Karl-Heinz Witzko: Die Kobolde

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Karl-Heinz Witzko: Die Kobolde
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783492701273

Informationen zum Buch

Seiten
416

Serieninfo

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Der Nachthimmel war weitgehend wolkenlos, und die Luft roch nach nachlässig gemähten Stoppelfeldern, an deren Rainen zahlreiche Roggenhalme stehen geblieben waren.

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Der Kobold Brams und seine Gefährten sind im Wechselbalggewerbe tätig. Mit Hilfe ihrer Assistentin Tür, die ihren Namen zu Recht trägt, treten sie in die Menschenwelt und rauben dort Tiere und Großmütter. Diese werden durch bösartige Wechselbälger ersetzt. Doch in letzter Zeit gestalten sich die Missionen gefährlicher - die Tür wird immer unzuverlässiger. Und dann läßt sie die Kobolde beim letzten Raubzug in der Menschenwelt zurück. Ein unvorstellbares Abenteuer beginnt ...

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Gleich mal vorweg: die Kobolde sehen natürlich nicht so aus wie die Gestalten auf dem Cover. Sie sind auch keine blutrünstigen Gesellen mit langen Fangzähnen im Mund, sondern ein liebenswertes Fantasy-Völkchen mit einem ganz eigenen Humor und mit der angeborenen Verhaltensweise des Streichespielens.

Die vier Protagonisten Brams, Hutzel, Riette (eine Koboldin!) und Rempel Stilz hatte ich sofort ins Herz geschlossen - obwohl gerade dieses Quartett sozusagen die schnelle Eingreiftruppe des Koboldlandes-zu-Luft-und-Wasser bildet und so einige krumme Dinger dreht. Ihre Aufträge haben immer mit einem Menschenraub zu tun, nur merkt dies niemand, da sie eine Wechselbalg hinterlassen. Dieser bildet sich aus der vortrefflichen Rohmasse von Wechselta.(lg), wobei das lg für "leicht gehässig" steht. Der Auftritt eines solchen Wechselbalges war eine von vielen Szenen, die mich zum Lachen brachten - überhaupt ist der Grundton des Romans so gehalten, dass ich eigentlich ständig am Schmunzeln war. Das fünfte Mitglied der Truppe ist eine Tür, mit der die Kobolde zwischen den Welten wechseln; allerdings ist die Tür ziemlich zickig und beklagt sich ständig über irgendetwas - und schliesslich verdünnisiert sie sich.

Ab diesem Zeitpunkt sind die Kobolde in der fremden Menschenwelt auf sich alleine gestellt und irren umher, um ein Tor zurück ins Koboldland zu finden. Die Menschenwelt ist eine Märchenlandschaft mit mittelalterlicher Atmosphäre, die mir recht gut gefallen hat; Ritter, Knappen, Burgen, Hexen und Drachen sorgen für jede Menge Abenteuer und Action. Bei all der Aufregung vergessen die Kobolde aber nie das, was für sie wichtig ist: eine ordentliche Handwerksarbeit abzuliefern und bei jeder Gelegenheit ein Glas Milch abzustauben, das ist ihr Elixier.

So sind die Kobolde unterwegs und wandern von Ort zu Ort. Was ich ein bisschen vermisst habe, ist die Handlung; von den Erlebnissen der Kobolde mal abgesehen, sind zwar immer wieder ein paar Abschnitte eingeflochten, die wohl ein wenig Licht in die größeren Zusammenhänge der Geschichte bringen sollen; trotzdem fehlte mir irgendwie der rote Faden. Der Schluss kam mir etwas hastig und unfertig vor; allerdings könnte das daran liegen, dass demnächst schon die Fortsetzung des Romans mit dem Titel "König der Kobolde" veröffentlicht wird. In sich abgeschlossen ist die Geschichte aber schon.

Die Stärke des Romans ist eindeutig die Charakterisierung des Volkes der Kobolde, ihrer Denkweise und ihrer Angewohnheiten. Mit vielen phantasievollen Ideen werden die Kobolde zum Leben erweckt und man muss sie einfach gern haben, diese einfältigen und doch raffinierten kleinen Erdgeister.

Wer auf witzige und skurrile Geschichten steht, über slapstickartige Szenen herzlich lachen kann und gerne mit den Protagonisten auf Wanderung geht, dem lege ich dieses Buch ans Herz; es hat mich sehr gut unterhalten und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung. Sprachlich hat mir der Roman auch gut gefallen; er lebt vom Wortwitz des Autors und auch von den genialen Wortspielerein, die mir sehr viel Spaß gemacht haben.

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