Bernhard Hennen: Die Ordensburg

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Bernhard Hennen: Die Ordensburg
Verlag
ET (D)
2007
Ausgabe
Taschenbuch
ISBN-13
9783453523333

Informationen zum Buch

Seiten
450

Serieninfo

Sonstiges

Erster Satz
"Das ist kein Ord, an den man alleine gehen sollte, mein König."

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Dies ist die Geschichte von Gishild, Königin des Fjordlands und letzte Hoffnung für die freien Völker der Welt. Und es ist die Geschichte Lucs, Ritter im Dienste eines mächtigen Ordens, dem Todfeind der Elfen. Als Kinder unzertrennbar, stehen sie sich nun an der Spitzer zweier Heere gegenüber. Denn der Kampf um die alte Welt hat längst begonnen ...

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Gelungener Auftakt des Zyklus um die Elfenritter

Die Ordensritter, eine Organisation, die nur an einen Gott glaubt und strenge Regeln und Vorschriften befolgt, führt Krieg gegen alle, die nicht ihren Glauben teilen bzw. alle "Anderen". Ihr Ziel ist es alles "Andere" auszulöschen und den Menschen ihren Glauben aufzuzwingen. Während einer Friedensverhandlung zwischen den Parteien, gerät Gishild, die Prinzessin des Fjordlandes in die Hände der Ordensritter. Diese schaffen es, trotz hoher Verluste, die Prinzessin in ihr Reich zu bringen und verstecken sie auf der Ordensburg Valloncour, wo sie sie zu einer der ihren ausbilden lassen wollen. Dort lernt sie den Waisenjungen Luc de Lancac kennen, der der einzige Überlebende eines Pestdorfes ist und den noch einige Geheimnisse umgeben.

Für mich war dies das erste Buch über die Elfenwelt von Bernhard Hennen und ich bin total begeistert. Das Buch beginnt sofort sehr dramatisch und lässt einen fast gar nicht Verschnaufen. Viele Handlungsstränge enden mitten drin und zwingen den Leser dazu weiter zu lesen, weil man einfach wissen MUSS, wie es weiter geht.
Die einzelnen Charaktere sind sehr schön beschrieben und was ich sehr schön finde, es gibt nicht eindeutig gut und böse, sondern jeder Charakter hat seine sympathischen und seine dunklen Seiten. Man kann nicht einmal sagen, dass die Ritter böse und der Rest gut ist, sondern alles ist in einer Grauzone und die Sympathien meinerseits verstreuten sich auf alle möglichen Protagonisten.

Man erfährt viel über die Hintergründe der Ordensritter, ihren Aufbau, ihren Glauben und ihr Vorgehen, entdeckt Paradoxes in ihren Handlungen, aber auch Taten, die wirklich "ritterlich" sind.
Die Umgebung und die einzelnen Orte, sind sehr schön beschrieben und ich als Leser konnte mir die einzelnen Handlungsorte sehr gut vor meinem inneren Auge vorstellen. Dabei ist auch noch positiv zu erwähnen, dass die im Umschlag befindliche Karte sehr schön gestaltet ist und dem Leser so die Möglichkeit bietet, die einzelnen Stationen nachzuvollziehen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen und ich kann als einzigen Minuspunkt nur anmerken, dass der Leser am Ende mit lauter offenen Fragen zurück gelassen und dazu gezwungen wird, sich gleich Band 2 zuzulegen.

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Der Elfenritter-Zyklus erzählt die Geschichte Gishilds, der letzten Herrscherin des Fjordlands und ist somit rund um das Ende von Die Elfen angesiedelt. Hier liegt nun der erste Band dieses Zyklus vor, in dem wir den Weg von Gishild schon ein Stück weit verfolgen.

