Patrick Rothfuss: Der Name des Windes

Patrick Rothfuss: Der Name des Windes

Hot
 
5.0 (4)
 
5.0 (1)
7175   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Patrick Rothfuss: Der Name des Windes
ET (D)
2008
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Name of the Wind. The Kingkiller Chronicle: Day One
ET (Original)
2007
ISBN-13
9783608938159

Informationen zum Buch

Seiten
910

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Es war wieder Abend geworden.

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)

"Vielleicht habt ihr von mir gehört" ... von Kvothe, dem für die Magie begabten Sohn fahrender Spielleute. Das Lager seiner Truppe findet er verwüstet, die Mutter und den Vater tot - »sie haben einfach die falschen Lieder gesungen«. Wer aber sind diese Chandrian, die weißglänzenden, schleichenden Mörder seiner Familie? Um ihnen auf die Spur zu kommen, riskiert Kvothe alles. Er lebt als Straßenjunge in der Hafenstadt Tarbean, bis er auf das Arkanum, die Universität für hohe Magie aufgenommen wird. Vom Namenszauber, der ihn als Kind fast das Leben gekostet hätte, erhofft sich Kvothe die Macht, das Geheimnis der sagenumwobenen Dämonen aufzudecken.

Autoren-Bewertungen

4 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (4)
Charaktere 
 
5.0  (4)
Sprache & Stil 
 
5.0  (4)

Top 50 Rezensent
Zeige alle meine Rezensionen (48)
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Lange nachdem jeder andere dieses Buch gelesen hat, habe ich mich auch endlich daran gewagt. Abgeschreckt haben mich bisher der Umfang und die Wartezeit, die voraussichtlich bis zur Veröffentlichung des dritten Bandes folgen wird. Doch eigentlich hat es dieses Buch nicht verdient, so lange Zeit ungelesen im Regal zu stehen.

Kote - der Besitzer eines Gasthauses in einem abgelegenen Dorf - wird von einem reisenden Chronisten als Kvothe, Held unzähliger Geschichten erkannt. Sie verhandeln so lange, bis Kvothe zustimmt, seine Geschichte zu erzählen. Diese Erzählung soll drei ganze Tage dauern und nur den ersten dieser Tage dürfen wir in "Der Name des Windes" mitverfolgen. So ist auch klar, dass es hier noch hauptsächlich um Kvothes Jugend und seine Erfahrungen an der Universität geht.

Die Geschichte nimmt sich sehr viel Zeit, sich zu entfalten. Man begleitet Kvothe wirklich von klein auf, lernt seine Eltern kennen, verfolgt seine Entwicklung und erfährt auch viele Details. Wer mit so einer langsamen Erzählweise ohne großen Spannungsbogen nichts anfangen kann, sollte besser die Finger von der Trilogie lassen. Ich fand das Buch zwar sehr spannend und konnte es kaum aus der Hand legen, allerdings lesen sich weite Strecken dieses ersten Teils noch wie eine Einleitung. Viele Episoden aus Kvothes Leben sind zwar durchaus lesenswert, aber es fehlt noch ein weiter Weg zu dem Kvothe, der offensichtlich weltberühmt ist, sich aber lieber in sein kleines Gasthaus zurückzieht.

Sehr angenehm und unterhaltsam fand ich Patrick Rothfuss' Erzählweise. In kurzen Zwischenkapiteln erinnert er den Leser daran, dass man eigentlich gerade in Kotes Gasthaus sitzt und seiner Erzählung aus dessen eigener Perspektive lauscht. Außerdem nimmt der Erzähler sich selbst und einige Fantasy-Klischees nicht so ganz ernst. Mein Favorit ist dabei eine Szene, in der Kvothe an der Universität ist und den sinnlosen Aufgaben eines Professors folgt und sich dabei immer wieder denkt, dass dies wohl eine Prüfung ist, weil er so etwas schon öfter in dieser Art gelesen hat. Doch er irrt sich gewaltig...

Fazit: Den Auftakt der Königsmörder-Trilogie fand ich durchaus gelungen und unterhaltsam. Für mich hatte das Buch einige Längen und kommt nicht so richtig in die Gänge, aber war trotzdem so spannend zu lesen, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich freue mich auf Band zwei!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Kvothe hat eine glückliche Kindheit bei der fahrenden Schauspielertruppe seiner Eltern, in der auch er selbst gerne kleine Rollen übernimmt. Von einem alten Weisen, der zeitweise mit der Truppe reist, lernt er einfache magische Bindungen und die Grundlagen der zugehörigen Wissenschaft, und in ihm wächst der Wunsch, eines Tages an der berühmten Universität in Tarbean zu studieren.

