Heide Solveig Göttner: Der Herr der Dunkelheit

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Heide Solveig Göttner: Der Herr der Dunkelheit
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783492750073

Informationen zum Buch

Seiten
442

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Staub schwebte in den Streifen aus Sonnenlicht, die in den Vorraum des Rundzelts fielen.

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Das Schicksal der Welt liegt in der Hand einer jungen Frau. Amra, Heldin des Romans »Die Priesterin der Türme«, setzt den Kampf gegen die Mächte fort, die die Insel der Stürme in den Abgrund reißen wollen. Auf der Flucht vor den kriegerischen Nraurn sind Amra, Gorun und Lillia im Norden der Insel gestrandet. Dort geraten sie in einen Hinterhalt, und der düstere Gott bringt Lillia in seine Gewalt. Als er sie auf das Schiff der Toten verschleppt, scheint alles verloren. Doch Gorun setzt sein Leben aufs Spiel, um Lillia aus den Klauen des Herrn der Dunkelheit zu befreien ...

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Der Herr der Dunkelheit ist das zweite Buch der Insel-der-Stürme -Trilogie und wie erwartet hat mich die Geschichte gleich wieder in ihren Bann gezogen. Das vertraute Gefühl, beim Wiedersehen mit den Personen und die wunderschöne Sprache waren einfach toll. Die Sprache lässt einen alles förmlich selbst miterleben. Sei es die Hitze in der Schlucht, der Salzsturm und das tobende Meer oder Gefühle der Personen, wie Müdigkeit, Anspannung, Wut, Angst, Zweifel, um nur einige zu nennen.

Waren einem die Hauptpersonen und die Hintergründe im ersten Buch noch sehr rätselhaft , so lernt man sie in diesem Teil nach und nach besser kennen und verstehen. Dieses Kennenlernen erfolgt durch gleichmäßig verteilte Rückblicke oder auch Erzählungen der Figuren über Begebenheiten ihres Lebens. So wie die Protagonisten nach und nach mehr über die anderen erfahren und verstehen, so lernen auch wir sie nach und nach besser kennen. Und das finde ich ganz toll gelöst, denn so wissen wir als Leser nicht mehr, als die Personen im Buch voneinander.

Nach und nach erkennen sie dadurch, dass nicht alles so ist, wie man es von Anfang an kennt, sondern es auch andere Wahrheiten gibt und das persönliche Weltbild in Bewegung geraten kann Und es ist einfach toll zu beobachten, wie aus Misstrauen eine Annäherung und Verbundenheit, Freundschaft, entsteht.

Und diese Verbundenheit ist auch nötig im Kampf um das weitere Leben auf der Insel. Und dort gibt es eben nicht einfach nur Gut und Böse, sondern auch immer etwas dazwischen und die Magie, die im ersten Teil durch das Mädchen Lillia in Bewegung gebracht wurde, zieht immer größere Kreise und tippt dabei den ein oder anderen an. Und da ist es jetzt eine große Aufgabe für alle, eine Annäherung der einzelnen Völker/Feinde zu erreichen, ohne die ein gemeinsames Leben auf der Insel unmöglich erscheint. Doch wird das gelingen? Wessen Wahrheit wird am Ende bestehen?

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Die Reise durch die Insel der Stürme zur Rettung des kleinen Mädchens mit purpurnen Augen und unbekannter Herkunft geht weiter: Amra, Gorun und Jemren müssen wieder viele Abenteuer bestehen, um Lillia in ihre Heimat zu bringen und ihr Geheimnis zu lüften. Dabei treffen sie nicht nur auf kämpferische Nraur, sondern sie begeben sich auch weit in den für Amra und Gorun unbekannten Norden.

Das Volk der Nraur erhält mit Nesyn zum ersten Mal einen Sprecher. Der Soldat, der unter der Heerführerin Quinda-Na gedient hatte, bringt den Lesern die kriegerischen Gegner unserer Gefährten näher, so dass sie nicht wie dunkle Gestalten ohne Herz, Seele und Verstand wirken. Auch die Königin des Ziegenvolkes, Kajlyn-Gua, erhält mehr Raum in der Handlung.

