Oliver Plaschka: Die Magier von Montparnasse

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Oliver Plaschka: Die Magier von Montparnasse
ET (D)
2010
Ausgabe
Gebundene Ausgabe
ISBN-13
9783608938746

Informationen zum Buch

Seiten
400

Sonstiges

Erster Satz
Die Ereignisse jenes Sonntags im September, die in ein solches Tohuwabohu münden sollten, dass später niemand seine Verwicklung in sie eingestehen mochte (besonders nicht die Mitglieder der Société Silencieuse), entzündeten sich an einer unbedeutenden Kleinigkeit, welche sich unglücklicherweise gerade zum Abschluß unserer sonst recht erfolgreichen Reihe von Vorstellungen im Bobino zutrug.

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Justine, die junge Kellnerin des »Jardin«, der bärbeißige Wirt Alphonse und der glücklose Schriftsteller Gaspard - keiner von ihnen weiß, warum sich plötzlich ein seltsames Dämmerlicht über Paris legt.

Die geheime Société, die über alle Magie wacht, ist alarmiert und hat bereits ihre Vertreter entsandt, um den abtrünnigen Zauberkünstler Ravi und seine bezaubernde Assistentin Blanche zu bestrafen. Im »Jardin«, dem kleinen Hotel am Boulevard Raspail treffen sie schließlich aufeinander, um zu klären, was unerklärlich scheint. Der Kampf zwischen Wirklichkeit und Traum, der nun entbrennt, hält nicht nur Gaspard und Justine in Atem, sondern verschlingt die gesamte Stadt: Paris steht still, keine Glocke schlägt die Zeit. Das Pendel im Chor von Saint-Martin-des-Champs schwingt aus, und niemand weiß, ob sich die Welt noch dreht ...

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Magisches Paris

Der Magier Ravi und seine zauberhafte Assistentin Blanche sind am Höhepunkt ihrer abendlichen Vorführung im Pariser "Bobino" angelangt, als ein Trick auf fatale Weise zu misslingen droht und Ravi sich nur durch echte Magie retten kann. Dies ist jedoch eigentlich strengstens verboten, und es kann nicht lange dauern, bis die Société, die die Oberaufsicht über die Anwendung echter Magie führt, von der Sache Wind bekommt.

Und noch etwas passiert an diesem Abend: Blanche und Ravi teilen sich einen verzauberten Apfel, woraufhin Blanche in Schlaf versinkt und Ravi sich in einer Zeitschleife wiederfindet - der Tag des misslungenen Auftritts beginnt immer wieder von neuem. Dies scheint zunächst nur ihm aufzufallen, für alle anderen ist es ein ganz normaler Sonntag - doch offenbar spürt Justine, Kellnerin und Zimmermädchen in dem kleinen Hotel am Montparnasse, in dem sich das Magierpaar einquartiert hat, recht bald, dass etwas Merkwürdiges vor sich geht.

Kurz darauf tauchen im Hotel Jardin neue Gäste auf, alle mit Verbindung zur Zaubererwelt, alle mit unklaren Motiven, und während sich jener Sonntag siebenmal wiederholt, spitzt sich die Situation in dramatischer Weise zu.

Zuallererst gebührt Oliver Plaschka ein ganz dickes Lob für seine unglaublich farbige Darstellung von Paris-Montparnasse anno 1926. Das hippe Künstlerviertel hat seinen Zenit schon ein wenig überschritten, als Ravi und Blanche ihr Gastspiel im Revuetheater geben, aber immer noch tummeln sich dort Maler und Schriftsteller zuhauf, wie auch der aufstrebende Autor Gaspard, der im Roman eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Dreh- und Angelpunkt das Buches ist das Hotel Jardin mit seiner kleinen Bar im Erdgeschoss, geführt vom knurrigen Alphonse, der ständig Auseinandersetzungen mit seiner Frau hat und hofft, das ganze Magiergesocks bald vom Hals zu haben. Das Ehepaar ist genauso herrlich geschildert wie der versoffene Kellner Mischa, die kleine Kellnerin Justine, die von einer besseren Zukunft träumt und doch Realistin genug ist, um zu wissen, dass sie schlechte Chancen hat. Ganz zu schweigen von der schillernden Zaubererschar, die sich nach und nach auf der Bildfläche einfindet. Was für tolle Figuren!

