Ralf Isau: Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz

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Ralf Isau: Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz
Verlag
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783426196427

Informationen zum Buch

Seiten
448

Serieninfo

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Ohne den alten, freundlichen Bibliothekar Karl Konrad Koreander wäre Phantásien verloren gewesen. Er war es, der dem jungen Bastian Die unendliche Geschichte gab und ihm damit das Tor in das phantastische Reich öffnete. Jeder kennt diese Geschichte. Aber wie kam das Buch ursprünglich in die Bibliothek - und welche Abenteuer hat der junge Koreander selbst in Phantásien erlebt?

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Wie kam die "Unendliche Geschichte" in Karl Konrad Koreanders Antiquariat, bevor Bastian sie an sich nahm? Bestimmt haben sich schon unzählige Leser von Michael Endes Phantásienroman genau das gefragt. Ralf Isau gibt die Antwort in seinem Roman, der zu der Reihe "Die Legenden von Phantásien" gehört, die genau jene Geschichten erzählen, "die ein andermal erzählt werden sollen".

Karl Konrad Koreander war nämlich nicht immer der alte bärbeissige Bibliothekar mit Meerschaumpfeife und großer Abneigung gegen Kinder, nein, er war auch einal jung, unsicher, unentschlossen und antriebslos, ein echter Versager. Bis er eines Tages das Antiquariat des Tillmann Thaddäus Trutz betritt und von diesem Tag an ein Abenteuer nach dem anderen zu bestehen hat - und das alles natürlich nur, um Phantásien vor dem Nichts zu retten...

Die Parallelen zur "Unendlichen Geschichte" sind unverkennbar und Ralf Isau ist mit seiner Erzählung ganz, ganz nah dran am Original. Liebevolle kleine Hinweise auf die späteren Ereignisse sind in diesem Prequel versteckt, die auf ihre Entdeckung durch den aufmerksamen Leser warten. Bekannte Figuren aus der "Unendlichen Geschichte" tauchen auf, ebenso wie neue Gesichter und phantásische Wesen, die sich nahtlos in das Geschehen einfügen. Dabei hat Ralf Isau durchaus eigene Ideen und Philosophien in seiner Geschichte verarbeitet, die jedoch nicht mit der "Unendlichen Geschichte" kollidieren, sondern einen ähnlichen, fast schon seelenverwandten Ansatz haben.

Der Roman ist in einem sehr ruhigen Erzählstil geschrieben, der ein flüssiges Lesen ermöglicht, dabei aber nicht unbedingt sehr spannungsgeladen wirkt - obwohl die Handlung an sich mit etlichen unerwarteten Ereignissen und überraschenden Wendungen gespickt ist. Mir hat "Die geheime Bibliothek des Tillmann Thaddäus Trutz" gut gefallen und ich hatte vor allem an den Anspielungen auf die "Unendliche Geschichte" sehr viel Spass. Einige wenige Punkte haben mir nicht so zugesagt, insbesondere Stellen, an denen die "Unendliche Geschichte" schon sehr "verbogen" wurde. Im Mittelteil habe ich ein wenig Spannung vermisst, hier war der Erzählstil für meinen Geschmack etwas zu ruhig. Dafür fand ich den Schluss richtig aufregend und zu meiner Freude wurden auch alle offenen Fragen abschliessend beantwortet.

Ich empfehle das Buch gerne an alle Leser der "Unendlichen Geschichte" weiter; wer es separat liest, wird wahrscheinlich einiges übersehen und manchen Aha-Effekt nicht so erleben wie der Leser mit den entsprechenden Vorkenntnissen.

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Karl Konrad Koreander ist ein Zauderer, wie er im Buche steht: Von klein auf jeglichen Selbstbewusstseins beraubt, steht er vor der Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz und hadert mit seinem zukünftigen Schickals. Eintreten zum Bewerbungsgespräch trotz der Verspätung von 15 Min.? Bring ja sowieso nichts. Oder doch? Herr Trutz jedenfalls hat den Zauderer schon bemerkt und klopft energisch ans Fenster. Und als dieser auch noch bemerkt, dass Koreander Bücher anhand ihrer Düfte erkennen kann, ist der Nachfolger schnell bestimmt. Kurz nach dem Bewerbungsgespräch verschwindet Thaddäus denn auch in den Tiefen der Phantastischen Bibliothek. Noch weiß Koreander nicht, dass der kauzige Meisterbibliothekar dem geheimnisvollen Verschwinden von Büchern nachgehen möchte. Denn dort, wo sich die Bücher vormals befanden, ist nun nur noch ein schwarzes Etwas - oder vielmehr ein schwarzes Nichts. Bald muss sich auch Karl entscheiden, ob er lieber Held oder Zauderer sein will.

