Thomas Finn: Der Funke des Chronos

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Thomas Finn: Der Funke des Chronos
Verlag
ET (D)
2006
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783492701280

Informationen zum Buch

Seiten
412

Sonstiges

Erster Satz
Die Knochen splitterten wie brüchiges Glas, als die Droschke über den Katzenkadaver rollte.

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1842, am Vorabend des Großen Brandes von Hamburg, hat Heinrich Heine eine schicksalhafte Begegnung: Er trifft Tobias, einen Zeitreisenden aus dem 21. Jahrhundert. Gemeinsam begeben sich die beiden auf eine abenteuerliche Reise und decken ein uraltes Familiengeheimnis auf. Doch damit geraten sie mitten in eine Verschwörung von ungeahnten Dimensionen. Freimaurer, Alchimisten und Erfinder knüpfen ein bedrohliches Netz um den berühmten Dichter und den jungen Mann aus der Zukunft. Und so wird Tobias' Suche nach der mysteriösen Zeitmaschine unversehens zu einer Achterbahnfahrt voll tödlicher Überraschungen - bis mit dem Ausbruch des Großen Brandes die Hölle ihre Pforten öffnet.

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Der Hamburger Medizinstudent Tobias steckt kurz vor Weihnachten in einem Tief - wo soll er bloß die Festtage verbringen, da er keine Eltern mehr hat und vor kurzem von seiner Freundin sitzengelassen wurde?

Da erreicht ihn ein Päckchen mit einem merkwürdigen Gegenstand. Der beiliegende Brief führt ihn in eine Uhrmacherwerkstatt ... und von dort über 150 Jahre in die Vergangenheit, in den Mai 1842.

Er findet Zuflucht bei der Familie Lewald, deren Tochter Caroline er vor einem Kutschenüberfall gerettet hat, und erfährt, dass in Hamburg Angst und Schrecken herrscht, ausgelöst von einer rätselhaften Mordserie.

Doch auch bei den Lewalds geht es nicht sehr ruhig zu. Nachdem Tobias direkt bei seiner Ankunft in der Vergangenheit schon verfolgt wurde, findet er eines Nachts Eindringlinge im Haus vor, die ihm ans Leder wollen - und merkwürdige Masken tragen.

Tobias gerät nicht nur unfreiwillig ins Visier der Polizei, sondern auch auf die Spur einer gefährlichen Geheimverschwörung ... und wenig später steht halb Hamburg in Flammen ...

Ein sehr gelungener Mix aus Kriminalroman, Verschwörungsthriller und Zeitreisegeschichte. Das alte Hamburg wird vor dem inneren Auge des Lesers lebendig, heraufbeschworen durch anschauliche, atmosphärische Schilderungen, liebenswert-verschrobene Gestalten und eine gute Prise Lokalkolorit. Einige Personen, die im Dialekt sprechen, hörte man förmlich lebensecht reden.

Je weiter ich kam, je vollständiger sich die Puzzleteilchen der Handlung zu einem Gesamtbild fügten, umso weniger konnte ich das Buch aus der Hand legen. Eine Empfehlung!

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#1 Rezensent
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Der junge Medizinstudent Tobias ist elternlos in einem Waisenhaus aufgewachsen und empfindet keinerlei Vorfreude auf das nahende einsame Weihnachtsfest. Als ihm jedoch ein schrulliger Uhrmacher einen seltsamen Stab schenkt und ihn zu sich bestellt, scheint er dem Geheimnis seiner Herkunft auf der Spur zu sein. Kurz bevor er erfährt, wer seine Eltern sind, werden die beiden überfallen und Tobias kann sich in letzter Sekunde auf das Gerät retten, die der Uhrmacher als Zeitmaschine bezeichnete. Als er wieder zu sich kommt, befindet er sich im Hamburg des Jahres 1842. Einer Zeit, in der nicht nur der Große Brand die Innenstadt Hamburgs vernichtete, sondern auch eine Zeit, in der geheimnisvolle und überaus grausame Morde geschehen.

Thomas Finn gibt uns in "Der Funke des Chronos" Gefühl, wirklich dort zu sein und zeichnet ein altes Hamburg so voller Leben und mit einer unzerstörten Innenstadt, dass man sich fragt, woher er diese Details überhaupt wissen konnte. Auf seiner geheimnisvollen Reise trifft Tobias nicht nur auf plattdeutsch redende Einwohner, sondern auch den berühmten Dichter Heinrich Heine. Er wird Zeuge des Großen Brandes und ganz nebenbei verliebt er sich in eine bezaubernde junge Frau. Viel Stoff für ein Buch? Mitnichten, denn der Autor packt in die spannende Geschichte auch noch eine geheime Gesellschaft, Zitate von Heine und einen kleinen Fechtlehrgang mit hinein.

Bei all dem Stoff bleibt Finn sprachlich auf einer gut lesbaren Ebene, so dass man sich entspannen kann anstatt sich den Kopf zu zerbrechen. Durch das Zeitreisethema bleibt es allerdings nicht aus, dass sich das Gehirn das eine oder andere Mal verknotet und ganz unberechenbar die Richtung wechselt. Ein großes Maß an Authentizität und Atmosphäre schuf der Autor durch dialektsprechende Charaktere und einzelne szenenhafte Blickwinkel fremder Protagonisten (allerdings hemmen vor allem die Passagen in Mundart etwas den Lesefluss).

Unser "Held" Tobias ist sympathisch und stolpert unbedarft von einer misslichen Lage in die andere und bietet uns außerdem noch die eine oder andere witzige Szene und auch die übrigen Protagonisten gewinnen im Verlauf der Handlung immer mehr Tiefe und Persönlichkeit. Zwar merkt man irgendwann, dass man sich dem großen Finale nähert, die Auflösung überrascht jedoch und obwohl dort auch wieder einige Fragen aufgeworfen werden, überkam mich nicht das Bedürfnis, eine Fortsetzung lesen zu müssen. "Der Funke des Chronos" ist eine eigenständige Geschichte, die keines zweiten Teils bedarf, weil sie genügend Spielraum für die eigene Fantasy übrig lässt - allerdings bieten die Nebencharaktere so viel Potential, dass hier ein Wiedersehen durchaus denkbar ist.

Das Buch selbst ist wieder - wie ich es von den HC-Ausgaben der Fantasyreihe von Piper gewohnt bin - hervorragend ausgestattet (von dem etwas dümmlich wirkenden Menschen auf dem Coverbild abgesehen). So finden sich zwei unterschiedliche Karten vom alten Hamburg, ein Personenregister und auch ein Lesebändchen fehlt nicht.

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