Umso schöner, dass wir nicht nur einen Blickwinkel präsentiert bekommen, denn die Geschichte wird aus vielen verschiedenen Perspektiven erzählt, sowohl von den Zaubererseite als auch von Justine oder Alphonse. Rätsel über Rätsel tun sich auf, und ich kann nicht behaupten, dass ich mir jedes Detail gemerkt oder wirklich alles verstanden habe (der Schluss hat mich einigermaßen verwirrt zurückgelassen), aber Plaschka kann wundervoll erzählen und Atmosphäre schaffen und ganz subtile Gruselmomente erzeugen, ohne dafür literweise Blut vergießen zu müssen.

Ein wirklich schönes und ganz "anderes" phantastisches Leseerlebnis!

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Magier gefangen in einer Zeitschleife... in Paris

Ich durfte dieses Buch in einer autorenbegleiteten Leserunde (auf leserunden.de) genießen und hatte sogar das Glück, ein Freiexemplar zu ergattern.

"Die Magier von Montparnasse" erfordert tatsächlich einige Geduld. Allerdings erst ab der Mitte. Am Anfang kann man es voll und ganz genießen, die Charaktere, das Jardin, in dem sich ein Großteil der Handlung abspielt, und die Atmosphäre rund um die Magier kennen zu lernen. Dass gleich am Anfang viele Fragen aufgeworfen werden, deren Antwort erst ganz am Ende kommt, stört bis dahin noch nicht.

In jedem neuen Kapitel - und somit an jedem "neuen" Tag - werden den Lesern kleine Happen an Hinweisen und Tipps zugeworfen, die zumindest ich vor dem Ende ganz und gar nicht richtig zusammensetzen konnte. Aber das ist ja gerade das Schöne daran und zeigt, dass Oliver sich große Mühe gegeben hat, seine Geheimnisse und die seiner Charaktere so gut wie möglich zu hüten, bis die Zeit kommt, wo alles klar wird. Für mich bedeutete das also einige Hundert Seiten völliger und stetig ansteigender Verwirrung.

Die Charaktere habe ich tief in mein Herz geschlossen. Einige mochte ich von Anfang an - wie Justine und Gaspard, meine beiden Lieblinge - aber auch Barneby oder der bärbeißige Alphonse sind mir irgendwie immer näher gekommen und rückblickend hab ich die beiden auch richtig lieb gewonnen. Ravi blieb die ganze Geschichte über blass, aber auch das ist irgendwie passend. Blanche, die zwar nicht so viel "Bühnenzeit" abgekriegt hat, war trotzdem sehr lebendig und ist in meiner Vorstellung alleine deshalb schon toll, weil sie so wunderschön ist.

Ich denke, auf dieses Buch muss man sich einlassen. Das schöne Cover und Innendesign helfen dabei sicher ein bisschen. Es gilt vor allem, nicht vor dem Ende aufzugeben. Denn es lohnt sich wirklich bis zum Schluss zu lesen. Ich habe die letzten 200 Seiten in einem Zug gelesen, weil da nicht nur endlich alle Fragen beantwortet wurden, sondern auch weil es einfach unglaublich spannend war, zu erfahren, wie die Charaktere handeln und sich entscheiden und wie sie aus ihrer prekären Lage wieder herauskommen.

Das Ende fand ich auch sehr stimmig, wobei ich mir vorstellen kann, dass einige es als zu klischeehaft empfinden könnten. Mir hat's jedenfalls gefallen und mich vom Stil her ein bisschen an das Ende von "Otherland" erinnert. Sehr empfehlenswerte deutsche Fantasy.

