Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit

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Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit
Verlag
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783442474837

Informationen zum Buch

Seiten
352

Sonstiges

Erster Satz
"Darum werden ihre Plagen auf einen Tag kommen: Tod, Leid und Hunger; mit Feuer wird sie verbrannt werden; denn stark ist Gott der Herr, der sie richten wird."

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Den jungen Gelehrten Icherios Ceihn packt die Angst. Niemals zuvor ist er durch diese finsteren Lande gefahren, noch nie hat er ein Irrlicht gesehen. Es ist das Jahr 1771 und Icherios auf dem Weg in den tiefsten Schwarzwald, um eine brutale Mordserie aufzuklären. Im Dorf erwartet ihn schon eine seltsame Ansammlung aus Vampiren, Werwölfen und Menschen, die alles andere als friedfertig ist. Und ein Mord folgt auf den nächsten ...

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Alchemie macht unsterblich

1771: der zweite schlechte Sommer in Folge, die Nahrungsmittelpreise explodieren, der jungen Gelehrten Icherios Ceihn hat zwar eine reiche Familie, sich aber von ihr distanziert und würde liebend gerne Medizin studieren. Um über die Runden zu kommen, nimmt er den Auftrag seines Mentors und der Rosenkreuzer an und reist in den Schwarzwald, um dort zwei Morde zu untersuchen.

"Wenn Sie lebend ankommen wollen, tun Sie was ich sage", erklärt ihm sein Kutscher, der ihn in einem Gasthaus außerhalb des "Dunklen Territorium" abholt. Die Anreise erinnert vermutlich bewusst an Harkers Reise zum Schloss von Dracula und legt so die weitere Stimmung fest. Angekommen stellt Icherios schnell fest, was so düster am "Dunklen Territorium" ist – die Sonne scheint niemals besonders hell und das ist auch gut so, denn ein Teil der Einwohner sind Vampire, die gemeinsam mit Werwölfen und Menschen in einer recht fragilen Dorfgemeinschaft leben. Dadurch, dass die Mordopfer bislang nur aus den nichtmenschlichen Bevölkerungsgruppen stammen, kochen die Vorurteile gegeneinander immer höher und ein Aufstand mit vermutlich tödlichen Folgen für die menschliche Bevölkerung wird immer wahrscheinlicher, wenn Icherios nicht bald den Mörder findet..

Icherios erinnert mich an Ichabod Crane aus in „SleepyHollow“ (dessen Namen mir allerdings völlig entfallen war, so dass mir erst beim Nachschlagen die Namensähnlichkeit auffiel): Als wissenschaftlich denkender und logisch schlussfolgender Mensch mit Übersinnlichem konfrontiert, verkörpert er sehr schön die Stellung der Alchemie zwischen Wissenschaft und Magie.

Ich empfand „Die Alchemie der Unsterblichkeit“ als sehr angenehm zu lesen, das Cover hatte mich mit einem Jugendroman rechnen lassen, doch die Geschichte beweist diesbezüglich unvermutete Tiefe, auch wenn mir einiges an Hintergründen doch noch zu oberflächlich bleibt. Dass macht es schwierig das Buch zu „etikettieren“ wodurch potentielle Leser womöglich eher abgeschreckt als angezogen werden. Ich vermute, man braucht tatsächlich eine Empfehlung, um hier zuzugreifen, das sollte man aber tun, es lohnt sich.

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Düstere und unheimliche Atmosphäre

Ich finde es immer interessant, wenn ein Fantasy-Roman in einer realen Umgebung spielt, besonders, wenn man die Gegend kennt. Das ist hier bei mir zwar nicht der Fall, aber falls ich demnächst mal in den Schwarzwald kommen sollte, werde ich sicher an das Buch denken und mich leicht gruseln.

Die Geschichte beginnt wie ein historischer Roman. Wir begleiten Icherios durch das Karlsruhe des Jahres 1771, sehen die die Armut und Hungersnot, den Dreck, den Gestank in den dunklen Gassen der damaligen Zeit. Das war gut erlebbar und erzeugte schon gleich eine düstere Stimmung, die sich nach und nach steigerte, als Icherios sich dann dem Dunklen Territorium näherte, dem Ziel seines Auftrags.

Dort soll er bestialische Morde an Werwölfen und Vampiren aufklären. Zartbesaitete Leser sind hier gleich gewarnt, denn die Autorin lässt den Leser am Anblick der übel zugerichteten Leichen teilhaben und geht auch sonst nicht zimperlich mit ihren Figuren um!