Seine Unbeschwertheit endet jedoch jäh durch schicksalhafte Ereignisse, die, da ist sich Kvothe sicher, auf das Konto der rätselhaften Chandrian gehen.

Im folgenden schlägt er sich mühselig alleine durch und lebt von der Hand in den Mund, bis er den großen Schritt wagt, sich an der Universität zu bewerben, und prompt angenommen wird. Dies bedeutet aber nicht das Ende aller Schwierigkeiten, denn er hat kaum Geld (und das Leben in der Stadt ist ziemlich teuer!) und macht sich mit seiner aufgeweckten Art, seinen überlegenen Fähigkeiten und seiner großen Klappe ziemlich schnell einen Erzfeind ...

Dies ist nur eine sehr grobe Beschreibung des Inhalts dieses wundervollen Buches, die ihm kaum gerecht werden kann. Patrick Rothfuss versteht so zu schreiben, dass man Seite um Seite weiterblättert, auch wenn eigentlich gerade gar nichts Spektakuläres geschieht, allein die wunderschöne Sprache, die ausdrucksvollen Bilder, die vor dem inneren Auge entstehen, und die treffsicheren Beobachtungen menschlicher Eigenschaften und Emotionen lohnen die Lektüre.

Die Fantasy-Elemente sind eher zweitrangig in diesem Buch, von den Chandrian und der Magie (die aber nie als solche bezeichnet, sonderen eher wie eine chemieähnliche Wissenschaft beschrieben wird) abgesehen. Die Musik spielt eine sehr große Rolle und sorgt für einige der schönsten Szenen des Romans, ebenso wie die Wissenschaft und Forschung und die Gegebenheiten an der Universität, in der es so manches Geheimnis gibt, das Kvothe ergründen möchte. Freundschaft und Liebe dürfen natürlich auch nicht fehlen, kommen aber auf unaufdringliche und unpathetische Weise ins Spiel.

Um die eigentliche Geschichte Kvothes rankt sich eine Rahmenhandlung, in deren Verlauf vieles bereits angedeutet wird, was man später im Detail erfährt. Dieser Kniff nimmt jedoch keine Spannung, sondern steigert sie eher, weil man immer gerade so viel im Unklaren gelassen wird, dass man gar nicht anders kann als weiterzulesen und festzustellen, dass die Dinge doch anders verlaufen sind, als man geglaubt hätte.

Ein äußerst gelungenes Fantasy-Debüt mit feinem Humor, wohldosierten Emotionen und einer differenzierten Charakterzeichnung. Mehr davon!!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

In einem abgelegenen Ort steht ein Wirtshaus. Dieses wird geführt von Kote, einem rothaarigen Wirt mit grünen Augen. Alle wissen er ist nicht von hier, jedoch wurde er integriert und er führt ein ruhiges und erfülltes Leben. ... so scheint es zumindest. Große Spinnenwesen - Dämonen - finden den Weg in das verschlafene Dorf, fallen über eine Kuh her und verletzen auch den Bauern ganz erheblich.

So einfach und fast trivial beginnt diese erfrischend aus der Masse der Fantasy-Romane herausstechende Erzählung. Es ist die Lebensgeschichte Kvothes, des bekanntesten und am meisten gesuchten Zauberer. Er selbst erzählt diese Geschichte in seiner Wirtsstube einem Chronisten, welcher sie in atemberaubender Geschwindigkeit festhält. Denn in Kvothes Leben gibt es keine Pausen.

Dass dieser Roman ein Erstling ist, mag man kaum glauben, strotzt er doch nur so vor Intelligenz. Die Formulierungen sind immer passend, Rothfuss findet Zugang zu mir als Leser, wie kaum ein Autor. Immer wieder dachte ich bei einzelnen Passagen "Genau das habe ich jetzt auch gerade gedacht" oder "Wie recht er doch hat". Die Personen handeln glaubhaft, sind echt, sie könnten geradezu neben mir wohnen. Außerdem spielt der Autor mit den Klischees des Genres, was das Lesen für Fantasy-Kenner noch einmal besonders attraktiv macht. Dieses Buch ist unglaublich gut auch ohne viele Erklärungen der "phantastischen" Welt drumherum, vermutlich sogar gerade deswegen. Die Personen sind keine dümmlichen Figuren - im Gegenteil, sie denken nach (jeder in seinem Rahmen) und handeln dementsprechend.

