Robin Hobb: Des Königs Meuchelmörder

Robin Hobb: Des Königs Meuchelmörder

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Robin Hobb: Des Königs Meuchelmörder
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Royal Assasssin
ISBN-13
9783404203604

Informationen zum Buch

Seiten
862

Serieninfo

Sonstiges

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Der junge Fitz hat seine erste gefährliche Mission als des Königs Meuchelmörder überlebt, doch der Preis, den er zahlen mußte, ist hoch. Kaum mehr als ein Krüppel, zerschunden und verbittert, schwört er, im Bergreich zu bleiben, obwohl sein Treueschwur von ihm verlangt, nach Bocksburg und zu seinem König zurückzukehren. In der Zwischenzeit sind die Korsaren nicht untätig geblieben und haben ihre Angriffe auf die Küstenregionen der Sechs Provinzen fortgesetzt. Auch innerhalb des Palastes herrscht Unruhe: der alte König sieht dahin, und um seine Nachfolge spinnen sich gefährliche Intrigen. Bald wird deutlich, daß nur Fitz die Rettung für das Land bringen könnte...

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FitzChivalric, der Bastard am Hof von König Listenreich, ist wahrhaftig vom Schicksal geschlagen. Nachdem er auf seiner Reise ins Bergreich nur knapp mit dem Leben davongekommen ist, braucht er nicht nur Monate, um sich von diesem Anschlag zu erholen, nach seiner Rückkehr nach Bocksburg verfolgt ihn auch der ganze Hass Prinz Edels und seiner Getreuen.

Fitz tut alles um möglichst schnell wieder zu Kräften zu kommen, wird doch auch die Gefahr durch die Roten Korsaren immer größer. König-Zur-Rechten Veritas opfert all seine Kraft, um sie mit der “Gabe” in ihre Schranken zu weisen, ist dem Ansturm aber alleine nicht gewachsen. Schließlich bringt ihn seine Gemahlin Kettricken auf die Idee, auf die Suche nach den “Uralten” zu gehen - einer geheimnisvollen Macht, die der Legende bei einer früheren Gelegenheit nach ihre Hilfe für schwere Zeiten zugesagt haben.

Veritas begibt sich auf seine Queste, und der alte König Listenreich siecht entscheidungsunfähig vor sich hin - eine Gelegenheit, die Edel nutzt um seine Macht auszubauen. Fitz arbeitet mit seinem alten Lehrmeister Chade, mit Königin Kettricken und seiner “Stiefmutter” Philia zusammen und versucht, die weitgespannten Fäden der Intrigen im Auge zu behalten, hat aber auch eine Menge eigener Sorgen. Zum Einen wäre da Molly, die Kerzenzieherin, seine große Liebe, die am Hof Schutz gesucht hat und die erkennt, dass sie als Paar aufgrund seiner Herkunft keine Zukunft haben können; und da ist Nachtauge, ein Wolf, den er aus der Gefangenschaft befreit und dem er sich mit der “Alten Macht” verbrüdert. Diese Alte Macht ist die Fähigkeit, mit Tieren zu kommunizieren, sich in sie hineinzudenken, und sie ist in der Bevölkerung als abartig und verdammenswert angesehen. Burrich, sein Ziehvater, hat diese Macht schon im Kindesalter in ihm erkannt und versucht sie zu bekämpfen; letztendlich ist es aber diese verabscheute Alte Macht, die Edel gegen ihn verwendet - und sie ist es, die ihm dann auch das Leben rettet.

Dieser Band ist schon um einiges länger ist als der erste, und er ist auch über weite Strecken um einiges vielschichtiger. Fitz ist inzwischen vom Knaben zu einem jungen Mann herangewachsen, der von Freund und Feind als potenzielle Macht wahrgenommen wird. Er hat viel gelernt, unter König Listenreich eine gute Ausbildung erhalten - und er beginnt zu spüren was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Er tut sich schwer damit, versucht sich Freiraum zu erkämpfen und endet als Kämpfer auf einem Schiff im Kampf gegen die Korsaren. Dies ist aber nicht sein Platz, und spätestens als Veritas das Königreich verlässt, muss er wieder an den Bockburger Hof zurück.