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Die Magier von Montparnasse

Eigentlich wollte ich zu diesem Buch schon längst eine Meinung geschrieben haben, aber irgendwie ist es eines dieser Bücher, bei denen es mir sehr schwer fällt, meinen Eindruck in Worte zu fassen. Trotzdem versuche ich es jetzt doch noch mal, ehe die Lektüre endgültig zu lange her ist. Auch wenn es sicherlich leicht konfus wird.

Oliver Plaschkas Stil lässt sich insgesamt gut und flüssig lesen und einige Abschnitte sind wirklich schön, fast poetisch. Auch Humor schwingt ein wenig mit. Gut gefiel mir generell auch, dass die Erzählperspektive zwischen den verschiedenen Charakteren wechselt und man so auch Ereignisse oder Figuren aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten kann - da wirkt eine im ersten Moment unsympathische Person gleich viel menschlicher, wenn man ihre Sicht der Dinge kennen lernt. Ein kleiner Wermutstropfen ist hier jedoch, dass der Stil sich dabei kaum verändert, so dass die "Stimme" des jeweiligen Charakters leider nicht so deutlich wird, wie sie es hätte sein können und ich hin und wieder zurückblättern musste, um mir wieder in Erinnerung zu rufen, wer hier eigentlich gerade erzählt. auch bin ich mir nicht so ganz sicher, ob die die Erzählperspektive wirklich 100%ig zu den, ähm, "zeitlichen Besonderheiten", mit denen man es in diesem Buch zu tun hat, passt, aber das hat mich nicht weiter gestört.

Mein allererster Eindruck zu Beginn des Buches, war eine Ähnlichkeit zum Film "Prestige", doch das legte sich schnell wieder, als "Die Magier von Montparnasse" seinen eigenen Weg ging.

Der Schauplatz der Geschehnisse ist, wie Titel und auch Cover-Design ja schon verraten, Paris in den 1920er Jahren. Eine Wahl, die mich sehr anspricht, wie auch das wirklich schöne Cover selbst. (Dem Buch lag übrigens auch noch ein Lesezeichen mit einem Teil des Titelbildes bei.) Zu Anfang der Geschichte hatte ich das Gefühl, dass die Beschreibung dieses Szenarios ein bisschen zu kurz kommt, später gab es dann aber doch die eine oder andere Szene, die Montparnasse hat lebendig werden lassen. Für mich persönlich hätte es gern immer noch mehr sein können, aber auf der anderen Seite ist es eben keine historischer Roman oder Architektur-Führer, von daher passt es insgesamt schon und ein gewisses Flair kommt durchaus rüber.

Die Charaktere, die aus bestimmten Gründen in einem kleinen Hotel in Montparnasse aufeinadertreffen, sind gelungen. Es dürfte für jeden Geschmack jemand zum mögen (oder auch gar-nicht-mögen) vorhanden sein und sie halten auch so einige Überraschungen parat. Und durch den Perspektivwechsel erhält man auch Einblicke in die auf den ersten Blick weniger wichtigeren Figuren. Da isnd natürlich der Magier Ravi und seine Assistenting Blanche, aber auch der Wirt Alphonse und seine Frau, oder der Engländer Mr. Barneby...

"Überraschungen" oder besser "Verwirrung" ist überhaupt das Stichwort bei dieser Geschichte. So flüssig sie sich rein stilistisch gesehen zu lesen ist, so viele Details gibt es, auf die zu achten ist, so viele Fragen werden aufgeworfen, egal ob es um die einzelnen Figuren, ihre Beziehungen untereinander oder den Rest die sonstige Handlung geht. Und wenn dann mal eine geklärt wird - tauchen gleich fünf neue auf... Daran ist absolut nichts negatives, im Gegenteil, aber es ist ein Buch, für das man sich Zeit nehmen und das man aufmerksam lesen sollte. (Ich hatte am Ende das Gefühl, zu unaufmerksam gelesen zu haben.) Man ist als Leser eben genauso ahnungslos, wie die Charaktere. auch am Ende des Buches ist nicht alles 100%ig geklärt, wobei das ende selbst zum Teil wirklich überraschend ist. Man sollte es also mögen, bei Lesen ein wenig (oder auch ein wenig mehr) mitzurätseln.

