Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade

Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade

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Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453526556

Informationen zum Buch

Seiten
544

Sonstiges

Erster Satz
Meine teure Esther, vergib mir, dass meine Antwort auf Deinen letzten, bezaubernden Brief so lange auf sich warten ließ.

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Prag 1909: Das Bureau für Okkulte Angelegenheiten ermittelt ...

K&K Bureau für Okkulte Angelegenheiten, Abteilung Prag, 8. August 1915: Aufzeichnungen der abenteuerlichen Ereignisse des Sommers 1909.

Geneigter Leser, das Bureau könnte in akute Erklärungsnot geraten, sollte die Bevölkerung herausfinden, dass es staatliche Bestandsaufnahmen über Gestaltwandler und Vampire gibt. Noch sind diese phantastischen Wesen aus dem alten Volk scheu und ziehen es vor, unter sich zu bleiben. Doch als meine seltsamen Gefährten und ich den Fluch der uralten Familie Trubic aufzuklären suchten, stießen wir auf das wahre Ausmaß der okkulten Verwicklungen! Denn hören Sie: Schon bald droht ein unglaublicher Aufstand aus dem Dunkel auf die Bühne der Weltpolitik überzuschwappen ...

Dejan Sirco, Baron und Hauptmann außer Diensten

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An dieser Geschichte ist mir als erstes der Stil und die Atmosphäre aufgefallen. Es gibt wunderschöne fast poetisch wirkende Sätze, kluge Betrachtungen, augenzwinkernde Beschreibungen und eine Sprache, die für mich gut zu der Zeit passt. Sogar der Humor traf meinen Geschmack, und Esthers Wiener Schmäh konnte ich förmlich spüren. Auch wenn es ereignisreiche Abschnitte gibt, ist “Des Teufels Maskerade” ein eher ruhiges Buch, das durch Briefe und Tagebucheinträge aufgelockert wird.

Die Figuren sind recht eigenwillig und lassen sich nicht so leicht in eine Schublade stecken. Leider wirkten diese auf mich bis auf wenige Ausnahmen etwas blass, was aufgrund des bestehenden Potentials besonders schade ist. Besonders zwei der Ausnahmen haben mich dafür aber ziemlich intensiv erwischt, sicher auch aufgrund einiger tragischer Entwicklungen und der besonderen Ausstrahlung eines Charakters, den ich für viele unverständlicherweise sehr mag. Mich selbst habe ich dann noch damit erschreckt, dass ich Master Buckingham ziemlich viel abgewinnen konnte.

Von der Beschreibung her hätte ich mehr fantastische Wesen erwartet, vieles wird auch einfach nur angedeutet – andererseits bin ich aber ziemlich froh, dass die merkwürdigen “Elfen” nicht noch mal vorgekommen sind.

Die Geschichte ist nicht einfach gestrickt, sondern recht verworren und voller Rätsel, Anspielungen, offener Fragen und Verbindungen (was ich ja mag). Man muss aufmerksam lesen und sich einiges zusammenreimen, besonders am Ende – welches etwas plötzlich kommt und einiges offen lässt. Auf jeden Fall habe ich mich mit dem Buch sehr wohl gefühlt und würde jederzeit wieder zu einem Roman dieser Autorin greifen.

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Prag 1909: Gemeinsam mit Sir Lysander Sutcliff, der aufgrund bisher nicht geklärter Vorgänge im Körper eines Otters gefangen ist, und dem ehemaligen Straßenjungen Mirko, betreibt Dejan Sirco, Baron und Hauptmann außer Dienst, das „Bureau für Okkulte Angelegenheiten“. Natürlich ganz inoffiziell, denn der größte Teil der Bevölkerung ahnt nicht, dass sich in ihrer Welt Vampire und Gestaltwandler tummeln. Um sich über Wasser zu halten, nehmen die drei aber auch eher langweilige Aufträge an und so verschlägt es sie am Anfang der Geschichte zur Überwachung einer vermeintlich untreuen Ehefrau nach Bratislava. Als es dann aber darum geht, einen schrecklichen Fluch zu ergründen, der seit Jahrhunderten das Adelsgeschlecht der Trubics heimsucht, reisen sie zurück nach Prag und finden bald mehr Fragen als Antworten vor.

Victoria Schlederer gewann mit ihrem Debüt "Des Teufels Maskerade" den Wettbewerb des Heyne-Verlages „Schreiben Sie einen magischen Bestseller“. In einem Interview mit der Phantastik-Couch gab sie an, dass sie ihr Werk "als augenzwinkernde Hommage an die frühe deutschsprachige phantastische Literatur" verstehe. Aus diesem Grund findet man in ihrem Buch nur wenige magische Wesen. Konkret sind es sogar nur ein Vampir und eine Gestaltwandlerin. Keine Elfen, Zwerge, Orks, Magier oder Hexen - und der Vampir schimmert nicht im Sonnenlicht, wohl ist er aber ein bisschen liebestoll (in für die Leser wohl eher unromantischem Sinne).

Die Geschichte beginnt mit einem Briefwechsel zwischen Sir Lysander und Dejan Sircos bester Freundin: Bordellbesitzerin Esther, die mit viel Wiener Schmäh von der Autorin ausgestattet wurde. Die Schauplätze wechseln hauptsächlich zwischen Wien und Prag - für mich persönlich eine ganz neue, sehr interessante Leseerfahrung. Victoria Schlederer ist in Wien geboren und studierte neben Politikwissenschaft auch noch Slawistik, was die dichte Atmosphäre ihrer Handlungsorte erklärt.

Sprachlich ist "Des Teufels Maskerade" sehr gewöhnungsbedürftig, manchmal etwas sperrig. Im Gegensatz zu den meisten Fantasyautoren schreibt Victoria Schlederer in einer gehobenen, machmal hochgestochenen Sprache, die jederzeit volle Aufmerksamkeit vom Leser fordert. Leider resultieren daraus auch einige Längen und so ist das Buch auf seinen über 500 Seiten streckenweise recht anstrengend zu lesen. Abwechslung und etwas frischen Wind bringen dann zum Glück immer wieder der eine oder andere Briefwechsel zwischen den Protagonisten. Durch diese Briefwechsel erhält der Leser die wichtigsten Informationen über die Vergangenheit von Sirco und Trubic.

"Des Teufels Maskerade" ist ein wirklich furioses Debüt und doch werden sich vermutlich viele der "normalen" Fantasyleser damit schwer tun. Zu wenig Magie und zu viele Schachtelsätze und "angestaubte" Redewendungen. Generell handelt es sich bei dem Buch um ein Gemisch aus Fantasy und historischem Krimi, für das man ruhig ein bisschen Geduld aufbringen muss und obwohl es eigentlich in sich abgeschlossen ist, birgt es - natürlich - Potential für eine Fortsetzung. Hätte das Buch nicht zwischendurch diese Längen, wäre es ein Volltreffer, doch auch so ist es eine Empfehlung wert.

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