Tad Williams: Die dunklen Gassen des Himmels

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Tad Williams: Die dunklen Gassen des Himmels
ET (D)
2013
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
2012
ET (Original)
The Dirty Streets of Heaven
ISBN-13
9783608938340

Informationen zum Buch

Seiten
572

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
amerikanisch
Erster Satz
Ich trat gerade aus dem Lift in die dreiundvierzigste Etage des Hochhauses Page Mill Square Nr.5, da ging plötzlich der Alarm los, dieses albtraumhafte Sofort-Gebäude-Räumen-Gejaule, das sich wie die Schreie gefolterter Roboter anhört, und mir war klar, mit dem unauffälligen Vorgehen hatte es sich erledigt.

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Handlungsort

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Der Kampf zwischen Himmel und Hölle ist entbrannt.

Bobby Dollar ist ein Engel und als Engel weiß er alles über die Sünden der Menschen. Er ist nämlich Anwalt. Anwalt für die Seelen, um die zwischen Himmel und Hölle gekämpft wird. Der Auftakt der neuen Trilogie von Tad Williams um Bobby Dollar, die an Spannung und Witz nicht zu überbieten ist.Wenn sich Engel und Teufel, die Anwälte des Himmels und der Hölle, in die Haare kriegen, werden die schlimmsten Befürchtungen wahr. Viel schlimmer, als man es sich auf der Erde vorzustellen vermag aber auch unendlich viel komischer. Neben seinen Geschäftsreisen zu den Opfern von Autounfällen, zu plötzlich an einer Herzattacke Verstorbenen treibt Bobby Dollar sich viel in himmlischen Bars und Vergnügungslokalen herum Alles geht seinen gewohnten Gang, bis eines Tages die Seele eines Toten verschwunden ist. Hat "die andere Seite" sie gestohlen der Anwalt der Hölle? Waren es Hintermänner im Himmel? Ein neues Kapitel im Krieg zwischen Himmel und Hölle beginnt, und der Engel Bobby steckt mittendrin.

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Mehr davon!

Ich kenne und liebe viele Bücher von Tad Williams und war nun sehr gespannt auf seinen Ausflug in die Urban Fantasy. Ich habe es nicht bereut!

Charaktere sind hier in (für den Autor) ungewöhnlich kleiner Zahl vorhanden, aber gewohnt vielseitig und lebendig beschrieben. Von Tad Williams bin ich ausdrucksstarke Figuren gewohnt und auch hier konnten sie mich wieder überzeugen. Besonders die Dämonin Caz hatte eine starke Ausstrahlung, aber auch die Erzengel und Dämonen in Menschengestalt hatten ihre intensiven Momente.

Bobby selbst war mir sehr schnell sympathisch in seiner draufgängerischen Art. Sehr gut gefiel mir, dass er jedoch nicht nur als cooler Held daher kam, sondern auch zweifelte, nicht unbesiegbar wirkte und eben auch Angst und Schwächen hatte. Dabei bin ich dem Autor dankbar, dass er dies nicht derart intensiv verdeutlichen muss, wie es der Autor Jim Butcher bei seinem Held Dresden tut, der mir, obwohl ich auch diese Geschichten liebe, oft etwas übertrieben weinerlich daherkommt. Die Figur Bobby Dollar ist da für meinen Geschmack gut ausgeglichen.

Die Geschichte hat ein flotteres Tempo als die anderen Geschichten des Autors und wirkt damit für mich an den humorvollen und actionreichen Stil der Geschichte angepasst. Ich mag seine sonst ausschweifende Art, Welten und Figuren und die Handlung zu beschreiben, da man dabei besonders gut in die Geschichte eintauchen kann. Aber auch, wenn der Autor sich hier damit etwas zurückhält, wird für mich wieder deutlich, wie gut er erzählen kann, z. B. durch die Beschreibung des Himmels, der tatsächlich eine besonders “himmlische“ Atmosphäre ausstrahlte. Und auch die Übergänge ins Außerhalb, wo die Prozesse für die Todesopfer stattfanden wirkten so schön irreal. Den ein oder anderen von Bobbys Monologen, gerade wenn es um seine Angebetete ging, hätte man vielleicht kürzen können, aber das war für mich auch das einzige manchmal langatmige Detail.


Der Stil ist locker und lässig, besonders durch die oft selbstironischen und kritischen Kommentare des Ich–Erzählers, die er auch oft an die Leser direkt führt. Das gefällt mir richtig gut, wie Bobby Dollar uns Leser involviert, wenn er uns seine speziellen Aufgaben, den Himmel und die Hölle und deren Bewohner erklärt. Hier musste ich oft schmunzeln. Auch die Dialoge waren oft sehr lustig und allein die Schwierigkeiten bzw. Einschränkungen, die ein menschlicher Körper einem Engel bietet, sorgten für amüsante Szenen.

Aber auch die Action kam nicht zu kurz. Gefährliche Verfolgungsjagden durch Vertreter der Hölle, Kämpfe und die immerwährende Gefahr eines Anschlags auf Bobbys Leben hielten die Spannung oben und sorgten bei mir für filmreife und spannende Lesestunden. Auch Liebe und Erotik fanden ihren Platz, aber nicht als kitschig-engelsüße Romantik. Überhaupt sollte man von engelhaften Klischees Abstand nehmen, wenn man sich auf Bobby Dollar einlassen will.

Mir hat der spürbar andere Erzählstil sehr gut gefallen und der Autor hat es für mich auch hier wieder verstanden, eine spannende und fantasievolle Geschichte zu schreiben, die mich jetzt schon sehr neugierige auf die Fortsetzung gemacht hat, auch wenn dieser Teil für sich alleine gelesen werden könnte. Denn grundsätzlich ist die Geschichte rund und man könnte sie so stehen lassen. Ich will aber auf jeden Fall mehr davon!

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