Bernard Cornwell: Der Winterkönig

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Bernard Cornwell: Der Winterkönig
Verlag
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Winter King
ISBN-13
9783442350278

Informationen zum Buch

Seiten
568

Serieninfo

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Britannien im fünften Jahrhundert. Die letzten Tage der großen Dunkelheit sind angebrochen. Die Erinnerung an das römische Reich beginnt zu verblassen, und die heidnischen Götter weichen vor dem sich ausbreitenden Christentum zurück. Drohend lauern die Sachsen vor den Grenzen, denn allzu zerbrechlich sind die Bündnisse zwischen den zahllosen britischen Königreichen, um den Ansturm der Feinde auf Dauer standzuhalten.

Als der Großkönig Uther Pendragon stirbt und sein Nachfolger ein hilfloses Kind ist, gibt es nur einen Mann, der den Thron halten kann: Arthur, der Bastardsohn Uther Pendragons. Doch Arthur wurde einst vom Vater nach Armorica verbannt. Nun erzählt Derfel, ein Zögling Merlins und Arthurs Kampfgefährte, die Geschichte von Arthurs Rückkehr und seinem ehrenhaften Eintreten für den Frieden. Er berichtet von dem Kampf zwischen Christentum und Magie; von Guinevere, die Arthur leidenschaftlicher liebt, als gut für ihn ist; und von dem Verhängnis in Gestalt des verführerischen Lancelot. Von faszinierenden Frauen und Männern, die sich im Sog der Ereignisse bewähren - oder scheitern...

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„Der Winterkönig“ ist der erste Teil einer Artus-Trilogie von Bernard Cornwell. Die Geschichte wird aus Derfels Blickwinkel erzählt, eines Kriegers unter Artur, der in hohem Alter zum christlichen Mönch wurde und seine (und Arturs) Geschichte nun auf Wunsch von Königin Igraine niederschreibt. Immer wieder flicht der Autor Gespräche zwischen den beiden ein, in denen Igraine meist auf einer heroischeren Variante einer Begebenheit besteht und so versucht die Geschichte in Richtung des klassischen Artus-Mythos zu beeinflussen. „Der Winterkönig“ beginnt zeitlich kurz vor Arturs Machtergreifung und endet mit der Schlacht, die ihn zum Oberhaupt der britischen Stämme macht.

Cornwells Artus-Trilogie hat einen ziemlich guten Ruf. Nachdem ich die ersten Seiten gelesen hatte, habe ich mich allerdings zunächst gefragt warum: Irgendwelche unzivilisierten Heiden mit unaussprechlichen Namen, die in noch unaussprechlicheren Orten wohnen und ein (bereits toter) Mordred, der Arturs Bruder bzw. Mordred II, sein Neffe ist. Nichts passte zusammen, die Allianzen, wer zu wem gehört, blieben unverständlich und ich habe mich schon gefragt, warum ich überhaupt dieses Buch lese und ob ich es nicht lieber in die Ecke werfen und etwas Vernünftiges lesen sollte. Doch so bei Seite 100 hat es „klick“ gemacht und das Buch begann mir zu gefallen, auch wenn es mit dem, was ich als Artus-Geschichte kenne, sehr wenig zu tun hat. Cornwell schreibt deutlich historischer als die meisten Artus-Autoren und lässt die Geschichte tatsächlich ca. 500 n. Chr. spielen mit sehr viel Naturreligion und deutlichen Resten römischer Kultur und ohne strahlendes Hochmittelalter, wie man es gewohnt ist.

Das übliche Personal ist ebenfalls unüblich angeordnet, die unübliche Vergangenheit Mordreds (es sei denn es taucht in den weiteren Bänden noch ein Mordred III auf, der dem üblichen Mordred mehr entspricht) und die fehlende mythische Zeugung Arturs, sind nicht das Einzige. Guinevere ist kein blondes Dummchen, sondern eine intelligente und zielstrebige und außerdem rothaarige Frau, Lancelot ist kein strahlender Held, sondern jemand mit guten „Presseinstinkten“, der einfach nur dafür sorgt, dass er als großer Kämpfer erscheint und jeder wirklichen Gefahr aus dem Weg geht.

Mit der Hauptfigur Derfel, einem jungen britischen Krieger, hat Cornwell einen interessanten und sympathischen Helden geschaffen, der natürlich und realistisch erscheint. Derfel wuchs in Merlins Haushalt gemeinsam mit der Zauberin Nimue auf, durch die er eine entsprechend nahe Verbindung zu den magischen und religiösen Ritualen hat. Als Jugendlicher wird er dann zum Krieger und zeichnet sich aus, so dass er im Laufe der Zeit im Rang aufsteigt. Derfel steht ein wenig zwischen der mythischen und der kämpferischen Welt und in dem Cornwell aus seinem Blickwinkel beschreibt, erscheint die Geschichte sehr realistisch. Es gibt keinen Zweifel daran, dass bestimmte Menschen von den Göttern berührt sind, aber die magischen Ereignisse selbst werden stets so dargestellt, dass es sich durchaus um Zufälle oder sogar Manipulation handeln kann. Ein besonderer Pluspunkt für Cornwell sind die Schlachtenbeschreibungen, die detailliert und zumindest für mein Verständnis historisch korrekt sind, dabei aber trotzdem nicht langweilen, sondern in denen hervorragend die Gefühle des einzelnen Kämpfers in der Schlacht dargestellt werden.

Am Ende des Buches angekommen, freue ich mich darauf, dass es noch zwei Fortsetzungen gibt, war ich doch hingerissen von Cornwells Beschreibungen und fiebere der Erklärung entgegen, wie es Derfel ins Kloster verschlagen hat.

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Nachdem ich das Buch und auch "Der Schattenfürst" innerhalb kurzer Zeit regelrecht verschlungen habe, kann ich der vorstehenden Rezension voll und ganz zustimmen. Ganz besonders hat mir bissige trockene britische Humor gefallen, den die Handelnden, insbesondere Merlin, zuweilen zelebrieren. Es ist die bisher gelungenste Darstellung der Arthusgeschichte, die ich bisher gelesen habe und ich freue mich schon auf den letzten Teil. Ich kann das Buch nur wärmstens weiter empfehlen.
HT
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