Gleichzeitig ist es aber auch ein ruhiges Buch, es spielt zu Großteil in besagtem Hotel, erst zum Ende gibt es einen nennenswerten Szenewechsel (der mir dafür um so mehr gefallen hat). Das soll nicht heißen, dass des Buch langweilig wäre - mir war war keine Sekunde langweilig, aber es ist sicher von Vorteil, wenn man sich auf Bücher dieser Art, ohne viel Action, einlassen kann.

Mehr zum Inhalt zu sagen, als es der Klappentext tut, finde ich schwierig, weil man dabei schnell zu viel verraten könnte, aber auch der Fantasy-Anteil kommt nicht zu kurz, so spielen neben den offensichtlichen Magiern auch Märchenmotive eine Rolle, ebenso wie sich seltsam verhaltende Mäuse, der Mann im roten Anzug oder eine Seance...

Insgesamt ist "Die Magier von Montparnasse" für ein ein schönes Buch, trotz des einen oder anderen Kritikpunkts. Trotzdem traue ich mich nicht so recht, eine klare Kaufempfehlung auszusprechen, da ich vermute, dass das Buch doch sehr Geschmackssache sein könnte.

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Oliver Plaschka – Die Magier von Montparnasse

Oliver Plaschkas Buch spielt in den Zwanziger Jahren in Paris, und es beginnt in einem Varieté, in dem ein Zauberkünstler durch einen Fehler bei einem Zauberkunststück gezwungen wird, vor aller Augen echte Magie anzuwenden, um sein und seiner Assistentin Leben zu retten. Dies ist laut Zauberer-Codex verboten und hat nun einen Bruch im Realitätsgefüge zur Folge. Schon nach kurzer Zeit tauchen diverse Sendboten des Zaubererrates, der „Stillen Gesellschaft“, auf, um sich um Ravi, seine Assistentin und das entstandene Problem zu kümmern.

Der Anfang des Buches hat mir zunächst sehr gut gefallen. Oliver Plaschka ist durchaus vergleichbar mit Ravi, seinem Zauberkünstler, denn auch er erschafft durch seine Worte Illusionen, die Bilder der Geschichte, in meinem Kopf. Er ist sehr wortgewandt und gebildet und seine Sprache hat mir großen Spaß gemacht.

Die meisten der handelnden Personen kommen selbst zu Wort, denn die Geschichte wird aus dem Blickwinkel der verschiedenen Menschen erzählt, was mir total gut gefällt, denn oftmals erlebt man die selbe Episode aus ganz verschiedenen Perspektiven, so dass sie hier und da in gänzlich anderem Licht erscheint.

Dennoch hat das Buch dann im Laufe der Geschichte an Fahrt verloren, bis zu etwa zwei Dritteln wirft Oliver Plaschka Frage um Frage auf und kaum ein Sachverhalt klärt sich zufriedenstellend und ließ zumindest mich in unsäglicher Verwirrung zurück. Der letzte Teil erklärt dann ein wenig, aber für meinen Geschmack wird Spekulationen zu viel freier Raum gelassen, denn ich bin nicht gut darin, zwischen den Zeilen zu lesen – und klare Worte findet Oliver Plaschka nur sehr wenige.

Ich habe am Schluss leider nicht alles verstanden, und das finde ich sehr schade, denn ich mochte den Stil sehr, ich mochte die Protagonisten, ich mochte die Art der Geschichte und hätte mir eine schöne Auflösung gewünscht. So war ich am Schluss enttäuscht, dass meine Erwartungen nicht erfüllt wurden.

