Stephen R. Donaldson: Der Spiegel ihrer Träume

Stephen R. Donaldson: Der Spiegel ihrer Träume

Hot
 
0.0
 
3.5 (2)
1960   1  
Bewertung schreiben
Add to list
Stephen R. Donaldson: Der Spiegel ihrer Träume
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Mirror Of Her Dreams
ISBN-13
9783453178779

Informationen zum Buch

Seiten
942

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in

Kaufen

[Werbung / Affiliate-Link]

Bei Amazon kaufen Bei Booklooker kaufen Bei LChoice kaufen

Handlungsort

Handlungsorte
Karte anzeigen (Gesamtübersicht)
Terisa Morgan, ungeliebte Tochter eines Milliardärs, lebt in der Einsamkeit ihres New Yorker Luxus-Apartments. Um einen Beweis für ihre Existenz zu haben, umgibt sie sich mit zahllosen Spiegeln. Da tritt eines Tages ein junger Mann durch einen Spiegel in ihr Zimmer und bittet sie, ihm in seine Welt zu folgen und sein Reich zu retten. Terisa reicht ihm zögernd die Hand und findet sich bei den Spiegelmagiern auf Schloß Mordant wieder. Und sie wird hineingerissen in den Strudel von Leidenschaft, Magie, Intrige und Mord dieser märchenhaften Parallelwelt jenseits der Spiegel. Und sie lernt Prinz Geraden kennen, einen Unglücksraben von einem jungen Mann - der ihr Schicksal werden soll...

Autoren-Bewertungen

Terisa Morgan kommt zwar aus einer wohlhabenden Familie, ist aber, v. a. dank der Ignoranz ihrer Eltern, mit einem ausgeprägten Zweifel an ihrer physischen Existenz ausgestattet. Ihre ganze Eigentumswohnung ist verspiegelt, weil sie ihr eigenes Spiegelbild zur Selbstvergewisserung benötigt. Aus einem dieser Spiegel fällt eines Abends ein junger Mann, der für sie unverständliches Zeug redet, sie aber doch überreden kann, ihn in seine Heimat Mordant zurückzubegleiten. Dort gibt es große Probleme und der junge Mann, der sich als Geraden vorstellt, ist der festen Überzeugung, daß Terisa die für die Rettung benötigte Person ist. In Mordant gerät Terisa in Hofintrigen, der alte König und sein Hofmagier sind oder wirken zumindest wie abwesende Tattergreise, zwischen den Magiern laufen Meinungsverschiedenheiten, im Land passieren (angeblich) furchtbare Dinge, an den Grenzen sammeln sich Feinde und Terisa wird in der ersten Nacht von einem unbekannten Mann bedroht. Sie muß außerdem lernen, daß Spiegel in dieser Welt eine andere Funktion haben: Sie reflektieren nicht das, was sich unmittelbar vor ihnen befindet, sondern zeigen andere Orte. Mittels eines Translation genannten Prozesses ist es möglich, z. B. Lebewesen von diesem Ort durch den Spiegel nach Mordant zu bringen. Die Herstellung und Vewendung dieser Spiegel obliegt den Magiern, die hier Imagomanten heißen.

Nach einem knappen Drittel habe ich aufgegeben, weil es wirklich nichts gab, was mich hätte weiterlocken können. Die Story verläßt Terisa nie, und daß Donaldson sie nicht noch auf die Toilette begleitet, ist wirklich alles. Nichts gegen detaillierte Beschreibungen, aber hier war es schlecht gemacht und die Geschichte zog sich einfach nur wie Kaugummi. Die Personen waren durch die Bank so gestrickt, daß ich ihnen wahlweise eine hätte runterhauen oder sie schütteln wollen. Auch das betrifft vor allem Terisa. Mit Minderwertigskeitskomplex ist ihr Problem, glaube ich, nur unzureichend beschrieben, aber daß auch die simpelsten Überlebensinstinkte nicht funktionieren war mir dann endgültig zu viel. Geraden ist derartig tolpatschig, daß man sich fragen muß, wie er überhaupt das gesegnete Alter von ungefähr 25 erreicht haben kann, wenn er nicht einmal durch eine Tür gehen kann, ohne sich Beulen zu holen.

