Sabine Wassermann: Die eiserne Welt

Sabine Wassermann: Die eiserne Welt

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Sabine Wassermann: Die eiserne Welt
Verlag
ET (D)
2009
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453523401

Informationen zum Buch

Seiten
653

Sonstiges

Erster Satz
Bilder marterten sie.

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Auf der Suche nach der Frau, die mit ihrer Gabe sein Land vor dem Untergang bewahren kann, verschlägt es den Krieger Anschar in das Berlin des Jahres 1895. Es ist eine Stadt im Wandel, inmitten umwälzender Veränderungen und voller Gefahr für einen Besucher aus einer anderen Welt. Als Anschar auf die temperamentvolle Grazia stößt, beginnt für beide das Abenteuer ihres Lebens.

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Spannende Fortsetzung

Anschars und Grazias Abenteuer geht weiter! In „Die eiserne Welt“ haben die beiden einige Schwierigkeiten zu überwinden, um ihren Auftrag, die Versöhnung zwischen den beiden verfeindeten Ländern zu ermöglichen, zu erfüllen. Ist der Weg durch die Wüste schon schwierig und lebensgefährlich genug, so hat Anschar in Berlin mit ganz neuen Problemen zu kämpfen. Grazias so vertraute Umgebung bringt ihn mehr als nur durcheinander.

Mit schon durch „Die gläserne Welt“ bekanntem Schwung führt uns die Autorin von einem Abenteuer in das nächste. Die lieb gewonnenen Charaktere waren mir gleich wieder vertraut und es machte viel Spaß, sie wieder miteinander zu erleben. Doch die Stimmung änderte sich plötzlich, denn Sabine scheute sich nicht, auch ein negatives Bild vom Helden zu erzeugen, das bei mir zu etwas Schadenfreude gegenüber seinen Problemen in Berlin führte. Dort hatte er dann allerdings auch genug Zeit, sich wieder bei mir einzuschmeicheln. Es machte einfach viel zu viel Spaß, ihn dabei zu beobachten, wie er auf seine wohlbekannte Art von einem Problem ins nächste schlitterte, weil er diese furchtbare Welt einfach nicht verstehen konnte. Der humorvolle Schreibstil mit viel Situationskomik und lustigen Dialogen ließ mich mehrmals laut auflachen.

Doch auch die Spannung kam nicht zu kurz, denn Gefahren lauerten überall und die beiden mussten nicht nur einmal um ihr Leben bangen. Dabei konnte ich immer sehr gut mitfiebern. Als Kontrast dazu wurde man aber auch mit ein paar mehr romantischen Szenen versorgt, als im ersten Teil.

Ich empfand diesen Teil noch spannender und humorvoller als den ersten und hätte noch länger in der Geschichte verweilen können. Leider wird es keinen dritten Teil geben, aber andererseits ist die Geschichte auch insgesamt rund und sehr schön fertig erzählt.

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Gelungene Fortsetzung

Das war es also. Die Fortsetzung des gläsernen Tores. Ich war mal wieder überrascht wie viel ich doch bereits vergessen hatte von diesem ersten Buch. Vergessen oder verdrängt je nachdem. Ich wusste jedenfalls nicht mehr wer Geeryu war, was zum Teufel ist eine Nihaye und hey ... Grazia kann Wasser machen? Aber Sabine Wassermann hat es hervorragend geschafft mich wieder in die Geschichte zu leiten. Zwar enthüllt sie längst nicht alles, was passiert ist, doch konnte ich mit den gegebenen Infos das Puzzle vervollständigen.

Zum Inhalt: Da gilt es einen Fluch zu besiegen. Da reisen Anschar und Grazia durch die Wüste zu den ehemaligen Feinden der Argaden um Frieden zu schließen. Da gibt es einige Überraschungen - schöne, schockierende, unangenehme. Da ist eine Halbgöttin die unseren beiden Hauptpersonen nach dem Leben trachtet. Und da ist die Flucht in eine andere Welt, unsere Welt, die eiserne Welt.

