Jens Lossau, Jens Schumacher: Der Elbenschlächter

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Jens Lossau, Jens Schumacher: Der Elbenschlächter
ET (D)
2010
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783802582578

Informationen zum Buch

Seiten
320

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In den Straßen Nophelets, der Hauptstadt des Königreichs Sdoom, werden in rascher Folge die Leichen von fünf Elbenjünglingen gefunden. Als bekannt wird, dass die Opfer auf magischem Wege ihres gesamten Bluts beraubt wurden, bricht Unruhe unter der Bevölkerung aus. Ein Fall für das IAIT, das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie, das sich der Aufklärung magischer Verbrechen verschrieben hat. Seine besten Mitarbeiter, Meister Hippolit und der Troll Jorge, werden ausgeschickt, um dem mysteriösen Elbenschlächter auf die Spur zu kommen. Die Entdeckungen, die sie dabei machen, überraschen jedoch sogar die beiden erfahrenen Ermittler ... Das originellste Ermittlerduo aller Welten: Clever & Smart go Fantasy.

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Eine ausführliche Meinung zum Buch fällt mir ziemlich schwer, da es in null Komma nix gelesen war. Ich habe mich nicht so intensiv auf die Geschichte eingelassen, wie ich es normalerweise mache. Aber das soll "Elbenschlächter" nicht abwerten, es ist eben ein Buch für einen gemütlichen Lesesonntag.

Fantasyliteratur gehört zu mir, Krimi dagegen etwas weniger. Umso gespannter war ich auf die Mischung, die sich mir hier bieten sollte. Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit dem Runninggag, folgten die berühmten Trollsprichwörter in etwas dosierterer Form. Hiermit konnte ich mich dann gut anfreunden und darüber lachen. Die Story ansich war schön spannend und lud zu Spekulationen ein, die wir während der Leserunde reichlich genutzt haben. Es hat unheimlich Spaß gemacht dieses Ermittlerduo zu begleiten. Die Charaktere sind so grundverschieden, dass man als Leser neugierig wartet, wie gewisse Situationen zusammen gemeistert werden. Doch das funktioniert mit reichlich Teamarbeit, in denen jeder seine Talente voll ausleben kann.

Super eindringlich sind auch die Schauplätze der Stadt Nophelet beschrieben. Ich habe eine Schwäche für düstere Gegenden in Fantasyromanen. In diesem magischen Thriller machen sich die Abgründe besonders gut, weil eben auch die richtigen Worte benutzt worden, um die Bilder in meinem Kopf entstehen zu lassen. Das funktionierte übrigens ebenso bei den vielen fremdartigen Begriffen um Flora und Fauna. Einfach darauf einlassen und es flutscht, wie man so schön sagt.

Fazit: Ein humorvolles Abenteuer, welches eine gewisse Abhängigkeit von weiteren Ermittlungsfällen auslöst.

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Der Elbenschlächter ist ein gelungener Einstieg in die geplante Reihe um das IAIT, das Institut für angewandte investigative Thaumaturgie: in sich geschlossen, aber dennoch mit Ansätzen, die in den Folgebänden aufgenommen werden können. Außerdem ist das Ermittlerduo klasse, Jorge und Hippolit folge ich gerne ein weiteres Mal durch die zwielichtigen Straßen Nophelets. Die beiden gegensätzlichen Agenten ergänzen sich perfekt und lassen es nicht langweilig werden. Der Fall selbst ist zwar nicht so vertrackt, als dass sich nicht die ein oder andere Vermutung bestätigen würde, aber dennoch spannend. Maßgeblich für das Buch ist aber auch der Humor, der wahrscheinlich nicht jedermanns Geschmack trifft. Mir gefällt dieser schwarze Humor und die etwas düstere Grundstimmung, außerdem wird gekonnt mit Klischees gespielt und mit Konventionen gebrochen. Schumacher und Lossau beweisen, dass Fantasy nicht jugendfrei sein muss, sondern im Gegenteil sehr dreckig sein kann. Die Welt, in der die Handlung sich abspielt, wird dabei mit einer wohltuenden Selbstverständlichkeit präsentiert, die lange Erklärungen überflüssig macht und dem Erzähltempo gut tut, aber auch sehr viel Atmosphäre bietet.

Schumacher und Lossau haben zwar nicht das Rad neu erfunden, aber wer dunklere Fantasy mag und den Humor der Autoren teilt, sollte Nophelet auf jeden Fall einen Besuch abstatten.

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Ich bin ja mit sehr gemischten Gefühlen an die Lektüre dieses Romans herangegangen, der mit dem Prädikat "Fantasy-Thriller" ausgestattet ist. Schon das grässliche Cover mit dem toten, blutleeren Elbenjüngling im Mittelpunkt und der drastische Titel "Der Elbenschlächter" lassen Böses ahnen, und tatsächlich ist das Buch nicht unbedingt Lesern mit schwachen Nerven zu empfehlen. Aber ich hatte durchaus Spaß mit der Lektüre...

