Ralf Isau: Die Galerie der Lügen

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Ralf Isau: Die Galerie der Lügen
ET (D)
2005
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783431036367

Informationen zum Buch

Seiten
637

Sonstiges

Erster Satz
Diese Nacht unterrschied sich für Donatien Demis auf mancherlei Weise von den Tausenden davor.

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Handlungsort

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Alex Daniels ist eine junge englische Journalistin. In einer Artikelserie hat sie schonungslos mehrere Fälle von Wissenschaftsbetrug aufgedeckt. Dafür nimmt sie nun in einer Feierstunde in Oxford einen Preis entgegen. Aber vor dem Gebäude wartet bereits die Polizei: Alex soll im Louvre in Paris einen Anschlag verübt haben, bei dem ein Wachmann ums Leben kam. Ihre Fingerabdrücke wurden am Tatort gefunden. In rascher Folge gibt es weitere Attentate auf berühmte Kunstwerke – und sie haben ein Muster: Jemand will damit eine Aussage machen. Er wendet sich gegen den Glauben an die Gültigkeit der menschlichen Evolution. Ein Versicherungsdetektiv setzt sich im Auftrag seiner Firma mit Alex in Verbindung. Darwin, so sein Name, ist überzeugt, dass Alex unschuldig ist. Doch er merkt bald, dass sie mehr mit jener mysteriösen Anschlagserie verbindet, als sie selber ahnt. Wer ist jener geheimnisvolle Theo, der Alex Briefe schreibt und der mehr über sie zu wissen scheint als sie selbst? Denn die Vergangenheit von Alex liegt im Dunklen; wer ihre wahren Eltern waren, hat sie nie erfahren. Auch nicht, ob sie irgendwo auf der Welt noch Brüder oder Schwestern hat – oder andere Geschwister. Denn Alex ist keine Frau. Aber auch kein Mann.

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Im Louvre explodiert eine Bombe und zerstört eine antike Statue. Im Abstand von je einer Woche werden in London und Wien berühmte Gemälde gestohlen. Der Versicherungsdetektiv Darwin Shaw ermittelt im Auftrag seines Arbeitgebers, bei dem alle zerstörten oder verschwundenen Kunstwerke versichert waren – will da jemand der Versicherung schaden?

Nach der Verleihung einer Auszeichnung wird die junge Wissenschaftsjournalistin Alex Daniels, die sich mit kritischen Artikeln über die Evolutionstheorie einen Namen gemacht hat und generell als Querdenkerin gilt, in London verhaftet. Ihre Fingerabdrücke seien mit denen identisch, die im Louvre sichergestellt wurden – doch Alex weiß genau, dass sie damit nichts zu tun hat.

Im Untersuchungsgefängnis wird Alex eine Botschaft zugespielt, unterzeichnet von einem gewissen Theo, der sie als Schwester bezeichnet. Widerstrebend beantwortet sie die Botschaft und kommt daraufhin aus dem Gefängnis frei.

Die Kunstraube gehen währenddessen weiter. Der Dieb lässt jedes Mal einen anderen Gegenstand zurück, was den Ermittlern Rätsel aufgibt. Doch Alex hat eine Idee, was diese Gegenstände zu bedeuten haben – es handelt sich um verschlüsselte Botschaften des Diebs, der damit auf eine grundlegende Problematik in der Naturwissenschaft aufmerksam machen will: Gibt es nur eine wissenschaftliche Wahrheit? Existiert nur das Greifbare oder doch auch eine andere Ebene? Und muss die Naturwissenschaft alles in die Tat umsetzen, nur weil es prinzipiell machbar wäre?

Zuerst alleine, dann in Zusammenarbeit mit Darwin Shaw recherchiert und forscht sie immer weiter, bis sie auf schockierende Informationen stößt, die nicht nur die wissenschaftliche Welt, sondern auch ihre eigene Existenz betreffen…

Zunächst ist das Buch ein spannender Thriller um die Kunstraube, aufgebaut wie eine Schnitzeljagd quer durch Europa. Durch Alex’ journalistische Arbeit wird schon früh die Wissenschaft thematisiert, insbesondere die heute allgemein anerkannte Evolutionstheorie und Genetik und der Umgang mit Kritikern etablierter Postulate. Ein drittes Leitmotiv des Buches sind Hermaphroditen und Intersexualität – wie Betroffene damit leben, wie die Gesellschaft damit umgeht bzw. wie das Thema größtenteils tabuisiert wird.

Wieder einmal liefert Ralf Isau mit diesem Buch nicht nur einen handlungsgetriebenen Pageturner mit zahlreichen überraschenden Wendungen, sondern auch fundiertes Hintergrundwissen aus Evolutionsbiologie, Genetik, Medizin und Kunst. Er will nicht nur unterhalten, sondern auch zum Nachdenken anregen, was er zumindest bei mir unbedingt geschafft hat, zumal mich ähnliche Gedankengänge wie die des Kunsträubers auch schon öfter beschäftigt haben. Ein informatives Nachwort rundet auch dieses Buch ab, und eine kleine Querverbindung zum „Silbernen Sinn“ hat mir großen Spaß gemacht.

Ein wenig Abzug gibt es für die hier doch eher flach gezeichneten Figuren und den einen oder anderen „arg zufälligen Zufall“, was der Lesefreude insgesamt aber nicht geschadet hat und im Thrillergenre ja eher die Regel als die Ausnahme ist.

Die Ausstattung des Buches verdient zum Schluss noch eine Erwähnung. Auch dieses Buch verbirgt unterm Schutzumschlag einen silberfarbenen Einband mit einem goldenen eingeprägten Symbol auf dem Deckel, das sich auf die Handlung bezieht, und an den Kapitelanfängen findet man, liebevoll von Tina Dreher gezeichnet, die Symbolgegenstände aus den bestohlenen Museen.

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