Der Schwerpunkt liegt natürlich immer noch bei der Lâiren Amra und ihren Gefährten, dem mutigen Ersten Reiter Gorun und dem Bogenschützen aus dem Norden Jemren. Brotkrumen für Brotkrumen wirft uns die Autorin vor die Nase und so erfahren wir nur langsam, welches Geheimnis sich hinter Lillia verbirgt (etwas Vorsicht ist angeraten beim Lesen des Anhangs, denn dieser verrät einiges darüber).

"Der Herr der Dunkelheit" ist geprägt vom Wechsel und dem Bruch mit Althergebrachtem. Schon bald wird offensichtlich, dass neue Bündnisse geschmiedet und alte Feindschaften beigelegt werden müssen. Bräuche, die keinen Sinn mehr haben, Kulturen, die neu überdacht werden - und mittendrin Menschen, die ihr Leben für das eines kleinen Kindes zu geben bereit sind. Es ist eine Zeit des Umbruchs und doch auch eine Zeit der Annäherung.

Heide S. Göttners Sprache brachte es fertig, dass ich mich schon auf den ersten Seiten wieder wohlfühlen konnte, obwohl die Lektüre des Vorgängers schon eine Weile her war und ich einiges vergessen hatte. Trotzdem liest man sich schnell und problemlos ein. Viele ergreifende Szenen werden wohl lange bildhaft in mir nachklingen, denn die Autorin schafft etwas, das nicht viele AutorInnen können: Atmosphäre! Man fühlt die Sandkörner und das Kratzen im Hals während des Sandsturms, man schmeckt Salz auf der Zunge und man ist bewegt von so viel Menschlichkeit in einer Zeit des Umbruchs und der Grausamkeit.

An dieser Stelle muss ebenfalls der Piper-Verlag lobend erwähnt werden, denn überzeugte bereits die Ausgabe des ersten Teiles, so haben die Verantwortlichen sich dieses Mal fast übertroffen: Ob es Absicht war, dass das Umschlagbild dem beschriebenen Antlitz des Totengottes Antiles so nahe kommt? Ein Lesebändchen und ein umfrangreiches Glossar vervollständigen diese schöne Ausgabe. Zwei Dinge müssen noch angemerkt werden: Zum einen ist es für die Handlung unerlässlich, dass man den Vorgänger gelesen hat. Zum anderen endet dieser zweite Teil glücklicherweise nicht mit einem ganz so fiesen Cliffhanger wie der erste.

"Der Herr der Dunkelheit" ist ein Buch, das man langsam lesen und genießen muss - falls man sich davon trennen kann und es nicht in einem Rutsch durchliest.

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Auf den ersten Blick hat mich neben dem wieder sehr tollem Cover das vielseitige Glossar begeistert. Neben der Aufzeichnung von Personen, Begriffen und Orten gibt es dort z.B. auch Götter, Sterne und Die Chöre der Geschichte.

Zu Beginn der Geschichte werden die Differenzen zwischen dem Norden und dem Süden noch einmal aufgezeigt. Ein guter Einstieg, so wird dem Gedächtnis auf die Sprünge geholfen und man hat ein größeres Verständnis für die Missverständnisse und Unterschiede.

Durch gelungen verteilte Rückblicke lernt man Amra, Gorun und Jemren immer besser kennen und baut eine noch größere Bindung zu ihnen auf. Es ist wie bei einer "realen" Bekanntschaft, beim 1. Treffen weiß man ja auch nicht alles über diese Person - die Hintergründe und Vorlieben erfährt man nach und nach, so wie sich auch die Beziehung von Fremden über Bekannten bis hin zu Freunden entwickeln kann...