Zu den Hauptfiguren: Anschars Entwicklung in diesem Buch ist vor seinem Hintergrund schlüssig und ich überlasse ihn nur allzu gerne Grazia, denn meinen persönlichen Geschmack trifft die Autorin hier nicht ganz. Wenn ich mich in anderen Büchern gerne ein bisschen "mitverliebe" konnte ich das hier nämlich beim besten Willen nicht. Dafür stoßen mir Anschars Verhalten (oder seine Denkweise) das ein oder andere Mal etwas zu sehr auf. Für seine ganzen Missetaten leidet er in diesem Buch dann aber auch genug, was mich mitleidig zurücklässt - obwohl ich ihn ja gar nicht so mag - was aber auch gut so ist, denn andernfalls hätte er die Chance mit Grazia meiner Meinung nach auch gar nicht erst verdient. Grazia hingegen ist mir am Ende übrigens sogar ein bisschen lieber als am Anfang. Zwar werde ich immer noch nicht so ganz mit ihr warm, aber über das Buch hinweg bekommt sie dann doch sympathischere Züge.

Zum Schluß: Das Ende ist Sabine Wassermann, wie ich finde, hervorragend gelungen. Denn hier kehren wir zurück zum Anfang des ersten Buches. Eine einfache Geste schließt den Kreis. Und ja ... wäre es zu viel verraten wenn ich sage - alles wird gut? Ich habe mich jedenfalls pudelwohl gefühlt. Da wird's einem doch warm ums Herz.

Mein Fazit: Mir hat dieses Buch gut gefallen. Besser als das Erste. Vielleicht liegt das auch am Ende.

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Anschar und Grazia sind auf dem Weg nach Temenon, um endlich den Fluch, der auf der Welt liegt zu brechen. Trotz einiger Gefahren und Widerstände, schaffen sie es tatsächlich dorthin, jedoch gestaltet sich ihr Aufenthalt dort nicht so, wie gedacht und Grazia flieht schließlich verzweifelt zurück in ihre Welt, wohin ihr Anschar folgt...



Der Schreibstil ist wie von Sabine Wassermann mittlerweile gewohnt, total flüssig und bereits nach den ersten 3 Zeilen war ich in der Geschichte drinnen. Obwohl der erste Band jetzt doch schon gut über ein Jahr her ist, war das kein Problem, da die Autorin es geschickt versteht, wichtige Details aus dem ersten Band nochmal mit einzubauen, so dass der Leser sich jederzeit zurecht findet.




Die Charaktere sind ähnlich kantig und teilweise sehr nervend, wie bereits im ersten Teil, jedoch muss ich gestehen, dass Grazia mir besonders in der ersten Hälfte des Buches gewaltig auf die Nerven gegangen ist und es für meinen Geschmack ein bisschen arg lange dauert, bis sich bei ihr auch endlich eine Entwicklung erkennen lässt und sie nicht weiterhin stur an Konventionen festhält, obwohl sie bereits seit Jahren unter ganz anderen Umständen lebt!




Auch Anschar macht eine gehörige Entwicklung durch, seine "Lehrzeit" in diesem Buch, konnte ich aber dann irgendwann gar nicht mehr richtig lesen, da mich das viel zu sehr aufgeregt hat. Klar, dürfen es Hauptfiguren nicht zu einfach haben, aber dem Kerl wurden hier teilweise schon Gesteinsbrocken in den Weg gelegt und ich muss sagen, dass ich einfach nicht in der Stimmung war, um die Umschiffung aller dieser Probleme und Gefahren für ihn bis zum Ende lesen zu können.




Bei ca. dreiviertel des Buches war ich dann so weit, dass ich das Buch am liebsten einfach nur noch in die Ecke gefeuert hätte, aber ich habe weitergelesen und wurde schließlich dafür auch belohnt: Grazia, die entschuldigt, Ober-Zicke, kommt doch noch endlich zur Vernunft und auch Anschar steigt endlich von seinem hohen Ross, dass er nur auf seinem Stolz gründet, herunter und ich wurde mit einem Ende belohnt, dass mir voll und ganz gefallen hat.