Die Phantastische Bibliothek kennen die meisten von uns seit der Unendlichen Geschichte. Dort findet nämlich Bastian Balthasar Bux das Buch, das sein Leben enthielt und veränderte. Auch Karl Konrad Koreander kennen wir als den kauzigen Meisterbibliothekar nur zu gut. Doch wie kamen er und das Buch "Die unendliche Geschichte" überhaupt in die Phantastische Bibliothek? Diese Frage wird nun mit "Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillman Trutz" beantwortet. Ralf Isau kannte Michael Ende persönlich und verehrte den großen Autor sehr. Dieses Buch, das einen Teil der Legenden Phantasiens enthält, die in den nächsten Monaten noch veröffentlicht werden, ist so etwas wie eine Hommage an den verstorbenen Erfinder des Kinderbuchklassikers.

Nicht viel weniger phantastisch geht es hier auch zu. Karl Konrad Koreander gerät von einem turbulenten Erlebnis in das andere. Denjenigen, die die Unendliche Geschichte kennen, werden viele (beabsichtigte) Parallelen auffallen. Alte Bekannte tauchen als Nebendarsteller auf und auch die Kindliche Kaiserin braucht mal wieder einen neuen Namen.

Ralf Isau ist meiner Meinung nach ein begnadeter Kinderbuchautor. So ist "Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz" auch bestens zum Vorlesen geeignet. Stellenweise war mir das Buch aber dennoch etwas zu phantastisch - und manchmal hatte es auch gewisse Längen. Doch all' das verzeihe ich dem Autor, denn ich wurde wieder in die Zeit versetzt, als ich mit Bastian Balthasar Bux fieberte, mich mit meiner Unendlichen Geschichte in eine Decke einwickelte, den Raum abdunkelte und Kerzen anzündete. Apfel und Brot neben mir. Und in die Zeit, als Atreju mein erster Kinderschwarm war.

Auch die Aufbereitung des Buches ist wunderschön: Vom Buchumschlag, über die Innenzeichnung bis zu Papier und der bräunlichen (nicht schwarzen) Schrift. So sind die Bücher der Reihe auch vor allem als Geschenk sehr empfehlenswert!

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Ich war ja zu Anfang gar nicht überzeugt, dass die Legenden von Phantásien gut sind. Da schreibt einfach ein Haufen bekannter und weniger bekannter deutscher Autoren Prequels, Sequels oder einfach "Neben"-quels zur Unendlichen Geschichte, der Bibel meiner Kindheit? Das kann ja kaum gutgehen, oder?

Aber hin und wieder hat man ja solche Momente, in denen man sich einfach was traut und so habe ich - todesmutig - "Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Trutz" gekauft, weil der Titel mich am meisten angesprochen hat. Und Ralf Isau hat sich mit seinem "Museum der gestohlenen Erinnerungen" ohnehin einen ewigen Platz in meinem Herzen gesichert, also stand dem Lesevergnügen nichts mehr im Weg.

Gleich auf den ersten Seiten hat er es wieder geschafft, mich in seinen Bann zu ziehen. Ralf Isau hat mit diesem Buch ein wunderbares, eigenständiges Werk geschaffen, verliert dabei aber nie den roten Faden, der ja zur Unendlichen Geschichte führen soll. Altbekannte Sätze wie "Aber das ist eine andere Geschichte, und soll ein andermal erzählt werden" erfreuen jeden Michael Ende Fan und Treffen mit alten Bekannten bleiben auch nicht aus.

Dabei lernen wir aber auch viele neue, witzige Charaktere kennen und erfahren mehr über Phantásien und natürlich das Nichts. Und wer immer schon mal wissen wollte, warum Karl Konrad Koreander am Anfang so garstig zu Bastian war, erfährt alles in diesem wunderbaren Büchlein, das für mich eindeutig eine wahre Legende Phantásiens ist.

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