Gordon Dahlquist: Die Glasbücher der Traumfresser

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Gordon Dahlquist: Die Glasbücher der Traumfresser
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
Originaltitel
The Glass Books of the Dream Eaters
ET (Original)
2006
ISBN-13
9783764502782

Informationen zum Buch

Seiten
864

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Drei Monate waren seit ihrer Ankunft im Hafen vergangen, da brachte ihr das Dienstmädchen auf einem Silbertablett Rogers Brief, verfasst auf steifem Ministeriumspapier und mit Vor- und Zuname unterschrieben.

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Verpassen Sie keinesfalls den letzten Zug nach Harschmort Manor! Eine sitzen gelassene junge Lady, ein professioneller Killer und der Leibarzt eines mecklenburgischen Prinzen ziehen in einer rasanten Tour de Force durch das viktorianische England. In einem bizarren Herrenhaus entdecken sie erotische und haarsträubende Geheimnisse und riskieren ihr Leben, ihre Ehre und ihre Tugend, um die Welt vor den Gefahren einer alchemistischen Maschine und einer teuflischen Verschwörung zu retten.

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Erst kürzlich ist Miss Temple in die große Stadt gekommen und hat sich prompt in den gut situierten und anständigen Regierungsangestellten Roger Bascombe verliebt. Sie glaubte in ihm den Richtigen gefunden zu haben, wird dann aber leider schnell enttäuscht. Roger verlässt sie und teilt ihr dies in einem Briefchen mit, welches er ihr zukommen lässt. Da Miss Temple sich allerdings über den plötzlichen Sinneswandel ihres Verlobten wundert, beschließt sie ihn zu beobachten und die Ursache herauszufinden. Vielleicht ist es gar eine andere Frau? Das Ganze entwickelt sich jedoch anders und sie verfolgt Roger Bascombe bis zu einem abgelegenen und sehr großzügigen Herrenhaus auf dem Land. Schon unterwegs begegnet sie Menschen, die sich für ihre Verhältnisse sehr merkwürdig verhalten und Roger scheint mit diesen in irgendeiner Verbindung zu stehen...

Die auf deutsch bei blanvalet erschienene Ausgabe ist ein Schmuckstück für jedes Bücherregal. Zehn sehr hübsch aufgemachte großformatige Taschenbücher in guter Qualität, wobei jedes ein Kapitel des Buches darstellt, fügen sich in einen schön designeten Schuber. Die Aufmachung gleicht denen alter Romanhefte, wie sie zu Beginn des 20. Jahrhunderts viel zu finden waren. Man hat tatsächlich manchmal das Gefühl eine Fortsetzungsgeschichte zu lesen - und freut sich dann aber jedes Mal nach Beendigung eines "Heftchens", dass man gar nicht auf die nächste Ausgabe warten muss.

Der Inhalt ist wahrlich phantastisch, wobei mich beim Lesen von Kapitel eins zunächst das Gefühl beschlich, es handele sich um einen erotischen Roman. Am Ende dieses erstes Buches jedoch, das den Leser gleich mit zwei Leichen überrascht, merkt man, dass die Erotik doch nur eine Facette der Geschichte ist. Bei der Lektüre fühlte ich mich versetzt in die viktorianische Zeit und hatte einfach Spaß an Umgebung und Details wie z. B. sich verfolgende schwarze Kutschen.

Die Protagonisten Miss Temple, der Söldner Kardinal "Chang" und der deutsche Militärsarzt Doktor Svenson füllen jeweils ein Kapitel/Buch mit ihren Empfindungen und Erlebnissen. Sehr viel Spaß machte es mir dabei, verschiedene Situationen aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Miss Temple und der von einem Unfall gezeichnete Kardinal "Chang" gefielen mir außerordentlich gut, ich konnte das Verhalten beider sehr gut nachvollziehen und ihre Gedanken und ihr Schicksal fesselte mich. Doktor Svenson allerdings trat für mich eher in den Hintergrund, mir gefiel die gesamte militärische Komponente nicht besonders. Immer wenn Soldaten im Vordergrund standen, hatte ich Probleme der Geschichte zu folgen, konnte mir daher leider auch nie merken, welche Soldaten denn eigentlich auf wessen Befehl hörten.

