluß war ich dann erst einmal etwas geschockt.
So ein Ende hatte ich nicht erwartet, auch wenn ich im Rückblick sagen muss, dass ich gar nicht so überrascht bin. Oder zumindest nicht so überrascht hätte sein dürfen.

Jetzt heißt es erst einmal sehnsüchtig warten auf den nächsten Band der Reihe. Der kann nach diesem Ende und den vielen offenen Fragen gar nicht schnell genug kommen!


Fazit: Unterhaltsamer vierter Band der Reihe, der zwar zurückhaltend beginnt, aber in einem spannenden und überraschenden Ende gipfelt.

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Der böse Ort

Was haben ein gestohlenes Buch über Magie aus der Weißen Bibliothek zu Weimar und ein berüchtigter Sozialwohnblck namens Skygarden Tower in Südlondon miteinander zu tun? Mehr als man meinen sollte.

Stellt jedenfalls Peter Grant fest, der als Londoner Police Constable und Zauberlehrling sowieso magischen Kummer gewöhnt ist. Doch auch ein gewisser gesichtsloser Magier legt großes Interesse am Skygarden Tower an den Tag - und das, wie man ihn kennt, sicher nicht ohne bösen Grund...

Meine Meinung:

Streng genommen, bin ich mit Sicherheit nicht die richtige Person, um eine erste Meinung zu diesem Buch abzugeben. Ich liebe die Bücher von Ben Aaronovitch, ich liebe Peter Grant und das magische London sowie alle normale und weniger normale Charakter, die sich dort tummeln.

In diesem Fall braucht die Geschichte relativ lange, um richtig in Fahrt zu kommen, aber Peters gewohnt witzig-charamante Art hat mich bestens unterhalten. Zudem erfährt man in diesem Teil etwas mehr von Magiern aus anderen Ländern wie Deutschland oder Russland. Außerdem bekommt man neue magische Figuren präsentiert.
Am Ende wird es dann allerdings sehr spannend und ich möchte behaupten, dass mit diesem Ende niemand rechnen kann!

Ich habe mich auf jeden Fall gefreut, wieder mit Peter Grant und Nightingale durch London zu streifen und hoffe, dass es bis zum nächsten Teil nicht allzu lange dauert.

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