Christian von Aster: Der letzte Schattenschnitzer

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Christian von Aster: Der letzte Schattenschnitzer
ET (D)
2011
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783608939170

Informationen zum Buch

Seiten
320

Sonstiges

Erster Satz
Ehrt eure Magier.

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Von jeher wacht der Rat der Schattensprecher über das Gleichgewicht zwischen Menschen und Schatten. Noch bevor die sagenumwobene Maria Dolores das Licht der Welt erblickt, wächst ein Kind mit einer unglaublichen Begabung heran: Jonas Mandelbrodt.

Er ist dazu bestimmt, die Sprache der Schatten zu erlernen. Mithilfe eines fast vergessenen magischen Zaubers ist er die einzige Hoffnung, den Krieg zwischen Mensch und Schatten zu verhindern. Als Jonas und Maria Dolores aufeinandertreffen, beginnt ein phantastisches Schattenspiel um Magie, Intrige und Macht.

Autoren-Bewertungen

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.7
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0  (2)
Charaktere 
 
2.5  (2)
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4.5  (2)
Gesamtbewertung 
 
3.3
Plot / Unterhaltungswert 
 
4.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
4.0

Undurchschaubare Schatten

Die Aufmachung des Buches ist wirklich gelungen, nicht nur, was das hübsche Cover angeht, sondern auch die Strukturierung des Buches durch die unterschiedlichen Schriftarten, die Verwirrung beim Erzählerwechsel verhindern. Auch den regelmäßigen Wechsel an sich, zwischen Schatten, Erzähler und Alchimia Umbrarum, finde ich gelungen, zumal diese verschiedenen Abschnitte inhaltlich und mit den Informationen, die sie liefern, sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Man erfährt immer einen Tick mehr und doch bleiben gleichzeitig viele Fragen offen, oder es werden neue aufgeworfen, sodass die Spannung garantiert über das ganze Buch hinweg bestehen bleibt bzw. immer aufs neue geweckt wird.

Den Stil, vor allem in den Kapiteln, die von Jonas' Schatten etwas gewöhnungsbedürftig, später dann aber ansprechend und angenehm zu lesen. Wobei auch das mit dem Wechsel zwischen den Erzählern zusammenhängen mag, der sich auch im Stil bemerkbar macht. Wäre das ganze Buch aus der Perspektive des Schattens geschrieben, wäre das auf Dauer vermutlich etwas anstrengender geworden.

Anstrengend allerdings auch, weil der Schatten sehr... eigene Ansichten hat. Seine Sicht auf die Menschen ist extrem negativ und zynisch. Dadurch ist auch die Sicht des Leser auf praktisch alle Personen außer Jonas sehr negativ gefärbt, was auch auch durch den Erzählerwechsel nicht nennenswert geändert wird, denn Einblicke in das Innenleben der anderen Figuren erhält der Leser auch hier nicht, selbst über Jonas' Sicht der Dinge erfährt man kaum etwas.

Dies führt dazu, dass ich dieses Buch zwar mit Interesse gelesen und die Verwicklungen, die vielen Fragen, die Unmöglichkeit die Handelnden Figuren, ob Mensch oder Schatten, in Kategorien der Marke Gut und Böse einzuordnen, als spannend empfunden habe. Doch gleichzeitig blieb ich sehr distanziert - Mitfühlen? Sorge um Charaktere? Betroffenheit bei Todesfällen (und von denen gab es einige)? Fehlanzeige. So viel Interesse die Geschichte geweckt hat, so wenig Emotionen hat sie hervorgerufen. Das muss nun nicht zwangsläufig schlecht sein, aber man man sollte sich vor dem Lesen überlegen, ob man mit dieser Art, eine Geschichte zu erzählen etwas anfangen kann.

Auch beachten sollte ein potenzieller Leser, dass es sich hier nicht um ein Jugendbuch handelt. Ich sehe das positiv, aber das Cover und der Klappentext können da eben leicht falsche Erwartungen wecken. Zwar ist gelegentlich ein leicht märchenhafter Hauch zu spüren, aber der wird durch die harsche Realität schnell wieder zunichte gemacht. Zudem ist es kein Buch, dass sich dazu eignet, mal eben hier und da und zwischendurch gelesen zu werden. Wenn man nicht mit genug Konzentration bei der Sache ist, verliert man schnell den Überblick.

Ich habe das Buch jetzt schon seit einer Weile beendet, aber so richtig entschieden, wie es mir gefällt, habe ich mich noch immer nicht. denn normalerweise spielt dabei mein Bauchgefühl eine große Rolle, aber hier - die beiden Haupteindrücke, die bei mir hängen geblieben sind, sind eben "Interesse" und "Distanz"....

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(Aktualisiert: 20 Februar 2012)
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4.0
Charaktere 
 
3.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Die Welt der Schatten

Zum Inhalt:

Es existiert eine Welt neben der der Menschen, ohne dass wir sie bemerken, obwohl wir sie ständig vor Augen haben, ja sogar mit ihr direkt verbunden sind – die Welt der Schatten. Wir sehen unseren Schatten, doch beachten ihn nicht und kommen überhaupt nicht auf die Idee, dass dieser auch unabhängig von uns existieren könnte. Doch in diesem Buch gibt Christian von Aster den Schatten ein eigenständiges Denken und Handeln. Anstatt willenlose Gebilde am Fuße ihrer Herrn zu sein, bemerken Schatten alles, was wir tun und geben dieses Wissen nach Ende des jeweiligen Menschenlebens in eine Art allgemeines Schattenwissen. So weiß jeder Schatten mehr, als wir Menschen uns überhaupt vorstellen können. Aber die Menschen können nicht mit ihren Schatten kommunizieren, Mensch und Schatten leben nebeneinander her. Bis auf eine Ausnahme: Als der Junge Jonas Mandelbrodt geboren wird, merkt sein Schatten schnell, dass Jonas anders ist. Und der Schatten beschließt etwas Unerhörtes, nämlich den Jungen die Geheimnisse der Schatten zu lehren. Und gleichzeitig geschehen auch andere Dinge, die das bisherige Gleichgewicht der Dinge bedrohen – in Mexico wird ein Mädchen ohne Schatten geboren und dann ist da noch das Eidolon, ein von dem Alchimisten Ripley vor 500 Jahren künstlich geschaffener Schatten… und alles hängt irgendwie zusammen.

Meine Meinung:

Zuallererst fiel mir der ungewöhnliche Schreibstil auf. Nicht immer einfach zu lesen, sehr künstlerisch und poetisch, teilweise märchenhaft.

Die Geschichte wurde aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt, aus Sicht des Schatten von Jonas, Auszüge aus John Dees „Alchimia Umbrarum“, usw. – alle in verschiedenen Schriftarten gedruckt, was ich als große Erleichterung beim Lesen und Verstehen empfand.

Die Handlung war nicht immer ganz einfach nachzuvollziehen und bietet sicher auch viel Raum für eigene Interpretationen beim Leser. Aber gerade das macht das Buch auch zu einem sehr spannenden Leseerlebnis, für das man sich allerdings unbedingt Zeit lassen sollte.

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