Terry Pratchett: Der Winterschmied

Terry Pratchett: Der Winterschmied

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Terry Pratchett: Der Winterschmied
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
2006
ISBN-13
9783442546190

Informationen zum Buch

Seiten
384

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Als das Unwetter kam, traf es die Hügel wie ein Hammer.

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Handlungsort

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Tiffany Weh, Hexe in Ausbildung, ist mit ihren 13 Jahren auch nur ein Teenager - und damit manchmal unberechenbar. Bei dem archaischen Ritual, das den Übergang vom Winter zum Sommer markiert, mischt sie sich kurzerhand unter die Tänzer. Und dieses unerhörte Treiben bleibt nicht unbemerkt: Der Winterschmied, Herr über Schnee und Eis, wird auf Tiffany aufmerksam und findet prompt Gefallen an ihr. Um sie zu beeindrucken, setzt er nun alles ein, was sein kaltes Reich zu bieten hat. Tiffany wiederum findet es zwar irgendwie schmeichelhaft, einen Verehrer zu haben - der Spaß hört aber auf, wenn deswegen die ganze Welt in Schnee versinkt. In Schnee, dessen Kristalle nicht zufällig die Konturen einer gewissen Nachwuchshexe tragen. Bevor also alles Leben erfriert, muss Tiffany die Konsequenzen ihres Handelns tragen und den Winterschmied in seine Schranken weisen.

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(Aktualisiert: 20 November 2013)
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Der Winterschmied

Tiffany ist liebenswert, clever, und - etwas erstaunlich rares - ein guter Mensch. Ich hatte sie schon lieb als sie zum ersten Mal mit einer Bratpfanne ein Monster verjagte um ihrem kleinen Bruder zu retten. Nun ist Tiffany älter und arbeitet für Miss Treason, bei der sie wieder erkennen muss, dass Hexen mit Magie eigentlich wenig zu tun haben. Sie helfen den Leuten in ihrer Umgebung in allen Lebenslagen, oft auch mal, weil die Leute selbst zu dumm sind um sich selbst zu helfen. Die Message dieser Bücher hat mich unheimlich berührt. Die Dorfbewohner sind teilweise wirklich dämlich, aber - und das weiß Tiffany nur zu gut - das heißt nicht, dass sie die Hilfe einer Hexe nicht verdient haben.

Mit Miss Treason hat Pratchett wieder einen tollen Charakter erschaffen. ich hätte nicht gedacht, dass ich die alte Hexe so lieb gewinne, aber sie ist wirklich unvergesslich. Besonders hat mich gefreut, dass Granny Weatherwax wieder eine große Rolle spielt (und ihre ganz neue Katze names You). Nanny Ogg, von der ich zwar weiß, dass sie auf der Scheibenwelt ein Urgestein ist, die ich aber noch nie wirklich kennen gelernt habe, hat mich ebenfalls verzaubert. Terry Pratchett schreibt Frauen, so wie ich sie mir in allen Büchern wünschen würde. Unterschiedlich, weit nicht perfekt, aber unglaublich menschlich. Nanny Ogg, soweit ich das zwischen den Zeilen erkennen konnte, war in ihrer Jugend den Männern sehr zugeneigt und hat wohl auch eine Schar Kinder und Enkelkinder, die das beweisen. Weibliche Charakter, die ihre Sexualität ausleben, werden gerne mal in eine sehr negative Schublade gedränkt, aber nicht so Nanny Ogg! Die Dame ist cool bis in die Haarspitzen und bildet vor allem einen schönen Gegenpol zu Granny Weatherwax.

Horace, der Käse, hat mir auch gefallen, wobei er und die Feegles wieder viel Humor in die eigentlich eher traurige Geschichte gebracht haben. Aber keine Angst, Pratchett wird seinem Ruf gerecht und liefert Szenen, die zum Lachen, Schmunzeln oder laut Losprusten einladen. Oft hat mich Boffo (was das ist, verrate ich nicht) zum Grinsen gebracht, meistens die Feegles, und ganz besonders Granny Weatherwax und ihre Katze.

Dass das Ende vorhersehbar ist, hat mich gar nicht gestört. Schließlich erklärt Granny Weatherwax, dass Tiffany sich in eine Geschichte eingeschmuggelt hat, in der sie eigentlich keine Rolle spielen sollte. Wie diese Geschichte endet, weiß jedes Kind. Es ist das Dazwischen, das den Unterschied ausmacht, und die Art, wie Tiffany sich ihren Fehler eingesteht und versucht, alles wieder ins Reine zu bringen.

Mich hat dieses Buch teilweise zum Lachen gebracht und an anderen Stellen zu Tränen gerührt. Annagramma, die arrogante Hexe, die alles besser weiß, ist nun wirklich kein Sympathieträger. Aber Tiffany hilft ihr trotzdem, wenn sie in der Klemme steckt, und bringt die Hexen dazu miteinander zu arbeiten und zusammen zu halten. Kleinigkeiten wie diese Geste sind es, die Tiffany zu so einer tollen Heldin und einem fantastischen Vorbild für junge Leser macht.
Falls es noch nicht offensichtlich ist: Ich bin verliebt und kann gar nicht genug von den Hexen bekommen.

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