John Marco: Die Jäger von Tharn

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John Marco: Die Jäger von Tharn
Verlag
ET (D)
1999
Ausgabe
Taschenbuch
Originaltitel
The Jackal of Nar, 1. Teil
ISBN-13
9783426701522

Informationen zum Buch

Seiten
573

Serieninfo

Sonstiges

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Richius Vantran, Prinz des kleinen Reichs Aramoor, ist beauftragt, eine Rebellion niederzuschlagen. Die Rasse der Drol, angeführt von dem geheimnisvollen, magisch begabten Tharn, liefert der Armee des Kaisers einen bedingungslosen Kampf. Doch was will Tharn wirklich - einen grausamen Krieg oder eine Ära des Friedens? Und was sind die Absichten des Kaisers, der Tharn um jeden Preis aus dem Weg haben will? Immer wieder kreuzen sich die Wege der erbitterten Gegner. Doch dann stellt eine unmögliche Liebe Richius vor die schwerste Entscheidung seines Lebens.

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Der erste Teil dieses Zyklus konnte mich nicht vollständig überzeugen. Von Anfang an ist das Buch mehr Kriegsbeschreibung als Fantasyroman. Die Handlung ist teilweise etwas langatmig und die Charaktere so oberflächlich beschrieben, daß vor allem die "Guten" sehr einfältig erscheinen. Sehr positiv ist mir aufgefallen, daß die Rollenverteilung nicht in die übliche schwarz-weiß-Malerei rutscht. Vor allem die "Bösen" werden vielschichtig und nicht nur als Bestien dargestellt, so daß trotz der Kritik die Neugier auf die weiteren Bände erhalten bleibt. Meiner Meinung nach ist dieser Zyklus aber nichts für Zartbesaitete (die Grausamkeiten des Krieges werden von John Marco doch recht eingehend beschrieben) und für diejenigen Fantasyliebhaber, die das Götter- und Magiegetöse so sehr lieben.

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Es gibt Bücher, von denen denkt man zu wissen, daß sie gut sind. Man muß sie lesen. Man versucht, sie zu lesen. Man liest die ersten 100 Seiten; sie sind quälend, träge, man kämpft sich durch, man siegt über den inneren Schweinehund und dann doch nicht. Im zweiten, dritten oder vierten Anlauf schafft man es dann, und siehe: es hat sich gelohnt. Bei mir waren die Buddenbrooks von Thomas Mann so ein Buch.

Solche Bücher gibt es auch im Fantasy-Bereich. Und John Marcos Buch "Die Jäger des Tharn" hat sich für mich angelassen wie jene spröden Bücher, von denen einige zu den besten Leseerlebnissen gehörten, die ich je hatte. Nach 100 Seiten war ich bereit, das Buch wegzulegen und einen Verriß zu schreiben. Nach 150 Seiten dachte ich: "Naja, hm, vielleicht noch mal kucken." Nach 200 Seiten war es richtig spannend, und ich begann, mich auf die nächsten Seiten zu freuen. Ja, und dann brach es ab.

John Marcos Werk ist zumindest in der deutschen Übersetzung auch ein Buch, bei dem es einem sprachlich hier und da gruselt. Es werden Gefühle geschildert, die nicht nachvollziehbar sind. Beispielsweise bittet die liebreizende Frau des Richius ihren guten Freund Patwin um Aufklärung, warum Richius so verschlossen ist, und im Buch heißt es plötzlich und unverständlich: "Er starrte sie an, so daß sie kein Wort herausbrachte, und machte den ohnehin schon engen Stall durch seine Wut noch enger." Also, wenn mir eine hübsche junge Königin, die ich grundsätzlich nett finde und übrigens gerade mit ihrem schönsten Kleid durch den Regen gelaufen ist, verzweifelt begegnen würde und ich würde über die Schlüsselinformationen verfügen, würden mich alle möglichen Gefühle beseelen, aber Wut wäre keines davon. Auch Sprachbilder wie "Die Frage zersprengte den Tag wie eine frostige Glasscheibe." wirken auf mich höchst verdächtig: Da wollte jemand, konnte aber nicht.

Es gibt auch positive Aspekte: Die oben zitierten überaus fragwürdigen Anführer aller Konfliktparteien machen die moralischen Entscheidungen von Richius für oder gegen Treue interessant. Die Triin sind ein wirklich fremdes Volk, bei dem man nicht sagen kann "Die sind wie die Japaner" oder "wie die Ägypter" - sie sind einfach anders. Die beiden Frauenfiguren der späteren Königin (Sabrina) und des mehr oder weniger heimlichen Schwarms von Richius (Dyana) sind interessant, genauso wie die Persönlichkeit und die Motive des Kaisers von Nar.

Aber meiner Meinung nach überwiegen die negativen Punkte. Neben den sprachlichen Unschönheiten ist der Roman einfach zu träge. Er kommt etwa in der Mitte kurz in Fahrt, um kurz danach wieder in unplausible Trägheit zu verfallen. Die dramatischen Momente wirken nicht echt und die Entwicklung von Richius kommt mir auch nicht stimmig vor. Es hakt einfach zu oft in diesem Buch, um Freude an ihm zu empfinden. Schade. Der Versuch, eine Saga in einer durchaus interessanten, fremdartigen Welt zu entwickeln, ist jedenfalls in diesem ersten Band nicht gelungen.

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