Jim C. Hines: Die Goblins

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Jim C. Hines: Die Goblins
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
Goblinquest
ET (Original)
2004
ISBN-13
9783404285129

Informationen zum Buch

Seiten
349

Serieninfo

Sonstiges

Übersetzer/in
Erster Satz
Jig hasste Schmodderdienst.

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Handlungsort

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Jig ist ein Goblin. Ein kleiner, schwächlicher Goblin. Wenn er eines nicht sein will, dann ein Held. Eines Tages jedoch fällt er einigen Abenteurern in die Hände, die in seine Heimat eindringen. Sie verlangen, dass er sie zu einem magischen Artefakt führt. Dumm nur, dass sich das Artefakt in den Tiefen eines höchst gefährlichen Höhlensystems befindet, in den Klauen eines Drachen. Um dieser misslichen Lage zu entfliehen, bleibt dem bibbernden Jig nur eine Wahl: Er muss zum Helden werden ... irgendwie. "Die Goblins" ist das gefährlichste Abenteuer, das ein hilfloser Goblin je erleben sollte ...

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Die Goblins - ein Fantasy-Völkchen, über das ich zugegebenermaßen bislang noch nicht so viel gehört hatte. Wenn man dem Coverbild Glauben schenken darf, handelt es sich dabei um kleine "Gollums", die scharenweise auftreten und vorzugsweise unter der Erde in einem verzweigten Höhlenlabyrinth leben. Was ich bisher nicht wusste: dass man mit Goblins soviel Spaß haben kann!

Jig, die Hauptfigur des Romans ist kein typischer Goblin; denn selbst unter den Goblins, die allesamt keine großen Gestalten der Fantasy darstellen, ist er der Kleinste, Kümmerlichste, Ängstlichste, oder schlicht gesagt: ein Vesager. Ausgerechnet er gerät in ein Abenteuer, wie es wohl kaum ein Goblin zuvor erlebt hat oder je wieder erleben wird. Mit einer Gruppe Abenteurer, bestehend aus einem menschlichen Prinzen, einem Magier, einem Zwergen und einer untypischen Elbin nimmt er mehr oder weniger unfreiwillig die Suche nach dem Zepter der Schöpfung auf, das sich im Hort eines Drachen befinden soll. Auf dem Weg dorthin erlebt die Truppe ein aufregendes Erlebnis nach dem anderen, und mehr als einmal steht das ganze Unternehmen auf der Kippe.

Während Jig sich anfangs auf das nackte Überleben konzentriert und versucht, so wenig wie möglich aus der Reihe zu tanzen, entwickelt er nach einiger Zeit eine gewisse Bauernschläue und dreht immer mehr auf! Das ist wirklich klasse gemacht, denn er mutiert nicht einfach so plötzlich zum Superhelden, sondern er beobachtet seine Begleiter, reflektiert ihr Handeln und versucht, es auf seine ureigenste Goblin-Art nachzuahmen. Plötzlich ist er ein tragendes Mitglied der Gruppe, greift in die Geschehnisse ein, trifft Entscheidungen und setzt Maßstäbe. Besonders interessant fand ich den Moment, in dem er beschliesst, sich dem Glauben an einen Gott zu verschreiben und sich auf die Suche nach einem für sich geeigneten Exemplar macht. Diese und auch andere Wendungen verleihen der Geschichte sogar eine unerwartete Tiefe - aber nicht zu tief, schliesslich ist es eine Goblingeschichte.

Beim Lesen musste ich ständig schmunzeln, denn Jigs Erlebnisse sind auf eine wirklich nette, schwarzhumorige Art beschrieben. Das schlichte Gemüt der Goblins und der Fatalismus, mit dem sie sich in ihr Schicksal fügen (und das ist meistens der Tod), führen zu zahlreichen sehr bizarren Szenen und Betrachtungen. Dazu passende Details wie zum Beispiel eine gewissen Feuerspinne namens Klecks oder die abstrusen Essensgewohnheiten der Goblins schmücken die Handlung aus und schaffen eine ganz eigene, manchmal haarsträubende Atmosphäre. Sogar Gedichte und Lieder finden Eingang in diesen temporeichen Roman, der mir auch wegen seines flüssigen Sprachstils sehr gut gefallen hat.

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Gegenüber Büchern, die als Titel nur ein "Die [beliebiges Fantasyvolk]" tragen, bin ich eher misstrauisch, deswegen hätte ich "Die Goblins" vermutlich nie gekauft. Als Leihgabe ist das Buch aber dann trotzdem in meinem Regal gelandet. Ich hätte das Buch allerdings schon fast nach Lesen der Danksagung in die Ecke gepfeffert ("Mein […] Dank gilt […] die dabei geholfen haben […] ‚Die Goblins’ im Nu zu dem Klassiker und Bestseller zu machen …"), habe mich aber glücklicherweise noch beherrscht, das Buch stellte sich nämlich dann doch als ganz amüsant heraus.

Hauptfigur Jig ist ein Ausnahmegoblin, er ist ein bisschen schlauer als seine Mitgoblins und auch sonst eher ein nettes Kerlchen, nur schade, dass Nettigkeit unter Goblins nichts nutzt. Eher klein und schwächlich gebaut, dazu noch stark kurzsichtig, gilt er als Versager, den man ungestraft herumstoßen kann. Als er wieder einmal auf Patrouille geschickt wird, während seine Kameraden sich amüsieren, trifft er auf eine Heldengruppe, die auf einer Quest ist, um ein sagenumwobenes Zepter aus den Höhlen zu bergen, und wird gezwungen als Führer mitzugehen. Außer dem zeptersuchenden Prinz, seinem Bruder, dem Zauberer, und ihrem Zwergenwaffenmeister ist noch eine diebische Elbe mit von der Partie, auch sie allerdings nicht freiwillig. Sehr schnell sind sie deutlich tiefer im Berg als ein Goblin, der auch nur minimal am Leben hängt, jemals gehen würde.

Das Buch hat sich fast von selbst gelesen und ich musste zwischendurch immer wieder darüber grinsen, wie der Autor meine Erwartungshaltung unterläuft, indem er gängigen Fantasyklischees übertreibt und mit ihnen spielt. Jig macht sich des Öfteren vor (durchaus begründeter) Angst fast in seinen Lendenschurz und schimpft ständig über den Unverstand der Heldengruppe, während ihm gleichzeitig die Schwächen seines eigenen Volkes immer klarer werden. Dadurch dass der Autor gerade einen Goblin als einzigen in der Gruppe mit gesundem Menschen-/Goblinverstand ausstattet, wird das Buch zu einer Parodie auf den klassischen epischen Fantasyroman, ist dabei aber glücklicherweise nicht übertrieben albern, sondern einfach nur amüsant und gut. Die Fortsetzung steht schon auf meinem Wunschzettel.

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