Die Zeit Kvothes auf der Universität mögen einige mit Harry Potters Zeit in Hogwarts vergleichen. Hat sie aber doch außer der Tatsache, dass es sich um eine Ausbildung handelt, nichts miteinander gemein. Kvothe ist eine völlig andere, eigene Persönlichkeit - einzig die Tatsache, dass es an beiden Orten um die Ausbildung der Personen geht, ist eine Gemeinsamkeit.

Zugegeben wirkte Kvothe auf mich mit zunehmendem Alter immer arroganter. Auch dies aber passt auf seine Person und warum müssen Hauptpersonen einem immer in allen Punkten sympathisch sein? Nicht ohne Grund wird er wohl von so vielen im Land gesucht...

Dieser Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ich konnte komplett darin abtauchen. Seit langer Zeit endlich mal wieder ein herausragendes Fantasy-Werk, welches auch den Leser ernst nimmt. Ich bin wirklich traurig, erst spät in diesem Jahr wieder zu Kvothe zurückkehren zu können. Schade, dass es nur so wenig phantastische Literatur auf diesem Niveau gibt. Ja, auch wir Fantasy-Liebhaber möchten gute Bücher lesen :-) Der Autor hat seine Jugend mit Tolkien und McCaffrey verbracht. Bleibt Hoffnung, dass aus dieser Generation noch viel derart gute Fantasy hervorgebracht wird. Einen neuen Meister haben wir jetzt auf jeden Fall schon gefunden!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Meine Fantasy-Lektüre der letzten Zeit ließ sich größtenteils entweder in die Sparte "ganz nett, liest sich schön flüssig, ist aber nichts Herausragendes" oder "eine wirklich gute Geschichte mit interessanten Figuren, aber zu komplex, sprachlich ziemlich schwierig und/oder eigentlich zu langatmig" einteilen. "The Name of the Wind" ist das erste Buch seit längerem, bei dem ich mich hervorragend unterhalten fühlte, die Geschichte nicht dahinplätscherte, man trotzdem einen guten Eindruck von den Figuren bekam und vor allem - bei dem ich das Buch auch überhaupt nicht mehr aus der Hand legen mochte.

Kote besitzt ein Wirthaus, irgendwo in einem abgelegenen Dorf. Als eines Tages Chronicler (DER Geschichtensammler) ins Dorf kommt und in ihm Kvothe, den Helden zahlreicher Legenden, erkennt, erzählt er ihm seine Lebensgeschichte. Drei Tage soll die Erzählung dauern und „Der Name des Windes“ handelt von diesem ersten Tag, berichtet, wie es kam, dass Chronicler in diesem Gasthaus landete, beschreibt die alltäglichen und ungewöhnlichen Dinge, die kürzlich geschahen bzw. an diesem Tag im Gasthaus geschehen und lässt Kvothe von den Geschehnissen in seiner Kindheit und Jugend erzählen. Kvothes Eltern waren Wanderschauspieler und von ihnen lernt er die Liebe zur Musik und allerhand Nützliches und von einem Mitreisenden das erste arkanische (d.h. magische) Wissen. Nach einem Unglück, welches sein ganzes weiteres Leben beeinflussen wird, landet er in der größten Stadt des Lands und muss sich dort alleine durchschlagen. Als einer der jüngsten Schüler schafft er es schließlich, zur Universität zugelassen zu werden und kann sich in den diversen magischen Disziplinen ausbilden lassen. Vor allem aber hat er eine Chance, die Wahrheit hinter den Sagen über die geheimnisvollen Chandrian, die sein Leben zerstörten, zu erforschen.

Der Autor kennt die üblichen Klischees der Fantasyliteratur, weiß aber mit ihnen umzugehen, egal, ob er sich jetzt einfach nur qualitativ von ihnen absetzt oder mit ihnen spielt. Eine meiner Lieblingsszenen ist die, in der Kvothe bei einem Händler so einige nützliche Dinge erwirbt, das vom Händler angebotene Seil allerdings ablehnt, weil er nicht wüsste, wofür er ein Seil brauchen sollte… Die nächsten Abschnitte wimmeln nur so vor Gelegenheiten, in denen ein Seil mehr als nützlich gewesen wäre… Auch sonst gibt es so einige Elemente in Kvothes Lebensgeschichte, die typisch sind und irgendwie jedem Fantasyhelden in der Ausbildung passieren, wie ein gewisses Außenseitertum, die Feindschaft zu einem mächtigeren „Mitschüler“ und Probleme mit Lehrkräften. Aber all das stört hier überhaupt nicht. Selbst wenn Kvothe von sich sagt, er wäre als Junge brillant gewesen (ebenfalls so ein typisches Element), wirkt es nicht wie Angeberei oder arrogant, sondern er berichtet einfach eine Tatsache. Dadurch, dass die Erlebnisse in der Rückschau erzählt werden, ist Kvothe zur Selbstreflexion fähig und er berichtet von seinen Fehlschlägen genauso offen wie von seinen Erfolgen. Dass macht ihn so sympathisch, lässt einen aber immer wieder vergessen, dass der Erzähler kein alter Mann ist, sondern noch jung genug, um aktiv sein weiteres Leben zu gestalten und die Erlebnisse eben nicht weit in der Vergangenheit liegen und keinen direkten Einfluss mehr auf die Gegenwart haben, sondern vermutlich zu Kvothes aktuellem Lebenswandel geführt haben.