Toll erzählt wurde dann die Konfrontation zwischen dem realistischen und wissenschaftlich denkenden Icherios und den unterschiedlichen, nicht menschlichen Geschöpfen, die es eigentlich nur in Legenden geben sollte. Festgehalten an dem unheimlichen Ort, musste er sich nach und nach eingestehen, dass Vampire, Werwölfe, Irrlichter und einige andere Wesen tatsächlich existieren, was ihm anfangs sehr zu schaffen machte, ihn aber auch nach und nach veränderte.

Die Geschöpfe wurden meist sehr lebendig dargestellt. Der Vampirfürst und auch die Vampirfrauen wirkten in ihrem adligen Getue filmreif, die Werwölfe und Vampire hatten zudem eine spannungsgeladene Ausstrahlung und gerade die Verwandlungsszenen wirkten auf mich sehr ausdrucksstark. Ebenso die Irrlichter, die ein unheimliches Gefühl erzeugten. Die Menschen wirkten fast ein bisschen blass dagegen. Icherios selbst war mir anfangs noch gar nicht gleich sympathisch, auch hatte er im Laufe der Geschichte auch negative Eigenschaften gezeigt, aber insgesamt hat mir seine Entwicklung gefallen und ich möchte nun gerne mehr von ihn lesen.

Die Mischung zwischen Krimi und Fantasy hat mir gut gefallen. Viele Puzzleteile und einige Einblicke in die Gedanken des Mörders verführten zum Miträtseln und obwohl ich den Täter schnell vermutet hatte, hat das den Spaß nicht getrübt. Der Verlauf der Handlung war teilweise leider etwas abgehackt, so als hätte gekürzt werden müssen, was sich z. T. auch negativ in den Kampfszenen auswirkte, die auf mich zu schnell und glatt abgehandelt wirkten, besonders im Hinblick darauf, dass die jeweiligen Gegner vorher als besonders mächtig dargestellt wurden. Das wirkte dann etwas unglaubwürdig.

Trotzdem hat mir die Geschichte insgesamt gut gefallen. Gerade das Herumrätseln hat Spaß gemacht, die verschiedenen Geschöpfe waren interessant zu lesen und Spannung kam auch auf (wobei ich aber sagen muss, dass sie nur vereinzelt hoch lag und mir die Daueranspannung, das "auf den Fingernägeln kauen vor Aufregung", wie oben schon angedeutet, ein bisschen fehlte). Ganz besonders gut gefiel mir dagegen die düstere und manchmal unheimliche Atmosphäre.

Am Ende bleiben ein paar Fragen zu Icherios offen, was mich persönlich aber nicht gestört hat, trotzdem will ich es erwähnen. Gespannt bin ich nun jedenfalls auf den nächsten Fall.

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Die Alchemie der Unsterblichkeit

Icherios Ceihn wird von seinen Karlsruher Vorgesetzten auf eine heikle Mission geschickt. Der junge Gelehrte sollim Schwarzwälder Dorf Dornfelde eine mysteriöse Mordserie aufklären. Und dass, wo er doch noch nie aus der Stadt herausgekommen ist! Schon die Reise gestaltet sich äußerst unheimlich und was ihn am Ziel erwartet, kann er als Wissenschaftler zuerst kaum glauben! Doch recht schnell passt er sich an die neuen Umstände an und geht seinem Auftrag nach – doch dies erweist sich als gar nicht ungefährliche Aufgabe!

Ich hatte den Klappentext nur überflogen und nicht so richtig Ahnung, was mich als Leser hier erwarten würde. Doch die Geschichte hat mich auf jeden Fall schnell gepackt und positiv überrascht. In eher düsterer Atmosphäre angesiedelt, handelt es sich hier meiner Meinung nach nicht unbedingt um ein reines Jugendbuch, obwohl die Aufmachung da erst einmal drauf schließen lässt. Doch im Lauf der Handlung wird es streckenweise recht gruselig und vor allem auch blutig!

Das Namensverzeichnis am Ende des Buches war mir bei der Vielzahl der Personen gerade am Anfang eine große Hilfe – allerdings verrät es auch schon das eine oder andere Detail, weswegen ich dazu raten würde, es erst nach der Ankunft von Icherios im Dorf zurate zu ziehen! So ric htig liebgewonnen habe ich keinen der Charaktere, konnte aber mit Icherios größtenteils mitfiebern.