Gekonnt werden die beiden Ermittler eingeführt, die ab sofort ein ungleiches Duo bilden werden und in Zukunft in diversen ungeklärten Fällen zum Einsatz kommen; Band 2 "Der Orksammler" ist schon erschienen, weitere Bände sind in Vorbereitung. Meister Hippolit und Jorge, der Troll sind ein ungleiches Paar und ergänzen sich doch perfekt in ihren Fähigkeiten. Irgendwie hatte ich bei den beiden immer Asterix und Obelix vor Augen; ob das an den Krügerschweinen liegt, die Jorges bevorzugtes Lieblingsessen darstellen?

Überhaupt strotzt die Geschichte nur so vor seltsamen Gestalten, die sich in der Handlung herumtreiben; seltsam kamen sie mir vermutlich deswegen vor, weil die Autoren mit sämtlichen Klischees der Fantasy brechen und die Fantasyvölker absurd verfremdet darstellen. So sind die titelgebenden Elben zum Beispiel nicht die edlen naturverbundenen durchgeistigen Geschöpfe, wie wir sie von Tolkien und Co. kennen, sondern ein ziemlich heruntergekommenes Volk, dessen Vertreter sich vor allem als Lustknaben durchschlagen. Oder die verweichlichten Vampire, die nur noch Tierblut zu sich nehmen dürfen und dazu einen Pilz gereicht bekommen, der die Nebenwirkungen vertreiben soll. Ich kam mit diesem schrägen Bild recht gut zurecht, bin ich doch recht experimentierfreudig, was Fantasy betrifft.

Trotzdem sollte man nicht gerade zartbesaitet sein, wenn man sich auf das Buch einlässt; manches fand ich ziemlich unappetitlich und auch bei der Beschreibung sexueller Ausschweifungen und Praktiken wird hier kein Blatt vor den Mund genommen. Dennoch ist es den Autoren in meinen Augen recht gut gelungen, im richtigen Moment umzuschwenken und humorvolle Klänge anzuschlagen.

Die Handlung selbst ist wie ein klassischer Who-done-it-Krimi aufgebaut, lädt zum Miträtseln ein und bietet einige Fährten, die es als Leser gedanklich mitzuverfolgen gilt. Das Ende sollte eigentlich überraschend sein, ich kam aber nach ca. 2/3 der Seitenzahl auf den Täter und konnte meinen Verdacht beim fulminanten Showdown bestätigt finden.

Der Sprachstil hat mich zudem von dem Roman überzeugt; er ist präzise und wortgewandt, sprüht vor Sprachwitz und lässt sich flüssig weglesen.

Alles in allem ein gelungener Einstieg in die Fälle des neuen Ermittlerduos des IAIT, des Institus für angewandte investigative Thaumathurgie; kein Muss für jeden Fantasy-Fan, aber ein nettes Stückchen Lesefutter für schmerzfreie Experimentierer.

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Fantasy plus Krimi, beides Genres, die ich sehr mag, und dazu noch lustig? Das versprach ein vergnügliches Leseerlebnis zu werden und ich wurde nicht enttäuscht. Der Humor hat mir glücklicherweise gleich gefallen, so dass ich mit einem Dauergrinsen das Buch gelesen habe. Besonders der Troll Jorge sorgte bei mir für häufige Lacher und ich habe fast schon seine Angewohnheit, für jede Situation schnell ein passendes Troll-Sprichwort zu erfinden, übernommen.

Doch nicht nur Jorge allein sorgte für lustige Momente. Die Zusammenarbeit mit seinem Partner Hippolit, einem Thaumaturgen, der sehr hoch in der Stufe der Zauberei stand, aber leider nach einer Verjüngungsprozedur, mit der Gestalt eines Teenagers zu kämpfen hat, hatte einen besonderen Reiz. Die beiden bei ihren doch sehr unterschiedlichen Ermittlungsmethoden zu begleiten war ein großer Spaß.

Gleichzeitig ging es allerdings auch etwas derb zu, denn die Ermittlungen führten tief in den Sumpf der Zivilisation hinein und so blieb einem der Anblick einer mehr als ausschweifenden Orgie nicht erspart ;) Aber auch dort kommt man einigermaßen heil wieder heraus, um sich dann in die nächste Gefahr und auf den nächsten Verdächtigen zu stürzen.

Es machte sehr viel Spaß, gemeinsam mit den beiden das Rätsel um den Elbenschlächter zu lösen. Nur sein Grund, die Morde so sehr grausam zu gestalten, hat mich nicht hundertprozentig überzeugt. Schön war für mich, dass, auch wenn mir gegen Ende die Identität dann doch noch klar wurde, ich über große Strecken sehr schön mitraten konnte.