Dem Autor ist es mit diesem Roman gelungen die Atmosphäre der viktorianischen Zeit, als auch eine gewisse "Groschenheft-Romantik" herzustellen. Der Mix aus Erotik, Krimi und Phantastik ergibt ein unterhaltsames und vielschichtiges Abenteuer, welches ich sehr gerne auch einmal auf der großen Leinwand sehen würde!

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#1 Rezensent
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Miss Temple ist ein aufgewecktes Persönchen. Als sie ihr Verlobter Roger Bascombe sitzen lässt, muss sie unbedingt herausfinden, aus welchem Grund er das tat. Da sie aus einer guten Familie stammt und seiner Karriere wohl nur förderlich gewesen wäre, hat sie keine logische Erklärung für sein Verhalten. Kurzerhand verkleidet sie sich, kauft sich ein Notizbuch, beobachtet Roger und hält ihre Beobachtungen im Notizbuch fest. Dabei stößt sie auf unerklärliche, erotische, Vorgänge in einem abgelegenen Landhaus und kann von dort nur mit knapper Not entkommen. Sie ist nicht die einzige, die auf das Geheimis stößt und es lüften will.

"Die Glasbücher der Traumfresser" sollte man sich schon alleine wegen der wunderbaren Gestaltung kaufen: Das Gesamtwerk ist aufgeteilt in 10 einzelne Bücher, die den jeweiligen Kapiteln entsprechen. Optisch erinnern sie stark an Bücher vergangener Zeiten und sprachlich entführen sie den Leser direkt in das viktorianische England. Gordon Dahlquist ist kein Freund kurzer Worte, er schildert seine Geschichte weitschweifig und mit viel Atmosphäre.

Die Protagonisten sind sehr verschieden geraten und besonders Miss Temple ist jemand, dem ich gerne mal die Hand schütteln würde bzw. mit der ich mich gerne mal auf einen Tee verabreden würde. Neben der charmanten jungen Dame gibt es noch "Kardinal" Chang, den Profikiller, der mit seinem roten Mantel an einen Kardinal erinnert, sowie Doktor Svenson, den Leibarzt des mecklenburgischen Prinzen. So unterschiedlich die drei sind, verbindet sie doch etwas.

Für "Die Glasbücher der Traumfresser" braucht man einen langen Atem, denn die Handlung bietet nicht von Anfang an einen stetig ansteigenden Spannungsbogen, sondern fließt erst gemächlich dahin. Diese Gemächlichkeit ist es auch, die manch einen vielleicht stellenweise langweilen wird und manchmal würde man dem Autor gerne etwas Feuer unter dem Hintern machen. Trotzdem für mich ein ganz wunderbares Buch, das sich am besten in einer eingeschneiten, einsamen Berghütte vor dem prasselden Kamin mit einer heißen Tasse Tee genießen lässt.

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Ich muss sagen, dass ich relativ euphorisch angefangen habe, das Buch zu lesen, da eine Freundin von mir, schon seit längerem total davon schwärmt, aber dann ab der Mitte mindestens einfach keine Lust mehr hatte (Hab es trotzdem fertig gelesen, weil ich immer noch die Hoffnung hatte, es wird vielleicht besser).

Ich muss wirklich sagen, ich habe bis zum Schluss den Sinn bzw die Handlung dieses Buches nicht kapiert und ich bin eigentlich sehr belesen. Wie eine Rezensentin vor mir schon sagte, hat sie es treffend auf den Punkt gebracht; Der Autor reiht einfach vielzuviele neue Dinge aneinander, ohne auch nur eine einzige Sache aufzulösen. Ich meine, Glasbücher, Hauptbücher, Traumbücher, Glaskarten, Glasschlüssel, Feinstaub, der die Lunge zerstört, orangener Staub, eine künstliche Befruchtung mit ... äh ... blauem Zeug ... und keine EINZIGE Erklärung. Ich frage mich bis heute einfach nur HÄÄ?