Leider nimmt die Autorin das Attribut “episch” ein wenig zu wörtlich. Fitz ist zwar eine interessante, schillernde Persönlichkeit mit einem ungewöhnlichen “Beruf”, dennoch sind die ständigen Schicksalsschläge, die ununterbrochen auf ihn einprasseln, auf die Dauer einfach zu viel des Guten. Auch wirken viele der Plotwendungen, die ihn immer noch tiefer ins Elend reißen, manchmal ziemlich weit hergeholt; die Geschichte entbehrt über lange Strecken der Dramaturgie, es folgen einfach zu viele Zufälle aufeinander. Außerdem weiß man leider schon von Anfang an, wer zu den Guten und wer zu den Bösen gehört; dies ergibt sich zwar zum größten Teil aus dem ersten Band, dennoch hätte ich mir ein paar charakterliche Überraschungen gewünscht. Zwar sind Persönlichkeiten wie der Narr oder Philia interessant gestaltet, aber die Protagonisten, vor allem die Schurken, sind einfach zu eindimensional.

Am Ende endet alles in einer mittleren Katastrophe, (fast) ohne Hoffnungsschimmer und mit vielen offenen Fragen - wie es sich gehört, wenn noch ein weiterer, abschließender Band folgt. Man kann nur hoffen, dass es Fitz dann endlich etwas besser ergeht, nach all den Strapazen und Schicksalsschlägen, die er im Dienste des Königs schon erlitten hat.

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Die Geschichte um den Assassinen Fitz geht weiter nach dem schockierenden Ende des ersten Bandes. Fitz versucht, sein Leben wieder in halbwegs geordnete Bahnen zu bringen und muss dazu sozusagen an allen Fronten schwere Kämpfe austragen. Immer wieder erleidet er Rückschläge. Er steckt ein ums andere Mal in diversen Zwickmühlen - vor allem muss er sich immer wieder zwischen seinem eigenen Willen und seiner Pflicht entscheiden. Und auch sein geheimnisvolles Talent bereitet ihm mehr Probleme als dass es ihm weiterhilft.
Ein durchaus gelungener Nachfolger!

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Der Einstieg in Band 2 der Weitseher-Trilogie fällt einem erstaunlich leicht, da Robin Hobb nach dem abrupten Ende des ersten Bandes, wichtige Geschehnisse geschickt noch einmal wiederholt, ohne aber jede Kleinigkeit nochmal durchzukauen.

Fitz ist älter geworden.

Sein Leben wird dadurch allerdings nur noch schwerer. Neben den fast schon alltäglichen Hofintrigen, greifen die Roten Korsaren immer öfter die Küsten an und lassen die Bevölkerung entfremded zurück. Veritys verzweifelte Versuche, etwas dagegen zu tun, scheinen auch keine endgültige Lösung. Und Kettricken, die zukünftige Königin, leidet unter Einsamkeit in einer ihr fremden Umgebung.

Die große Stärke dieses Buches ist wohl die Vielfalt der Charaktere. Während im ersten Band noch stark Fitz und Burrich im Mittelpunkt der Handlung standen und andere Charaktere nur am Rande vorkamen, erhalten Kettricken, Verity, Chade, Molly und vor allem der Narr viel mehr Gewichtigkeit.

Wieder schafft es Robin Hobb, sowohl den Alltag in Buckkeep als auch grausame Kämpfe und (wenige) schöne Momente, so schön zu beschreiben, dass man sich richtig in der Geschichte fühlt.

Das Ende ist - auch wenn man es nicht für möglich hält - noch schockierender als das vom ersten Buch. Ich konnte mich jedenfalls nicht lange vom dritten Buch der Trilogie fernhalten und bin schon sehr gespannt, wie die vielen offenen Handlungsstränge sich am Ende wieder zusammenfügen werden.

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