Markus Heitz: Der Krieg der Zwerge

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1991   1  
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Markus Heitz: Der Krieg der Zwerge
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492700931

Informationen zum Buch

Seiten
605

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Die Schneeflocken wirbelten unruhig umher.

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Während das Geborgene Land und der Zwerg Tungdil mit seinen Freunden noch den Sieg über den Verräter Nôd'onn feiern, macht sich eine letzte Ork-Armee heimlich auf den Weg nach Norden, um das Zwergenreich der Fünften zu erobern. Das Schwarze Wasser, das Vermächtnis des Toten Landes, hat sie unsterblich werden lassen. Zu allem Unglück endet der Feldzug gegen die Albae, die dunklen Elben in Dsôn Balsur, im Streit zwischen Zwergen und Elben. Tungdil sucht Verbündete bei den geheimnisvollen ausgestoßenen Zwergen und wird mit seiner Vergangenheit konfrontiert: Er hört von Salfalur, dem Mörder seiner Eltern und Kriegsherr beim Stamm der Dritten, den Zwergentötern. Allerdings benötigt er ihn und dessen Volk ebenfalls als Verbündete. Tungdils Herz geht neue Wege. Bei den Ausgestoßenen findet er eine Zwergin, die seine Liebe zu Balyndis ins Wanken bringt. Da mehren sich die Zeichen, dass eine Bedrohung aus dem Westen tatsächlich an den Grenzen des Geborgenen Landes aufmarschiert, der die Völker nicht gewachsen zu sein scheinen. Denn was unternimmt man gegen göttliche Widersacher? War es ein Fehler gewesen, Nôd'onn zu vernichten? Die Zwerge bieten den Angreifern dennoch die Stirn, Tungdils Heldenmut ist ein weiteres Mal gefordert.

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Die Schlacht am Schwarzjoch ist geschlagen, Nôd'onn ist vernichtet. Die letzten Ork-Horden werden verfolgt, aber eine Gruppe wird übersehen, und das Schwarze Wasser hat ihnen eine unheimliche Fähigkeit verliehen. Zudem ist diese Horde auf dem Weg nach Norden, um sich in der gerade erst von Tungdil und freiwilligen Angehörigen der Ersten, Zweiten und Vierten wieder in Besitz genommenen Festung der vernichteten Fünften einzunisten. Es gelingt, die Festung zu halten – mit Unterstützung der Freien Zwerge, die Tungdil inzwischen kennengelernt hat. Sie sind Ausgestoßene oder Zwerge, die freiwillig dem strengen Clanwesen der Stämme den Rücken gekehrt haben. Auch Tungdil hat hier mit der Chirurga Myrmianda eine verwandte Seele gefunden, die ihn darüber hinwegtröstet, daß Balyndis der Heirat mit einem anderen Zwerg im Claninteresse zugestimmt hat.

Die mühsam gewonnen Eintracht zwischen Elben, Menschen und Zwergen, die sich im Krieg gegen die Albae bewähren muß, zerbricht rasch. Lorimbas, König der Dritten, verfolgt ehrgeizig und geschickt das Ziel, die übrigen Zwergenstämme aus dem Geborgenen Land zu treiben, dabei kommt ihm eine Bedrohung aus dem Westen zu gute. Angekündigt hatte sie sich mit einem gewaltigen Meteoriteneinschlag, aber die Nachforschungen Andôkais und Narmoras bringen eine Legende hervor, die Wirklichkeit geworden zu sein scheint: Eine Schar von zehn Avataren Tions nähert sich dem Geborgenen Land. Ihre Aufgabe und ihr Ziel ist es, alles Böse zu vernichten und daraus Macht zu ziehen. Das käme durchaus gegen verblieben Orks und Trolle sowie die Albae nicht ungelegen, wenn die Avatare und ihre Heerscharen nicht eine Spur der Verwüstung und Vernichtung hinter sich lassen würden. Nur mit einer gemeinsamen Aktion der Dritten, der Ersten und der Freien Zwerge besteht eine theoretische Chance, die Avatare aufzuhalten ...

Es ist schon ziemlich lange her, daß ich den ersten Band gelesen habe, und auch wenn seine Kenntnis für die Ereignisse hier nicht zwingend erforderlich ist, so hatte ich doch manches Mal das Gefühl, mir würden irgendwelche Zusammenhänge fehlen, weil ich mich an die Details aus Die Zwerge nicht mehr erinnerte. Das betrifft vor allem die Verbindungen zwischen einzelnen Personen, aber im großen und ganzen ist – glaube ich – trotzdem nichts wesentliches an mir vorbeigerauscht.

Tungdil als Held ist mir immer noch ein bißchen zu eindimensional. Ja, er zweifelt schon mal daran, ob er als Held taugt und fragt sich verzweifelt, warum das Schicksal ausgerechnet ihn ausgewählt hat, aber angesichts seiner „Biographie“ müßte man da eigentlich mehr erwarten können. Da tat es fast gut, ihn hier mit echtem Liebenskummer erleben zu können. Nach wie vor sind die Zwillinge meinen ungeschlagenen Sympathieträger. Wenn Boïndil seine Beile zückt und seinen irren Blick bekommt, dann weiß man als Leser, was passieren wird – so sicher wie das Amen in der Kirche. Das verweist aber auch schon auf die m. E. entscheidende Schwäche dieses Bandes (wie im übrigen auch des Vorgängers): Es fließt ziemlich viel Blut nur um des Kampfes willen, zwar nur in seltenen Fällen auf Grund persönlicher Fehden, sondern als Folge von Kriegshandlungen, und Krieg ist nun mal ein blutiges Geschäft, aber als handlungstreibendes Element nimmt es doch ein bißchen arg viel Raum ein. Ab und zu brauche ich aber mal einen Fantasy-Roman, der genauso gestrickt ist, zu vielen Zeiten könnte ich es aber genausogut angenervt in die Ecke legen, und letztlich verhindert genau das auch eine bessere Bewertung.