Die Interaktionen sind mir größtenteils einfach zu zufallsgeneriert, es ist schlichtweg unlogisch, wie oft sich die Leute, die gerade nützlich sind für einen Handlungsstrang, ZUFÄLLIG über den Weg laufen. Die Handlungen und Ziele der Protagonisten sind in den wenigsten Fällen auch nur ansatzweise nachvollziehbar.

Charaktere, wie beispielsweise die Contessa scheinen nur dazu da zu sein, um große Töne zu spucken und den Anschein von Verruchtheit zu erwecken, wo aber absolut nichts dahinter steckt - und einen tiefsinnigen Charakter hab ich leider nur ansatzweise in Miss Temple entdecken können, die zugegeben ein einigermaßen sympathischer Hauptcharakter ist.

Was man bsp. von dem Doktor nicht unbedingt behaupten kann. Er ist langweilig, macht eine absolut nicht nachvollziehbare charakterliche Wandlung durch und dann verliebt er sich plötzlich unsterblich in Eloise Dujong, die er, wie lange? Ja, genau, etwa fünf Minuten gekannt hat.

Mindestens 95% der Charaktere in diesem Buch sind mehr Schein, als Sein und mein Fazit lautet, dass dieses Buch erstens STERBENSLANGWEILIG ist (bis auf die letzten 30 Seiten vielleicht), zweitens ein ziemlich kläglicher Versuch, Erotik mit Action zu mischen und drittens, dass ich den Eindruck habe, dass der Autor, ohne klare Struktur einfach drauf losgeschrieben hat, ohne zu wissen, worauf er eigentlich in der Handlung hinauswill. Kann dieses Buch wirklich gar nicht weiterempfehlen und ich werde mich hüten, den zweiten Band anzufassen.

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Eine Leseratte für die schöne Aufmachung...

... alles andere hat mich leider sehr enttäuscht. Ich sollte mich wirklich nicht so sehr von schönen Covern u.Ä. beeinflussen lassen.

Bereits beim ersten dünnen Büchlein kam ich nur sehr schwer in die Geschichte rein. Die Figuren bleiben Flach, die Motive für ihre Handlungen schwammig. Gerade als ich aufgeben wollte, wurde es dann doch ein wenig spannend, aber das hielt nur kurz an. Der Autor reiht lediglich viele Dinge ohne Zusammenhang aneinander und meint damit Spannung zu erzeugen. Anscheinend meint er, dass ein paar merkwürdige sexuelle Praktiken, ein kleiner Gruselfaktor und etwas Blut ausreichen würden. Bei mir konnte er damit aber definitiv nicht über die mangelhaft durchdachte Story und die uninteressanten Figuren hinwegtäuschen.

Auch an der Schreibweise des Autors kann ich nichts besonderes finden, da gibt es zig andere Autoren, die mit ihren Sprache glänzen können! Gordon Dahlquist kann leider auch das nicht.

Als dann das zweite Buch noch langweiliger war, als das erste und auch keine Steigerung im Schreibstil etc. zu bemerken war, habe ich abgebrochen. Dafür ist mir meine Zeit zu schade und es gibt zu viele andere Bücher, die noch gelesen werden können und die es auch wert sind, damit seine Zeit zu verbringen.

Wer also bereits bei der Inhaltsbeschreibung denkt, dass es eigentlich nicht so das Richtige ist, der sollte sich definitiv nicht von der schönen Aufmachung locken lassen. Das war auch mein Fehler! Am besten vorher mal reinlesen, wenn man die Möglichkeit hat und sich unsicher ist.

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