An einigen Stellen hatte ich das Gefühl, dass vielleicht manche Details und Erklärungen dem Lektorat als Kürzung zum Opfer gefallen sind, da hätte man die Geschichte meiner Meinung nach noch „runder“ machen können.

Insgesamt hat es mir aber gut gefallen und ich werde den zweiten Band auf jeden Fall auch lesen!

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Eine schaurig schöne Gothic Novel aus deutschen Landen...

Ich bin begeistert! Vampire, Werwölfe und ein geheimnisvolles Dorf. Der obligatorische Vampirfürst, holde Damen mit dem Hang unschuldige Burschen zu verführen, eben jener Bursche (nicht ganz ohne Laster), der gar zu sehr auf die Naturwissenschaften pocht und sein blaues Wunder erlebt. Selten hab ich mich so gut unterhalten gefühlt!
Icherios ist eine Figur die mir schon auf der ersten Seite sympathisch wurde, er versucht sein Leben in die Hand zu nehmen und auch seinen Prinzipien treu zu bleiben, das finde ich sehr mutig von ihm! Als er sich ins Ungewisse aufmacht lässt er sich nicht beirren und das obwohl er auch immer wieder Angst hat! Die andren Figuren sind wohlbedacht gesetzt und geben einem so manches köstliche Rätsel auf. Ich hatte jede Menge Spaß daran Icherios Ermittlungen zu verfolgen. Gerade wenn es ausweglos zu sein schien und immer mehr auf den jungen Mann einstürmte ist Frau Pflieger in Höchstform! Es geht eben nichts über einen gepflegten schaurig schönen Roman der es irgendwie schafft das rechte Maß zu halten. Ein bisschen schaurig ohne zu übertreiben, eine kleine Prise Erotik ohne ab zu driften und alles passt ineinander, nirgends ein Wort zu viel oder zu wenig,es passte einfach!
Unbedingt mehr davon!

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(Aktualisiert: 22 März 2013)
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Die Alchemie der Unsterblichkeit

Zum Inhalt:
1771: Icherios Ceihn ist ein Inspektor der Stadtwache in Karlsruhe. Er wird von seinem Mentor gebeten, in Dornfelde im Schwarzwald bei der Aufklärung einer Mordserie zu helfen. Icherios willigt ein und macht sich auf den Weg, doch er muss schon bald erkennen, dass ihm einige Details verschwiegen wurden. In Dornfelde macht er Bekanntschaft mit Vampiren, Werwölfen, Irrlichtern und anderen seltsamen Gestalten, die er früher immer für Legenden gehalten hat. Auch ist schon bald sein eigenes Leben bedroht, und er muss erkennen, dass er nicht bei jedem willkommen ist…

Meine Meinung:
Ich muss gestehen, dass ich von diesem Buch wirklich sehr positiv überrascht wurde. Anfangs war ich etwas skeptisch und dachte, ich habe wieder einen dieser zahlreichen Vampirromane vor mir, doch dieser Roman ist definitiv anders! Zwar spielen hier auch Vampire eine zentrale Rolle, doch ist die Mischung aus Fantasy und Realität sehr gelungen und die Handlung ist (jedenfalls für mich) wirklich mal neu.
Zudem ist die Geschichte sehr spannend, und der Leser kann das ganze Buch über miträtseln, wer nun für die Mordserie tatsächlich verantwortlich ist. Die Lösung wird wirklich erst am Ende des Buches verraten, und die Auflösung ist sehr durchdacht und nachvollziehbar.
Der Protagonist Icherios ist mir während des Lesens immer sympathischer geworden. Er wirkte sehr echt und lebendig, zeigte Gefühle und handelte nach bestem Gewissen. Auch die anderen Figuren sind sehr schön herausgearbeitet, so dass sie nicht oberflächlich und blass wirken, sondern man sich ein richtig gutes Bild von ihnen machen kann.
Es hat mir viel Spaß gemacht dieses Buch zu lesen, und ich werde hoffentlich bald Gelegenheit haben, den Nachfolger „Krähenturm“ zu lesen!