Auch der Handlungsstrang der Gegenwart ist nämlich nicht ohne Geheimnisse und Gefahren, nur enthält uns der Autor hier so ziemlich sämtliche Informationen vor und lässt uns im Dunkeln stehen. Es wird weder erklärt, wie Kvothe zum Wirt wurde, noch welche Bedrohungen tatsächlich noch offen sind, stattdessen bekommt man ab und zu einen so kleinen Fitzel Informationen angeboten, dass gerade einmal die Neugierde angestachelt wird, der aber nichts zu einer Auflösung beiträgt.

In den Widmungen, vorne im Buch, dankt Patrick Rothfuss seinen Eltern, die ihn lehrten, Bücher zu lieben und ihm beibrachten, sich bei einer Aufgabe Zeit zu lassen und es dafür gleich beim ersten Versuch richtig ordentlich zu machen. Glücklicherweise hat er sich diesen Rat zu Herzen genommen und mit „The Name of the Wind“ ein wunderbares Romandebüt abgeliefert. Ich habe mich völlig in Kvothes Erzählung verloren, die Geschichte hat mich von den ersten Seiten an gefangen genommen und bis zum letzten Abschnitt nicht mehr losgelassen. Und auch wenn ich es schade finde, dass das Erscheinungsdatum des zweiten Bandes noch so weit in der Zukunft liegt, gönne ich Rothfuss alle Zeit der Welt, wenn „The Wise Man’s Fear“ auch nur annähernd so gut wird wie dieses Buch.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

1 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0  (1)
Charaktere 
 
5.0  (1)
Sprache & Stil 
 
5.0  (1)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Schon lang nichts mehr Neues am Fantasy-Himmel! Ist es nicht so, dass doch immer wieder nur die gleiche Geschichte erzählt wird?! Vielleicht stets in etwas anderen Farben und mit einem neuen Gewand, aber letztlich doch immer der gleiche alte Kampf Gut gegen Böse, die schon längst bekannte und durchgekaute Geschichte vom unscheinbaren Jungen, der plötzlich seine magischen Fähigkeiten entdeckt und zum universalen Heilsbringer heranwächst ...

Mit "Der Name des Windes" - so behaupte ich - ist endlich ein neuer Fantasy-Stern aufgegangen. Patrick Rothfuss gelingt es mit dem Debütband seiner Fantasy-Trilogie, etwas wirklich Neues zu schaffen. Anstatt der Geschichte vom Mann, der auszog, die Welt zu retten, fasst Rothfuss die Entwicklung eines ganzen Lebens in fantastische Bilder. Ganz und gar Fantasy - aber unglaublich realistisch und mit reichlich Frischwind!

Weit weg von kindlicher Märchenfantasie entfaltet sich eine im Schreibstil anspruchsvolle Bildgewalt, zudem gewürzt mit viel Humor. Aber Keine Angst: Rothfuss wartet nicht mir Fantasy-Comedy auf. Vielmehr führt er dem Leser wirkliches Leben mit seinen erschütternden Tragödien und schweren Lebensschicksalen vor Augen: Armut, Not, Krankheit, um Drogen bettelnde Kinder in den großen Städten. Und der Tod scheint bei all dem nicht das Schlimmste zu sein, was einem widerfahren kann. Aber gerade in den dunkelsten Teilen der Geschichte vermag Rothfuss den Leser besonders anzurühren durch die Hoffnung, Wärme und Menschlichkeit, die seine Erzählung ausstrahlt. Dazu bedient er sich einer klaren und einfachen, einer wunderbaren Sprache, die dem Leser wie von selbst Bilder in den Kopf malt und Musik in die Gedanken zaubert.

Ein fantastisches Buch über die Suche nach Antworten, über die Suche nach einem sicheren Ort - wenn man so will -, der Schutz bietet im Sturm des Lebens.

Unbefriedigend bleibt am Ende allein die Tatsache, dass auf den nächsten Band noch gewartet werden muss!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

Affiliate-Programm von Amazon, um Literaturschock zu unterstützen. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue