Bernhard Hennen, James A. Sullivan: Die Elfen

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Bernhard Hennen, James A. Sullivan: Die Elfen
Verlag
ET (D)
2004
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453530010

Informationen zum Buch

Seiten
910

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
Inmitten der tief verschneiten Lichtung lag der Kadaver eines Elchbullen.

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Menschen fürchten sie wegen ihrer scheinbaren Kaltherzigkeit, Zwerge meiden sie wegen ihrer Überheblichkeit, und Orks und Trolle sehen in den sagenumwobenen Wesen eine schmackhafte Beute, die es zu erjagen gilt. Doch wie sind die Elfen wirklich? Und was ist ihre Bestimmung? Dies ist das Abenteuer der Elfen Farodin und Nuramon, die, mit magischen Schwertern gerüstet, in den Kampf gegen einen Dämon ziehen - und erfahren müssen, dass das Schicksal der Elfenwelt in ihren Händen liegt.

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Den vielen positiven Rezis noch etwas Neues hinzuzufügen fällt schwer, deswegen konzentriere ich mich darauf, wie ich das Buch empfunden habe.

Mich hat vor allem die Phantasie und der Ideenreichtum, mit der Bernhard Hennen seine Welt aufgebaut hat, beeindruckt. Seien es die Alben, die verschiedenen Welten, das Konzept der Wiedergeburt oder die beseelten Bäume usw. In diesem Buch steckt so viel wie in manch anderem Fantasyzyklus. Doch es ist vor allem die Geschichte, die mich begeistert hat. Denn obwohl ich das Ende schon kannte, war die Handlung für mich keineswegs vorhersehbar und es gab immer wieder Wendungen, die mich überrascht haben. Man merkt dem Autor einfach an (vor allem auf seinen Lesungen!), dass er der geborene Geschichtenerzähler ist und seine Sache gerne macht.

Die Hauptcharaktere habe ich alle ins Herz geschlossen, aber Mandred mochte ich vor allem, weil er es immer wieder geschafft hat, mich zum Lachen zu bringen. Bei einem epischen Fantasyroman erwarte ich ja so einiges, aber dass dieser hier mit so viel Humor aufwartet, hätte ich nicht gedacht und hat mich positiv überrascht. Auch die Erwähnung von Sex fand ich sehr ungewöhnlich. Es kommt zwar nur in einem Kapitel vor, aber dadurch wirken die Elfen nicht ganz so klinisch rein wie z.B. bei Tolkien.

„Die Elfen“ ist kein Buch, was ich verschlungen habe – im Gegenteil, ich habe es genossen, Nuramon, Farodin und Mandred auf ihrer Reise zu begleiten und war am Ende traurig, sie loslassen zu müssen. Umso mehr freut es mich, dass mit den weiteren Elfenbänden die „Lücken“ in dieser Geschichte gefüllt und die Charaktere aufgegriffen werden, die in „Die Elfen“ nur am Rande vorkommen.

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Vom ersten Moment an hat mich die Geschichte um Noroelle und ihre beiden Verehrer Faradin und Nuramon in den Bann gezogen. Ihre Reise durch Zeit und Raum, auf den Spuren der Geliebten, sorgt für den roten Faden in einem Roman, der in Laufe der Handlung ungeahnte epische Ausmaße annimmt. Die Autoren muten dem Leser jede Menge Zeitsprünge über Jahrhunderte hinweg zu, und es ist gut zu wissen, dass Bernhard Hennen die zwangsläufig entstehenden Lücken in der Handlung durch die nachfolgenden Werke ausfüllt und weiterführt, sonst wäre ich an manchen Punkten vielleicht etwas unzufrieden zurückgeblieben.

Sehr schön fand ich die Idee, dass die Elfen, Zwerge und Trolle allesamt unter dem Dach der Albenkinder verbunden sind, während die Menschen die andere Seite der Medaille darstellen. Eine ganz besondere Figur in der Geschichte ist Mandred Torgidson, der an der Seite seiner beiden Elfenfreunde alle Abenteuer miterlebt und dabei den gleichen Gesetzmäßigkeiten unterliegt, so dass er ebenfalls über Jahrhunderte hin lebt und die Geschicke seines Volkes über lange Zeit hinweg begleitet. Auch andere Figuren haben mich beeindruckt, allen voran die Elfenkönigin Emerelle, aber auch Obilee und Yuvilee, deren Weg ich gerne verfolgt habe.

Besonders ausgeklügelt fand ich das magische Konzept der Albenpfade und Albensterne, das hinter der ganzen Geschichte steht und den Protagonisten die Sprünge von einer Welt in die andere ermöglicht. Sehr raffiniert ausgedacht und immer konsequent verfolgt, hat mich dieser Teil der Geschichte sehr fasziniert.

Die Autoren verstehen es, ihre Welten mit viel Liebe zum Detail und wunderschönen Bildern auszuschmücken. Auch Kampfszenen dürfen nicht fehlen; die Schlachten und Kämpfe sind sehr präzise inszeniert und lassen sich daher beim Lesen direkt miterleben. Aber am besten gefielen mir natürlich die langen Ritte durch märchenhafte Landschaften, aber auch unmenschliche Wüsten und gefahrvolle Gebirgswelten.

Überrascht war ich, dass es am Ende doch eine eindeutige Auflösung ergibt, die sogar sehr emotional und ergreifend ausfällt. "Die Elfen" haben alles, was das Herz eines Fantasy-Fans begehrt und sind darüber hinaus noch in einem sehr flüssigen Schreibstil geschrieben, der mich von Anfang an gefesselt hat. Und wer bei all der Spannung, die das Buch bietet, auch mal herzhaft lachen will, der wird die humorvolle Note lieben, die immer wieder dann auftaucht, wenn man es am wenigsten erwartet.

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Als ein Manneber seine Jagdgefährten bestialisch tötet, kann Mandred gerade noch in einen Steinkreis fliehen - und wacht im Albenland wieder auf. Kurz entschlossen stellt er die Elbenkönigin Emerelle zur Rede, da ein solches Geschöpf nur von ihrer Welt stammen kann. Beunruhigt beruft Emerelle die Elfenjagd ein und übergibt die Elfenjäger mit ihren weißen Wölfen der Führung Mandreds. Voller Tatendrang und Mut ziehen sie in die Welt der Menschen und finden dort ein Wesen vor, das ein Meister der Täuschung ist.

Szenen elfischer Zurückhaltung wechseln sich ab mit Mandreds Art, mit der Tür ins Haus zu fallen. Bereits auf der ersten Seite wird man gefangengenommen von Bernhard Hennens klarer, ausdrucksstarker Sprache und der immer stimmigen, nie langweiligen Geschichte. Mandred, der Jarl eines kleinen nordischen Dorfes ist laut, manchmal anmaßend, feiert gerne und verfügt über außerordentlichen Mut. Seine elfischen Gefährten Nuramon und Farodin stehen ihm in Sachen Mut in nichts nach: Getrieben von ihrer Liebe zu der Zauberin Noroelle ziehen sie mit ihrem Menschenfreund durch Welten, beschreiten Albenpfade, kämpfen gegen Trolle und gegen ihr Schicksal. Es ist schwer, sich für einen Liebling entscheiden zu müssen, denn alle drei vermisse ich seit Beenden des Buches wie gute Freunde.

Obwohl "Die Elfen" einige grausame Überraschungen für den Leser bereithält, ist es durch und durch ein Wohlfühlbuch. Beim Lesen möchte man sich Zeit lassen, Seite für Seite genießen. Die Sprache ist so bildhaft, dass die Charaktere und Welten ganz klar vor Augen erscheinen. Manchmal wird kritisiert, dass die Protagonisten vom Autor nur oberflächlich eingeführt und beschrieben werden. Das empfand ich überhaupt nicht so! Mir wuchs jeder einzelne ans Herz, ich fühlte ihren Schmerz und ihre Liebe, weinte und lachte mit ihnen. Auch gibt es keine Spur von Schwarz-Weiß-Malerei. Sogar Farodin hat seine dunklen Seiten, die wir nach und nach entdecken. Es gibt selten Bücher, die mich so sehr berühren, obwohl Bernhard Hennen sich nie auf kitschige Szenen und Beschreibungen einlässt. So wirkt das Ende, das nach all den Strapazen, die unsere Helden erleiden mussten, von mir fast sehnsüchtig erwartet wurde, sehr überraschend und schmerzhaft. Harmoniesüchtige Leser, die auf ein glückliches Happy-End warten, sollten auf der Hut sein!

Die Erzählweise ist nicht linear. Unsere Helden erhalten nicht am Anfang eine Aufgabe, die sie strikt befolgen. Vielmehr ist der Weg das Ziel und so kommt Mandred, Nuramon und Farodin immer wieder etwas in die Quere, das sie von ihrem eigentlichen Ziel abhält. Verschiedene Fäden werden auf diesem Weg geknüpft, doch am Ende führen alle wieder zusammen. Schriftstellerische Akrobatik, die von dem Autor mit Auszeichnung gemeistert wird. Das Ende des Buches ist Geschmackssache und obwohl es mich sehr erschütterte, mochte ich es sehr. Einige Fragen bleiben offen, doch wer auf die vermeintliche Fortsetzung "Elfenwinter" hofft, dem sei gesagt: Dieses Buch spielt zeitlich während "Die Elfen" und lässt den Leser an gänzlich anderen Leben und Abenteuern teilhaben.

Mit "Die Elfen" hat mich Bernhard Hennen süchtig nach seinen Büchern gemacht und mit seinem überzeugenden Schreibstil und der komplexen, anspruchsvollen Geschichte, gehört er für mich nun zu de Besten, die die deutsche Fantasy derzeit aufzubieten hat.

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Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und bietet weit mehr als Romantik und Kämpfe. Es gibt auch märchenhafte Szenen, Momente der Freundschaft, magische Augenblicke und tragische Erlebnisse. Die Suche nach Noroelle zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, ein ständiger Begleiter ist aber auch die Zeit. Dabei denke ich nicht nur an die Zeitsprünge, sondern auch an die verschiedenen Lebensspannen der Alben- und Menschenkinder. Dazu kommt noch, dass die Menschen nur dieses eine Leben haben und nicht wiedergeboren werden – was auch ein Grund für die unterschiedliche Lebensweise ist.

An der erschaffenen Welt hat mir vieles gefallen – besonders aber die beseelten Bäume, das System der Albenpfade, die Suche nach dem eigenen Schicksal, die verschiedenen Völker und Landschaften. Viele der beschriebenen Orte und Szenen sah ich deutlich vor mir, da hatte ich oft wunderbares Kopf-Kino. Und die tollen Figuren berühren einfach, auch abseits der Hauptcharaktere - da mochte ich beispielsweise Obilee und Yulivee sehr. Und ich hatte einigen Spaß mit den Gegensätzen zwischen Mandred und Ollowain.

Der mitreißende Schreibstil, die tollen Ideen und liebevoll ausgearbeiteten Figuren machen “Die Elfen” zu einem absoluten Wohlfühlbuch mit einer besonderen Atmosphäre und vielen Emotionen. Die intensiven Eindrücke begleiten mich auch noch nach dem Lesen, so dass ich noch etwas in dieser Welt bleiben kann und unter anderem über die Zwerge und Nuramon nachdenke.

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Der Roman beschreibt die Abenteuer zweier Elfen, Farodin und Nuramon, die in den Kampf gegen einen mächtigen Dämonen ziehen. Dabei verschlägt es sie in die Welt der Zwerge, der Menschen und der Trolle. Sie müssen sich vorsehen und Bündnisse aus längst vergangenen Tagen neu knüpfen, um den Fortbestand der Elfenwelt und damit das Überleben aller Albenkinder zu sichern.

Ein extrem kurzweiliger Roman, der trotz verschiedenster Handlungsstränge immer logisch konsequent bleibt. Zum Anderen achtet Hennen konsequent darauf, die Rassen von ihren Aspekten her weitgehend so zu belassen, wie es dem tollkienschen "Universum" entspricht. Der Plot ist zu jeder Zeit spannend, mit Humor bestückt, temporeich und mit viel Liebe zum Detail versehen; ohne sich jedoch in irgendwelchen ausufernden Beschreibungen unwichtiger Dinge zu verlieren. Ich freue mich darüber, dass es in Deutschland endlich junge, und hoch talentierte Autoren wie Bernhard Hennen gibt. Für mich ist er ganz sicher ein Garant für zukünftig hochwertige Fantasy.

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Ich habe bereits viele Bücher gelesen, die unter anderem auch aus dem Bereich der Fantasy-Literatur kamen. Doch dieses Buch hat meine kühnsten Erwartungen übertroffen! Es ist genau richtig eingependelt zwischen Liebe, Abenteuer und der magischen Anziehungskraft der Fantasy-Literatur. Als ich die mehr als 900 Seiten in weniger als 1 Woche beendet hatte, war ich enttäuscht, das dieses Buch ein Ende hatte. Ich möchte Bernhard Hennen zu dieser Meisterleistung schriftlichen Könnens beglückwünschen. Dieses Buch hat sich einen Ehrenplatz neben den anderen Meisterleistungen wie dem Herrn der Ringe oder dem kleinen Hobbit verdient. Es würde mich freuen, eine Fortsetzung zu lesen, weil dieses Buch herausragend geschrieben und phänomenal erdacht wurde.

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Seit ich denken kann, habe ich mich immer für die sagenumwobenen Phantasiegestalten interessiert. Deshalb ist es wohl kaum ungewöhnlich, dass ich ein Buch mit solch einem Titel unbedingt lesen musste. Und ich wurde nicht enttäuscht. Es war einfach unglaublich, von Anfang bis Ende fesselnd und spannend. Dieses Buch bietet das ideale Geflecht aus Liebe, Abenteuer, Schmerz, Kampf und Sieg. Als jemand, der nichts lieber tut, als Bücher und Geschichten zu lesen und zu schreiben, kann ich dem Autor nur gratulieren und natürlich danken, da das Buch nicht nur ein spannendes Werk über Elfen, sondern auch eine der wertvollsten Geschichten war, die mich wirklich inspiriert hat. Also bleibt nur noch zu sagen: Viel Spaß beim Lesen!

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"Die Elfen" ist ein Märchen wie es die Gebrueder Grimm wohl kaum besser haetten erzaehlen koennen.Kommt das Buch auch auf den ersten 30 Seiten noch nicht so richtig in Schwung, so ueberzeugt es dann spätestens ab dem ersten Besuch Albenmarks umso mehr. Der Autor schafft den Spagat zwischen alten Klischees um die Elfen, und neuzeitlicher Fantasy-Literatur wie kein anderer.Selbst Tolkiens "Herr der Ringe", ebenfalls ein großartiges Werk, konnte mich nicht so in den Bann ziehen wie diese Geschichte.

Die Landschaften, die Staedte und die Personen werden in ihren Aeusserlichkeiten so detailreich und liebevoll beschrieben, das man das Gefuehl bekommt Selbst in dieser Maerchenwelt zu sein. Die Spruenge durch Zeit und Raum, die den Protagonisten Farodin, Nuramon und Mandred wiederfahren sorgen stets fuer neue Eindruecke, und ermöglichen so ein schnelles Fortschreiten der Geschichte, sowie das Einbetten neuer Charaktere und Handlungsstraenge. Immer dann wenn man das Gefuehl hat, die Handlung verästele sich zu stark, und man verliere den Ueberblick, taucht wieder der "rote Faden" auf an dem sich die Motive der Helden, sowie die daraus resultierenden Geschehnisse und Handlungsstraenge emporziehen. Dennoch handelt es sich nicht um eine einzige Queste, die ueber 900 Seiten gestreckt wird. Immer wieder ueberrascht einen das Buch mit neuen Nebenhandlungen, die sich jedoch nahtlos in das Dild der Rahmenhandlung einfuegen.

Ein "Manko" hat das Buch meiner Meinung nach trotzdem. Entgegen den Rezensionen meiner Vorgaenger hier, muss ich sagen, dass die Charaktere im großen und ganzen etwas flach bleiben. Eine groß angelegte Charakterisierung der Helden wie im "Wüstenplanet-Zyklus" von "Frank Herbert" braucht man hier nicht zu erwarten. Zwar stimmt es, dass die Charaktere auch "dunkle Seiten" aufweisen, oder aber der Barbar mehr Gefuehle zeigt als man ihm zutrauen mag. Dennoch erscheinen einem die Helden stellenweise etwas Marionettenhaft, und die Gruende fuer ihre Denkweise und ihr Handeln werden nicht weiter erlaeutert. Aus meiner persönlichen Sicht heraus muss ich aber gestehen, dass genau DAS den charme dieser Geschichte ausmacht. Man wird nicht von unzaehligen Charakteristika der Protagonisten ueberrumpelt, und kann sich so besser in die Wunderschöne Welt von Albenmark, sowie die Rahmenhandlung einfuehlen. Doch Charakterisierung hin oder her, es handelt sich hierbei um einen erstklassigen Fantasy Roman, der einen durch seine temporeiche und farbenfrohe Erzaehlweise in den Bann zieht.

Der Schluss wirkt allerdings ein wenig an den Haaren herbeigezogen und ueberstuerzt.Innerhalb von 100-120 Seiten entscheidet sich sowohl das Schicksal Albenmarks als auch das der Helden. Besonders die Helden kommen an dieser Stelle ein wenig zu kurz. Dennoch laufen alle Faeden der Handlung wieder zusammen und werden gut aufgefasst. Zugegeben, noch nie habe ich ein Buch gelesen in dem mich der Schluss so dermaßen tief beruehrt hätte. Ein Happy-End scheint sich abzuzeichnen, und plötzlich nimmt die Handlung eine Wende, die drastischer nicht sein koennte. In einer Tragödie waere es die "Katastrophe" die schlimmstmögliche Wendung eines Stuecks. Und sie trifft einen hart.

Fazit: Dieses Buch muss man einfach gelesen haben. Zwar haften dem Buch kleine Makel an, doch lassen sie sich davon nicht stören. Es macht das Buch zu einem einzigartigen Werk, und somit zu einer erfrischenden Brise neben dem Einheitsbrei der 08/15 Fantasy Literatur.

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Die Elfen - Mandred zieht mitten im Winter mit Kameraden aus um das Dorf vor einem Manneber zu beschützen. Zu spät bemerken sie das es sich nicht um ein gewöhnliches Tier handelt - mit letzter Kraft kann sich Mandred in einen Steinkreis und somit ins Land der Elfen retten. Er fordert Tribut für seine Toten Freunde und die Elfenkönigin ruft die Elfenjagd aus, doch auch sie unterschätzt den Manneber....

Die Elfen ist ein spannendes und umfangreiches Werk. Im Mittelpunkt stehen der Mensch Mandred, sowie Nuramon und Farodin. Die Lebensgeschichten 3 Gestalten um Liebe, Macht und Veränderung. Trotz der langen Zeiträume die beschrieben werden, ist das Buch an jeder Stelle spannend und unterhaltsam. Die Charaktere sind tiefgründig und facettenreich dargestellt - man kann mit Ihnen mitfühlen, leiden und sich freuen. Für mich sehr empfehlenswert.

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