Die Seiten flogen bei mir nur so dahin, die Zeit verging wie im Flug. Und die Beschreibung der äußeren Umstände konnte ich förmlich riechen und schmecken. Es gab jede Menge unterschiedliche interessante Szenen: überraschende, unheimliche, atmosphärisch dichte, tragische, mutige, ergreifende, hoffnungsvolle, gruselige, emotionale, ...

Dazu hatte ich auch oft klare Bilder vor Augen, perfektes Kopf-Kino.

Die Geschichte zieht auch immer größere Kreise. Ging es in Band 1 noch um einzelne Personen, so geht es hier auch um ihre Völker. Wie diese sich entscheiden, ob sie aufeinander zugehen können oder nicht.

Ich habe auch wieder den Eindruck, dass nichts ohne Grund "einfach so" passiert. Das gefällt mir gut, ebenso die Unterschiede zwischen den einzelnen Nraurn-Völkern und die fehlende Schwarz-Weiß-Malerei. Niemand wird wegen seiner Rasse in eine bestimmte Richtung gedrängt, das hängt allein von seiner Persönlichkeit und den getroffenen Entscheidungen ab.

Am Ende gab es einen Cliffhanger, und ich schwanke da immer noch zwischen hoffen und bangen. Momentan ist die Hoffnung größer, aber das kann sich auch schnell wieder ändern.

Dieses Wohlfühlbuch habe ich trotzdem einfach nur genossen, ich bin voll in der Geschichte aufgegangen - schade war nur, dass es so schnell vorbei war.

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Heide S. Göttner – Der Herr der Dunkelheit

„Der Herr der Dunkelheit“ ist der zweite Band der dreiteiligen Reihe „Die Insel der Stürme“. Wieder gelingt es der Autorin mit ihrer wunderbaren Sprache den Leser von der ersten Seite an zu fesseln. Das Geheimnis des kleinen Mädchens Lillia ist immer noch nicht gelöst und die Gefährten Amra - die Lairen aus dem Süden, Gorun – der Speerkämpfer aus dem Süden und Jemren – der Blindschütze aus dem Norden, begleiten das Mädchen und beschützen es vor den Übergriffen der Nraurn, dem Ziegenvolk. Selbst der Gott der Dunkelheit – Antilles greift nach dem Mädchen. Die spannende Lösung des Rätsels geht weiter und man mag gar nicht aufhören zu lesen.

Gemeinsam mit den Figuren trotzt der Leser dem eisigen Salzsturm, er erlebt die gefährliche Durchquerung des Scye mit seinen heißen Lavaströmen und der schwefelgesättigten Luft, und er kämpft mit Gorun auf scheinbar verlorenen Posten gegen den dunklen Gott. Aber alle Wege finden in Defagos – der Kühnen Stadt ihr Ziel. Wird das der Triumph der Gehörnten und die Niederlage des Südens, oder der Untergang der Geduldeten auf der Insel der Stürme?

Mit einer wunderbar farbigen und detailreichen Sprache zeichnet die Autorin wieder ein prächtiges Bild der Insel. Mit unwirtlichen Salzstürmen, heißen Lavaschluchten, trockenen Wüstenlandschaften umgeben von stürmischer See, ist die Insel der Stürme der Schauplatz einer sich endlich erfüllenden Prophezeiung. Doch wie sich alles auflöst wird wieder nicht verraten, wodurch sich die Wartezeit bis zum Erscheinen des dritten Teiles erneut in die Länge zieht. Die vielen lieb gewonnnen Charaktere müssen sich erholen, bevor es im letzten Band zum „Showdown“ kommt. Diese Zeit sei ihnen und der Autorin gegönnt, damit ein weiteres Werk in Ruhe reifen kann.

Das Buch ist wie bereits der erste Band ausgezeichnet ausgestattet. Eine Karte im Einband, ein Lesebändchen, eine Personenliste, Übersetzungen fremdartiger Begriffe, sowie Namen von Gottheiten und besonderen Orten runden eine faszinierende Geschichte ab.

Das Warten auf den nächsten Band wird lang, aber ich freue mich schon darauf.

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