Ansonsten kamen hier aber zwei Aspekte zum Vorschein, die mir durchaus gut gefallen haben. Zum einen erfährt man nämlich mehr über die inneren Strukturen der Zwergenstämme und die Regeln, denen ihr Zusammenleben gehorcht. Und zum anderen bekommt man als Gegenentwurf dazu gleich auch noch die Freien Zwerge präsentiert. Wie sich bei der neuen Gemengelage, auch angesichts der rein personellen Stärke der Zwergenstämme, das zukünftige Zusammenleben im Geborgenen Land entwickeln wird, läßt einigen Raum für Spekulationen, Friede-Freude-Eierkuchen ist wohl schon allein auf Grund des zwergischen Wesens eher nicht zu erwarten. Und vielleicht schaffe ich es, bis zum dritten Band nicht ganz so viel Zeit wie zwischen den ersten beiden verstreichen zu lassen.

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Die Geschichte des zwergischen Helden Tungdil geht weiter. Kaum konnte er den vom Bösen besessenen Magus Nudin besiegen, stehen schon die nächsten Probleme an. Eine unbekannte Gefahr bedroht das "Geborgene Land" von außen, Streitereien, Missgunst und Machthunger und vor allem Hass bedroht es von innen. Eine Einigkeit der Völker scheint nach Verrat und Krieg undenkbarer denn je. Doch Tungdil und seine Freunde geben nicht auf.

"Der Krieg der Zwerge" besteht vor allem - wie der Titel bereits vermuten lässt - aus Schlachten: Zwerge gegen Albae, Zwerge gegen Orks, Zwerge gegen Elben und schließlich sogar Zwerge gegen Zwerge. Ein kriegerisches Völkchen und so bleiben auch brutale Beschreibungen nicht aus. Markus Heitz schont nichts und niemanden - weder die Leser noch die Hauptcharaktere.

Der ganze Roman ist sehr rasant uns spannend geschrieben, fast kann man ihn nicht aus der Hand legen. Dabei verzichtet der Autor anfangs auf große Gefühle, legt jedoch ab der Mitte des Buches ordentlich nach. Leider geraten manche Handlungsstränge und deren Lösung etwas vorhersehbar und so konnte ich mir einige Dinge schon im Vorfeld denken. Eigentlich tut das aber nichts zur Sache, denn es gibt wahrlich Überraschungen genug und von den letzten 100 Seiten bin ich immer noch erschüttert.

Sehr positiv ist auch hier wieder zu erwähnen, dass sich der Autor zwar einige Hintertürchen für den nächsten Teil offenhält, die Geschichte selbst jedoch rund abgeschlossen und der Leser nicht mit einem offenen Ende alleine gelassen wird. Obwohl auch "Die Zwerge" in sich abgeschlossen war, reiht sich die Fortsetzung nahtlos an den ersten Band an, weshalb es unbedingt empfehlenswert ist, die richtige Reihenfolge einzuhalten. Oder wie der Autor selbst sagt: "Man kann den Krieg der Zwerge auch ohne Vorkenntnis, wie man bei einem Auto im zweiten Gang anfahren kann. Aber es macht mehr Spaß, wenn man die Mühle im ersten hochzieht und dann schaltet."

Alle Schlachtenfans aufgepasst: Unbedingt lesen!

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Der Krieg der Zwerge ist eines der wenigen Büchern, von denen ich sagen kann, mir gefällt der zweite Band fast besser als der Vorgänger. Ich litt, freute, kämpfte, liebte und weinte mit Tundgill bei jeder Seite mit. Der sympathische Held schafft es ein weiteres Mal sich in unsere Herzen zu schleichen. Das Buch ist eine abgeschlossene Geschichte, die man auch ohne weiteres lesen kann, ohne "Die Zwerge" , den ersten Band, gelesen zu haben. Allerdings hätte der Autor bei einigen Stellen auf die blutigen gewaltverherrlichenden Passagen des Buches verzichten können.

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Im Vergleich zu 'Die Zwerge' erschien mir 'Der Krieg der Zwerge' stellenweise düsterer als sein Vorgänger, was wohl vor allem an Tungdil liegt, der seinem Stamm, dem der Dritten, näher kommt. Insgesamt ist das Buch gut zu lesen, ohne Längen. Dass die Handlung dabei jedoch an vielerlei Stellen vorhersehbar ist, weil schon zu oft woanders gesehen, bleibt verzeihbar. Dennoch ziehe ich eine Leseratte ab. Was mich dieses Buch jedoch auf zwei Leseratten herabstufen lässt, ist das Ende, wo sich der vermeintliche Feind als etwas gänzlich anderes herausstellt. Das kam zwar wirklich unerwartet, aber ziemlich unpassend. Und auch der dritte Teil ist bereits ziemlich klar vorhergesagt mit den Dingen, die am Ende passieren. Was genau diese Dinge sind, werde ich nicht verraten. Selber lesen :) Das Buch ist das Lesen wert, vor allem für Zwergen-Fans, jedoch ist das Ende wirklich unpassend.

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