André Wiesler: Die Last der Türme

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André Wiesler: Die Last der Türme
ET (D)
2011
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783868891966

Informationen zum Buch

Seiten
319

Sonstiges

Originalsprache
deutsch
Erster Satz
Ein Windstoß fuhr wütend gegen den Streitturm an, als wolle er ihn einreißen, und brachte kalte Winterluft durch die offenen Flügeltüren herein.

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Die almadanische Stadt Taladur ist eine Schlangengrube der Ränkespiele und Intrigen, ein Hexenkessel der Ehre und Leidenschaften. In einer solchen Heimat gibt nur die Familie Halt doch die Xetarro sind im Begriff, auszusterben. Grund genug für den alten Dom Lumino, Hellsichtmagier und Familienoberhaupt, die Zukunft seines Geschlechts mit allen Mitteln zu sichern, seine Ziehsöhne Hesindio und Zahir gewinnbringend zu nutzen und dabei buchstäblich über Leichen zu gehen.

Die Straßen Taladurs drohen sich mit Blut zu füllen, wenn die Tandori Rache für den Tod der Ratsmeisterin fordern, die verbotene Liebe ungleicher Paare ans Licht kommt und in der Welt der Träume Ereignisse angestoßen werden, die dunkle Schatten vorauswerfen.

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Spannende Fortsetzung

Inhalt
In der almadischen Stadt Taladur gibt es einige einflussreiche Familias, deren angespanntes Verhältnis untereinander regelrecht spürbar ist, ebenso wie deren gnadenloses Machtstreben. Der im Vorfeld begangene und immer noch nicht aufgeklärte Mord an einer Ratsmeisterin hat die Fehde unter den Familias bisher nur verstärkt und auch die Ungewissheit über den Verbleib eines anderen Familienmitglieds sorgt für schlechte Stimmung. In dieser Geschichte liegt der Schwerpunkt nun auf der Familia Xetarro, dessen altes Oberhaupt Dom Lumino momentan nur eines im Sinn hat, nämlich die Macht und den Einfluss seiner Familie vor seinem Abtreten noch zu stärken. Dafür benutzt er seine unterschiedlichen Ziehsöhne, wie es ihm gefällt . Während der eine unter den Maßnahmen fast zerbricht, fühlt der andere sich seinen eigenen Zielen immer näher...

Meine Meinung
Dies ist der zweite Teil der sechsteiligen Reihe um die Stadt Taladur und ihre Familias und nach meinem Empfinden sollte man dieses Buch nicht ohne die Kenntnisse des Vorgängers lesen. Die Handlung, die die Familie Xetarro betrifft, kann zwar für sich alleine gelesen und verstanden werden, aber die ganzen Geschehnisse darum herum, die Schicksale der anderen Protagonisten, werden immer weitergeführt und sind ohne Vorkenntnisse nicht gut verständlich.

Nach dem ersten Teil, in dem der Autor Bernard Craw die Stadt und ihre Familias vorgestellt und mit dem Mord an der Ratsherrin viele folgenden Geschehnisse ins Rollen gebracht hatte, führt nun André Wiesler diese fort und führt mit der Familie Xetarro noch eine eigene Geschichte ein. Ich habe gleich gemerkt, dass der Stil und das Tempo sich geändert haben, denn insgesamt wirkte die Geschichte von Anfang an temporeicher, geradliniger und hatte den Schwerpunkt mehr auf Action gelegt und auch die Erotik kam nicht zu kurz. Trotzdem fügte sie sich wunderbar in die vorgelegte Atmosphäre ein und ich war sofort wieder in der besonderen Stimmung der brodelnden Stadt Taladur gefangen und auch die Personen waren mit gleich wieder vertraut, was ich sehr faszinierend finde, gerade weil der Stil und der Autor ein anderer ist, als vorher. Ich finde das äußerst gut gelungen bisher, denn etwas Skepsis ist natürlich vorhanden, wenn man sich auf eine Geschichte einlässt, die von unterschiedlichen Autoren geschrieben wird. Wenn es so stimmig weitergeht, bin ich begeistert!

Mit Dom Lumino hat der Autor eine Figur erschaffen, die recht schnell Abneigung erzeugte, steigern kann er sich dann aber noch mit dessen jüngstem Sohn, der mir die Haare zu Berge stehen ließ. Als wohltuenden Kontrast bot er den älteren Sohn, der gleich Sympathien bei mir weckte und mit dem ich sehr gut mitleiden konnte. So gesehen sind die Figuren dann aber auch schnell recht klar definiert und einordbar und es bleibt keine Grauzone. Allerdings wirkte gerade Lumino anfangs auch anders auf mich, was aber nicht so fortgeführt wurde und ebenso gab es eine andere Figur, die in einer ihrer Reaktionen aus meiner Sicht völlig entgegen ihrer bisherigen Charakterisierung agierte. Hier wirkten die Personen kurzzeitig nicht authentisch auf mich, was mich ein bisschen störte. Aber das ist das einzige, was mich stolpern ließ.

Insgesamt sind die Figuren toll beschrieben und auch die Spannungen unter den Familias und den Schrecken, den die auch hier wieder auftauchenden Barbaren verbreiteten, waren sehr gut spürbar. Denn abgesehen von den Intrigen, die Dom Lumino und sein übereifriger Sohn hier schmieden, werden die losen Fäden aus Teil eins direkt wieder aufgegriffen. So verfolgen wir das Schicksal des verstoßenen Boromeo im Steinbruch weiter und erleben mit, wie seine Geliebte Jazemina reagiert, als sie herausfindet, dass sein Verschwinden nicht die ihr bekannten Gründe hatte. Wir lernen die Traumwanderer kennen und begleiten sie bei ihren gefährlichen Träumen und auch der Aufklärung des Mordes an der Ratsmeisterin kommen wir ein Stück näher. Was Dom Lumino und seine Pläne betrifft, schließt sich hier in Teil 2 am Ende zwar zum Teil der Kreis, aber eben nur zum Teil ... und auch die anderen Fäden laufen immer weiter. Ich freue mich auf Teil 3.

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