Insgesamt tue ich mich, wie ihr vielleicht auch schon aus der teils sehr emotionalen Rezi erkennen könnt, sehr schwer dieses Buch zu bewerten. Es ist super, da es den Leser komplett in seinen Bann zieht und einen bis zum Ende mitfiebern lässt, aber man kann es nur dann lesen, wenn man sich einen Tag Zeit nimmt, um es zu Ende zu lesen, sonst dreht man durch!




Am Besten haben mir daher die Szenen in dem Buch gefallen, in denen Grazia und Anschar gemeinsam Berlin erkunden und wir Preußen aus Sicht Anschar's sehen dürfen!

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Mit dem Roman "Die eiserne Welt" knüpft Sabine Wassermann nahtlos an ihren Vorgängerroman "Das gläserne Tor" an und entführt uns wieder in eine ferne, antike Phantasiewelt, in der die Protagonisten diesmal eine Mission zu erfüllen haben: nämlich das legendäre Land Temenon zu erreichen und den Frieden zwischen zwei Völkern zu besiegeln, um damit den Fluch der Götter aufzuheben, der aus einstmals grünen Landstrichen eine trockene und öde Wüste gemacht hat.

Eine große Herausforderung für unser Traumpaar Grazia und Anschar, die sich mit einem kleine Trupp Getreuer auf den Weg ins Unbekannte machen. Die Handlung wird auch sofort tempo- und ereignisreich eingeleitet, so dass beim Lesen keinesfalls Langweile aufkommt. Trotzdem brauchte ich eine Weile, bis ich mit den beiden wieder so richtig vertraut wurde, was vielleicht an dem etwas sexlastigen Anfang lag, der mich etwas überrumpelte. Aber nach wenigen Kapiteln waren Grazia und Anschar für mich wieder greifbar und ich hatte sehr viel Spaß an ihren Dialogen und gemeinsamen Abenteuern, auch an den erotischen.

Die Geschichte bringt auch diesmal ein paar unerwartete Wendungen zutage, und einige davon verleihen dem Roman ungeahnte Tiefe. Was mir schon im "gläsernen Tor" in Sachen Rassismus ein Dorn im Auge war, wird hier thematisiert und aufgearbeitet - Respekt, dass die Autorin die Handlung auch in dieser Richtung vorantreibt. Bevor jedoch Konflikte gelöst und ein dauerhafter Frieden geschaffen werden kann, befinden wir uns dank einiger dramaturgischer Hechtsprünge im Berlin der Jahrhundertwende.

Hier übt das Aufeinanderprallen der beiden Welten wieder seinen besonderen Reiz aus; während im Vorgängerband vor allem Grazias Anpassungsprobleme in einer antiken bronzezeitlichen Welt Anlass zu zahlreichen amüsanten Szenen war, ist es hier Anschar, der sich als archaischer Wüstenkrieger in einer nasskalten, modernen Welt zurechtfinden muss. Seine Interpretationen und darauf folgenden Handlungen fand ich sehr originell geschildert, obwohl ich doch mit der Zeit Mitleid mit dem Helden bekam, der hier einen ziemlichen Kulturschock erlebt und dessen Selbstbewusstsein doch arg zurecht gestutzt wird.

Dennoch beweist er sich als eine verlässliche Kraft im Kampf gegen das Böse, der sowohl hier als auch da angetreten wird und dem Leser dank einiger phantastischer Elemente, die wohldosiert eingesetzt werden, atemberaubende und actionreiche Szenen beschert. Das Ende finde ich sehr gelungen und es ist wunderbar in sich abgeschlossen, lässt aber in jedem Fall Spielraum für weitere Geschichten aus der Welt hinter dem gläseren Tor.

Mir hat der Roman sehr gut gefallen und ich denke, wer "Das gläserne Tor" gelesen hat und daran Gefallen gefunden hat, der sollte sich diesen Folgeroman nicht entgehen lassen. Sabine Wassermanns Schreibstil sorgt dafür, dass auch "Die eiserne Welt" zu einem flüssigen und unterhaltsamen Leseerlebnis wird, das den Leser für ein paar Stunden in eine andere Welt eintauchen lässt.

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