Am schlimmsten war aber der sprachliche Aspekt. Ich habe mal bei amazon.com ein bißchen im englische Original geblättert, weil ich wissen wollte, ob es ein Übersetzungsproblem ist. Zumindest teilweise scheint mir das der Fall zu sein. In der deutschen Übersetzung hat man für die Leute aus Mordant einen Stil gewählt, der etwas altertümlich und gehoben wirken soll, mich aber nur an die allerorten stattfindenden Mittelaltermärkte erinnert und auch zu einigermaßen absurden Wortstellungen in den Sätzen führt. Der inflationäre, wenngleich korrekte Gebrauch von Apostrophen, vor allem um das e von es zu ersetzen, gerne auch als daß's oder an Stellen, wo es wiederum die Wortreihenfolge krampfhaft verdreht, wirkt einfach nur albern. Terisa spricht (wenn sie es überhaupt tut) mal ähnlich geschraubt, mal umgangssprachlich mit Begriffen, die kein Mordanter verstehen dürfte. Sie wird aber nie um Erklärungen gebeten, also kann man wohl davon ausgehen, daß ein Mordanter eine Vorstellung davon hat, was z. B. eine "Tippse" ist ... Es ist auch durchaus in Ordnung, durch Kursivdruck *gelegentlich* bestimmte Wörter zu betonen, aber wenn das ein halbes Dutzend mal pro Seite passiert, dann fühle ich mich eher gegängelt, als könnte ich einem Dialog nicht selbst so weit folgen, daß ich entscheiden kann, worauf der jeweilige Sprecher wohl seine Betonung legt. Nein, so etwas muß ich wirklich nicht lesen. Eine Rattenbewertung schenke ich mir unter diesen Umständen ...

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Benutzerkommentare

2 Bewertungen

Gesamtbewertung 
 
3.5
Plot / Unterhaltungswert 
 
3.5  (2)
Charaktere 
 
3.5  (2)
Sprache & Stil 
 
3.5  (2)
Bewertung (je höher desto besser)
Plot / Unterhaltungswert
Charaktere
Sprache & Stil
Rezensionen
Gesamtbewertung 
 
5.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
5.0
Charaktere 
 
5.0
Sprache & Stil 
 
5.0

Packendes Duo von Donaldson. Die Mordants Not-Reihe ist nicht so bedrückend und tiefgängig wie seine anderen Werke, zeichnet sich aber ebenso durch eine dichte Handlung, athmosphärische Welt und gut ausgearbeitete Charaktere aus. Es ist die gute Mischung aus Action und Intriegen, die dem Buch seine durchgängige Spannung verleihen. Langweilig wird es nie. Hervorzuheben ist, daß das erste Buch gänzlich in nur einer Burg spielt und an eine Hommage an Ghormenghast erinnert. Die Story ist verwickelt und birgt während des Lesens genügend Raum für Spekulationen, die gegen Ende überraschend und glaubwürdig gelöst werden.

Volles JA zu diesem Buch!

War diese Rezension hilfreich für Sie? 
Gesamtbewertung 
 
2.0
Plot / Unterhaltungswert 
 
2.0
Charaktere 
 
2.0
Sprache & Stil 
 
2.0

Ich kann mich der ersten Rezension nur anschließen,erst Recht, weil ich "durchgehalten" habe und es zu Ende gelesen habe. Inzwischen schon zum zweiten Mal.

Anscheinend habe ich in den Jahren viel vergessen, denn sonst hätte ich mir das zweite Mal sparen können. Diese "Selbstzweifel" von Terisa treiben den Leser zur Verzweiflung: Man möchte Ihr eine "klatschen" und Sie wachrütteln, obwohl man weiss, dass selbst das nicht helfen würde. Spätestens nach der Dritten "Bin ich oder nicht" Elegie wird das langweilig.Man fängt an, diese Sätze zu überblättern. Ähnlich verhält es sich mit den diversen Verführungsversuchen durch den Magier Eremis. Terisa ist nicht abgeneigt, da Sie noch nie sexuelle Erfahrungen gemacht hat und ist oft sehr erregt und durcheinander. Nur jedesmal, wenn der Meister sich am Ziel wähnt, platzt irgendjemand ins Zimmer, vorzusgweise Geraden (der andere männliche Hauptsteller). Terisa bleibt dann tief "verwirrt" zurück, weil Sie sich diese Gefüjhle nicht erklären kann. Eine Anfang 20 jährige Amerkianer hat noch nie etwas von Sex gehört? Man möcht Ihr zuschreien: Tu es endlich, dann haben wir alle es endlich hinter uns. Nicht der einzige Themenkomplex der mit der Zeit unglaubwürdig wird.

Wenn der Autor sich bei den psychologischen Profilen, den Unzulänglichkeiten oder Vorzügen seiner Akteure nicht so oft wiederholen würde (Ist ja gut, wir haben es inzwischen kapiert) könnte es ein gutes, spannendes Buch sein, das vor allem auch Lust auf die Fortsetzung macht. Das wurde aber komplett verfehlt.Aus Angst, dass der zweite Teil genauso zäh ist, werde Ihn nicht lesen, denn ich muss ein Buch immer zu Ende lesen, egal wie schlecht es ist.

War diese Rezension hilfreich für Sie? 

Für eine werbefreie Plattform und literarische Vielfalt.

unterstuetzen books

 

 

 

Affiliate-Programm von LCHoice (lokaler Buchhandel) und Amazon. Weitere Möglichkeiten, Danke zu sagen.

Tassen, Shirts und Krimskrams gibt es übrigens im

Buchwurm-Shop

I only date Booknerds

Diese Seite nutzt Cookies.

Datenschutz & Widerspruchshinweise

Erlauben
© 2018 Susanne Kasper, Literaturschock

Mobile-Menue