Die Tjuredanhänger, und dort vor allem der Orden der Neuen Ritterschaft, führen schon lange Krieg gegen die "Heiden". In Drusna haben sie schon weitestgehend die Kontrolle übernommen, aber noch setzen sich Drusnier, die mit ihnen verbündeten Fjordländer und die Albenkinder gegen sie zur Wehr. Gishild wird während Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien entführt und landet schließlich in der Ordensburg von Valloncour, wo der Orden der Neuen Ritterschaft seine Novizen ausbildet. Dort trifft sie auf Luc de Lanzac, den einzigen überlebenden Jungen aus einem Pestdorf, der dort von einer Ritterschar aufgegriffen wurde. Gishild will sich nicht mit den Feinden gemein machen und hofft auf ihre Befreiung aus Valloncour. Tatsächlich ist ihre Elfenlehrerin, die Maurawani Silwyna, bereits auf der Suche nach ihr.

Bernhard Hennen erzählt uns vor allem, wie Gishild und Luc nach Valloncour kommen und wie sie das erste Jahr der Ausbildung dort erleben. Nur ganz am Anfang und sehr vereinzelt zwischendurch werden Blicke auf die Welt "draußen" geworfen. Nichtsdestotrotz ist das alles hochspannend, denn zum einen ist die Entführung Gishilds hochdramatisch (und verlangt hohen Blutzoll auf allen Seiten), so daß ich nur beim Lesen schon kurz vor der Herzattacke stand, und zum anderen wird eine tiefere Einsicht in die Gedankenwelt und Organisation der Tjuredkirche und ihrer Orden vermittelt. Dadurch werden sie mir in ihrer Gesamtheit zwar nicht sympathischer, im Gegenteil, aber wie es für Hennens Romane typisch ist, bricht diese Einschätzung auf, sobald es um konkrete Figuren geht. Diese sind nie nur "gut" oder "böse", sondern immer Charaktere mit einer Vielzahl von Eigenschaften, die sie mal so, mal so erscheinen lassen, und selbst wenn man ihre Motive nicht teilt, so agieren sie doch im Rahmen ihrer Persönlichkeit glaubwürdig. Ich betrachte dies als eine der großen Stärken von Bernhard Hennens Romanen, weil es zwar durchaus Identifikation und Solidarisierung mit einer Seite erlaubt, aber immer wieder auch Nachdenken über und Abwägen sowie Korrigieren von Haltungen einzelnen Charakteren gegenüber erfordert.

Egal aber, ob es um eine actiongeladene Kampfszene oder die Beschreibung einer Umgebung geht, sprachlich ist das Ganze ein Genuß zu lesen, eine wohltuende und erfreuliche Ausnahme im sonst üblichen Einheitsbrei und alleine schon ein Grund, zu diesen Büchern zu greifen. Alles in allem liegt hier wieder ein gelungenes Werk aus der Feder von Meister Hennen vor, dessen einziger Nachteil darin besteht, daß der Folgeband noch nicht erschienen ist ...

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Dieses Buch bietet temporeiche Fantasy, in der trotzdem ausreichend Platz für detaillierte Beschreibungen und das "Innenleben" der Charaktere bleibt. Ich habe mich gefreut, auf bekannte Figuren zu stoßen (das war ein wenig wie nach-Hause-kommen) und sie besser kennenzulernen. Es gab aber auch viele interessante neue Figuren, die mich beschäftigt haben. Im gewohnten Stil von Bernhard Hennen gab es dabei keinen Platz für Schwarz-Weiß-Malerei, neben vielen Grautönen gibt es auch Figuren die mir einfach nur ein Rätsel sind.

Wir erfahren mehr über die Orden des Tjured-Glaubens, einzelne Mitglieder und ihren Einfluss. Es gibt Intrigen bei den Mächtigen, aber auch den Glauben der "einfachen" Leute. Man erhält eine bessere Sicht auf die Tjured-Kirche, ihre Vorgehensweise und Motive. Erzählt wird daher auch meist aus der Perspektive der Menschen, die Szenen aus Elfensicht halten sich zurück - und sind oft kurz und rätselhaft.

Etwas warnen muss ich vor dem Schluss: ein böser Cliffhanger! Man sollte also entweder damit umgehen können, oder besser erst anfangen wenn die Folgebände erschienen sind.

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