Sehr gut gefallen haben mir auch die Beschreibungen der Umgebung und der Figuren. Viele liebevolle Details und lebendige Schilderungen ließen die Orte deutlich vor Augen entstehen und einen gut in die Atmosphäre eintauchen. Fast zu gut, denn die Umgebung war nicht immer schön. Wenn man dabei die Beschreibung einer königlichen Toilette als besonders erfrischend empfindet, sollte das vielleicht zu denken geben.

Ich hatte wirklich viel Spaß mit der Geschichte und freue mich jetzt schon auf den Folgeband und hoffentlich noch viele weitere Krimis mit dem ungleichen Gespann.

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In Foggarts Pfuhl, dem Rotlichtviertel von Nophelet, werden im Abstand weniger Tage fünf tote Elfen aufgefunden, die allesamt als Strichjungen gearbeitet haben und auf offensichtliche magische Weise ihres gesamten Blutes (und wie sich noch herausstellen wird, nicht nur dessen) beraubt wurden – und das, bevor sie tot waren. Die Stadtwache unter ihrem überforderten General Glaxiko verrennt sich in offensichtlich zur Ablenkung ausgestreute Spuren, aber das IAIT, das Institut für angewandte, investigative Thaumaturgie ist nicht gewillt, sich von der Stadtwache ausbooten zu lassen. Der Chef setzt seine beiden besten Ermittler auf den Fall an: Hippolit, ein hochrangiger, erfahrener Thaumaturg, der sich nach einer etwas mißglückten Verjüngungskur im Körper eines pubertierenden Teenagers befindet und damit beträchtliche Teile seiner Autorität eingebüßt hat, und sein Assistent Jorge, ein Troll mit einem unerschöpflichen Vorrat an Trollsprichwörtern, einem trollgemäßen Durst und der Fähigkeit, neben seinen Ermittlungen, auch Hippolits Interessen schlagkräftig Geltung zu verschaffen. Die Suche nach dem Elbenschlächter, wie der Täter von der Presse bald genannt wird, bringt die beiden auf manch merkwürdige Spur ...

Anerkanntermaßen bin ich kein Krimileser, aber ich lese gerne mal Fantasy. Daher war ich nicht sicher, ob die Kombination aus beidem für mich funktionieren würde. Und der Hinweis, daß es auch noch komisch dabei zugesehen solle, machte mich erst recht mißtrauisch, denn Humor ist nun mal eine höchst subjektive Sache und kann bei dem einen Leser einen Volltreffer erzielen und bei dem nächsten völlig daneben gehen. Erfreulicherweise kann ich aber feststellen, daß die Kombination in diesem Fall genau meinen Nerv getroffen hat.

Dafür sind durchaus mehrere Faktoren auszumachen. Zum einen sind Hippolit und Jorge einfach ein gut gewähltes Pärchen. So unterschiedlich sie sind, so gut ergänzen sie sich. Und besonders schön ist dabei, daß Hippolit trotz seiner Erfahrung und Intelligenz auch Fehler macht und Jorge nicht einfach ein tumber Troll ist, der nur draufhauen und Bier trinken kann. Aber sich die beiden nebeneinander vorzustellen, läßt mich schon grinsen. Ich könnte auch nicht sagen, daß ich einen von beiden sympathischer finde als den anderen. Beide haben ihre jeweiligen Vorzüge, aber den Reiz macht eben gerade ihre Verschiedenartigkeit aus. Zum anderen finde ich den Ansatz speziell in diesem Band einfach gut. Wann erlebt man die edlen, schönen Elben schon mal derart heruntergekommen? Echten Elbenfreunden wird dabei vermutlich das Herz bluten, aber ich fand es ehrlich gesagt, mal ganz erfrischend, wie ich überhaupt finde, daß etwas mehr Realismus (im Sinne von Sex and Crime) in Fantasyromanen durchaus nicht völlig fehl am Platz ist *zwinker*

Besonders hervorheben möchte ich aber auch noch die liebevollen und detailreichen Beschreibungen der Orte in Nophelet. Egal ob es sich um die zugigen Straßen von Foggarts Pfuhl, den Königspalast, einen Laden für Thaumaturgie-Bedarf oder eine Kneipe handelt: Man bekommt eine genaue Vorstellung von Aussehen und Atmosphäre (bis hin zu Geruchsimpressionen soweit eine reine Beschreibung das zuläßt, bin ich froh, daß das nicht real aus den Buchseiten strömte ...), was durch Kleinigkeiten wie einen Schrumpfkopf mit Korken in den Augen als Kneipendekoration u.ä. eindrucksvoll unterstützt wird. Vieles, gerade auch im Hinblick auf die verschiedenen Bevölkerungsgruppen, die in Sdoom leben, wird jedoch nur angedeutet, indem einzelne Vertreter ihrer Rassen in kurzen Szenen vorgestellt werden. Da ist mit Sicherheit noch einiges an Potential für zukünftige Bände, auf die ich mich jetzt schon freue.

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