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Der Zauberer Ravi soll mit seiner Assistentin Blanche eigentlich nur Zaubertricks vorführen, als einer dieser Tricks aber schiefgeht und beide in Lebensgefahr geraten, wendet er echte Magie an. Eine große Rolle spielt auch ein verzauberter Apfel, von dem Ravi nach der Vorstellung isst. Danach hängt die Welt in einer Zeitschleife fest und Blanche fällt in einen tiefen Schlaf. Ravi erlebt wieder und wieder diesen Sonntag im Jahr 1926, an dem der verhängnisvolle Auftritt stattfand. Schon bald finden sich auch andere Zauberer ein, die alle ihre ganz eigenen Interessen verfolgen und auch ein paar normale Menschen werden mit in die Sache hineingezogen.

Lobend erwähnen muss man zuerst einmal die Aufmachung des Buches. Das Cover ist wunderschön und auch die Gestaltung zwischen den Buchdeckeln ist gelungen. Schon allein deshalb macht es Spaß, das Buch wieder und wieder in die Hand zu nehmen.

Die eigentliche Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, was das Ganze erst interessant und besonders macht. Allerdings hat es am Anfang bei mir für einige Verwirrung gesorgt, weil es viele verschiedene Erzähler gibt, die sich auch stilistisch nicht sehr unterscheiden. Später, als man die verschiedenen Charaktere besser kennengelernt hat, gab es bei mir aber keine Probleme mehr. Die Charaktere sind mir alle sehr ans Herz gewachsen, alle sind auf ihre ganz eigene Art liebenswert und man wünscht sich, ihren Lebensweg noch länger begleiten zu können.

Die Geschichte ist sehr geheimnisvoll und rätselhaft, es stellen sich über weite Teile des Buches mehr Fragen, als Antworten geliefert werden. Das ist manchmal frustrierend, auch wenn das gelungene und überraschende Ende das alles wieder mehr als wettmachen kann.

Ich habe das Buch in einer autorenbegleiteten Leserunde auf leserunden.de gelesen, was an vielen Stellen sicher hilfreich war, da man mit anderen über Vermutungen und Fragen diskutieren konnte und auch Oliver die Gedanken mit einem Hinweis öfter in die richtige Richtung gelenkt und Verständnisprobleme geklärt hat.

Fazit: Ein sehr gelungener Fantasy-Roman, für den man aber einiges an Konzentration und Aufmerksamkeit mitbringen muss.

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Die Magier von Montparnasse besticht zunächst vor allem durch sein wunderschönes Cover. Es erweckt sogleich die Vorfreude auf ein magisches Abenteuer im Paris der 20er Jahre.

Das Buch ist sehr schön geschrieben, so dass man es eigentlich schön fließend lesen kann. Allerdings muss man sich zunächst an den Aufbau des Buches gewöhnen. Der Autor erzählt seine Geschichte aus dem Blickwinkel von 7 verschiedenen Personen. Da gibt es den großen Magier Ravi, die wunderschöne Blanche, die pflichtbewusste Justine, den Jungautor Gaspard, den unzufriedenen Alphonse, die grimmige Esmée und den geheimnisvollen Barneby. Zwar ist über jedem Abschnitt der jeweilige Protagonist angegeben, dennoch dauert es etwas, bis man sich an diesen Stil gewöhnt hat. Auch ist die Geschichte vor allem anfangs etwas verwirrend, und ihr ganzes Ausmaß erschließt sich dem Leser erst ganz zum Schluss.

Lässt man sich allerdings von diesen Dingen nicht abschrecken, wird man durch eine phantasievolle, spannende Geschichte belohnt, die sich nicht mit den mittlerweile oft allzu ähnlichen Fantasygeschichten vergleichen lässt. Vor allem das große Finale des Buches, das so manche Überraschung bereithält, lässt den großen Ideenreichtum des Autors hervortreten.

Gerade weil Oliver Plaschka seine Leser bis zum Schluss in vielen Dingen im Dunkeln tappen lässt, und sich manche Dinge wohl erst nach nochmaligem Lesen des Buches vollständig nachvollziehen lassen, finde ich es äußerst faszinierend. Denn ist es nicht auch eine Eigenschaft von Zauberei, dass sie eben nicht immer durchschaubar ist ;-)

Fazit: Ein außergewöhnliches und vor allem zauberhaftes Buch!

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