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Die Alchemie der Unsterblichkeit

Zum Inhalt:

Das Leben im Jahre 1771 ist alles andere als leicht, es wird geprägt von großer Armut und Hungersnot. Von der auch der junge Gelehrte Icherios Ceihn nicht verschont bleibt, da er sich mit seiner wohlhabenden Familie überworfen hat, lebt er jetzt in einen feuchten Kellerloch zusammen mit seinem einzigen Freund einer Ratte mit Namen Maleficium. Durch seinen Mentor Raban von Helmstatt , der Mitglied im Orden der Rosenkreuzer ist bekommt plötzlich einen interessanten Auftrag. Er soll ins dunkle Territorium reisen, eine Gegend um die man sich viele merkwürdige Geschichten erzählt. Und da soll Icherios eine äußerst brutale Mordserie an der Bevölkerung aufklären die aus Vampiren, Menschen und Werwölfen besteht. Aber kann es das Überhaupt geben leben da wirklich Seite an Seite Menschen, Werwölfe und Vampire. Schnell muss er erkennen, dass er auf wenig Hilfe durch die Bevölkerung hoffen kann. Vor Icherios baut sich eine Wand des Schweigens und der Verschleierung auf. Zumindest einen Helfer findet er in dem Flurhüter Lynnart Kolchin, aber ob das reicht, bei leider weiteren Morden und unheimlicher Gestalten, die noch auftauchen und Icherios in immer größere Gefahren bringen, wer kann das schon sagen.....



Meine Meinung:

Als erstes fällt schon mal das schön gestaltet Cover auf, nämlich ein düster und unheimlicher Scherenschnitt. Diesen Scherenschnitt kann man ruhig hier als Programm für das Buch nehmen, dass zum Teil schon recht grausam und brutal bestimme Handlungsabläufe beschreibt, also nicht für schwache Gemüter, möchte ich mal sagen.

Aber wer grusel und unheimliches mag kommt hier auf seine Kosten. Es macht hier die Mischung aus Krimi und Fantasyroman, die einem anspricht. Wobei das Ende eher offen gehalten wurde, was mir persönlich jetzt nicht so gefallen hat, aber gut jeder hat andere Vorlieben.

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Guter Mix aus Fantasie und Krime

Der junge Intellektuelle Icherios Ceihn lebt in Karlsruhe im 18 Jahrhundert. Die Menschen in der Stadt Leiden unter Armut und Hunger und auch Icherios ist oft knapp bei Kasse. Er kommt zwar aus einer wohlhabenden Familie möchte aber lieber auf eigenen Beinen stehen und nimmt von seinem Vater keine Hilfe an. Er träumt von einem Studium der Medizin wurde aber schon öfter abgelehnt. So hat er zur Zeit einen Job bei der Stadtwache als Inspektor und wird nun von seinem Arbeitgeber in den Schwarzwald geschickt um dort eine Reihe von Morden aufzuklären.Im Dorf angekommen sieht sich der junge Gelehrte verschiedenen Lebewesen gegenüber die sein Weltbild kurzfristig verstören.

Meine Meinung:

Der Gelehrte Icherios war mir gleich sympathisch mit seiner tollpatschigen und naiven Art die er an den Tag gelegt hat. Ein ganz und gar nicht Perfekter Ermittler der auch mit der Sucht zum Laudanum sehr aus der Rolle der sonstigen Ermittler fällt. Die Entwicklung die er während der Geschichte gemacht hat konnte ich manchmal nicht ganz nachvollziehen manchmal wirkte er so als hätte er eine gespaltene Persönlichkeit.

Mit den anderen Protagonisten bin ich leider nicht ganz so warm geworden, manch einer war zu perfekt wie Loretta andere haben sich gar nicht erst ins Innenleben schauen lassen.

Gefallen haben mir die Beschreibungen der verschiedenen Wesen in dem Buch, vor allem habe ich dort auch Wesen entdeckt die mir nicht so geläufig waren wie z.B. die Worge. Auch die Vielfalt der verschiedenen Wesen hat mir gut gefallen, vor allem das sie nicht alle nach einem schwarz/weiß Modell geordnet waren sondern jeder sehr individuell.

Die Beschreibung der Kulisse im Buch war sehr schön manchmal hatte ich das Gefühl das ich auch gerade dort bin egal ob in dem Wald oder auf den Straßen in Karlsruhe.

Schade fand ich es das ich doch sehr früh den Mörder enttarnt hatte... Und bei dem Schluß Kampf hätte ich mir doch mehr Spannung gewünscht, schließlich hat die Autorin in dem Buch bewiesen das sie Kampfszenen wesentlich besser beschreiben kann als sie es am Ende getan hat.

Das Buch hat mich gut unterhalten und die Mischung zwischen Krimi und Fantasie ist der Autorin gut gelungen, den Nachfolger des Buches werde ich mir auf jeden Fall kaufen um die Geschichte weiter zu verfolgen auch wenn dieses Buch für sich, eine abgeschlossene Geschichte ist.

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Atmosphärischer Roman mit großen Schwächen

Kerstin Pflieger erschuf mit dem Roman "Alchemie der Unsterblichkeit" eine mysteriöse Geschichte im Stile des Films "Sleepy Hollow", der sie zu diesem Buch inspirierte. Die Atmosphäre erinnerte mich an besagten Film oder an den Klassiker "Dracula" von Bram Stoker. Es war von Beginn an düster, erdrückend und bedrohlich, was bei mir eine stetige Grundspannung aufbaute, die allerdings recht angenehm und nicht nervenzehrend war.

Das meiste der Geschichte ist nicht neu, jedoch durchsetzt mit vielen kleinen interessanten Ideen, die das Ganze in einem anderen Licht zeigen. So gefiel mir die Vampirtheorie, bei der die Vampire kein Tageslicht scheuen, sondern nur einige der niederen Arten von ihnen. Auch das Dorf, vollgepackt mit übernatürlichen Wesen, von denen der Rest der Welt nichts weiß oder vorgibt nichts zu wissen.

Weiterhin möchte ich hervorheben, dass die Autorin nicht davor zurückschreckt, ihren Helden mit großen charakterlichen Fehlern auszustatten und ihn zudem des öfteren unter großen Verlusten scheitern zu lassen.
Die Charaktergestaltung selbst ist allerdings ein wenig inkonsistent. Icherios wird schließlich als ein wissenschaftlich denkender Mensch eingeführt, dessen Glaubensgerüst in Dornfelde ins Wanken gerät, als er plötzlich übernatürlichen Geschöpfen begegnet. Es folgt ein seltsames Hin und Her, bei dem Icherios sich nicht entscheiden kann, ob er an das Übernatürliche glauben soll oder nicht. So nimmt er es das eine Mal ganz gelassen hin, wie einen belegbaren Fakt, und beim nächsten Mal glaubt er nicht einmal daran, wenn er es vor Augen hat.

Zwischendurch sind wenige Kapitel aus Sicht des Mörders eingestreut, die mir zeigten, was dieser für eine Person ist, und die mir sehr gefallen haben. Leider waren die dabei gegebenen Hinweise auf die Identität dieser Person zu offensichtlich, so dass ich recht schnell dahinterkam.

Mit den Beschreibungen wurde zwar sehr gespart, allerdings bekommt man trotzdem ein gutes Gefühl beispielsweise für die herrschende Hungersnot in Karlsruhe, wo sich der Protagonist zu Beginn der Geschichte aufhält. Ab dem zweiten Drittel des Buches nimmt dies jedoch ab, so dass der Mangel an Details immer schwerwiegender wird.

Es gibt ein paar überflüssige Szenen, die ich eher störend und unglaubwürdig fand. So taucht kurz vor dem eigentlichen Ende ein "Lückenfüller-Bösewicht" auf, der gar nichts mit der Geschichte zu tun hat und sich zudem die darin verwickelten Personen alles andere als nachvollziehbar verhalten. Außerdem hat gefühlsmäßig nahezu jeder in diesem Dorf eine heimliche Liebschaft, was mir eindeutig zu viel war.

Das Ende war dann unspektakulär und kurz. Irgendwie enttäuschend, nachdem die ganze Zeit die Gerissenheit des Mörders hervorgehoben wurde. Des Weiteren wirkte es teils ungeschickt und dadurch auch konstruiert, da die Absicht der Autorin mir klar und deutlich erschien.

Für den 2.Band bleibt einiges offen, aber der aktuelle Fall wurde nur halbherzig abgeschlossen. Auf ein paar Fakten wird überhaupt nicht mehr eingegangen. Ein Beispiel: Eine Zeugin verheimlicht während der Befragung offensichtlich etwas, was Icherios sogar bemerkt, aber das wird nie wieder erwähnt oder näher beleuchtet.
Bei der Aufklärung selbst war mir nicht klar, woher der Ermittler oder gar der Mörder gewisse Dinge wussten.
Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass dieses Buch gekürzt wurde, da einige wichtige Erklärungen fehlten und manche sprunghafte Entscheidungen getroffen wurden.

Fazit
Dieser historische Krimi mit Fantasy-Elementen hat zwar ein paar erzählerische Höhepunkte und glänzt mit einem starken Anfang und einer schönen Atmosphäre, konnte mich aber letztendlich nicht überzeugen, da die Spannung und auch die Beschreibungen nachlassen und das Buch eher unfertig oder schlecht durchdacht wirkt.

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